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Hallo ihr,

ich hatte heute sehr starke Angst.

Ich war heute nachmittag mit meinem Vater und meiner Schwester auf einem großen Jahrmarkt. Es ist ein großes Volksfest mit vielen Karussels, Essbuden ect.
Und wirklich vielen Menschen!
Ich war mir schon unsicher ob ich mitkommen sollte, aber habe es mich das dann doch getraut...einerseits bin ich darauf auch echt stolz, aber anderseits war es nicht ganz so toll auf dem jahrmarkt. und schwierig auszuhalten.

Ich habe gleich gemerkt, schon bevor wir ganz da waren das meine Übelkeit sehr stark war.
Auf dem Volksfest habe ich dann auch gleich meine Ängste wahr genommen. Einmal die Ängste vor den Menschen, das jemand mir zu nahe kommt und das jemand agressiv wird, oder das panik ausbricht oder auch das viele mich anschauen könnten. Da waren soziale ängste dabei aber auch halt diese Ängste bezogen aufs traume, bloss nicht zu nahe kommen..

Und dann kamen auch noch meine Ängste bezüglich der übelkeit hinzu, die ich ja noch nicht allzulange habe(erst seid ein paar monaten).
Und die machten mir dann auch noch panik. Zum schluss drehte sich immer nur noch gedanken darum, was passiert wenn du die übelkeit gleich nicht mehr aushälst wo ist dann der nächste mülleimer ect.
Es war wirklich nicht einfach auszuhalten..

Ich bin dann mehrfach zur Seite gegangen, also raus aus diesem Menschengewirr. Und dann aber auch wieder rein, da papa und meine schwester ja noch weiter schauen wollten.

Die übelkeit blieb die ganze Zeit da, und ich habe mich nicht beruhigen können. Die ganzen Essensgerüche haben es nicht besser gemacht.
Und als ich dann sah wie jemand sich übergab(er vertrug wohl das karussel fahren nicht und stand halt an der einen ecke also nicht genau auf dem platz wo das fest war) war es aus bei mir.
ich bin dann halt auch auf die nächste toilette dort gerannt...

Da war dann der jahrmarkt besuch auch für mich zu ende. Ich habe mich hundeelend gefühlt und mir ging es es schlecht...

Ich habe es nicht geschafft meine Ängste zu besiegen heute..

Wie schafft ihr es dann mit euren körperlichen Symptomen umzugehen?
Könnt ihr das irgendwie weniger werden lassen? Und wenn ja wie macht ihr das?
Und wenn mal eine angstsituation nicht so klaptt, wie geht ihr hinterher mit euch um?

Ich könnte mich die ganze zeit jetzt nur abwerten...

Mit lieben Grüßen,
Delphin

27.10.2013 22:55 • 08.11.2013 #1


23 Antworten ↓


hey delphin, gibt keinen grund dich abzuwerten. du hast dich da ja wirklich in eine extremsituation begeben. und glaub mal, viele ganz gesunde menschen müssen dasselbe tun, wenn sich jemand in ihrer nähe übergibt. wenn ich in so unangenehmen situationen bin, dann versuch ich meine symptome zu ignorieren. mal klappt es, mal nicht. hab dann meistens das gefühl umzukippen. bisher bin ich noch nicht umgekippt und das sag ich mir gebetsmühlenartig in solchen situationen. ich schwanke dann manchmal etwas bzw. geh relativ breitbeinig, mein ich zumindest. wenn ich gewinne, dann lauf ich weiter ohne mich irgendwo festzuhalten oder hinzusetzen. wenn ich verliere, dann setz ich mich halt irgendwo hin. hab ne zeit hinter mir, da hab ich im supermarkt grundsätzlich einen wagen genommen, auch wenn ich nur ein teil kaufen musste. warum? um mich dran festzuhalten. hab ich inzwischen abgelegt und geh nur noch mit wagen rein, wenn ich definitiv mehr brauche, als ich so tragen kann.

31.10.2013 22:27 • x 1 #2



Totale Panik mit starker Übelkeit-wie damit umgehen?

x 3


hallo,

@abra77,

danke für deine Antwort !
das mit dem Abwerten kommt ganz von alleine. da brauche ich noch nicht einmal viel dafür tun, irgendwie läuft das schon automatisch ab !
Hast du dich denn auch früher dafür abgewertet oder konntest du das lockerer sehen wenn du mal was nicht so hinbekommen hast wie du wolltest?

Das stimmt das war eine Extremsituation. gerade das mit den vielen Menschen, und als es dem Typen da so schlecht ging plötzlich, und leider musste ich das noch mit ansehen so schnell konnte ich gar nicht wegsehen, klar habe ich das dann sofort gemacht aber da war es schon zu spät.

Irgendwie versuche ich es auch sie zu ignorieren, aber das klappt nicht wirklich, oder noch nicht. So was wie herzklopfen oder so geht. Aber das mit der Übelkeit gerade gar nicht. im gegenteil wenn ich versuche mir zu sagen, das ist jetzt nichts wird es richtig stark. Und dann schaffe ich es nur noch das mit Tabletten zu bekämpfen. dann wird die Übelkeit jedenfalls besser.

Mit lieben Grüßen,
Delphin2

31.10.2013 23:34 • #3


och, nööööööööö........so richtig locker bin ich da auch nicht. mal klappt es, mal nicht. ich denke schon, dass man sich nicht abwerten muss. hab mich auch viele jahre für meine zustände/symptome oder .... irgendein begriff... geschämt. allein schon deshalb, weil es nicht normal ist. inzwischen shee ich es etwas anders. kann sogar teilweise mit kunden (mein mann und ich sind selbständig) darüber reden. ich thematisiere es nicht, aber muss es auch nicht verheimlichen. ist schon erstaunlich. man erzählt und meistens erwidert das gegenüber sowas wie: "das kenn ich von meinem schwager/schwester/bestem freund/arbeitskollegen...........). man braucht sich nicht zu verstecken und nicht zu schämen. locker seh ich das nicht, aber ich sage mir: ich bin psychisch krank. das ist halt eine krankheit und dafür kann man nichts.

mit dem ignorieren: neeee, das klappt nicht. annehmen. wie gesagt, ich sabbel mir gebetsmühlenartig vor, dass ich noch nie umgekippt bin. ob ich das dann immer so glaube? naja. mal ja, mal nein. ich versuche halt die nummer durchzuziehen. manchmal klappt es auch nicht und ich halt mich fest oder setz mich hin. und? was soll es. das nächste mal klappt es dann halt. ich denke das wichtigste ist, dass man nicht vermeidet. hab keine lust auf noch mehr einschränkungen in meinem leben; mir reicht es, ich hab die nase gestrichen voll davon. meine hauptbaustelle ist glaub ich hypochondrie, die sich durch die panikattacken bzw. die angeschlossene angststörung netwickelt hat. aber, ach jaaaa.....ich hab so vieles, was ich nicht will und nicht gebrauchen kann. ich persönlich hab meiner angst den krieg erklärt und ich will ihn unbedingt gewinnen. eine verlorene schlacht wird mich davon nicht abbringen.

vielleicht könntest du mal versuchen davon abzugehen dir zu sagen, dass da nichts ist. da ist nämlich was. es ist nur nicht körperlich, sondern deine psyche. da ist was und das kann man bekämpfen, glaub ich. glaub ich wirklich. versuch mal, deine seele anzunehmen.

liebe grüße abra

01.11.2013 00:36 • #4


Ach Mensch du arme... Ich finde es super, das du es versucht hast und das sollte dich positiv bestärken... Ich habe immer eine kleine Tasche mit Medikamenten einstecken. Dort sind alle möglichen Medis drin (gegen Übelkeit, Erbrechen, Panik, Schmerzmittel etc.).
Einfach schon zu wissen, das ich was dabei habe- beruhigt mich.
Denk dran, du hast immer die Möglichkeit zu gehen wenn es zuviel ist.
Haben dein Papa und deine Schwester deine Situation bemerkt?

01.11.2013 12:17 • #5


hallo,

erst mal danke für eure Antworten !

@abra77,

wow da bist du aber echt offen wenn du da sogar mit Kunden drüber sprechen kannst! Ich bzw. bei mir weiß es zwar auch meine besten Freundinnin aber viel mehr dürfen es dann auch nicht wissen, so offen bin ich da nicht.
Ich schäme mich ständig für mich und meine Angst. Ich sehe dann meistens nur meine Rückschritte und nicht die Schritte die ich auch Forwärtsgehe!

Okay, das beruhigt mich jetzt ja etwas. Also das du nicht immer weißt das nichts passieren kann. ich habe schon mal gehört das es manche so haben das sie nur ein paar mal in Angstsituationen rein gehen und dann keine angst mehr haben oder es jedenfalls so sagen. und ich sage mir immer wieder das es nur die psyche ist aber immer wieder geht die übelkeit erst dann ganz langsam weg. und manchmal ist dann dieser Gedanke da:" ja aber es könnte ja auch...". Aber echt beruhigt das du das auch hast und ich nicht damit die einzigste bin.
ich denke immer nur ich stelle mich in allem zu blöde an und ist ja kein wunder das es hier auch nicht klappt bei der angst.

Das mit deinem Krieg führen finde ich aber glaube ich nicht so super. also für mich. weil wenn ich der angst den krieg ansage dann zickt die angst richtig rum. habe auch schon mal zu hören bekommen das ich die angst annehmen soll und dann mit arbeiten soll, denn wenn ich krieg führe führe ich gegen mich selber krieg.
Aber wenn es bei dir funktioniert ist es ja gut !

@meanne1812,

ja das mit den medis mache ich auch immer. ich habe medis gegen Kopfschmerzen, magenschmerzen, übelkeit und anspannungsspitzen bei mir.
Aber irgendwie merke ich das es mich immer mehr in so ein sicherheitsverhalten reinführt. Denn ohne die medis gehe ich nicht mehr aus dem haus. ich bekomme dann panik, denn wenn mir übel werden würde könnte ich ja nichts einnehmen ect.
Seid wann nimmst du die denn immer mit? also die medikamente, machst du das schon lange so?

Doch meine Schwester hat was gemerkt.
Mein vater bestimmt auch was aber er ist sich immer unsicher das er was verkehrtes sagen kann oder macht und so sagt er wenig oder meistens das verkehrte aus seiner angst heraus was verkehrtes zu machen..also jedenfalls war er mir da keine große Hilfe..
Ich habe mich auch mal bei meiner schwester an der hand festgehalten.
Und nachdem mir ganz übel war sind die auch sofort mit mir nach hause. Die haben ja gemerkt das es bei mir aus war.
Zu hause haben die mir dann einen Tee gekocht und gesagt das ich es gut gemacht hätte. Vielleicht wollten sie mich dadurch aufbauen oder so...

Mit lieben Grüßen,
Delphin

01.11.2013 17:43 • #6


Zitat von Delphin2:
Das mit deinem Krieg führen finde ich aber glaube ich nicht so super. also für mich. weil wenn ich der angst den krieg ansage dann zickt die angst richtig rum. habe auch schon mal zu hören bekommen das ich die angst annehmen soll und dann mit arbeiten soll, denn wenn ich krieg führe führe ich gegen mich selber krieg.
Aber wenn es bei dir funktioniert ist es ja gut !


Hallo Delphin,

meinst du echt, dass meine kriegserklärung nicht gut ist ? die angst annehmen, dass hab ich auch schon gelesen. hab ihr trotzdem den krieg erklärt, weil ich gerne ein ganz normales leben führen möchte, irgendwann mal wieder. also, ich akzeptiere es, dass ich eine angststörung habe. ich sage mir, dass meine symptome daher kommen. zumindest versuche ich das halt. so hab ich das auch mit dem angst annehmen verstanden.

ich versuche halt dagegen anzukämpfen und mich in angstsituationen nicht einschränken zu lassen. auch gezieltes konfrontieren mit unanagenehmen situationen gehört dazu.

geh ich das falsch an? hab ich das falsch verstanden? wie soll man denn seine angst annehmen? eine therapie hab ich noch nicht angefangen, kann also keinen profi fragen.

liebe grüße

abra

02.11.2013 12:36 • #7


Hallo abra77,

ich glaube falsch ist hier das falsche Wort!
ich denke wenn du damit so umgehen kannst ist es doch gerade gut für dich.
ich habe es wie gesagt nur gemerkt das wenn ich der angst den Krieg erkläre, sie dann rumzickt und sich dann gerne mal zu Wort meldet.

ich habe verstanden, vielleicht ja auch falsch, das man seine Angst annehmen soll und wenn ich ihr den Krieg ansage nehme ich sie ja nicht mehr an, sonder will sie nur weg haben. Dabei ist die Angst ja aus irgendwelchen Gründen da. Klar will ich sie auch weg haben, aber dazu kann ich ihr nicht den krieg erklären. Denn sie ist ja auch nur ein teil von mir und möchte ja vielleicht auch erhört werden.
Wie gesagt wenn du damit gut klar kommst ist es gut und schön, ich kann es nur nicht. Denn wenn ich der den krieg erklären würde, dann würde ich sie in dem Moment nicht mehr annehmen und sehr stark gegen sie arbeiten und sie hassen oder sonst was. Aber das würde mich dann nur davon ablenken in Angstsituationen zu gehen. Oder in Angstsituationen nur die ganze zeit damit beschäftigt zu sein mich über die angst aufzuregen, aber gar nicht bei der Sitaution selbst zu bleiben und dann steigt sie auch wieder an...ist das kompliziert gerade zu beschreiben...



das ist schon richtig in Angstsituationen zu gehen und sie nicht zu vermeiden! das mache ich aus so und das ist ja auch das was man machen soll !
ich denke, wir beide machen das richtig nur jeder vielleicht auf seine art und weise !

Mit lieben Grüßen,
Delphin

02.11.2013 13:58 • #8


hallo delphin,

ich hoffe mal, dass wir das richtig machen . ist echt nicht leicht da nen weg zu finden. bin mal gespannt, was ein profi dazu mal sagen wird, wenn ich eine therapie anfange. bist du in behandlung?

liebe grüße abra

02.11.2013 14:27 • #9


Hallo abra,

ja ich hoffe es doch auch das wir es einigermaßen richtig machen
Mir ist noch ein Satz eingefallen den mal eine Therapeutin zu mir früher gesagt hat: Nimm deine Angst an, nehme sie sozusagen an die hand und begebe dich dann in die Angstsituation. zeige ihr wie man es anders macht, überzeuge sie das man keine Angst haben muss!"
Diesen Satz habe ich mir früher häufig gesagt, aber irgendwie leicht vergraben. habe ihn heute noch mal nachgelesen, da ich ihn aufgeschrieben hatte. ich finde ihn hilfreich, diesen Satz !
Vielleicht sollte ich dem mir mal wieder häufiger sagen..

Wann fängst du deine Therapie an?

Ja ich bin schon lange in Therapie.
Jetzt ist meine ambulante Therapeutin allerdings weggezogen mit ihrer Praxis und ich habe ambulant keinen grade. Stehe aber auf einer Warteliste bei einer Therapeutin, die hat gerade noch nichts frei erst ende november.
Aber habe jetzt einen Klinikantrag gestellt gehabt und Mittwoch geht es los in die Klinik. Das macht allerdins richtig angst auch wieder gerade. merke wie meine Übelkeit gar nicht mehr weg geht heute vor lauter angst schon.

Mit lieben Grüßen,
Delphin

02.11.2013 21:51 • #10


hallo delphin,

stehe auf 2 wartelisten, ca. ein jahr wurde mir gesagt, mal sehen. bin auch erst seit ca. monaten bereit die diagnose angststörung zu akzeptieren. vielleicht finde ich auch noch jemand anderen, ich warte noch auf einen rückruf. den satz von deiner ehemaligen therapeutin find ich schwierig zu verstehen. soll man sie dann zulassen? ich denk jetzt z.b daran, was ich oben geschrieben hab. ich sag mir, dass ich nicht umkippe und dann die konfliktsituation: festhalten/hinsetzen oder weiterlaufen? kann das nicht so richtig interpretieren.

ich wünsch dir auf jeden fall alles gute für den klinikaufenthalt, das wird schon. schließlich wolltest du das ja, sonst hättest du ihn ja nicht beantragt.

liebe grüße

abra

02.11.2013 22:09 • #11


hallo abra,

das ist dann ja gut das du gleich auf 2 Wartelisten stehst.
Ein jahr?! das ist aber echt heftig so eine Wartezeit!
Seid wann stehst du denn auf diesen Wartelisten, sind denn schon ein paar Monate rum seitdem?

das zu verstehen oder das einsehen das man eine Angsterkrankung hat, fand ich auch schwer. ich wollte es damals, als ich 14 war, nicht verstehen und gar nicht erst wahr haben wollen. habe echt gedacht das alle total spinnen, als mir das gesagt worden ist. Nur leider hatten die Recht !

Also ich habe den Satz so verstanden: ich muss die Angst schon ein wenig zulassen. Sonst bekämpfe ich sie ja die ganze zeit lang. Klar will ich sie weg haben aber das geht ja nur wenn sie da ist und ich sie annehme.
Also ich nehme sie zu, und begebe mich dann in eine Angstsituation. Merke wie sie da ist, nehme sie war und merke auch wieder wie sie in der Situation wieder sinkt. Ganz langsam und allmählich,also wenn sie oben war die Angst.
Am besten ist auch in so einer situation keine Hilfsmittel mitzunehmen denn sonst hat man die ja als Hilfe. Und wen man das durchgestanden hat, dann das immer wieder üben, üben und üben......

ich kann dazu nur sagen, das es bei mir allerdings immer daran, glaube ich, scheitert das ich entweder gleich vermeide, oder mir doch zu viele Hilfssachen mitnehme.
oder mich irgendwie in der Situation ablenke, aber das soll ich ja nicht. Soll ja merken wie die angst geht und wieder sinkt, und das bekomme ich ja nicht mit wenn ich mich ablenke.
ich weiß das alles selbst, aber das umsetzten ist dann noch mal ein andrer Punkt. Und jetzt wo seid seit ca. 2 -3 monaten die übelkeit noch so stark dazu gekommen ist, finde ich das gerade alles noch schwerer. Und weiß mir da auch nicht mehr selbst zu helfen...aber ich hoffe das wird in der Klinik mehr aufgefangen. Und das ich daran arbeiten kann...

das ist auch richtig sich zu sagen, das du nicht umkippen kannst. Und schön weiterlaufen. Aber das passiert ja alles nebenbei, zusätzlich zu dem Annehmen und üben der angstsituation..

Mit lieben Grüßen,
Delphin

02.11.2013 22:25 • #12


hallo!
finde es auch erstmal sehr gut, dass du dich dorthin gewagt hast!
ich kenne diese panik auch nur zu gut, bei mir äußerst sich es oft in atemnot und einfach nur weg zu müssen, kann schon seit monaten weder auto noch bus oder bahn fahren.

man sagt ja, man soll, muss sich immer wieder in die situationen begeben, die einem angst machen..... ich versuche das jetzt schon seit 11 jahren, mit therapeutischer hilfe! wie soll sich meine situation noch ändern? hast du einen rat?

02.11.2013 22:36 • #13


hallo delphin,

ich steh ganz frisch drauf. hab lange gesucht. hast ja schon was mitgemacht, wenn du das hast seit du 14 bist wie alt bist du denn heute, wenn ich fragen darf?

mit dem üben das ist so eine sache. es gibt schon fiese situationen in die ich mich begebe (menschenmassen sind nicht toll) und nicht vermeide, es ist ja auch schon besser geworden mit den konkreten sachen. supermarkt ist z.b. fast kein problem mehr. ich hab das ja mit dem wagen geschrieben: heute sind mir dann bei rewe meine einkäufe runtergefallen, soviel konnte ich doch nicht problemlos tragen. ich musste grinsen, hat spaß gemacht. hab mir dann nen korb geholt.

meine hauptbaustelle ist im moment hypochondrie. da lass ich google halt schon ne weile weg, was guttut. da komm ich halt auch nur ganz schwer gegen an. was soll man da annehmen, was soll man da nicht meiden?

hab schon so manches durch. mit panikattacken fing es an, die sind heute fast weg. dann immer verschiedene ängste, die mir oft erst im nachhinein aufgefallen sind. sobald davon etwas einigermaßen ging (zumindest gelegentlich) kam was neues. der rest ist nicht ganz weg, aber halt schon besser geworden. die angst sucht sich immer einen neuen weg. denke mal, dass grundsätzlich was schief läuft bei mir. so richtig komm ich da aber nicht drauf. das ist es auch hauptsächlich, was ich mir von einer therapie verspreche.

liebe grüße abra

02.11.2013 23:01 • x 1 #14


hallo,

@Susann111,

danke für deine Antwort hierdrauf !

Danke auch das du schreibst das es gut war das ich mich überhaupt dorthingewagt habe!

das mit dem Bus und Bahn fahren kenne ich nur zu gut, kann auch gerade im Moment wieder kein Bahn fahren alleine. Nur mit jemanden zusammen, habe sonst immer angst vor den Menschen, oder das mir irgendwas passiert und ich alleine bin oder das ich die übelkeit zu dolle bekomme...

genau man soll in die Situationen rein gehen und versuchen sie zu bewältigen.
Okay das heißt du bist in therapeutischer Behandlung. Übst du diese Sitautionen auch mit dem oder der Therapeutin?

Ich habe da leider auch nicht so den rat für dich, kenne dich ja auch noch gar nicht so....und überhaupt weiß ich ja nicht wie oder was ich dir da so raten soll...tut mir leid.
Ich denke wenn du versuchst immer in die Sitautionen rein gehst, deine angst versuchst anzunehmen und siehst wie sie wieder sinken kann in der situation, übst da ja schon gut.
Kannst du denn mit einer Freundin das Zug fahren oder so zuerst üben bevor du es ganz alleine machst?
ich mache es dann mit meiner schwester oder freundin wenn ich es mal üben muss und bevor ich gar nicht einsteige ist das vielleicht erst einmal besser als hilfe so...Oder andere Hilfsmittel erst mal zur hand nehmen? So mit Tabletten oder mit anderen Skills?

@abra,
das stimmt leider muss man erst mal lange suchen bevor man geeignete therapeuten gefunden hat!
ja klar darfst du fragen wie alt ich bin. ich werde am dienstag 25 jahre alt, bin jetzt noch 24 jahre !
Also habe es seid cirka 10 jahren, wobei ich vorher auch schon ängste hatte. ich glaube das erste mal nahm ich das so mit 10 jahren war.
Und damals dachte ich nur das jeder so fühlt und konnte es gar nicht einsortieren.Aber gut dazu war ich ja vielleicht dann auch noch zu klein.

Das ist doch echt super das du in so Situationen also das es immer besser klappt. So Supermärkte gingen bei mir schon mal besser, aber im moment sind sie wieder schlimmer. Denke ja ständig das ich mich dann übergeben könnte und das mir dann schlecht wird und das wird mir dann ja auch ständig leider. Und dann noch überhaupt die ganzen menschen dort...also die sozialen ängste kommen da auch immer noch dazu.
Ich glaube ich hätte da nicht grinsen können an deiner Stelle und wäre abgehauen aus dem geschäft oder so. das ist ja eine meiner schlimmsten befürchtungen, also das mir irgendwas peinliches passiert im geschäft, wie was runterfällt ect.
Hast du denn gemerkt das dich jemand angesehen hat dabei oder hast du es da gar nicht wahrgenommen? Toll da bist du einen schritt weiter als ich !

Genau das frage ich mich da auch mit dieser angst bei der Übelkeit. das meine ich ja das ich dort weiter kommen will in der Klinik. Also ich denke ich sollte da definitv nicht immer meine Hände mehr waschen, keine tüten immer mit nehmen und nicht immer medis bei mir haben. das wäre super wenn ich das weg lassen könnte.
Bezogen zum beispiel auf mich, dann wenn die übelkeit oder die gedanken kommen, denke ich , das sollte ich annehmen das die angst da ist und dann warten wie sie von alleine wieder weg geht. Also so denke ich, ist das bei den gedanken wenn man denkt irgendwie körperlich krank zu sein....also erst annehmen das die gedanken da sind und dann sehen von alleine das sie wieder verschwinden die körperlichen symptome ohne irgendwie da eingreifen oder medis nehmen oder im internet schauen ect.

das kenne ich übrigends auch das immer mal was neues dazukommt. Mit der übelkeit hatte ich das schon mal, aber das ging alleine weg nach 3 wochen. und jetzt ist es plötzlich nach 2 jahren wieder da und hört nicht mehr auf, in gegenteil es wird nur noch schlimmer.

das ist doch gut das du schon weißt was du in der Therapie genau dann ansprechen möchtest bzw. was du dir davon erhoffst.

Mit lieben Grüßen,
Delphin

02.11.2013 23:18 • #15


Hallo delphin,

glaub nicht, dass ich einen schritt weiter bin. mir ist generell wenig peinlich. jeder tritt mal in ein fettnäpfchen, hat ein brett vorm kopf oder was auch immer. generell denk ich, wenn jemanden was an mir stört, dann ist das sien problem. mach ich nicht zu meinem. auch wenn mich jemand für doof hält, soll er doch. ist aber auch schon immer so, ich bin so ein "aneck-typ". im supermarkt haben das leute gesehen, klar. was soll es? hatte halt zuviel auf den armen. ich musste grinsen, weil ich dir ja kurz vorher noch geschrieben hab, dass ich einkaufswagen eher stehen lasse und dann: platsch! da hatte ich mich wohl übernommen was wäre für dich daran so peinlich? kann halt passieren.

ich kann auch nicht sagen woher dieses unbehagen z.b. in großen menschengruppen kommt, hatte ich früher nicht. da kommt dann einfach irgendwas hoch, was auch immer. hat sich erst nach den ersten panikattacken entwickelt. ne konkrete angst hab ich dann nicht, außer halt umzukippen. das ist total nervig.

wenn ich mal draußen umkippen sollte, dann wär das auch besser, als wenn es zuhause passiert. da kriegt das ja wenigstens jemand mit und kann nen arzt rufen, denk ich. aber diese hypochondrie... ...da komm ich nicht gegen an. mit deiner belkeit ist das bestimmt sehr ähnlich, man hat so wenig bis gar keinen einfluß.

ich hab übrigens keine hilfsmittel bei mir (außer betablocker, die ich seit einigen jahren täglich nehme). wenn ich in therapie bin und das anschlägt, dann möchte ich die auch wieder ausschleichen, vorher jedoch nicht. die pharmazeutische regulation des pulses hat mich von herz- und todesangst befreit. dass das keine dauerlösung ist, weiß ich auch.

liebe grüße abra

03.11.2013 16:04 • #16


Hallo ihr Lieben
Ich selber leide nun auch seit ungefähr einem halben Jahr an dieser Angst .
In der Schule habe ich zuerst oft gefehlt oder wurde frühzeitig abgeholt .
Als die Sommerferien begonnen wurde es dann schlimmer ich hatte sehr oft Starke übelkeit und auch Magenschmerzen. Habe zuerst noch Versucht mit Freunden rauszugehen . Es war jedes mal der reinste Horror für mich und ich dachte jedes mal ich schaffe es nicht - letzendlich habe ich es immer geschafft ohne mich zu übergeben . Doch leider wurde es nur schlimmer eines tages als ich dann mit dem Zug zu meinem ersten Frauenarzt Termin fahren wollte (mit meiner damals besten Freundinn ) Brach ich komplett in Panik aus sobald ich den zugehört hatte ! Ich bin davon gerannt habe mich auf den Fußboden gesetzt , geweint, gewürgt, hyperventiliert und so haben wir den Zug verpasst danach ging die anspannung ein wenig weg und ich beruhigte mich langsam jedoch hatte ich dann ein sehr schlechtes Gewissen das ich so ausgerastet bin und mich einfach nicht unter Kontrolle hatte zuhause bin ich schlafen gegangen . Die nächste Woche hätte für mich beinahe mein Lebensende bedeutet. Ich konnte aufgrund der anhaltenden übelkeit und den Magenkrämpfen nichts essen und wirklich überhaupt nichts trinken . ich hab mich keinen Meter bewegt lag nur in meinem Bett und habe mich so viel übergeben wie noch nie zuvor in mienem Leben .
Nach einigen Tagen hat meine Mutter mich gezwungen zum Arzt mit ihr zu fahren , ich habe geweint , gespuckt , herrumgezickt - Ich wollte einfach nicht mit weil ich solche Angst hatte . Beim Arzt habe ich mich immernoch übergeben und bin dann am näcsten Tag in´s Krankenhaus gekommen . ich war ganz knapp vor dem Koma und ich hätte höchstens noch einen Tag so weiter machen können . Ich war dann 3 Tage am Tropf und bekahm eine Magenspiegelung , es stellte sich herraus das ich eine Magenschleimhaut Entzündung hatte und reizung der speiseröhren . Ausserdem arbeitete mein Magen nicht mehr wies sollte weshalb ich keinne stuhlgang mehr hatte dagegen hilf nurnoch :sich zum essen zwingen egal ob mir schlecht war oder nicht .
Das problem war schnell behoben . Ich war auch in der Psychatrie in Schleswig dort kam ich überhaupt nicht zurecht also bin ich nach 5 Tagen wieder nachhause gegangen das hatte mir erstmal einen Kick gegeben sodass ich mich bemühte immer schön viel zu essen die ängste Jedoch blieben . Ich habe immer wieder versucht kleine spaziergänge zu machen diese wurden auch immer länger . bin dann auch einmal ins nachbardorf geradelt und habe es super geschafft . ich war ca 3monate auf einer Warteliste für eine Tagesklinik . Ich hatte NATÜRLICH sehr dolle Angst den Tag davor auch sehr Panik . habe mich wieder übergeben und abgenommen aber ich bin jetzt seit 2 und halb wochen in behandlung und auch wenn es mir immernoch schwer fällt kann ich doch schon ein wenig mehr als vorher . ich kann spazieren gehen und ich fahre jeden morgen mit dem Taxi (weil ich keine bahn fahren kann ) eine dreivirtelstunde zu meinem Therapieplatz hin ( ausser am we ) und dann natürlich auch wieder zurück . Jetzt gerade habe ich auch wieder so einen tief wo es mir schlecht geht aber ich weiß das ich nichts neues mahcen muss ich kenne die leute dort und sie sind nett ich habe eine nette Therapeutin und allgemein müssen wir nichts machen was wir nicht wollen . Schule ist in dem Gebäude und wenn es nicht geht dann geht es eben nicht. Ich war ausser einige male jetzt auch dort wieder zur Schule ich selbst sehe meine Fortschritte jetzt nicht so aber alle anderen sagen mir ständig was ich alles geschafft habe und das ich allgemien auch besser aussehe als vorher . Habe seit einer Woche das rauchen aufgegeben und seit dem auch wieder 2 kilo zugenommen was sehr wichtig ist da ich beinahe in einem Lebensbedrohlichen gewicht gelandet bin . Ich schreibe jetzt hier viel zu viel . Ich wollte euch nur mut machen eine KLinik oder sowas aufzusuchen denn es ist dazu da einem zu Helfen und nciht um einen zu quälen ich selber sage mir auch immer wenn ich spucke , dann spuck ich eben . Die anderen wissen das es passiern könnte und ich habe immer meine tüte dabei . UNd ich wäre sicherlich nciht die erste der das passiert währe . Ich würde mich auf ein Feedback freuen .
freundlich Grüße
Linaaa16

03.11.2013 20:48 • x 1 #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Hallo,

@abra77,

okay dann hattest du ja keine sozialen Ängst so in menschenmengen ! Was ich daran als peinlich empfinde oder warum ich mich dann schäme? ich schäme mich, weil ich auffalle, vielleicht denken dann andere blöde von mir, ich habe angst mich schlecht benommen zu haben, merke dann immer wie mir heiß wird...heute zum beispiel war verkaufsoffen und ich habe mir schuhe gekauft. beim reinstellen eines kartons sind mir 2 kartons raus gefallen. ich habe schon gleich gemerkt das mir heiß wurde, mir wurde übel, herz klopfte und gedanken waren sofort da:" oh gott jetzt schauen die alle". hatte dann auch angst das jemand was negatives sagt.
Und dann sprach mich wirklich jemand an, aber nur was ich zu ihren stiefeln meine...gott aber als die loslegte und mich ansprach dachte ich was will die jetzt von dir...aber sie sagte nichts wegen den kartons
Aber ich habe mich dann ganz schnell irgendwann vom acker dort gemacht !
Meine schwester die sich das ganze schauspiel angesehen hat, war am lachen und meinte das wäre doch nicht schlimm...ja die hat gut reden die hat in solchen Momenten ja auch keine angst!

Das kann ich verstehen, das du draußen weniger Angst hast. Also das du dann denkst das es eher jemand mitbekommt wenn du dort umkipst...

@Linaaa16,

vielen dank für deine lange nachricht !

Das war mal eine lange nachricht, aber ich habe es mir alles durchgelesen. Aber es war nicht zu lang und außerdem darf man hier in diesem Forum so viel schreiben wie man möchte !
Mich hat es berührt wie du geschrieben hast, ist ja aber echt heftig wie doll es bei dir war.
ich habe es zum glück gerade ohne übergeben. ich habe ja gerade nur angst das ich mich übergebe. ich hoffe so bleibt es auch!

Das mit deiner Tagesklinikik klingt echt gut. Auch das du dort so Fortschritte gemacht hast!
Ich bin auch bald in der Klinik(war auch schon mehrfach in einer klinik), also wenn ich nicht noch dort absage, bin da gerade am überlegen. Da seid ich weiß das ich da hinkomme bald ich immer stärkere übelkeit bekomme...obwohl ich weiß das es das falsche ist das dann abzusagen...stehe grade der angst so hilflos gegenüber...

Wie lange geht deine tagesklinik also von der uhrzeit so? Sind die da alle so in deinem Alter?

Dann finden es deine Eltern bestimmt auch gut wenn du in der Tagesklinik bist:-) Stehen dir deine Eltern da bei? Unterstützen dich deine Freunde auch gut?

Mit lieben Grüßen,
Delphin

03.11.2013 22:38 • #18


Hallo Delphin
Ich weiß genau wie du dich jetzt fühlst was meinst du wie schlecht mir war bevor ich da hingehen soll ? Wie gesagt ich habe mich sogar übergeben mehrfach aber wenn du ersteinmal da bist merkst du das es nicht soschlimm ist wie du es dir ausgemalt hast .
Es ist sehr wichtig das du dort hingehst denn die helfen dir da und dann schaffst du es auch wieder da raus du hast ja nun genug zeit damit verbracht dich zu quälen :s um 8 UHr morgens muss ich da sein und um 15:30 werd ich wieder abgejolt . Und ja ich bin in der Kinder und JUgend klinik also es sind auch kinder da der jüngste ist momentan 8 und die älteste ist 18 und ich komme mir allen dort super klar trotz meiner phobie , du musst ja bedenken denen stört es dort nicht wenn du dich übergibst oder wenn du eine panikattacke bekommst denn die haben auch probleme wenn nicht sogar das selbe wie du . Ja meine Mama hat mich mehr oder weniger zu gezwungen aber es war wohl das beste was sie hätte tuen können für mich mein vater ist leider nicht mehr unter uns . Meine besten freunde wissen es und ja sie unterstützen mich mehr oder weniger . Lg
Linaaa16

03.11.2013 22:59 • x 1 #19


hallo delphin,

lass die anderen doch gucken und denken, was sie wollen. ist deren gutes recht. viele fühlen sich durch sowas besser (meist mangelndes selbstbewußtsein). dann kannst du stolz sein, du hast die gestärkt! ein zug von humanität, wenn auch unfreiwillig Bitte sag deinen klinikaufenthalt nicht ab. du hast dich doch vor einiger zeit dafür entschieden. jetzt hast du die chance, nimm sie bitte wahr! wenn es negativ sein sollte, kannst du ja immer noch abbrechen. bitte geh aber erstmal hin! soll ich jetzt sagen "nimm deine angst an?". nee, irgendwie abgedroschen oder so. geh bitte hin.

ganz liebe grüße abra

04.11.2013 00:44 • x 1 #20



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