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Hallo zusammen,

hat jemand von euch schon eine Phobie vor einem bestimmten Tier oder Gegenstand in den Griff bekommen, und wenn ja, wie schafft man sowas?

Seit der Kindheit habe ich eine Phobie vor einem bestimmten Tier. Es lebt im Wasser, ist mir also noch nie live begegnet, aber ich habe Angst davor es zb auf Bildern zu sehen. Außerdem träume ich öfter davon, was eigentlich das schlimmste ist. Wenn ich tagsüber aktiv auf Konfrontation gehe, träume ich davon.

Leider hat sich die Angst auch übertragen, es ist mal mehr, mal weniger schlimm gewesen, im Laufe der Jahre, aber ich hatte auch Agst vor anderen Tieren, die im Wasser leben, vor Schwimmbädern, Meer etc. Die Panik kam sogar unter der Dusche, beim Wassertrinken, oder in hohen Räumen (die sich dann in meiner Vorstellung mit Wasser füllen ließen). Einmal hatte ich im Internet aus versehen ein Foto von diesem Tier gesehen, sofort hatte ich Angst vor meinen Schuhen, die im Zimmer standen, weil das Farbmuster an dieses Tier erinnertte (die Angst hielt aber zum Glück nicht lange).

Bin auch seit Jahren in Gesprächstherapie, auch wenn der Schwerpunkt auf anderen Themen liegt. Ein wenig konnten wir uns der Angst nähern, auch wenn es wohl nicht eine konkrete Ursache gibt.

Ich will endlich diese Bilder aus dem Kopf bekommen! Oder wenigstens die Angst, die sie auslösen.
Das hier zu schreiben war vielleicht ein Fehler, weil jetzt sind die Bilder da und ich habe so Angst.

01.03.2015 22:31 • 10.07.2015 #1


10 Antworten ↓


MrsAngst
Vor welchem Wassertier hast du denn Angst?

Also ich hab eine schlimme Insektenphobie, da ist es egal ob Spinne, Fliege, Ameise. Es ist mittlerweile viel besser geworden weil ich mich konfrontiert habe. Ehrlich, ich hab mir Eigenschaften und Nutzen dieser Lebewesen durchgelesen, habe mir Bilder angeschaut und sogar (ighit) eine Spinne auf der Hand gehabt.
Es ist ja eine irrationale Angst die du da hast, denn ich bin mir sicher, das Tier vor dem du Angst hast, hat einen Nutzen in der Natur und ist ein natürlicher Bestandteil davon und der Nahrungskette. Wenn man lernt, dass dieses abscheuliche Tier eigentlich normal ist und ein Sozialleben hat, Nester baut etc. merkt man das die Tiere nicht SO schlimm sind.

Ich weiß das ist wirklich schwer, ich konnte mir ewig keine Bilder von Insekten anschauen, oder Bilder anfassen! Obwohl das vollkommen absurd ist. Ich kann deine Angst aber sehr gut nachvollziehen.

02.03.2015 19:00 • #2



Tierphobie besiegen?

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Hallo,

ich kann die Angst auch nachvollziehen. Hatte/habe immer panische Angst vor Spinnen. Kleinere machen mit nichts mehr aus. Mittlerweile bin ich soweit, dass ich es schaffe, größere Zitterspinnen und Weberknechte selbst einzufangen und rauszutragen. Einfach weil ich es nicht über's Herz bringe, die platt zu machen. Manche dürfen auch im Zimmer bleiben und die lästigen Fliegen futtern Nur bei den Keller- oder Jagdspinnen, da drehe ich immer noch vor Angst durch und kann mir auch keine Bilder von denen angucken. Aber leider haben wir so viele von denen im Keller, da wird man dann zwangsläufig mit konfrontiert.

02.03.2015 19:18 • #3


Danke euch
Das genaue Tier mag ich nicht sagen, aber es ist eine spezielle Unterart eines großen Tieres das im Wasser lebt.
Es gab da mal einen Film, den ich als Kind gesehen habe, wo das Tier gefährlich wurde und Menschen angriff, die eigentlich im sicheren Raum waren. Die Angst kam aber erst etwas später, denke ich.

Eine Therapeutin meinte, meine Angst sei nicht komplett unbegründet, da das Tier für den Menschen wirklich gefährlich wäre, anders als zb die meisten deutschen Spinnenarten.

Natürlich haben diese Tiere auch einen Nutzen und ich kann auch verstehen, wie man sie mögen kann. Ich glaube, wenn sie klein wären (manchmal versuche ich sie mir einfach in winzig vorzustellen), dann hätte ich auch keine Angst, weil dann wären sie ja auch nicht wirklich gefährlich.

Vergangene Nacht habe ich übrigens einen Alptraum nach dem anderen davon gehabt. Auch wenn ich hauptsächlich Angst vor der Angst habe. Also träume, ich würde das Tier im Fernsehen oder so sehen und dann Angst bekommen und um Hilfe rufen.

02.03.2015 22:10 • #4


MrsAngst
Ok, wenn du das Tier nicht nennen magst ich kann mir glaube ich schon denken welches du meinst zumindest hab ich ne engere Auswahl.

Eine Angst vor einem Tier ist nie ganz unbegründet, Spinnen können auch hier gefählich werden wenn man bedenkt wieviele Menschen exotische und giftige spinnen halten. Insekten können auch gefährlich werden, eine Fliege jetzt nicht aber es gibt schon Tiere die üble Stiche hinterlassen können.
Ich gehe mal davon aus, dass das Tier vor dem du Angst hast, ein Raubtier ist. Das ist eine normale Angst, so schön ich zum Beispiel Tiger finde, ich würde mich nicht in ein Gehege mit ihnen setzen

Das Maß macht es dann aus, wenn man sogar davon träumt oder Schuhe einen an das Tier erinnern geht das ja schon sehr weit.
Ich denke aber das du Alpträume bekommst wenn du dich mit dem Tier befasst, ist gar kein all zu schlechtes Zeichen. Träume sind ja nur aufarbeitungsarbeit unserer Psyche, das heißt wenn du dich damit konfrontierst, arbeitet deine Psyche was nicht negativ ist, auch wenn Alpträume was wirklich schlimmes sind.

Ich würde es an deiner Stelle so machen, wie ich es gemacht habe. Immer wieder Bilder von den Tieren vor denen man Angst hat ansehen, immer wieder Sachen über sie lesen, keine negativ Schlagzeilen. Vielleicht auch eine Dokumentation, das habe ich mir mal reinzogen über Riesenameisen. Du löst damit einen Trigger aus und ein trigger geht nur dann weg, wenn man ihn lange genug bearbeitet. Das ist wie Triggerpunkte im Rücken, wenn man da einen Knoten hat, dann massiert man da so lange rum, egal wie weh es tut, weil sich der triggerpunkt nur so auflöst. Das ist glaube ich ein gutes Beispiel.

Es ist ja schon mal gut, dass du dir das Tier ganz klein Vorstellen kannst, denn so klein wie du es dir vorstellst, also so ungefährlich wie wenn es klein wäre, sind auch Bilder oder Videos. Das Tier kann dir nichts tun und in freier Wildbahn müsstest du schon auf einen besonderen Zufall treffen, dass es auftaucht

02.03.2015 22:24 • #5


Ich habe gerade geacht, ich bräuchte dann einen sehr kleinen Fernseher

Eigentlich bräuchte ich jemanden, der mir bei der Auswahl hilft. Man soll ja so Angststufen erstellen. Aber wenn ich selber Bilder google, was ich im Rahmen der Therapie mal gemacht habe, dann werde ich ja mit allem Konfrontiert. Auch bei Artikeln sind ja meist Bilder dabei.

Ein bisschen ist es auch so wie mit Horrorfilmen, die will man auch nur schauen, wenn man nachts nicht alleine schlafen muss.

Was ich jetzt getestet habe, ich habe mir ein Puzzle gekauft, recht groß, mit Meerestieren. Das Tier selber ist nicht drauf, aber ein verwandtes, vor dem ich eigentlich keine Angst habe, nun ist das Puzzle fast fertig, aber dieses Tier mag ich nicht zuende zusammen setzen, das wirkr mir da schon zu groß, gerade in der umgebung. Dabei habe ich eins davon als Magnet hier hängen, das stört mich garnicht.
Also die Größe ist schon extrem wichtig,

Als Kind hatte ich kleine Plastikfiguren von dem Tier und auch einem verwandten Tier. Die müssten noch bei meinen Eltern lagern. In einer guten Phase könnte ich die mal holen, oder erstmal ein davon, das kleinste, und hier ein bisschen rumliegen lassen.

03.03.2015 00:22 • #6


Hey, danke für diesen Thread. Da ich mir nun Gedanken über dich gemacht habe, fiel mir auf, dass der Ratschlag auch bei mir funktionieren könnte.

Also ich hab mir gedacht: Es gibt doch immer wieder besondere Berichte von Freudschaften zwischen Mensch und Tier. Stell dir also vor, dass du in einer gefährlichen Situation bist und dich dieses Tier rettet. Er wird dein Freund und Beschützer. Ich weiß, das ist völlig irreal und übertrieben und wird eher nie passieren, aber das sind deine Ängste auch, weil ich mir sicher bin, dass du in kein Gewässer gehst, wo dieses Tier lebt.

Die Idee mit den Plastikfiguren find ich auch gut.

03.03.2015 09:41 • #7


Hallo,

ich würde mich gerne bei euch bedanken, eure Tipps haben mir sehr geholfen . Dass ich die Phobie los bin, würde ich nicht sagen, aber es haben sich innerhalb kürzester Zeit deutliche Veränderungen bemerkbar gemacht.

Oben genanntes Puzzle habe ich zuende gemacht und hier, jeder Zeit gut sichtbar, aufgehängt. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich vor dem Bild schon keine Angst mehr.

Dann habe ich mir im Internet noch einiges zu dem Tier durchgelesen und auch die wahre Geschichte eines ganz bestimmten Tieres dieser Art.

Nachts träume ich noch öfter von dem Tier, aber die Träume sind weniger Angst besetzt.

07.04.2015 13:32 • #8


Hallo aqua,
das hört sich doch gut an. Freut mich für dich.

07.04.2015 13:49 • #9


MrsAngst
Toll, freut mich wenn wir dir helfen konnten

07.04.2015 18:06 • #10


Hallo,

Ich würde euch gerne eine Gruppe auf Facebook vorstellen, die sich mit Phobien jeglicher Art beschäftigt. Das Ziel ist es, über Phobien und Erfahrungen zu sprechen, anstatt diese zu verdrängen. Jeder darf seine Geschichten mit anderen teilen. Abgesehen vom Gespräch ist eine besondere Therapie vorgesehen: jede persönliche Geschichte kommt aufs Papier und wird hochgeladen. Wie diese Therapie funktionieren soll, erfahrt ihr in kurzer Zeit.
Doch, um diese Idee umsetzen zu können, braucht diese Gruppe eure Hilfe.
Noch ist es eine ziemlich leere Seite.

Doch gemeinsam können wir etwas aufbauen, worauf wir Stolz sein können, denn Phobien werden oft nicht ernstgenommen. Das soll sich ändern.

Die Natur ist viel zu schön. Wir sollten eine friedliche Beziehung zu ihr pflegen.

Wenn Ihr mehr darüber erfahren wollt, schreibt eine Nachricht.


Ich hoffe auf zahlreiche Unterstützung.



https://m.facebook.com/profile.php?id=1620752324860942


Paradise

10.07.2015 11:45 • #11



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