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Hallo liebe User,

Hat seit Januar aufgrund von Stress mit dem ich nicht umgehen konnte wieder leichte bis mittlere Depressionen mit Angst und Panik.
Seit ich Escitalopram nehme, geht es mir deutlich besser, was definitiv ein guter Fortschritt ist.
Begleitend mache ich eine Psychotherapie.
Ich wollte euch fragen wie Ihr persönlich mit dem auf und ab in manchen Wochen umgeht?
Das Medikament macht die Phasen erträglich und ich kann alles auch jetzt besser greifen, jedoch kann ich in manchen Wochen schwerer damit umgehen.
Zum Ausgleich betreibe ich Kampfsport und meditiere.
Wie seid ihr aus der Thematik rausgekommen?

Ich freue mich auf viele, unterstützende Tips:)

25.07.2017 18:09 • 25.09.2017 #1


47 Antworten ↓


Coru
Ich komme mit diesem Auf und Ab schwer klar. Wie ist das denn bei dir? Bei mir kann es sein, dass es von dem einem Moment zum anderen schlecht geht, aber auch wieder ganz gut. Oft hält das schlechte Gefühl ein paar Tage an. Ich versuche mich dann abzulenken und sage mir, dass das wieder vorbei geht. Da ich dann auch körperlich sehr leide. Deine Tipps find ich aber auch schon mal gut =).

25.07.2017 18:13 • #2



Depressionen besiegen

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Ja manchmal besser manchmal schwieriger.. ich glaube es kommt auf die Stärke der Symptome an, hatte fast 4 Monate der Schwindel, der ist jetzt fast komplett weg.
Ich führe von mir selbst aus das Buch, da ich dann besser refklektieren kann.
In der Regel mache ich 3-4 die Woche Kampfsport, schwitze unglaublich und hole mich ganz gut raus damit.
Ich merke aber wenn ich in meiner schlechten Phase bin bin ich öfters im Training unkonzentriert und danach traurig.
In der normalen phase habe ich danach glücksgefühle.
Ich sage mir aktuell und das sagen auch meine Aufzeichnungen. Nach Regen kommt die Sonne.

25.07.2017 18:41 • #3


Hi Leute,

Aktuell gehts wieder so lala..
Ich glaube ich habe aber auch das Problem gefunden.. mache 4 mal die woche Kampfsport und davor nochmal krafttraining.
Ich glaube mein Körper kommt mit dem neuen 2 fachen Reiz aktuell nicht so klar.
Ich dachte immer sport ist gut für Depressionen, ich glaube ich habe es aber zu schnell wieder übertrieben..
Die alten Muster.. zu schnell zu viel wollen.

Man will für den Körper ja nur gutes.. manchmal ist es einfach schwer zu sagen, ist es gerade die Depression, der viele Sport oder einfach beides.
Ich dachte einfach aktuell ist Überwindung das wichtigste, ich will einfach nicht wieder in nen Trotz zurückfallen.

01.08.2017 17:37 • #4


bensemer
@mwallus...darf ich fragen wie lange und wie viel Escitalopram du nimmst?Gruss

01.08.2017 21:50 • #5


Nehme escitalopram 10 mg seit genau 3 monaten

01.08.2017 22:09 • #6


bensemer
Und ab wann hast du Besserung verspürt...?Hattest du Nebenwirkungen am Anfang?

01.08.2017 22:14 • #7


Nach ca 5-6 wochen, ich muss dazu sagen dass ich von citalopram auf escitalopram umgestellt hatte.
Mit escitalopram sind aktuell kaum bis gar keine Nebenwirkungen vorhanden. Citalopram 20 mg hat mich verrückt gemacht.

01.08.2017 22:17 • #8


bensemer
Darf ich auch nach deinem Symptomen fragen?

01.08.2017 22:24 • #9


Veritas
Hört sich wirklich nach viel Sport an, Ich würde 'nen Gang zurückschalten. Es bringt ja nichts, wenn dich das runterzieht und/oder Übertraining auftaucht...

01.08.2017 22:36 • #10


Ja, deswegen, schalte ich auch nen Gang runter.
Ich denke alleine die Umstellung anderen Sport zu machen braucht Zeit und dann direkt so viel, ist wahrscheinlich nicht gut.

@bensemer: unter 20 mg citalo: schwindel, vergesslichkeit, verwirrtheit.
Generell hatte ich unter citalo ein schei. Gefühl.
Deswegen auch vl nur max 1 jahr genommen, ich war ruhiger aber alles andere körperliche war nicht gut.
Jetzt unter escitalopram kann ich beruhigt sein und es so lange einnehmen, bis es mir wirklich wieder gut geht.

02.08.2017 06:21 • #11


Rurari
Was bei mir ganz gut geklappt hat , war eine Checkliste mit Sachen die ich den Tag ueber noch machen will/muss.
Leichtes Cardiotraining ( Joggen , Fahrrad ) und was bei mir wahre Wunder bewirkt hat ist Meditation.
Viele Leute haben einfach eine falsche Vorstellung was Meditation ueberhaupt ist. Meditation bedeutet nicht , an nichts zu denken ,
sondern Emotionen bewusst zuzulassen aber diese nach kurzer "Betrachtung" loslassen zu koennen. Und das ist bei Depressionen definitiv schon die Halbe
wenn nicht sogar die ganze Miete

03.08.2017 12:15 • x 2 #12


Ich meditiere auch, aber eher um runterzukommen und mich zu entspannen.
Klar gehen mir Gedanken durch den kopf, aber aktuell lasse ich jeden Gedanken zu und versuche sie nicht zu verdrängen.

03.08.2017 14:40 • #13


Hallo,
jemehr du deine Depressionen "besiegen" willst umso heftiger können sie werden.
Lasse sie zu ,sie dürfen auch da sein . Tue dir etwas schönes . Im Moment bist du krank . Depressionen sind heilbar ,ist dass nicht ein Grund um zu jubeln oder nicht mehr ganz schwarz zusehen?

03.08.2017 15:36 • x 1 #14


Zu lassen ist klar, aber wie behandelt man sie nachhaltig.
Ich habe mir in meiner schlimmsten Phase früher auch immer was gegönnt wenn ich diese tapfer durchgehalten habe. Irgendwann siehst du aber auch deine finanziellen Mittel schwinden.
Bei mir läuft das aktuell immer so in schüben ab, das habe ich aber schon längere zeit vl 10 jahre, vor 4 jahren erstmalig richtig bewusst geworden durch panikattacken und körperliche Depression.
Seitdem achtet man sich mehr aber der Nachteil ist dass man mehr in sich reinhört.
Ich glaube hätte man mir damals in meiner schlimmsten phase gesagt, du musst auf deine Depression hören, wäre ich nie rausgekommen, da ist Ablenkung plus medis das beste!

03.08.2017 17:38 • #15


Rurari
Meiner Meinung nach ist es wichtig zu verstehen wie man mit seinen Gedanken umgeht.
Bei Depressionen "bewertet" man seinen eigenen Gedanken. Das kann man aber mit etwas Training
aber auch wieder verlernen. Du sagst ja das es bei dir am Stress liegt. Und Stress kommt immer von innen.
Stress entsteht lediglich durch "negative Bewertung" von Gedanken. Das klingt vielleicht nach Esoterik aber im
Endeffekt ist es 0815 Neurowissenschaft. Nehmen wir mal den Jungen als Beispiel der in seiner Kindheit von einem Hund
gebissen worden ist. Wenn dieser Junge nun einen Hund sieht werden aufgrund der vergangenen schlechten Erfahrung
Stresshormone ausgeschuettet , da er den Hund mit etwas negativem asoziiert . Bei einem Menschen ohne diese negative
Erfahrung kommt es erst garnicht zu der Ausschuettung solcher Hormone. Depressionen muessen kein Dauerzustand sein.
Was meinst du warum Ablenkung so gut hilft ? Weil man dann nicht an seine Depressionen denkt. Wenn man aber lernt ,
wie man generell mit seinen Gedanken umzugehen hat , dann braucht man diese Ablenkung garnicht mehr Die Phasen
in denen man frei von Depressionen ist , sind einfach nur Phasen in denen man nicht an depressiven Gedanken festhaelt.

03.08.2017 21:28 • x 1 #16


bensemer
Gut erklärt!

03.08.2017 22:03 • x 1 #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Rurari
Zitat von bensemer:
Gut erklärt!


Habe mein Bestes gegeben. Gibt eine ganze Religion die darauf aufbaut. Da ist es schwer zu versuchen es in ein paar Zeilen zu quetschen.

03.08.2017 22:11 • #18


Wenn das Leben zur Last geworden ist schmeiße Ballast ab all die Soregn und der Kummer , sie bringen nichts

03.08.2017 22:11 • #19


Sicher ist es die Bewertung der Gedanken.
In der Phase in der man abgelenkt ist verschwendet man einfach keine sinnlosen Gedanken.
Aber wirklich schön erklärt.
Bei mir ist es einfach nur die angst dass diese panikattacken wieder kommen, obwohl sie schon lange nicht mehr da waren

05.08.2017 12:25 • #20



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