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Hallo ,

Ich war früher sehr unzufrieden mit mir selbst und habe dann die Züge von anderen Personen angenommen, z.B. aus Serien, weil ich so sein wollte wie sie und mich mit ihnen verglichen habe. Das wollte ich ändern und am Anfang lief das auch ganz gut, aber irgendwie hat sich bei mir so eine Art Zwangsgefühl entwickelt, immer wenn ich versuche herauszufinden, wer ich selber bin, und schaue was mir spaß macht oder gefällt habe ich plötzlich das Gefühl der ständigen unterdrückung, ich bekomme Kopfschmerzen und fühle mich extrem schlecht, so, als ob ich mich wieder selber hintergehe, das kommt z.B. schon bei der Zimmereinrichtung vor, immer wenn mir etwas gefällt oder ich überlege, ob es mir gefällt kommt dieses Gefühl direkt hoch und ich werde es nicht mehr los, auch bei Dingen, die mir sonst immer spaß gemacht haben passiert das, oder wenn ich etwas disziplin in mein Leben bringen will, wie regelmäßig Sport zu machen oder so. Ich verstehe das einfach nicht und weiß nicht mehr was ich tun soll,
kennt ihr dieses Problem auch oder habt eine Idee was ich tun kann?

12.05.2020 09:57 • 25.05.2020 #1


9 Antworten ↓


Zitat von Kleckschen:
Hallo ,Ich war früher sehr unzufrieden mit mir selbst und habe dann die Züge von anderen Personen angenommen, z.B. aus Serien, weil ich so sein wollte wie sie und mich mit ihnen verglichen habe. Das wollte ich ändern und am Anfang lief das auch ganz gut, aber irgendwie hat sich bei mir so eine Art Zwangsgefühl entwickelt, immer wenn ich versuche herauszufinden, wer ich selber bin, und schaue was mir spaß macht oder gefällt habe ich plötzlich das Gefühl der ständigen unterdrückung, ich bekomme Kopfschmerzen und fühle mich extrem schlecht, so, als ob ich mich wieder selber hintergehe, das kommt z.B. schon bei der Zimmereinrichtung vor, immer wenn mir etwas gefällt oder ich überlege, ob es mir gefällt kommt dieses Gefühl direkt hoch und ich werde es nicht mehr los, auch bei Dingen, die mir sonst immer spaß gemacht haben passiert das, oder wenn ich etwas disziplin in mein Leben bringen will, wie regelmäßig Sport zu machen oder so. Ich verstehe das einfach nicht und weiß nicht mehr was ich tun soll,kennt ihr dieses Problem auch oder habt eine Idee was ich tun kann?


Auf der suche nach dich selbst heißt,
Von anderen etwas zusehen was ein gefällt oder nicht das hilft uns selber besser zu verstehen um zuwissen wer wir sind.
Es kann möglich sein das was du tust machst oder stellst nicht zu dir passt und dein Körper vermittelt es dir so.

12.05.2020 11:32 • x 1 #2



Gefühl ständiger Unterdrückung

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Viele Dank für deine Antwort erstmal,
Das dachte ich am Anfang auch, aber dieses Gefühl tritt ja immer genau dann auf, wenn mir etwas gefällt, also wenn ich feststelle, das es mir gefällt.

12.05.2020 21:00 • x 1 #3


Zitat von Kleckschen:
Viele Dank für deine Antwort erstmal,Das dachte ich am Anfang auch, aber dieses Gefühl tritt ja immer genau dann auf, wenn mir etwas gefällt, also wenn ich feststelle, das es mir gefällt.


Zweifelst du an dich selbst ?

12.05.2020 21:06 • x 1 #4


Naja, zweifeln würde ich es nicht nennen, aber ich glaube, ich stehe oft nicht so zu mir selber, oder ich habe halt das Gefühl ich bin ,,fake''. Teils habe ich glaube auch Angst Teile von mir zu akzeptieren, die ich dann versuche zu verstecken.

14.05.2020 21:14 • #5


Ich habe das Gefühl mich so oft unterdrückt und versteckt zu haben, dass ich mir selber nicht mehr traue, nicht so als würde ich an mir zweifeln aber wie ein Gefühl von Trauer und Wut zugleich und diese Gefühle wollen mich davon abhalten zu versuchen mehr über mich zu erfahren, weil ich dabei einfach schön so oft ins leere getreten bin und dann in ein tiefes Loch gefallen bin, ich glaube, daher kommen auch diese Unterdrückungsgefühle, um mich von so einem erneuten Fehltritt fern zu halten, aber ich weiß nicht, was ich dagegen machen soll, es ist wie bei einem kleinen Kind das man beschützen will, weil man denkt, es kann noch nicht auf sich selber aufpassen kann, also vielleicht zweifle ich doch etwas an mir.

Unglaublich, wie viel ein beim Schreiben klar werden kann.

14.05.2020 21:26 • #6


Zitat von Kleckschen:
Ich habe das Gefühl mich so oft unterdrückt und versteckt zu haben, dass ich mir selber nicht mehr traue, nicht so als würde ich an mir zweifeln aber wie ein Gefühl von Trauer und Wut zugleich und diese Gefühle wollen mich davon abhalten zu versuchen mehr über mich zu erfahren, weil ich dabei einfach schön so oft ins leere getreten bin und dann in ein tiefes Loch gefallen bin, ich glaube, daher kommen auch diese Unterdrückungsgefühle, um mich von so einem erneuten Fehltritt fern zu halten, aber ich weiß nicht, was ich dagegen machen soll, es ist wie bei einem kleinen Kind das man beschützen will, weil man denkt, es kann noch nicht auf sich selber aufpassen kann, also vielleicht zweifle ich doch etwas an mir.Unglaublich, wie viel ein beim Schreiben klar werden kann.


Du musst lernen dich selbst zu aktzeptieren.
Wie kannst du glücklich werden wenn du sogar deine eigne Fehler versteckst nicht wahrnehmen willst?
Jeder hat Fehler ,mann muss lernen damit um zugehen denn wenn du das schaffst wirst du glücklich.
Was magst du an dir denn nicht ?

15.05.2020 12:18 • x 1 #7


Ich mag so einiges nicht wirklich an mir, aber was mich extrem aufregt ist meine Übermotivation, ich kann fast nichts langsam angehen lassen sondern überstürze alles so, dass ich das Gefühl habe mir selbst nicht mehr zu vertrauen, mir mein Leben nicht mehr selbst in die Hand legen zu können, weil ich damit nicht umgehen kann, wenn du weißt, was ich meine
LG

25.05.2020 07:19 • #8


Calima
Zitat von Kleckschen:
ich stehe oft nicht so zu mir selber, oder ich habe halt das Gefühl ich bin ,,fake''. Teils habe ich glaube auch Angst Teile von mir zu akzeptieren, die ich dann versuche zu verstecken.


Nichts an dir ist gefaked. Es gehört zur Ichfindung, auszuprobieren, wer und wie man sein könnte, und es zeugt von einem offenen Geist, genau das zu tun. Dass man sich an Vorbildern orientiert, ist ebenfalls Bestandteil der Persönlichkeitsentwicklung. Indem man als erstrebenswert erachtete Verhaltensweisen nachahmt, probiert man aus, wie es einem damit geht. Dabei findet man früher oder später raus, was einem davon taugt und was nicht.

Zu diesem Prozess gehören ganz notwendigerweise auch Selbstzweifel. Um einen herum leben so viele Menschen, die es scheinbar "geschafft" haben, die erfolgreich, beliebt, schön, klug...sind. Im Vergleich mit ihnen kommt man selbst oft nicht so gut weg, aber der Eindruck täuscht, da wir von anderen immer nur die Fassade sehen, während wir uns selber weit intensiver kennen.

Dass wir nicht alles an und in uns leiden können, ist leider ebenfalls normal. Wir sind nicht perfekt, keiner von uns. Und das Bestreben, perfekt zu werden, ist der schnellste Weg ins Unglücklichsein, den wir einschlagen können, denn er kann niemals ans Ziel führen.

Die Herausforderung ist also, uns mit den Seiten in uns auszusöhnen, die wir doof finden. Sie gehören zu uns, ob es uns gefällt oder nicht. Und sie tragen ihren Teil zu unsere einzigartigen, wunderbaren Persönlichkeit bei. Du wirst Menschen treffen, die dich genau der Dinge wegen lieben, die dich in deinen eigenen Augen "unperfekt" machen. Niemand könnte ein Zusammensein mit einem Menschen ertragen, der wirklich fehlerfrei wäre.

Und so ist es auch in einer Partnerschaft: Langfristig miteinander leben und glücklich sein kann man nur, wenn man gegenseitig mit den Macken des anderen zurechtkommt und diese - idealerweise - auch mag. Jemanden für seine tollen Seiten zu lieben, ist einfach, trägt aber auf Dauer nicht.

Heißt: Freunde dich an mit den vielen Kleckschens, die den großen, bunten Klecks strahlen lassen

25.05.2020 11:12 • x 1 #9


Vielen Dank, du hast mir wieder mehr Motivation gegeben, super Text.

25.05.2020 11:18 • x 1 #10



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