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Hallo ihr Lieben und Leidensgenossen,

leide seit über 10 Jahren an Panikattacken. Hat damals im Urlaub mit unglaublichen Kopfschmerzen begonnen. War dann so schlimm das ich mit einem Notarztwagen nach Barcelona ins Krankenhaus gebracht worden bin. Seit diesem Tag habe ich an die 500 EKG´s machen lassen. In jeglichen Formen. Dieses Gefühl (ihr kennt es ja), kann man niemanden Näher bringen. Mein grösstes Problem ist das ich wenn ich die beruhigende Diagnose bekommen das es meinem Herzen gut geht, ich nicht sehr lange davon beruhigt bleibe. Ich habe ständig Druck auf dem Brustkorb und mein Atem ist dann sehr schwer. Ich habe mich jetzt mal bei einem Therapeuten erkundigt (der auf Psychosomatik spezialisiert ist), habe aber noch keine Antwort. Ich hoffe das ich bald mal wieder etwas mehr Lebensqualität bekomme. Denn, den ganzen Tag nur nach Innen horchen um zu hören was nicht in Ordnung ist, das zermürbt ganz schön. Vor allen Dingen in meinem Beruf ist das sehr kontraproduktiv. Gibt es noch mehr wie mich hier? Was habt ihr für Erfahrungen? Liebe Grüße

18.11.2008 16:14 • 18.11.2008 #1


3 Antworten ↓


Liebe Wakalele,

ich leide seit 27 Jahren an einer Herzneurose.Versteh dich nur zu gut.
Nach sovielen EKGs darfst du wirklich 1000% sicher sein, daß dein Herz ok ist. Bei mir ist es das Stolpern...ich bemühe mich immer an die positiven Aussagen meines Arztes zu erinnern, wenns dann mal gar nicht geht laß ich halt ein EKG machen. Mein Arzt ist zum Glück auch noch Psychologe...er sagt ich soll immer kommen wenn ich meine eine Rückversicherung zu brauchen. Geh jetzt nur noch alle 2-3 Jahre zum EKG.

Alles Liebe
Claudi

18.11.2008 16:20 • #2



Der tägliche Infarkt

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Hey Claudi,

lieben Dank für die wahrhaft prompte Antwort. Auch für mich waren Ärzte meistens nur da, um mich rückversichern zu können das alles ok ist. Aber ich würde es gerne lernen, das ich ohne dem auskomme. Ich habe einmal in meiner Hysterie einen Krankenwagen gerufen. Als die hier waren haben die ein EKG gemacht. Sie sagten es wäre gut, aber sie wollten mich dann mitnehmen (zur Sicherheit). Das wollte ich dann wiederum nicht. Als die weg waren, war ich derart körperlich erschöpft. Hinzu kam die Scham. Ich hoffe das ich einen Platz bei dem Therapeuten bekomme. Denn ich will das ganze angehen.
Lieben Gruß

18.11.2008 16:25 • #3


Ich denke das Wichtigste ist eine Therapie...wünsche dir jedenfalls viel Glück dabei. Wenn du dich hier im Forum umsiehst, wirst du auf viele Beiträge treffen, in denen es um genau diese Herzängste geht. Also, Kopf nicht hängen lassen...auch du wirst deinen Weg da raus finden.

18.11.2008 16:34 • #4




Prof. Dr. Borwin Bandelow