Hallo ich habe seit meiner Kondheit panische Angst vor Gewitter. Es wurde noch schlimmer denn zusätzlich fürchte ich auch immer einen Tornado der unser Haus wegfegt wenn ein Gewitter kommt! Die Angst das der Blitz ins Haus einschlägt, wir im Gewitter raus müssen ist unerträglich für mich. Diese Angst habe ich aber nur wenn ein Gewitter in anmarsch ist oder ich bin hellhörig wenn der Wetterbericht Gewitter meldet. Nachts wenn ich ein Donnern höre flüchte ich nicht mehr unter meine Decke sondern ins Erdgeschoss weil ich befürchte einen Tornado und letzendlich den Tod! Was kann ich tun, wie kann ich diese Angst besiegen? Für eine Psychotherapie habe ich keine Zeit, da ich berufstätig bin und Kinder habe und kein Auto um Termine wahrnehmen zu können. Leider konnte ich auch hier noch keine Tipps im Umgang mit Gewitter finden. Ich freue mich über Antworten, einen Austausch und über Tipps. LG

22.01.2011 22:32 • 04.10.2019 #1


21 Antworten ↓


Hallo Nature.
Ich habe mich gerade eben erst hier angemeldet.
Ich bin auch eine Leidensgenossin, die panische Angst vor Gewitter hat.
Habe diese Angst auch seit meiner Kindheit. Und ich finde dass diese blöde Angst mich schon im Leben einschränkt, zumindest im Sommer. Ich bekomme schon panische Angst, wenn ich nur einen Blitz in der Ferne sehe. Besonders schlimm ist es wenn ich alleine bin, denn dann steigere ich mich so richtig in diese Angst rein und es hört erst wieder auf, wenn das Gewitter wieder ganz vorbei gezogen ist. Wenn ich nicht alleine bin, bin ich etwas abgelenkt, und hab somit gar nicht die Möglichkeit mich so extrem reinzusteigern. Aber selbst dann ist die Angst da.
Meine Mitmenschen (bis auf ein paar wenige) bringen auch wenig Verständnis für meine Angst auf... das wird halt schnell ins Lächerliche gezogen. Hast du diese Erfahrung auch gemacht??
Ich denke, dass ich dir leider gar keinen Tipp geben kann, was bei dieser Angst helfen könnte. Leider... da ich ja selbst auch nicht so recht weiss wie ich am besten damit umgehen soll.
Ich werde demnächst eine Therapie beginnen, wegen Depressionen und habe vor mein Gewitterproblem bei der Therapeutin auch mal anzusprechen. Ich hoffe dass sie mir da doch etwas weiter helfen kann.
Viele liebe Grüße,
Joeyline

30.01.2011 12:08 • #2


hallo,
ich glaube, daß kein Mensch Gewitter wirklich mag. Also ich mag Gewitter auch nur, wenn ich mich in relativer Sicherheit wiegen kann. Eines meiner Hobbys ist die Meteorologie und ich empfehle hier vielleicht, sich ein wenig damit zu beschäftigen. Man muß da nix studieren oder stauttrockenen Text lesen...aber vielleicht suchst du dir so ein paar interaktive Seiten, die in Gewitterlagen aufklären, wie schwer eine Gewitterfront zu bewerten ist und dir vielleicht verständlich deutlich macht, was bei einem Gewitter wirklich passiert.

Ganz und gar ohne Bedenken sollte man Gewitter auch nicht bewerten, deshalb mag ich es auch nicht, daß heut zu tage von vielen Menschen die Gefahr unterschätzt wird. Alleine die Funktionsweise eines Blitzableiters sollte jedem Menschen klar sein, wenn man in einem Gewitter in einem Haus sitzt. Jeder elektrische Leiter in einem Haus kann von den Blitzen als Leitbahnen benutzt werden: Stromleitungen, Stahlgeflechte, Wasserleitungen, Kabel, Telefone usw.

Es kann dir helfen, wenn du über diese Dinge aufgeklärter bist, daß du vernünftiger reagieren kannst und dich nicht so überrumpelt vorkommst.

Liebe Grüsse

30.01.2011 18:04 • #3


Ich war 5 Jahre alt . Ein süßer kleiner Racker.

Wir sind damals von Bad Homburg nach Kriftel im Taunus umgezogen.

Vorerst wohnten wir übergangsweise in ein paar Baracken neben der Ziegelei.

Es war Sommer der Himmel verdunkelte sich und die Sonne färbte die dunklen Wolken

die wie aus dem Nichts kamen rot. Es war eines dieser trockenenen Gewitter. Die Luft war

schwül und wässrig es roch nach Ozon und nach frischer Erde denn ich stand miten auf einem

Acker und soielete dort. Es donnerte und blitzte 3 mal schlug der Blitz ein 3 mal wurde ich

nicht getroffen. Doch ich spürte die Energie und fand das als kleiner Bub wahnsinnig toll.

Angst hatte ich nicht. Doch geärgert hab ich mich als meine Muter mich ins Haus holte.

ich saß am Fenster und schaute nach draussen. Es fing an zu regnen und ich blickte ganz verträumt in den Himmel.

Im Gegensatz zu meiner Mutter hatte ich nie Angst vor Gewitter. Sie hat sich immer im Schlafzimmer versteckt und alle Vorhänge zugezogen.

Na ja. Ich war 5 Jahre alt .

01.02.2011 07:12 • #4


Zitat von Ozonik:
:D

Es war Sommer der Himmel verdunkelte sich und die Sonne färbte die dunklen Wolken

die wie aus dem Nichts kamen rot. Es war eines dieser trockenenen Gewitter. Die Luft war

schwül und wässrig es roch nach Ozon und nach frischer Erde denn ich stand miten auf einem

Acker und soielete dort. Es donnerte und blitzte 3 mal schlug der Blitz ein 3 mal wurde ich

nicht getroffen.



so ein ähnliches Erlebnis hat bei mir erst meine Gewitterangst ausgelöst. (glaube ich zumindest, weil ich mich noch so haargenau an diese Situation erinnern kann, obwohl ich noch ein Kind war)
Aber bei mir war die Situation lange nicht so krass, der Blitz hat noch nicht mal eingeschlagen, aber fast. Dieses Bild wie der Blitz direkt über meinem Kopf war, und ich dachte er würde 3 Meter über uns erst "abstoppen" krieg ich nie wieder los.
Dieser Blitz der kam so unerwartet, das Gewitter war plötzlich so nah. Und das ist genau das was ich an Gewittern so hasse,.......... diese Unberechenbarkeit.
na ja,

viele grüße
Joeyline

11.02.2011 20:16 • #5


hallo,
ich denke, man kann als Kind aber solche Dinge besser verarbeiten, als man es später jemals wieder könnte.
Mein Bruder war mit mir alleine (er 8 J. und ich 5 J.) als ein mächtiges Gewitter aufzog und wir richtig dolle Angst bekamen. Mein Bruder hat dann eine Decke über seinen Schreibtisch geworfen, alle Kuscheltiere und Kissen in die Tischhöhle geworfen und mich darin versteckt.

Das werde ich ihm niemals vergessen, denn ich weiß noch heute, daß ich mich dort unheimlich beschützt fühlte. Für mich als Kind kam die Erfahrung, daß man sich schützen kann.

Vor ein paar Jahren aber war ich mit meinen Kindern beim Dünencamping an der Ostsee, als ein starkes Gewitter hereinbrach und ein starker senkrechter Blitz ca. 30 m von uns in die Düne krachte. Aus diesem Blitz ging aus dem Boden heraus ein Blitzstrahl waagerecht über den Strand in die Ostsee:
wir hatten Batteriegeschmack auf der Zunge
Alle Camper um uns hatten entweder auch diesen Batteriegeschmack oder ein Knistern auf der Haut oder ein Trillern im Ohr (von dem Knall). Der Boden bebte. Ich konnte meinen Kindern einen gesunden Umgang mit solchen Wetterereignissen vermitteln. Sie kennen die Kraft der Naturgewalten und respektieren sie, aber sie werden deshalb nicht panisch.

Einmal bin ich mit 14 auf einem See in einem Ruderboot von einem starken Gewitter überrascht worden. Der eigentlich ruhige friedliche See wurde vom Wind gepeitscht, daß das Wasser grau-weiss schäumte. Ich mußte gegen den Wind rudern und kam nicht von der Stelle. Der Wind trieb mich immer weiter ab und es Blitze pausenlos. Mein Vater kam auf den Anlegesteg gerannt und rief mir irgendwas zu, was ich nicht verstand. Dann drehte ich instinktiv den Kahn und ruderte ins Schilf, so daß ich meinen Vater nicht mehr sehen konnte und er mich auch nicht. Mein Vater lief durch den angrenzenden Wald und fand mich schliesslich. Er zog den Kahn ans Ufer und sicherte das Boot mit der Kette um einen Baum. Wir rannten das Waldstück zurück und es fielen Äste herunter. Der Wind brauste so laut, daß ich meinen Vater noch immer kaum verstand. Donner und Blitz schienen ohne Pause gegenwärtig.

Ich hatte keine Angst, denn ich wußte ja, daß ich getan hatte, was man dann bestenfalls tun muß. Mein Vater hatte aber furchtbare Angst um mich und eine Platzwunde an der Stirn, weil er beim Festzurren des Bootes das Gleichgewicht verlor und gegen den Baum plodderte. Kommentar meiner Mutter: kannst du nicht aufpassen, Werner! ....hääääääää?

Ich will nicht übertreiben, daß ich Gewitter/Unwetter lieben würde, aber für mich gibt es dabei kein Notstandsgefühl, sondern das Gefühl, daß man sich dann um einander kümmert. Man darf dabei niemals vergessen, daß ein Gewitter eine Naturgewalt ist, die der Mensch aber noch immer nicht 100%ig beherrscht-man kann sich aber angemessen verhalten und sich schützen.

Grüsse

11.02.2011 21:46 • #6


Hallo Anna,

schon allein wenn ich deinen Beitrag lese, bekomme ich schon Angstzustände, ... gut dass nicht Sommer ist....
Wenn ich so etwas erleben würde, ich würde glaub ich an einem Herzinfarkt sterben. DAss ist auch meine Angst dabei - dass der Schreck bei einem Blitzschlag so groß ist, dass ich den Schreck nicht verkrafte.
Für mich ist es gar nicht so sehr die Angst, dass der Blitz in mich einschlagen könnte... ich habe viel mehr Angst vor dem Schreck und dem Schock den ich dann erleiden könnte. Schon komplizierte Sache.

Ich bin mir auch nicht ganz sicher, ob meine Angst wirklich von meiner oben beschriebenen Situation kommt. Das Erlebnis war ja auch lang nicht so krass wie eure beiden Erlebnisse, Anna und Ozonik.
Aber ich glaube, meine Angst hat sich mit den Jahren sogar noch verstärkt. Vor mehr als 10 Jahren, sprich in meiner frühen Jugendzeit, mit 14, 15 Jahren oder sogar 13 Jahren, hatte ich zwar auch Angst vor Gewitter, aber nicht so krass und extrem wie heute.
Heute ist es echt furchtbar. Ich weiss noch gar nicht, wie ich den Sommer überstehen soll, denn ich werde den ersten Sommer alleine in meiner neuen Wohnung sein. Ohne Mama und Papa.....
Na ja, ich hoffe ja mal auf meine Therapeutin, die ich bald besuchen werde.

Viele liebe Grüße,
Joeyline

11.02.2011 22:47 • #7


hallo @Joeyline,
mein Rat ist ernst gemeint. Versuche bitte die meteorologische Funktionsweise von Gewittern zu verstehen. Damit kannst du beginnen, dir überhaupt einmal diese Gewitterübermacht verständlich näher zu bringen. Gewitter verfolgen nicht dich persönlich und sie gab es schon immer.

Ich wünsche dir, daß du lernst angstfrei aber respektvoll mit dieser Naturgewalt um zu gehen.

Liebe Grüsse

12.02.2011 14:37 • #8


Hallo Anna,

vielen Dank.
Ja ich denke, dass es auch ein guter Tipp von dir ist. Ich werds mal versuchen. Denn irgendwas muss ich ja machen. Sonst pack ich den Sommer echt nicht Ich werd mal im Internet bissl recherchieren.

Wenn diese Angst halt mal da ist - sprich wenn ein Gewitter aufzieht und noch weit weg ist - dann kann ich nur nicht mehr klar und mit Verstand denken. Der Verstand ist dann wie ausgeschaltet. WEnn ich nicht alleine bin, und die Person mich ablenkt, dann gehts aber mich selbst während einem Gewitter aus dieser Angst rauszuholen ist im Moment noch unmöglich für mich.

nochmal vielen dank für deinen Rat.... ich probiers mal.... sehen wir dann wenn das nächste Gewitter kommt...

viele liebe Grüsse,
Joeyline

12.02.2011 18:45 • #9


Muss sagen das Ganze kommt mir schon alles sehr bekannt vor...^^

Zwar ist es in den letzten Jahren (vorwiegend weil ich inzwischen durch andere Probleme abgelenkt bin) etwas besser geworden aber ich würde lügen wenn ich sage dass ich inzwischen ein Gewitter problemlos vor dem Fenster oder gar draußen verbringen kann!

am Schlimmsten war das Ganze übrigens zwischen meinem 11 u. 15 Lebensjahr sowie mit 17. Danach ist das Ganze etwas besser geworden aber hat sich seitdem praktisch nicht verändert! Inzwischen bin ich 25...

Das Witzige dabei ist: Ich KANN zwar inzwischen, - wenn es unbedingt sein muss - auch bei einem schweren Unwetter rausgehen... Wenn ich jetzt zb, wüsste am Ende der Straße ist ein Koffer mit 100.000€, dann wär das Gewitter sicherlich nebensächlich, auch wenn rinksrum die Blitze einschlagen wie gestört aber sobald es die Situation nicht unbedingt erfordert oder irgend ein Notfall herrscht geh ich auch heute noch in einen Raum ohne Fenster und höre möglichst laute Musik um nichts davon mitzubekommen oder was ich auch manchmal mache ich gehe in den Supermarkt... (Bei uns ist soeiner wo man auch bei sehr nahen lauten Einschlägen meist nur wenig hört!)

Interessanterweise hängt es auch sehr von der *Art* des Gewitters ab... Schnellziehende Regenschauer oder Wintergewitter sind eigentlich kein Problem (mehr)...

auch wenn es bisschen regnet und vll mal alle 20 min donnert (und ich weiß dass es dabei bleibt) kann ich sogar inzwischen gut andere Dinge nebenher machen...

Auch das war nicht immer so...

und bei extrem schweren, heftigen Unwettern, am Besten wo noch der Orkan tobt und es hagelt wie verrückt komm ich eigenartigerweise besser klar als wenn es sich um ein *normales* Gewitter handelt. Es ist dann so als ob mein Körper in einen anderen *Modus* wechselt!

Am Schlimmsten sind wohl jene nächtlichen im Sommer die irgendwann sehr langsam anfangen, und schließlich einfach nicht aufhören wollen und jedesmal wenn du denkst das wars jetzt fängts paar
Min später wieder mit neuen Kanonenschlägen an und das über viele Stunden!

meistens geh ich dann ins Internet und schaue aufs Regenradar bzw. den Blitzcomputer
sehr übrigens zu empfehlen wetterzentrale.de/topkarten
Dort gibt es auch kostenfrei Karten wo alle paar Minuten die aktuellen Blitzeinschläge gezählt werden sowie 5 minütige Radarbilder mit aktuellen Gewitter/Niederschlagszonen

Sehr empfehlenswert übrigens für Diejenigen die nur auf die Wettervorhersage achten, die sich auch gerne mal irrt aber einen auch verrückt machen kann, zumal es grade im Sommer immer wieder erstaunlich viele Gewitter gibt von denen man eigentlich garnichts
mitbekommt! grade nachts kann dich das Radar da schonmal ziemlich kribbelig machen wenn sich zb. plötzlich eine Hagelfront keine 30 Km vor dir bildet, erst genau in deine Richtung zieht, sich 20 Min später wieder auflöst nur um sich 1h später wieder plötzlich neu zu bilden... Da hab ich schon die skurrilsten Dinge erlebt... Hat aber auch den Vorteil zu sehen dass viele Gewitter von der Ferne beobachtet deutlich schlimmer aussehen als sie sind...

Am schlimmsten war es (für mich) hauptsächlich immer nicht zu wissen wann es aufhört und wann es anfängt!

02.03.2011 06:29 • #10


Hallo Matrix,
find ich super, dass du heute so einigermaßen gut damit umgehen kannst...
Ich finde es schon überraschend, dass es doch einige gibt, die sehr grosse Angst vor Gewitter haben. Ich dachte immer, ich wäre fast alleine auf der Welt mit diesem Problem.
Zitat von Matrix:
Am Schlimmsten sind wohl jene nächtlichen im Sommer die irgendwann sehr langsam anfangen, und schließlich einfach nicht aufhören wollen und jedesmal wenn du denkst das wars jetzt fängts paar
Min später wieder mit neuen Kanonenschlägen an und das über viele Stunden!

Genau diese Gewitter sind auch die, die ich am meisten hasse.... Furchtbar....
Hast du denn das Problem alleine in den Griff bekommen oder hast du eine Therapie gemacht?
Ich wünsch dir auf jeden Fall, dass du weiterhin so gut damit umgehen kannst, und dass deine Angst irgendwann mal ganz verschwindet.
Das ist bei mir noch ein weiter Weg.

Viele liebe Grüße,
Joeyline

03.03.2011 20:11 • #11


frühr habe ich als ein gewitter war, alle meine wichtigen sachen und meine katzen mit in den keller genommen und mich verbarrikadiert jetzt viele jahre später muss ich über mich lachen. obwohl ich immernoch angst vor gewittern habe.

08.03.2011 01:04 • #12


Hallo

Ich kannte diese Angst auch und hatte sie nicht nur vor Gewittern sondern vor Feuerwerk und Böllern allgemein. Aber am schlimmsten waren die Gewitter.

Schon als Kind tief unter die Bettdecke gekrochen und lieber fast erstickt als nur auch die Nasenspitze rauszuhalten, Schweissausbrüche, Herzrasen, Angstzustände und alles um mich herum lachte oder schlief, da fühlt man sich furchtbar alleinegelassen mit dieser Angst.

Gut meine Erlösung kam als ich bei meiner damaligen Kinesologin eine Sitzung hatte, die sich eigentlich um ein ganz anderes Problem drehte und draussen ein Gewitter in Anmarsch war. Ich hab dann erwähnt, dass es mich total angurkt nun da auf die Strasse zu müssen, währenddem jeder Blitz und Donner nur darauf warten, mich persönlich zu ängstigen.
Daraufhin hat sie mich auf diese Gewitterstörung hin behandelt und ihr werdet es nicht glauben, bei mir wirkte es sofort. Ich ging nach Hause (ihre Praxis war nicht weit) und stellte mich ans Fenster und zum ersten Mal in meinem Leben genoss ich ein Gewitter. Nichtmal dass es ganz in der Nähe in einschlug und sich bei mir die Armhäärchen stellten, störte mich gross. Ich liebe es heute in meiner jetzigen Wohnung bei den grossen Fenstern zu stehen und die weite Aussicht mitsamt dem Gewitter zu betrachten.
Nur ganz ehrlich draussen auf dem Feld oder auf der Strasse bin ich während eines
Gewitters immer noch nicht gerne, aber ich denke das ist die natürliche Vorsicht, man
weiss ja was möglich ist. Auch schlafe ich seitdem hervorragend während eines Gewitters.

Also mir hat diese Behandlung geholfen, natürlich ist das kein Allerheilmittel oder funktioniert bei jedem gleich oder gleich gut. Auch weiss ich nicht wie das bei euch in Deutschland ist, hier in der Schweiz ist die Kinesologie eine von den meisten Krankenkassen, anerkannte Therapiemethode.

Viel Glück sei es mit dieser oder einer anderen Methode die für euch stimmt

09.03.2011 14:43 • #13


Ich hab mich über die Jahre hinweg gezielt selbst abgehärtet und ich denke, es hat ganz akzeptabel funktioniert. Ich hatte aber auch eigentlich nur Probleme mit dem Donner - diesem überraschenden, unglaublich lauten Geräusch. Ich hab mir damals zuerst Videos von schlimmen Gewittern angeguckt, dann hab ich bei weniger schlimmen Gewittern versucht, die obligatorische Musik auf den Kopfhörern immer leiser zu drehen usw.
Bei Gewitter schlafen kann ich heute immer noch unmöglich und bei sehr heftigen Gewittern fühle ich mich immer noch ziemlich unwohl, aber wenigstens breche ich jetzt nicht mehr in blanke Panik aus, wenn es nur ein bisschen grummelt.

30.05.2019 21:16 • #14


Schlaflose
Zitat von Benigna:
Ich hatte aber auch eigentlich nur Probleme mit dem Donner - diesem überraschenden, unglaublich lauten Geräusch.


Ich habe keine Angst vor dem Gewitter an sich (Blitz, Donner), sondern vor den Schäden, die durch Starkregen, Hagel und Sturm, die oft mit einem Gewitter einhergehen, verursacht werden.

31.05.2019 09:36 • #15


Angst vor Gewitter? Beneidenswert.

07.06.2019 10:14 • #16


02.10.2019 09:40 • #17


Schlaflose
Wetterfühligkeit ist sehr verbreitet. Meine Mutter war da sehr empfindlich. Sie hatte schon Stunden bevor ein Gewitter oder Sturm aufzog alle möglichen Symptome wie Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit usw. Bei mir ist es eher so, dass ich vor Gewittern und Sturm Angst habe, also vor den möglichen Schäden, die sie verursachen können und Durchfall bekomme, sobald es losgeht. Manchmal reicht schon die Meldung im Radio, dass Unwetter erwartet werden, dass ich zum Klo rennen muss

02.10.2019 11:40 • x 1 #18


Sonnenzombie
Hab auch Angst vor Sturm und Gewitter schon sehr lange.
Bei einem starken Gewitter sitze ich am Boden und hab panische Angst.
Ist ein Urinstinkt dass ich in die Hocke geh bei Gewitter und Sturm ist dass gleiche .
Bevor Kyrill zu uns zog hätte ich meine sturmangst eigentlich unter Kontrolle,doch beim Kyrill sturm hat es meinen nachbar von seinen Bauernhof dass Dach runtergeweht, ich könnte nicht schlafen und stand beim fenster und genau da hat es das dach abgerissen .Seither fürchte ich Sturm auch wieder,sehr peinlich ist's mir wenn Freunde da sind und ich gerade voll angst habe. LG Sonnenzombi

03.10.2019 17:48 • #19


Chingachgook
Angst vor Gewitter, bzw. vor Donner und Blitz kann tiefenpsychologisch auch für die Angst vor dem jähzornig polternden Vater stehen.
Bei starkem Leidensdruck muss man da vielleicht tiefer buddeln.

03.10.2019 17:59 • #20





Prof. Dr. Borwin Bandelow