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hallo zusammen:)

ich bin 18 jahre und vor ca 8 jahren fings an...
anfangs war es nur ein unwohlsein bei gewitter, mittlerweile verzieh ich mich wenns gewittert in einen raum wo licht ist dass ich nichts seh und mitkrieg mitkrieg von allem draussen dabei meisstens laute musik bloß nichts mitrkriegen rolläden runter undso. belastet mich alles sehr.. ich hab dann n irrsinnherzrasen. ich dreh einfach total durch

gibts jhier noch mehr leute die diese erfahrung kennen?

grüße und keep going
vince:))

02.06.2008 21:48 • 12.07.2008 #1


9 Antworten ↓


hallo vince,

ich bin 33 und habe schon mein ganzes Leben Angst vor Gewitter.
Ich verkrieche mich dann auch immer irgendwo wo keine Fenster sind.
Am liebsten im Keller.

Nachts und wenn ich alleine bin ist es am schlimmsten.

Wenn mein Freund und Familie da sind geht es.

ansonsten drehe ich auch durch.

09.06.2008 09:14 • #2



GEWITTER

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hm hatte schon gedacht ich würde nie ne antwort oder sowas bekommen... ich glaube die angst vor gewitter ist auch extrem selten also ich rede von wirklich panischer angst nicht ein bsichen schiss haben oder so. ja wie kam es bei dir zu der angst? ich hab vor einem jahr meinen vater verloren der acht jahre krank war und der hat sich immer gern gewitter angeschaut keine ahnung hat mich schon immer irgendwie traumatisiert der zustand etwas völlig ausgesetzt zu sein, und nichts gegen tun zu können. (hier:gewitter - krankheit von meinem vater) hab jez auch recht schlimme 2 wochen hinter mir in süddeustchland war ja jetzt gewitter und unwetter jeden tag.

11.06.2008 16:52 • #3


Ich hatte schon als Kind panische Angst vor Gewitter, allerdings nur nachts. Da das Zimmer meiner eltern direkt neben meinem war, bin ich schnell zu meiner Mutter ins Bett gehuscht; sie hat mich dann vor dem bösen Gewitter beschützt. Allerdings macht mir ein Gewitter am Tag gar nichts aus, nur im Dunkeln ist es unheimlich. Diese Panik vor Blitz und Donner ist bis heute geblieben.

06.07.2008 18:47 • #4


ich habe auch angst vor gewittern, seit ich als kind mal eines richtig heftig in den bergen erlebt habe. panisch werde ich aber nur selten.

der donner macht mir eigentlich nichts aus, aber ich zucke bei jedem blitz zusammen. diese mächtige elektrizität finde ich äusserst beängstigend. wenn es draussen so richtig heftig ab geht, dreh ich nicht mal den wasserhahn auf.

06.07.2008 18:50 • #5


Ich habe mir vor ein paar Wochen FAST eine Angst vor Gewittern angezüchtet:

Ich saß vor dem Pc, spielte ein bisschen, und auf einmal fing es entfernt zu donnern an.
Schön!, dachte ich, zumal ich für meinen Teil Gewitter eigentlich liebe.

Plötzlich gab es einen Blitz, und die Luft um mich herum war extrem aufgeladen. Ein weiterer Blitz folgte, und ich fuhr hoch: Binnen einer Sekunde hatte ich eine massive Panikattacke, weil ich für den Bruchteil einer Sekunde glaubte, daß die elektrisch aufgeladene Luft mein Herz zum Stillstand bringen könnte.

Beim nächsten Gewitter hatte ich ein bisschen Bammel, zwang mich aber dazu, ruhig zu bleiben. Seitdem geht's wieder.

Da sieht man nur, daß Panik oftmals eine Sache des Moments ist. Eine winzig kleine Einbildung, die man selbst kaum wahrnimmt, und schon geht's los.

Daß ich Gewitter eigentlich sehr mag, liegt wohl daran, daß meinen Mutter mich, als ich noch klein war, bei Blitz und Donner immer zum Fenster geholt hat, sodaß wir gemeinsam Blitze schauen konnten. Je gleissender und heller, desto schöner. Sie hat wohl sehr gezielt versucht, garnicht erst eine Angst vor Gewittern aufkommen zu lassen, sondern eher das absolute Gegenteil. Wie war das bei euch? Wie haben eure Eltern euch mit Gewittern konfrontiert? Was haben sie euch darüber gesagt, als ihr klein wart? Hat jemand von euch im Kindesalter die bekannten: Wenn es donnert ist Gott böse-Geschichten zu hören bekommen?

12.07.2008 08:43 • #6


Lysira
hi,

ich bin bei meinen Grosseltern aufgewachsen und immer wenn Gewitter war in der Nacht, hat sie uns alle geweckt. Wir mussten uns vollständig anziehen und uns alle in der Küche versammeln. Sie hatte eine Blechdose, in der sie alle wichtigen Papiere aufbewahrte. Die holte sie dann und stellte sie auf den Tisch. Alle Fenster wurden verdunkelt und wir mussten ausharren, bis es vorbei war.

Natürlich hatte ich Angst vor Gewitter ab dem Zeitpunkt.

Heute denke ich, dass meine Oma wohl in solchen Momenten Erinnerungen an den Krieg hatte und eher an die Luftangriffe dachte.

Ich hab mich irgendwann mal erkundigt, was Gewitter eigentlich ist und wie es zustande kommt. Das half. Zwar ist mir auch heute noch nicht wohl dabei und ich würde nicht rausgehen, aber solange ich zuhause bin, komm ich damit ganz gut klar.

@pueblo
Ich möchte Dir hier einfach mal Danke sagen. Du hast in den letzten Tagen soviele Sachen geschrieben, aus Deinen eigenen Erfahrungen, die einfach nur Mut machen. Soviele Tipps und Möglichkeiten, die mir persönlich auf jeden Fall weiterhelfen. Schreibst aber dennoch mit soviel Feingefühl, ohne uns Angsthasen mit irgendwas zu erschrecken, egal zu welchem Thema. Du bist ein echter Gewinn für dieses Forum.
Danke.

Lieben Gruss
Lysira

12.07.2008 12:43 • #7


Hi Lysira und vielen Dank für das Lob!

Ich freue mich wenn ich helfen kann - zumal das Forum mir auch schon sehr oft geholfen hat, und viele meiner Angst-Aspekte stark abgemildert hat.

Daß du nach der Reaktion deiner Großeltern eine Angst vor Gewittern entwickelt hast, kann ich gut verstehen. Was an den Gewittern macht euch im Großen und Ganzen die meiste Angst? Blitz / Donner / Ängste davor, daß was passieren könnte?

Würde mich wirklich interessieren!

Pueblo

12.07.2008 13:00 • #8


bei mir ist es nur der blitz - und die angst von ihm getroffen zu werden. wie ich schon sagte, habe ich einfach angst vor elektrizität. bin diesbezüglich auch im haushalt sehr vorsichtig.

bis zu dem tag in den bergen hatte ich nie angst vor gewitter - im gegenteil als kind fand ich dieses spektakel total faszinierend. nun, eigentlich ist es heute noch faszinierend, aber irgendwo ist die angst davor trotzdem mit dabei.

12.07.2008 15:32 • #9


Hi Leaina!

Zumal du Blitze ja faszinierend findest, bist du sowieso schon auf dem besten Weg.

Versuche es einfach mal so zu sehen: Deine ganze Umgebung - jeder Baum, jedes Haus, jeder Blitzableiter...im Grunde alles - schützt dich davor, vom Blitz getroffen zu werden. Du bist in der sicheren Zone, und hast praktisch einen ungefährlichen Zuschauerplatz.
Versuche aus dieser Beschütztheit heraus einfach nur das Schöne an Blitzen zu sehen: Helle Farben, atemberaubende Formen etc.
Sieh dir vielleicht mal ein paar richtig schöne Blitzfotographien an. Vielleicht kommst du mit der Zeit sogar auf den Geschmack des Blitze schauens

12.07.2008 15:46 • #10



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Prof. Dr. Borwin Bandelow