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Hallo zusammen!

Ich habe eine Phobie schon seit frühester Kindheit an. Ich weiss nicht, ob es dafür einen Namen gibt so wie bei anderen weiter verbreiteten Phobien daher nenne ich es Baumel-Phobie.

Ich bekomme immer krasse Angstzustände (Herzrasen, nasse Hände, Hyperventilieren, Beklemmung, Brust schnürt sich zu, Drang mich zu verstecken davor usw.) wenn ich z. B. eine Hängelampe sehe. Oder eine Schaukel, einen Kran usw.
Kurzum vor Dingen die hängen und baumeln oder schwingen...

Der Grad des Angstzustandes hängt davon ab wie lang das Seil (Kette oder woran der Gegenstand hängt) ist und wie schwer der Gegenstand daran ist und wie er sich bewegt.

Horror meiner Kindheit: unsere Messinghängelampe in der Küche... das ging gar nicht. Wenn die Lampe sich bewegt hat und sei es auch nur minimal durch einen Luftzug bin ich ausgerastet. Ich habe dann immer geschrien, bin weggelaufen (entziehe mich auch heute noch solchen Situationen) und hatte Angst dass ich völlig verrückt werde vor Angst. Auftreten tut es immer sofort sobald ich einen solchen Gegenstand entdeckt habe und dann hängt es davon ab wie er beschaffen ist. Manchmal schaffe ich es mich zu beherrschen bei nicht so schlimmen hängenden Dingen, aber oft ist es so, dass ich mich der Situation sofort entziehen muss.
Das komische ist, dass es nur auftritt wenn sich der Gegenstand auf Augenhöhe oder über mir befindet. Unter mir (wenn ich auf dem Balkon stehe und vom Geländer baumelt etwas unter mir) macht es mir nichts aus.

Diese Phobie ist ganz schön belastend, gerade weil man im Alltag damit oft konfrontiert wird und man nicht immer sofort sich der Situation entziehen kann.

Kennt vielleicht jemand die Bezeichnung für diese Phobie oder hat vielleicht dasselbe Problem? Ich fände das mal sehr interessant zu wissen, ob es noch mehr Menschen mit diesem Problem gibt. Ich würde auch gerne wissen woher das kommt...

Freu mich auf Antworten von Euch!

Liebe Grüße

25.05.2008 01:11 • 17.03.2021 x 5 #1


62 Antworten ↓


Hallo chocoloop,

erstmal Hallo und Willkommen im Forum!

ich bin mir nicht sicher, wie die Phobie genannt wird im Fachjagon, aber ich könnte mir vorstellen, dass sie Lampenphobie genannt wird.
Vielleicht gibt es Experten hier im Forum die da eher etwas dazu sagen können.

25.05.2008 01:14 • #2



Angst vor Dingen die hängen und baumeln.

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Bin auch kein Experte aber:
Du sagst, Du hast das seit Deiner Kindheit - da wäre es doch möglich, daß Du in dieser irgendwann ein Negativerlebnis mit irgendeinem ähnlichen Gegenstand hattest.
Bsp: Deine Mutter hat Dich mal irgendwo (in überhaupt keiner bösen Absicht) unter eine solche Lampe gelegt und Du hast das als bedrohlich empfunden und als solches bis heute gespeichert. Ich meine als Kind findet man schnell mal etwas bedrohlich und kann aber nicht einfach davor davonlaufen (was die normale REaktion wäre), was dann schon mal eine kleine Krise auslösen kann.
Du mußt Dich ja nicht mal mehr daran erinnern können. Dein Unterbewußtein kann das immer noch gespeichert haben.

Kannst Du die Angst näher definieren ?
Ich meine, vor was hast Du genau Angst: vor dem Gegenstand an sich oder daß damit irgendetwas bestimmtes passieren könnte (in Bezug auf Dich) ?

Für mich klingt es auf jeden Fall so, wie wenn eine Befürchtung bestehen würde, daß dieser Gegenstand irgendetwas negatives mit Dir macht (das würde nämlich erklären warum es Dir nichts ausmacht, wenn er unter Dir ist - nach oben schwingen kann er ja dann nicht ; zudem ist es offensichtlich ausschlaggebend wie massiv, schwer, groß, lang das auf Dich wirkt).

25.05.2008 13:56 • #3


Hallo, melde dich mal.. hab das gleiche..
mfg Tanja

24.04.2011 14:45 • #4


hallo!

ich habe genau das gleiche problem seit ca. 15 jahren (bin jetzt 18) und weiß nicht was ich machen soll.

seit neuestem traue ich mich auch nicht mehr in fremde häuser, da ich nicht weiß, ob es dort dinge gibt die von der decke hängen.

ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen, da ich echt am ende bin

liebe grüße

30.04.2011 22:15 • #5


hi,

vielleicht ist das Thema ja noch hilfreich ?!

Hängephobie ...die panik vor hängenden Gegenständen ...

ansonsten einfach mal ne pm an mich

01.05.2011 02:07 • #6


Hallo

Ich hab eine E-Mail bekommen, dass mir ein Benutzer namens Zaluna mir eine PN (Betreff: Hi, wenn du wirklich Hilfe von Profis suchst, dann lies das) gesendet hätte, die ich aber leider nirgends finden kann

Wäre toll, wenn sich dieser Benutzer nochmal bei mir melden könnte, da ich wirklich professionelle Hilfe brauche.

Danke

lg Sarah

15.07.2011 12:29 • x 1 #7


Guten Morgen,

bisher habe ich schon diverse Male erfolglos im Internet nach jemandem gesucht, der dasselbe Problem hat wie ich - und jetzt habe ich diese Seite! Ich bin wirklich froh, dass ich nicht die einzige Person bin, die unter der Baumel-Phobie leidet! Nicht-Betroffene können sich ja nicht wirklich vorstellen, wie man leidet!

Habt ihr schon Dinge ausprobiert, um eure Angst in den Griff zu bekommen?
Wenn ja: Welche und mit welchem Erfolg?

Wie geht ihr im Alltag damit um?
Gibt es Tricks, wie es erträglicher wird?

Ich freue mich, von euch zu hören!


(Da ich ja nicht weiß, ob ihr die Funktion aktiviert habt, dass ihr automatisch benachrichtigt werdet, wenn eine neue Antwort in diesem Beitrag erstellt wird, werde ich euch diesen Beitrag auch als PN schicken.)

29.10.2011 08:27 • #8


Habe als Kind mal gesehen wie ein Baukran in ein Haus gefallen ist. Danach hatte ich Ängste vor Kränen Hochspannungsmasten hohen Brücken Funktürmen usw.

Das hat sich aber im Laufe der Zeit immer mehr zurückgebildet. Heute habe ich kein Problem mehr auf Funktürmen zu stehen oder auf Masten die schwanken usw .

22.11.2011 16:48 • #9


Für mich sind am schlimmsten Baumellampen (also solche, die nur an einem Kabel befestigt sind), aber auch einen Schwenkgrill oder baumelnde Deko-Sachen sind nicht so der Hit. Allerdings kann man darüber besser hinwegsehen...

Was habt ihr gegen eure Angst gemacht? Hat irgendwas gewirkt?

22.11.2011 17:19 • #10


Hallo, komisch ich hab genau das gleiche..
Melde dich mal.. lg

25.01.2012 15:58 • #11


Habe das selbe Problem. Angst vor Lampen die irgendwo hängen, sowie Lamellen (z.B. beim Arzt), wehende Vorhänge...einfach alles, was irgendwo runterhängt oder sich so bewegt, dass ich keinen Einfluss darauf habe, die Bewegung zu stoppen. Habe das Problem ebenfalls seit meiner Kindheit. Konfrontation soll da therapeutisch gesehen, die beste Lösung sein. Aber mal ganz ehrlich, ich hab es bis jetzt nicht geschafft, mich den Dingen vor denen ich panische Angst habe, ein bis tausend Mal auszusetzen. Also hilft nur meiden! Und dass das die Lebensqualität um ein hohes Maß einschränkt ist klar, da man nie voraussehen kann, was einen in der nächsten Situation begegnet.
Aber ich bin gerade um einiges erleichtert, dass es Menschen gibt, die die selbe verdammte und unsinnige Angst haben!
Hat mittlerweile jemand eine Möglichkeit gefunden, ohne Konfrontationstherapie und Meiden?? Man möchte ja doch den weg des geringsten Leidens gehen!

06.04.2012 05:15 • #12


Nein, nichts Neues... Bei euch? Hat jemand Hypnose versucht?

Das mit der Selbst-Konfrontation habe ich auch schon versucht, hat aber auch nicht geholfen.

24.04.2012 17:39 • #13


Hallo,
ich habe auch das Problem, dass ich hauptsächlich vor hängenden Lampen Angst habe und das auch, wie hier öfter beschrieben, seit meiner Kindheit. Die Angst ist je schlimmer, desto länger das Kabel ist. Das mit der Konfrontationstherapie habe ich auch schon versucht, da ich das von einem Psychotherapeuten vorgeschlagen bekommen habe, hat bei mir aber auch nicht geholfen. Hatte auch angeraten mir die Situationen vorzustellen, aber davon wird es zur Zeit nur schlimmer.
Falls jemand Erfahrung mit einer anderen Therpie (Hypnose oder ähnliches) hat, meldet euch bitte
Bin froh Leute gefunden zu haben, die das gleiche Problem haben, denn das irgendjemand zu erklären ist sehr schwer.

10.06.2012 20:48 • #14


Hallo zusammen. Gott seis gedankt das ich nicht der einzigste Mensch auf diesem Planeten bin der sowas hat. Bei mir wird es immer schlimmer mit hängenden Sachen und ich weiß mir einfach keinen Rat mehr. Ich versuche immer alles zu stoppen was sich bewegt und baumelt aber manchmal geht es einfach nicht..ich bekomme Herzrasen, schwitzige Hände und dann kommt das gefühl es ist gleich vorbei mit mir.Schon der Gedanke irgendwo hin zu fahren und nicht zu wissen ob es da irgendwas gibt macht mich schon ganz nervös. Ich habe mit einer Therapeutin versucht mich zu Konfrontieren aber es ging in die Hose weil ich ne echte Panikatacke bekommen habe... weiß denn jemand was man noch machen kann? Es belastet mein Leben ungemein und ich will das das aufhört... Claudia

12.10.2012 19:09 • #15


Zitat von Claudia36:
Hallo zusammen. Gott seis gedankt das ich nicht der einzigste Mensch auf diesem Planeten bin der sowas hat. Bei mir wird es immer schlimmer mit hängenden Sachen und ich weiß mir einfach keinen Rat mehr. Ich versuche immer alles zu stoppen was sich bewegt und baumelt aber manchmal geht es einfach nicht..ich bekomme Herzrasen, schwitzige Hände und dann kommt das gefühl es ist gleich vorbei mit mir.Schon der Gedanke irgendwo hin zu fahren und nicht zu wissen ob es da irgendwas gibt macht mich schon ganz nervös. Ich habe mit einer Therapeutin versucht mich zu Konfrontieren aber es ging in die Hose weil ich ne echte Panikatacke bekommen habe... weiß denn jemand was man noch machen kann? Es belastet mein Leben ungemein und ich will das das aufhört... Claudia

Hallo Claudia, bei mir wird das auch immer schlimmer ich versuche auch immer alles zu stoppen was wackelt.. aber wie du sagst das geht halt nicht immer.. werde auch noch wahnsinnig.. melde dich mal.. lg

22.01.2013 15:22 • #16


Zitat von Yukeshi:
Habe das selbe Problem. Angst vor Lampen die irgendwo hängen, sowie Lamellen (z.B. beim Arzt), wehende Vorhänge...einfach alles, was irgendwo runterhängt oder sich so bewegt, dass ich keinen Einfluss darauf habe, die Bewegung zu stoppen. Habe das Problem ebenfalls seit meiner Kindheit. Konfrontation soll da therapeutisch gesehen, die beste Lösung sein. Aber mal ganz ehrlich, ich hab es bis jetzt nicht geschafft, mich den Dingen vor denen ich panische Angst habe, ein bis tausend Mal auszusetzen. Also hilft nur meiden! Und dass das die Lebensqualität um ein hohes Maß einschränkt ist klar, da man nie voraussehen kann, was einen in der nächsten Situation begegnet.
Aber ich bin gerade um einiges erleichtert, dass es Menschen gibt, die die selbe verdammte und unsinnige Angst haben!
Hat mittlerweile jemand eine Möglichkeit gefunden, ohne Konfrontationstherapie und Meiden?? Man möchte ja doch den weg des geringsten Leidens gehen!

Hallo, habe das gleiche Problem.. war auch schon beim psychiater aber hat leider auch nicht s gebracht.. Er meinte ich soll eine Verhaltenstherapie machen aber ob das was bringt keine Ahnung.. lg

22.01.2013 15:38 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Ich reihe mich dann auch mal mit ein mich würde interessieren ob es jmd schon losgeworden ist, ich war als kind schon beim psychologen deswegen aber ich will das ohne medikamente schaffen

22.05.2013 18:36 • #18


Bin ich froh dass ich nicht allein bin.
Ich habe die gleiche Angst. Witzigerweise nicht immer, also das bedeutet mal nehme ich bewusst wahr das irgendwo was baumelt oder schaukelt aber es stört mich komischerweise nicht.
Ansonsten habe ich Angst vor, baumelnden Sachen wie Lampen, Traumfänger, Mobiles, Lamellenvorhänge, Gardinen usw.
Dann vor Luftballons, Bällen und so die rollen. Außerdem vor Wasser was so hin und her schwappt, im Eimer oder auch im Autotank wenn man das Schwappen so hört oder Wasserflaschen die im Auto hin und her rollen.
Manchmal ist es auch nur der Gedanke daran und dann ist Laute Musik im Auto an und schon fühl ich mich komisch.
Aber wie gesagt es muss nicht immer der Fall sein. Das irritiert mich. So hohl nachklingende Dinge wie ein Blecheimer der diesen Schall abgibt wenn man gegen kommt finde ich auch nicht so Super. Meist halte ich alles an damit nichts wackelt usw.
Ich halte die Situation immer aus und Sage mir innerlich immer wieder STOP um mich nicht mit Gedanken verrückt zu machen.
Einer Therapeutin habe ich dies nebenbei mal geschildert, sie sagte mit Hypnose bekommt man das weg, da es etwas im Unterbewusstsein ist.
Als Kind bin ich immer vom Spielplatz weggelaufen da ich panische Angst vor Schaukeln und drehenden Karusells hatte.
Ich meide keine Situation da ich mein Leben nicht von der Angst beherrschen lassen will, das wird dann nur schlimmer denke ich.
Hätte große Lust Hypnose zu versuchen...

Ich tausche mich gerne aus, bin aus Hamburg.

Viele Grüße
Nicky

29.05.2013 20:41 • x 1 #19


Hallo zusammen
Ich habe schon viel im Netz gesucht und bin endlich auf neuere Beiträge zu diesem Thema gestoßen.
Ich habe nicht selbst das Problem, aber meine Tochter - sie ist jetzt 3 Jahre. Sie hat panische Angst davor, wenn jemand schaukelt, und sei es nur ganz leicht. Aber auch manche andere Dinge, die wackeln oder baumeln, stören sie bzw. bereiten ihr Angst.
Angefangen hat es vor einem Jahr. Von heute auf morgen wollte sie nicht mehr zum Spielplatz. Hat einen Wein- und Schreianfall bekommen, wenn sie auch nur aus der Ferne sah, dass dort Kinder schaukeln. Schlussendlich wollte sie dann nach hause. Das ganze hielt einige Wochen, vielleicht auch Monate an. Dann war es - erstmal - vorbei. Eigentlich so plötzlich, wie es gekommen ist. Zu Beginn des Jahres ging es wieder los. Meines Erachtens ging es einher mit einer Krankheits/Erkaltungsphase, d.h. es ging ihr körperlich nicht gut. So war es zeitweilig wieder extrem schlimm, dass wirklich nichts wackeln, wehen oder schaukeln durfte, egal wo wir waren. Inzwischen ist es wieder etwas besser, nur Schaukeln machen ihr nacht wie vor Angst. Ich habe auch das Gefühl, dass es schwankt, je nach Stimmung, bei Müdigkeit oder Krankheit ist es besonders stark, wenn es ihr gut geht eben weniger.
Paradox ist: sie schaukelt manchmal sogar selbst! Teilweise auch für ihre Verhältnisse “wild“. Aber schaukeln andere Kinder reagiert sie panisch, weint, schreit und will, dass derjenige aufhört bzw. dass die Schaukel angehalten, gar weggehängt wird. Andere Dinge, die wackeln, werden registriert, teilweise sofern möglich angehalten. Dann ist es meistens gut.
Es ist schwierig alle Situationen zu beschreiben, aber diese Angst macht auch mir wirklich zu schaffen. Zumal ich hier lese, dass es wohl keine Angst ist, die sich “einfach so“ wieder legt. Ich möchte nicht, dass sie ihr Leben lang darunter leidet, denn wie sehr es im Alltag einschränkt bekomme ich ja mit.
Wer hat denn Erfolge durch eine Therapie erreicht? Oder sich vielleicht selbst geholfen? Macht es Sinn, einen Psychologen aufzusuchen? Konfrontation geht im Übrigen gar nicht, im Gegenteil, sie rastet nur noch mehr aus.
Vielleicht kann mir auch jemand beschreiben, was es ist, das Angst bereitet. Meine Tochter sagt mir bspw beim Schaukeln, dass sie es nicht mag, vorallem wenn jemand/etwas “wild“ schaukelt.
Vielleicht hat jemand einen Rat...

05.08.2013 23:08 • #20



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Prof. Dr. Borwin Bandelow