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Hallo Leute,

vor 1 Woche hatte ich einen Aufstosser und dabei ist etwas Erbochenes in meine Luftröhre gelangt. Auch ich hatte erst mal Panik, doch nach ca. 10 Sekunden so glaube ich, konnte ich daran vorbeiatmen. Ab da hat sich die Angst vorm Verschlucken und dem Ersticken langsam aufgebaut. Einmal habe ich sogar bei einem Spaziergang wegen Luftmangel, Schwäche und Herzrasen einen Krankenwagen bestellt. Im Krankenhaus wurde ein EKG gemacht und mein Blut wurde auch getestet. Die schockierende Nachricht der Ärztin: "Alles ist in Ordnung." Ich möchte mich bei den Nutzern und ganz besonders bei der Erstellerin diesen Threads bedanken. Habe nämlich genau dieselben Symptome. Bei mir ist es auch noch der Speichel der mich ängstigte. Also saß ich hier bis gestern Abend mit einem Becher und habe ihn regelmäßig genutzt um nicht schlucken zu müssen. Vor 3 Tagenn aßen wir Hähnchen mit Pommes, es war die Hölle auf Erden. Irgendwann habe ich es dann doch aufgeschafft. Vorgestern bestellten wir uns Pizza. Aus Angst habe ich sie mehrmals ausgespuckt. Ich hatte einen riesigen Hunger un d eine leckere noch warme Pizza vor mir liegen und konnte sie aus Angst nicht essen. Hölle, Hölle, Hölle. Ihr könnt Euch vorstellen dass meine Laune nicht sehr gut war. Gestern habe ich mich dazu durchgerungen mal im Netz zu schauen ob es andere Menschen gibt die ein ähnliches Problem haben. Habe folgende 3 Worte in die Suchmaschine eingegeben:"Angst, Essen, Verschluckt. So habe ich diesen Threat gefunden und so habe ich erst mal den Erstellerthreat und dann ein paar Antworten gelesen. Hat mich sehr viel Überwindung gekostet und musste es sogar abbrechen. Meine Angst wurde so groß als ich gelesen habe dass einer es bereits seit 24 höllischen Jahren durchmacht. Bis zum Abend habe ich mir viele Gedanken gemacht. Dann gab es Hühnersuppe und es war wie Ihr Euch vorstellen könnt wieder die Hölle auf Erden. Mir kamen wieder all die Info´s aus diesem Threat in den Kopf und da kam mir ein Gedanke:"So will ich nicht Enden!" 24 Jahre Babybrei? Bin ich denn bekloppt? Tschuldigung aber man muss sich helfen. Ich möchte hier keinen fertig machen. Ich habe dann schließlich gekämpft mit dem Essen. Ein wenig Mut hat mir geholfen und ich bemerkte dass ich mich wieder daran erinnern muss wie das Schlucken funktioniert. Löffel für Löffel. Es hat funktioniert. So traurig es auch ist wie es manchen Menschen hier geht, hört auf zu lamentieren denn das hilft nicht. Wollt Ihr leben oder leiden?? Mir hat es geholfen. Es ist alles ganz einfach, deshalb ist es so schwer. Ich hoffe dass ich mit meinem Beitrag dem Einen oder Anderen helfen kann.

"Der Kampf im Geiste"

16.12.2011 10:31 • #21


Hochmut kommt vor dem Fall

Mal sehen wie lange ich es ohne Nahrung aushalte.

16.12.2011 19:36 • #22


hallo miteinander,


ich hätte niemals gedacht, dass es wirklich so leute gibt wie mich. als ich das hier gelesen habe, habe ich geweint, froh und auch traurig darüber, dass es menschen gibt die genau dasselbe problem haben wie ich, denn das wünsche ich wirklich keinem!

seitdem 12 dezember 2011 hab ich das problem jetzt. so ca. eine woche vorher hatte ich auf dem bett gesessen und ein brot mit nutella gegessen. ich war so verträumt und in meinen gedanken, das ich nicht gemerkt habe wie mir das brot einfach den hals runtergerutscht ist. plötzlich merke ich, dass da was hängt und habe geschluckt aber es ging nicht runter also lief ich panisch ins bad und habe gehustet und gewürgt... ein stück brot kam raus aber mit blut, das gefühl blieb allerdings! das war der schlimmste moment meines lebens... ich dachte ich würde sterben, dabei bin ich erst 17! im krankenhaus sagte die ärztin dann, dass an meinem kehlkopf eine kleine wunde wäre die aber nicht weiter schlimm ist, ich solle eis und joghurt essen zum kühlen und das tat ich auch. ich konnte danach auch alles normal essen. Als ich dann meine anti-baby-pille geschluckt habe, ist diese stecken geblieben. ich hatte angst und habe geweint aber das ist mir schon öfter passiert und war deshalb nicht allzu hysterisch (ich kann einfach keine tabletten schlucken, egal wie groß sie sind). danach konnte ich immer noch alles essen, auch wenn ein bisschen vorsichtiger und schwerer, bis ich eines tages mit meiner familie bei mcdonalds gegessen habe. irgendwie wurde mir das schlucken immer schwerer und anstrengend und ab und zu auch mal eine blockade. ich musste mich ziemlich konzentrieren und dann konnte ich gar nicht mehr! ich hab die welt nicht mehr verstanden... ich hatte angst zu schlucken und konnte einfach so nicht mehr essen... ich dachte, das gibts doch gar nicht, wie kann man einfach nicht mehr schlucken? danach die tage waren der horror: ich konnte meine eigene spucke nicht mehr schlucken und habe sie lieber ausgespuckt, da ich ständig das gefühl hatte mir läuft etwas die luftröhre runter. stilles wasser konnte ich noch ohne großen bedenken schlucken aber sonst ging gar nichts! ich habe nur noch gehustet und geräsupert (was ich heute auch noch tue) und meine hals fühlt sich einfach nur wund an. nach ein paar tagen hatte ich das mit der spucke im griff und habe gemerkt, dass ich morgens nach dem schlafen ein bisschen essen konnte und habe 1 milchbrötchen mit nutella gegessen, manchmal sogar 2 (essen kann ich auch nur, wenn jemand dabei ist, am besten meine mutter). über den tag ging dann aber gar nichts mehr und mir gings auch immer schlechter. hab es dann mal mit einer geflügelrolle versucht, hat einigermaßen geklappt. als ich es dann mit einer minipizza probiert hatte, habe ich ein kloß im hals gespürt! ich bin sofort hysterisch geworden und habe geweint, ich hatte angst das wieder dasselbe passiert wie mit dem brot! nach ein paar stunden war das gefühl wieder weg, aber das war das ende für mich. ab dem tag habe ich nur noch schokolade zusammen mit tee gegessen, 2-3 tafeln am tag. ich hab nur noch geweint, war leicht depressiv und auch aggressiv und bin es immer noch... irgendwann hab ich mich überwunden kartoffelpüree zu essen: wieder einen hysterischen anfall, diesmal noch schlimmer, ich dachte ich blute wieder und habe gezittert wie wild! danach nur noch 1-2 tafeln schokolade am tag.
mittlerweile habe ich schon 7 kilo abgenommen, was nicht weiter schlimm ist (bin 1.68 und wiege jetzt 62, ist noch normal) aber ich werde wahrscheinlich noch mehr abnehmen..
in den letzten tagen habe ich wieder angefangen joghurt, broccolicreme-suppe (püriert) und karotteneintopf (püriert) zu essen. manchmal esse ich nur 2 joghurte am tag, weil ich mich wieder nicht traue. ab und zu kommt das gefühl das mir etwas im hals steckt auch von alleine, ohne das ich vorher was gegessen habe und das macht mich verrückt, ich kann nicht schlafen und habe panikattacken und einfach nur angst!
irgendwann hab ich gemerkt, dass mein linker lymphknoten angeschwollen ist und auch meine husten manchmal schmerzen auf der linken seite habe. mein hausarzt meinte, ich hätte eine entzündung, mein hno-arzt sagt er sehe nichts aber das kann ja wohl kaum sein (gehe bald zu einem anderen hno-arzt!). habe jetzt auch einen termin beim psychater gemacht, in der hoffnung er könne mir bitte helfen! ich weiß einfach nicht was ich machen soll... jeden tag führer ich innerlich einen kampf, weiches brot oder sowas zu essen aber ich verliere... was also tun?

eure beiträge haben mir in gewissem maße geholfen mir nicht mehr - wie soll ich es anders sagen - solche 'filme zu fahren' das ich ständig im hals blute und sterben werde... jedenfalls werde ich nicht aufgeben, denn ich will einfach wieder normal essen könne!

07.01.2012 15:28 • #23


Hey phagolife,

das hört sich ja alles wirklich nicht so gut an und ich kann es sehr gut nachvollziehen....
du hattest ein großes traumatisches Erlebnis in Bezug auf das Essen und nun stellst du es komplett in Frage mit dem Schlucken und vertraust deinem Körper nicht mehr ). Kaum noch Angst...Stück für Stück habe ich mich wieder mehr getraut und mich gut gefühlt. Jedoch kam Ende 2009 wieder eine stressige Phase und viele Veränderungen in meinem Leben, die mir einen Rückschlag verpasst haben aus dem ich nicht mehr rauskomme ;( bin auch erst 22 und hab eigentlich noch so viel vor...

25.01.2012 21:31 • #24


hey Sternchen_89_,


danke für deine antwort
wie hast du das geschafft aus diesem teufelskreis auszubrechen? irgendwelche therapieren oder aus eigener willenskraft? ich gehe bald in logopädische behandlung, aber ich bin mir nicht so sicher ob das wohl helfen wird. ich hab versucht es alleine zu schaffen aber es ist nur schlimmer geworden da mich keiner versteht. das schlimme ist einfach, dass sich mein hals ständig wund anfühlt und ich mich permanent räuspern muss, dazu noch die entzündung die keiner findet... da trau ich mich einfach nicht! vorallem wenn da immer dieses gefühl ist, dass es mir die luftröhre runterläuft! ich denke oft über solch früher belanglosen sachen nach, z.b wie lange ich auf etwas rumkauen muss damit ich es runterschlucken kann ich kann auch nur noch mit einem heißen getränk zum nachspülen essen.
ich hab seitdem des öfteren auch 'herzschmerzen', also schmerzen im linken teil des brustkorbs, hattest du das auch?
hast du einige tipps für mich, wie ich das überwinden kann?
es tut mir sehr leid für dich, dass du einen rückfall erlitten hast aber verlier den mut nicht! du hast es schonmal geschafft und wirst es wieder schaffen!

28.01.2012 17:30 • #25


also ich war davor schonmal in Therapie gewesen, jedoch hatte ich zu Beginn meines Studiums ja einen kompletten Ortswechsel, neue Leute usw...das hat mir geholfen, war wie ein Neuanfang..natürlich klappte es da auch nicht gleich wie als würde ich normal essen können, aber ich habs halt wenigstens versucht...und als dann ein Studiumsabschnitt folgte, wo ich mich total wohl gefühlt habe, habe ich mir immer und immer mehr zugetraut. War scheinbar auch die positive Einstellung zu allem. Aber man kann ja nicht immer warten, bis solche "tollen" zeiten kommen... ;(
Nur man muss es schon machen, nur durch das TUN wird die Angst weniger..nur momentan hab ich auch schon länger das problem, dass ich es nicht mal wirklich versuche. Was solls-bin zurzeit am resignieren ;(
Versuchs erstmal mit der Logopädie, ein Ansatz ists auf jedenfall! Vielleicht hilft es dir.
Hat dein Logopäde schonmal von der Problematik ghört? Also Dysphagien usw kennen die ja, aber nicht Phagophobie...ist ja eigentlich auch psychisch..
Zitat:
ich hab versucht es alleine zu schaffen aber es ist nur schlimmer geworden da mich keiner versteht.
wie genau meinst du das?
Also mit der Entzündung ist klar, wenn du dich ständig räusperst, da kann sich dein Hals ja nicht erholen!
Das es mir die Luftröhre runterläuft dieses gefühl habe ich eben, wenn ich kaue und dabei atmen soll...das geht iwie kaum bis gar nicht..deswegen hab ich ja auch so probleme mit dem Atmen beim essen..aber beim Schlucken an sich hab ich dieses gefühl eigentlich nicht, denn der kehlkopf verschließt es dann ja.
Mit deinen Schmerzen im Brustkorb: das entsteht durch die verspannungen und durch die Angst und Panik und evtl. weil du auch nicht mehr richtig durchatmest?
Jups mit dem Mut verlieren ists zurzeit echt hart

01.02.2012 18:48 • #26


welche art von therapie hast du denn gemacht? für dein schluckproblem? wenn ja, wo?
am liebsten würde ich auch umziehen, aber bei mir klappt das leider nicht so leicht...
ich versteh dich, am anfang hab ich es auch wirklich versucht aber jetzt, ich weiß auch nicht, dieses gefühl mir würde es da runterlaufen oder das da etwas hängt ist für mich einfach das zeichen dafür, dass ich nicht schlucken und auch erstmal nicht versuchen kann. heute hab ich mich auch an meinem tee verschluckt und mein hustenreflex hat ausgesetzt, bzw hat es sich stark so angefühlt das ich mich verschluckt habe aber ich hab einfach nicht geshustet!
ja meine logopädin meinte auch, dass es eher von meiner psyche abhängt aber von der phagophobie hat sie noch nie gehört, meine problem ist ihr völlig neu. ich schätze, dass sie nicht mal weiß, dass es phagophobie heißt jedenfalls will sie mir quasi 'das schlucken beibringen' und mir helfen mich schritt für schritt an feste nahrung zu gewöhnen.
Zitat:
wie genau meinst du das?

natürlich hab ich von meinem problem erzählt, nur das mir das niemand so recht 'glaubt', sie verstehen es nicht. es wird dann gelacht, nicht böse aber diese 'das-ist-doch-lächerlich'-lachen oder ich muss mir sowas anhören wie 'du kannst essen, du willst nur nicht' etc. oder man drängt mich zum essen oder mir wird unterstellt, ich hätte magersucht!
mit den schmerzen hast du wahrscheinlich recht, da ich sie mittlerweile gar nicht mehr habe, zum glück!
seitdem hab ich auch ganz seltsame zwänge entwickelt:
ich muss ständig mit dem finger über meine kehle streichen um sicherzustellen, dass nichts angeschwollen ist (mein hals ist damals angeschwollen)
ich checke permanent meinen puls (der sanitäter meinte damals: 'wir schauen jetzt erstmal an deinem puls, ob sich etwas in deiner luftröhre oder lunge befindet.')
das ist schon ziemlich krank, nicht?
seltsam ist auch, dass ich auch suppen wo petersilie/kräuter drin sin nicht essen kann.

03.02.2012 16:55 • #27


meinst du wirklich, dass dein hustenreflex aussetzen kann? also wenn du dich am Tee verschluckst? Mir ists auch schon ein paar mal passiert, aber ich hatte dann immer einen Hustenreflex und gemerkt: "jetzt hast du dich mal wirklich verschluckt, nicht nur wie du es dir vielleicht sonst nur einbildest"....
wie gehts dir sonst so gerade? hat es sich verändert mit dem schlucken? Bei mir ists wie gesagt schon das Kauen und die Stücken im Mund, die ich total unangenehm finde..normal bräuchte ich keine Zähne, weil ich sie eh nicht zum kauen nutze^^
Zitat:
seltsam ist auch, dass ich auch suppen wo petersilie/kräuter drin sin nicht essen kann.
jups geht bei mir auch überhaupt nicht,....die Angst weitet sich eben aus. Wenn es wenigstens ne Angst wäre, der man aus dem Weg gehen könnte....aber essen muss man jeden tag...und das sogar mehrmals -.-

08.02.2012 21:16 • #28


hm, ich hoffe ich hab es mir auch nur eingebildet aber ich weiß nicht, man ist eben ziemlich misstrauisch was diese sache angeht.
also mir gehts nicht gut, also auch nicht schlecht, aber ich fühl mich nicht gut und wie gehts dir?
ich hab seitdem verschlucken auch nur noch getrunken (immer schokodrinks, weiß auch nicht, finde sie lecker ) ca. eine woche lang ging das dann so. jetzt hab ich mich aber langsam wieder eingekriegt und esse wieder schokolade, immerhin. ich hab auch irgendwie das gefühl wieder schlucken zu können, aber ich trau mich einfach nicht! ich schlucke auch viel zu viel luft mit runter.
meine logopädin hat mir jetzt hochkalorische drinks verschrieben (apotheke: 4 stk, 16 euro) jeden tag soll ich einen trinken, aber die sind ziemlich teuer also hab ich es auf jeden zweiten tag beschränkt. desweiteren hat sie mir eine schlucktechnik gegeben die ich üben soll (durch die nase einatmen, dann feste die luft anhalten, kräftig schlucken). seitdem hab ich nicht nur noch selten das gefühl etwas läuft die luftröhre runter, das globusgefühl + schmerzen beim schlucken.
ich soll auch nochmal zum HNO, weil meine mandeln ziemlich groß sind, mein würgereflex weit hinten und verspätet ist und sodbrennen habe. ich hab auch etwas komisches an meiner zunge entdeckt, keine ahnung was das ist, aber es macht mir schon ein wenig angst! bin ein wenig paranoid geworden, aber mein lymphknoten ist jetzt schon seit 2 monaten angeschwollen, da darf ich das
ich hab ja viele phobien: aufzug fahren, tabletten schlucken (ich kanns einfach nicht), flugangst, betäubungsgefühl, spritzen, nakose.
allen mit bravur aus dem weg gegangen, außer wenn es sein musste, da hab ich mich ihnen zwangsweise gestellt aber DIESER angst kann man definitiv nicht aus dem weg gehen. ich schätze ich bin ziemlich anfällig für ängste
Zitat:
Bei mir ists wie gesagt schon das Kauen und die Stücken im Mund, die ich total unangenehm finde..

am anfang fand ich stücke im mund auch ziemlich unangenehm, vorallem weil ich auch angst hatte überhaupt essen in dem mund zu nehmen (z.B auch bonbons, kaugummis etc). mittlerweile trau ich mich schon sie in dem mund zu nehmen und drauf rumzukauen aber muss sie dann auch wieder ausspucken.

12.02.2012 17:37 • #29


huhu phagolife,

sorry dass ich jetzt erst schreibe, ich war bei meinen Eltern ein paar Tage..aber das war auch iwie Horror...weil am liebsten esse ich allein und brauch dafür totale Ruhe..also nichts was mich erschrecken oder ängstigen könnte..naja und zuhaus ist immer Trouble und Action
Deine Logopädin scheint aber gut zu sein! Wie heißen diese Energie Drinks? Fresubin? Wenn ja, die Dinger trinke ich auch^^
Das mit dieser Schlucktechnik ist ja super!! Ich hatte meinen Freund auch mal gefragt, wie es am besten wäre mit dem schlucken und den atmen..ich atme meist aus, schlucke und atme dann ein (was total mist ist find ich) und er meinte auch: lieber erst einatmen-schlucken-austatmen.
Naja wenn du generell eben auch viele Ängste hast, ist es klar, dass du dir sorgen machst, was du da an der Zunge hast (hoffentlich nichts schlimmes-aber du bist doch auch noch jung, oder? ich denk, dass da noch nichts schlimmes ist oder sein kann)...
Jaa und Bonbons und Kaugummis geht eben bei mir auch nur schwer, besser gesagt ich muss es mal mehr üben...
Zitat:
mittlerweile trau ich mich schon sie in dem mund zu nehmen und drauf rumzukauen aber muss sie dann auch wieder ausspucken.
hast du das mit deiner Logopädin geübt??
Aso und was isst du jetzt so noch über den Tag verteilt? Was wiegst du denn bei welcher Größe?
Viele Grüße

15.02.2012 18:25 • #30


Hey Sternchen,

hatte zurzeit probleme mit dem internet, tut mir echt leid! sind wirklich alle inkompetent bei meinem internetanbieter
ja auf den frühling freue ich mich auch schon, nicht so kalt und depressiv wie der winter
Zitat:
am liebsten esse ich allein und brauch dafür totale Ruhe..

wirklich?? bei mir ist es es, dass ich am besten essen kann, wenn jemand dabei ist dem ich vertraue oder in der öffentlichkeit (am besten mit meiner logopädin).
ja genau fresubin, in vanille leider (hatten kein schoko mehr
ja die schlucktechnik finde ich auch großartig! hat mir sehr geholfen, da ich auch immer viel luft mit runtergschluckt habe, aber das hat dich mittlerweile schon verbessert.
und das mit dem essen in den mund nehmen und kauen: ja das habe ich mit ihr geübt. sie hat mich auch einmal ins kalte wasser geworfen und einfach ein brötchen mitgebracht (!!) von dem ich letztendlich 3 kleine stücke gegessen habe (2 im kaffee aufgeweicht, eins trocken) und irgendwie traue ich mich nur mit ihr sowas zu essen. ich schätze ich muss mehr fortschritte mit ihr zusammen machen, um dann auch mal so zuhause oder mit freunden zu essen. ich hab es nämlich einmal versucht mit freunden zusammen eine pommes zu essen, aber irgendwie hab ich mich so gestresst gefühlt und konnte nach 3-4 pommes nicht mehr :/
ich wiege jetzt 59 auf 1.68 m, liegt noch knapp im normalen bereich (bmi) und du?
ich esse gefüllte schokoladeneier, schokolade und ab und zu eine tomatensuppe mit creme fraiche (natürlich ohne stücke) und wie siehts bei dir aus?

ich hab übrigens wieder diese schmerzen in der brust bekommen! mein linker am fühlt sich auch komisch an, so schwer/schwach und angeschwollen (weiß nicht wie ich es beschreiben soll) bin auch in der nacht einmal aufgewacht, hatte totales herzrasen und hab gezittert am körper (diesen vorfall hatte ich auch im dezember, als ich auch da die schmerzen hatte)... habe den verdacht was am herzen zu haben?!?! :s
war auch bei einem anderen HNO der festgestellt hat, dass ich eine rachenentzündung habe!! ich wusste es doch!!

liebe grüße

21.02.2012 18:42 • #31


hallo

als ich das gelesen habe habe ich gleich an mich gedacht. Angefangen hatte alles als ich ein Bonbon verschluckte und es im Hals stecken blieb, ich versuchte zu husten und zu würgen, am ende kotzte ich alles raus aber das Gefühl besand weiterhin. Kann es sein das sowas wie ein Schlüsselreiz ist? Denn danach hatte ich Angst wieder Bonbins zu essen. Aber heute wars am schlimmsten, Es teilte eine PFannkuchen aus, und ich dachte naja wird schon, aber das schlucken , ich brauch dann immer so lange das zu essen wenn ich weiß das ich unter Druck stehe und ja dann weiter machen muss. Jedenfalls kam dann noch ne Kollegin und meinte so blöd wie lang brauchst du denn für den Pfannkuchen und da baute sich meine Panik auf.

Hatte ja schon immer Panik gehabt, aber das baute es so auf, das ich nen trockenen mund bekam und das was ich im Mund hatte war sooooo trocken und so wääääääääää ich konnte das net schlucken das ar wie Lehm gg , ich ging dann einfach aufs klo und spuckte es einfach aus. Ich vermweigere deswegen nicht mein essen, ich esse ja normal. Pizza , Döner, halt feste Nahrung aber wo ich Probs habe is dann auf arbeit vor anderen. Alleine kann ichs besser. Und da steckt ja auch noch meine soziale Angst dahinter das es jeder sehen kann etc etc. Schlimm Schlimm sowas wünsche ich echt keinem.

21.02.2012 23:17 • #32


Hallo zusammen,

Es hat mich sehr gefreut den Beitrag lesen zu können, denn ich habe ein ähnliches Problem und möchte ein wenig darüber erzählen.
Also ich bin 19 Jahre alt und habe dieses Jahr mein Abitur gemacht. Anfang des Jahres hat alles langsam begonnen. Ich kann mich an keine traumatischen Ereignisse erinnern, die Auslöser meiner Angst sein könnten. Ich habe das Essen, das ich zu mit nehme nach und nach immer mehr eingeschränkt. Zuerst ließ ich Fleisch weg, dann Nudeln und Reiß und immer mehr.
Wieso weiß ich bis jetzt nicht so genau. Ich weiß nur, dass ich mir (aus welchen Gründen auch immer) die Frage gestellt habe wie es wäre, wenn ich mich an diesem oder jenem Essen verschlucken würde und damit verbunden auch bei welcher Art von Nahrung die Chance sich zu verschlucken größer und bei welcher geringer wäre etc.
Also ich kann morgens Toastbrot essen. Aber es geht nur, wenn Leberwurst oder einfach Frischkäse drauf ist. Scheibenwurst geht gar nicht. Wenn ich etwas esse kaue ich solange darauf rum, bis es ein einheitlicher Brei ist. Ich brauche somit um ein Toast zu essen ganze 20 Minuten. Mittags bevorzuge ich Suppen oder Kartoffel (auch: Kroketten, Kartoffelpüree). Weil Süßigkeiten weitgehend gehen, versuche ich meinen Kalorienbedarf mit Schokolade, Keksen, Eis etc. auszugleichen.
Ich bin in psychologischer Behandlung, allerdings hat mein momentaner Therapeut nur einmal im Monat Zeit für mich und ich bin dabei mich nach einem anderen umzuschauen.

Mein Leben hat sich in letzter Zeit stark verändert. Gerade nach dem Abitur sind meine Mitschüler öfter mal weggegangen (vor allem zum Alk. trinken). Ich habe oft abgesagt, weil ich erstens Angst habe zu wenig gegessen zu haben und unter Leuten eigentlich nichts essen kann und zweitens Angst habe zu viel Alk. zu trinken, weil man ja eigentlich nur trinken sollte, wenn man ausreichend gegessen hat.
Das Ergebnis ist dann entweder, dass ich mitgehe ohne etwas zu trinken und dann ein bisschen als Außenseiter da stehe, weil mich jeder von früher so kennt, dass ich eigentlich immer mitgemacht habe (wir reden nicht von totalen Besäufnissen, ich bin halbwegs vernünftig). Oder dass ich absage und alleine zu Hause bleibe, mich dann aber ärgere, weil ich (mal wieder) was verpasse.

Ich bin froh darüber, dass meine Familie (vor allem meine Mutter) mich versteht und mich unterstützt. Aber die ganze Sache macht auch sie ziemlich fertig. Ich überlege mir oft was ich tun kann um wieder normal zu werden. Früher habe ich sehr gut gegessen. (Ich wog 76-78 kg bei 172cm; momentan sind es noch 65kg).
Ich weiß nicht ob es besser ist sich damit abzufinden und zu hoffen, dass es irgendwann einmal von alleine wird, oder etwas dagegen zu unternehmen. Nur weiß ich nicht so recht was. Ich stelle mich hin und wieder meinen Ängsten indem ich versuche Fleischkäse oder Chicken Nuggets zu essen. Ich bekomme sie schon runter. Aber ich fühle mich nicht gut dabei. Ich bin sehr angespannt und freue mich darüber, wenn ich danach dann wieder etwas anderes esse.

Ich mache mir auch Sorgen um meine Zukunft, weil es jetzt eigentlich an der Zeit für mich ist ein Studium in Angriff zu nehmen. Eigentlich hatte ich immer vor nach dem Abitur auszuziehen und in einer anderen Stadt zu studieren, aber momentan habe ich Angst davor, dass mit dann der Rückhalt meiner Familie fehlt und ich völlig niedergeschlagen werde. Ich habe auch schon mit dem Gedanken gespielt ein Jahr zu pausieren, was aber ein schlechtes Bild auf meinen Lebenslauf werfen würde.

Kann jemand verstehen wie es mir geht und mir vielleicht ein paar Tipps geben, wie ich mich richtig verhalten könnte? Ich mache mir auch oft Gedanken darüber, dass mein Verhalten (wenn ich versuche etwas zu verändern) das Ganze nur noch schlimmer macht.

17.06.2012 12:58 • #33


Hi,
ich bin neu hier.

Habe auch seit einigen Jahren mit unterschiedlichen Ängsten zu tun, komme mit bestimmten Entspannungs- und Atemtechniken aber (meistens) ganz gut zurecht.
(Ich schreibe an anderer Stelle dazu später mal mehr)

In meiner Kindheit hatte ich auch mal so ein "Bonbon Erlebnis", allerdings nicht in so krasser Form. Er ist einfach nur seeehr langsam runter gerutscht, was ich recht unangenehm empfand. Ich hatte keine Probleme zu atmen oder so.
Seit dem war ich allerdings auch etwas hellhöriger, wenn es um solche "Verschluck - Geschichten" ging.

Ein Gedanke, der mich grundsätzlich beruhigt hat (auch von einem Arzt mal hervorgebracht) war folgender: die meisten Lebensmittel, an denen man bei einem Verschlucker wirklich in Not geraten könnte (also "objektiv") wären Lebensmittel, die die Atemzufuhr komplett "verriegeln" würden, z.B. Bockwurst im Ganzen
Also fast unmöglich.

Die meisten Lebensmittel sind jedoch nicht "rund", sondern eckig (Schokolade z.B.
Egal, welchen Gang sie verstopfen: links, rechts, oben oder unten ist in den allermeisten Fällen Platz für Luft. Wenn ggf. auch wenig, so doch ausreichend, um im schlimmsten (Ausnahme-) Fall noch zum Arzt zu kommen.
Bei einem Ausflug in die Luftröhre setzt ein extremer Reflex ein, der in der Regel alles wieder herausschmeißt...

Meine Spezialität sind übrigens Verschlucker an Getränken mit Rücklauf durch Mund und Nase, danach mit mindestens 3 - 4 Niesern abgerundet ))
Sehr appetitlich, ich weiß, aber nichts davon war jemals gefährlich.
Nur so als Mutmacher...

Alles Gute!
Schau ins Land

10.08.2012 12:36 • #34


Hallo ihr Lieben,

Ihr könnt euch gar nicht vorstellen wie froh ich bin, dass ich mit meinem Problem nicht alleine bin. Zuerst möchte ich gerne darüber berichten, wies bei mir aussieht...

Meine Angst vorm Verschlucken hat circa im Dezember 2011 angefangen. Ich weiß nicht mal genau warum, aber zu der Zeit ging auch der ganze Abiprüfungsstress los. Außerdem hatte ich in der Familie ziemlich viele Probleme. Trotzdem bin ich mir sicher, dass diese Dinge nicht der Auslöser waren. Jedenfalls fing ich an, gewisse Nahrungsmittel zu vermeiden. Anfangs war es Reis, Salat und alles mögliche was körnig oder faserig war. Dann steigerte ich mich immer mehr in die Angst hinein. Irgendwann konnte ich nur noch das essen, was breiig war. Sprich Grießbrei, Kartoffelpüree oder in Ausnahmefällen auch mal Brot. Das Ganze zieht sich bis heute. Ich könnte einfach nur noch heulen... Ich liebe gutes Essen und es macht mich so traurig und wütend zu gleich, dass ich es nicht runtergeschluckt bekomme. Diese Angst "ich könnte ja ersticken wenn ich dieses Stück Pizza runterschlucke". Ich komme mir so doof vor. Alle anderen können doch auch normal essen?! Diese komplette Einschränkung führt dazu, dass ich mich nicht ordentlich ernähre und mir so unendlich viele Nährstoffe fehlen! Mein Körper wird immer dünner, ich fühl mich ständig krank & schlapp und durch den Mangel habe ich sogar schon Probleme mit meiner Verdauung. Ich weiß einfach nicht mehr weiter... Ich bin deswegen seit 3 Monaten bei einem Psychotherapeuten. Es gab sogar schon Fortschritte: 4 Gummibärchen auf einmal essen (die sind sehr klebrig und davor hatte ich immer beseondere Angst). Wenn ich dann aber zuhause bin und ich etwas leckeres gekocht habe, dann krieg ich es verdammt nochmal nicht runter! Mittlerweile kann ich einfach nicht mehr... Hat das jemals ein Ende? Was kann ich noch tun um wieder normal Essen zu können? Jeder der unter dem selben Problem leidet, weiß genau wie eingeschränkt das Leben durch diese Schluckangst ist. Essen gehen, verreisen und und und. All das kann man nicht mehr machen! Über was für Sachen man sich auch Gedanken macht?! Also ich frage mich immer, ob das was ich gerade gekaut habe, auch wirklich klein genug ist um es runter zu schlucken. Och man, ich weiß wirklich nicht ob ich weinen oder wütend sein soll. Denn wenn ich denke "Schluck doch einfach, es passiert nix, das rutscht nicht in die Luftröhre! Alle Menschen um dich herum essen normal, keiner ist an irgendwas erstickt!" dann kommt die Angst spätestens wenn ich merke, dass mir ein klitzekleines Stück im Hals hängt. Mein Psychotherapeut meinte, dass selbst das nur Einbildung ist. Aber was wenn nicht?! Ein schrecklicher Teufelskreis ist das!

Bei euren Beiträgen dachte ich: "JAAA! GENAU SO GEHT ES MIR AUCH!". Ich bin so froh, dass es euch gibt. Das verleiht mir zumindest ein bisschen Hoffnung und Kraft

Loddi

06.09.2012 19:49 • #35


hallo an alle.mich würde interessieren ob es jemanden gibt der seine dysphagie bzw phagophobie erfolgreich behandeln hat können,oder vielleicht ist es von selber wieder verschwunden?

08.01.2013 20:38 • #36


Hej (:

Ich hab meine Phagophobie weitestgehend besiegt! Bin bei einem super Psychotherapeuten. Es war ein ganzes Stück harte Arbeit aber es hat funktioniert... Ein Glück

Wie ist es euch so ergangen?

25.01.2013 16:08 • #37


Du hast das problem ja nur 1 jahr loddi.Sei froh das du es überwunden hast.Ich habe das schon seid 26 ! jahren und ich denke ich werde es mit ins grab nehmen,kann mir nicht vorstellen das es jemals wieder verschwindet..

28.01.2013 19:39 • #38


ich wünsche euch allen viel Erfolg dabei diese Phobie zu besiegen!

31.01.2013 16:37 • #39


@ Anonymer

Wie hast du denn versucht dagegen anzukommen? Du hast bestimmt schon vieles probiert...
Ich musste zusammen mit meinem Therapeuten essen. Immer wieder. Ich musste mich quasi meiner Angst stellen um zu sehen, dass nichts passieren kann. Es war die Hölle, aber es hat irgendwann funktioniert... Ganz überwunden habe ich es noch nicht, aber es geht voran.

Du kannst es auch schaffen! Ich glaube fest daran (:

14.02.2013 17:39 • #40





Prof. Dr. Borwin Bandelow