Hallo zusammen,
ich habe auch die PhagoPhobie ,auch schon seit ca. 2006(jahr)
Besonders schlimm wurde es im Jahr 2010!
Vorher konnte ich noch relativ gut essen, hatte zwar irgendwie immer so Schwindelanfälle oder leichte Pankattacken und das komische, immer Abends hatte ich stark diese Probleme.
Da konnte ich nichts mehr essen, außer Flüssig Nahrung.
*Angst das ich ersticke, wenn ich feste Nahrung esse, oder das sie auf halben Weg in der Röhre stecken bleibt, oder dass das Essen in die Luftröhre gelangt...*
Komische Vorfälle hab ich damals auch gehabt, wo ich dachte, das essen bleibt einfach im Hals stecken.
Naja, wie gesagt, 2010 wurde es dann schlimmer.
Morgens hab ich ab und an geschafft Brot zu essen, ansonsten hab ich Kartoffelpüre mit soße gegessen, Suppen, oder Königsberger Klopse.
Größe: 160cm
Gewicht damals: 38Kg
Ich bin zwar ein dünner Mensch, aber das war schon sehr heftig.
Ich hatte angst zu sterben, weil ich nichts mehr essen konnte, ich wusste gar nicht mehr was ich machen sollte.
Ich war schwach, mein Bauch, total dünn, das hat sich schon ekelig angefühlt.
2009 war ich bei ner Neurologin, hab ich von Problemen erzählt, das es schwer ist, sie hörte kaum zu und hat mir sofort "Risperidon" gegeben, das hat nix gebracht, hab nur 25 Kg zugenommen, aber die hab ich ja 2010 dann wieder abgenommen...
Ende 2011 hab ich dann eine Therapie gemacht, Stationär 3 Monate.
Ich musste jeden Tag versuchen mein Essen zu essen, Tag für Tag hab ich es auch geschafft.
In der Mitte der Zeit bekam ich Seroquel.
Davon wurde ich immer müde und benommen.
... Als ich die Therapie erfolgreich abgeschlossen habe, hatte ich danach noch eine Ambulante Therapie gemacht.
Aber ich hatte sie nicht lange nötig, da mir es gut ging.
Vorgenommen hatte ich mir nach der Therapie eine Ausbildung zu beginnen, eine Wohnung zu haben und den Führerschein zu machen, das alles hatte ich auch nach sehr kurzer Zeit geschafft.
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Wie ich das alles geschafft hab, weiß ich auch nicht, aber ich hab nie aufgegeben und jeden Tag gegessen, auch Abends.
Immer der Angst gestellt, Panikattacken wurden weniger.
Kurz vor Ende der Therpie bekam ich andere Tabletten, hatte keine Lust mehr auf Benommenheit, weil ich ja auch Arbeiten musste.
Ich bekam *Paroxetin*
Damit kam ich auch super gut klar.
Mein Gewicht habe ich erfolgreich auch geschafft.
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2013
Ich habe die Tabletten vor ca. 2-3 Monaten abgesetzt, weil ich nicht mehr Tabletten nehmen wollte und gucken wollte,. ob ich es auch so schaffe.
Aber irgendwie gehts wohl doch nicht.
Die erste Zeit war ganz gut.
Aber als ich 2 Wochen Urlaub hatte wurde es schlimmer.
Insgesamt hab ich 4 Kg abgenommen.
Viel Stress hatte ich auch auf Arbeit mit einer Mitarbeiterin und ich kämpfte seit ca. 2 Jahren auch mit Beziehungsproblemen.
Der letzte Abschnitt war 2013, nun Berichte ich, wie es von 2013 bis jetzt 2015 ist Wie es mir in den letzten 2 Jahren ergangen ist und wie der stand heute ist, könnt ihr jetzt lesen :
*Ausbildung gewechselt und erfolgreich beendet*
*Trennung vom damaligen Freund*
*Nach der Ausbildung zu meinem jetzigen Freund gezogen(bin nun 1 Jahr mit ihm zusammen)
*Nach dem Ende der Ausbildung war auch eine längere Zeit ohne Tabletten, war es schwieriger mit dem Essen*
Als ich zu meinem Freund zog, wurde das Schlucken wieder viel besser.
Genauso, wie ich vor 4 -5 Jahren zu meinem damaligen Freund gezogen bin.
Ich konnte mal wieder besser essen und das ohne Tabletten.
Ich konnte Abends(abends essen war bei mir schwieriger) Essen was ich wollte, ohne Soße und ohne dabei zu trinken.
Leider hielt das natürlich nicht so lange an.
Mein Gewicht war aber noch okay, ich glaube ich hatte da 46 Kg.Ja, nicht so viel.
Mein Freund war natürlich mit meiner Erkrankung vertraut.
Ich konnte mich ab Sommer 2014 bis jetzt auf fast 60 Kg bringen.
Das war echt super und sogar schon zu viel auf den Rippen

Aber wenn ihr denkt, das ging einfach so, nein, leider nicht.
Ich bin hier zu einer neuen Ärztin gegangen, habe mein Paroxcetin wieder genommen.
Allerdings nicht regelmäßig, ich weiß auch nicht warum

Daher hat die Tablette auch nicht gewirkt.
Jedes Essen muss ich mit Flüssigkeit im Mund runter schlucken.
Egal was ich esse, ich muss dabei trinken , um es runter zu bekommen.
Es ist echt Quälend.
Morgens kann ich besser essen, wie im laufe des Tages, aber auch da habe ich mich wohl dran gewöhnt, Tee im Mund zu halten und dann mein Brot dabei runter zu schlucken.
Die Tabletten haben mir zu viele Nebenwirkungen gebracht , ein großes Problem, Sexuelles empfinden.
Deshalb bin ich wieder zum Arzt, das war im November 2014, ich bekam neue Tabletten verschrieben, Moclobemid.
Jetzt ist es schon April und was ist?
Ich habe die Tabletten nicht genommen aus folgenden Grund:
In meinen Augen sind die Tabletten Monstertabletten, ich kann ja keine feste Nahrung schlucken, wie soll ich dann bitte kleine und große Tabletten schlucken.
Ich wollte sie zu Pulver verarbeiten, dann stelle ich mich allerdings wie ein kleines Kind an und nehme es nicht, es könnte ja schädlich sein, oder unangenehm schmecken.
Wenn ich überlege, ich muss die ersten 10 Tage eine halbe Tablette nehmen und dann soll ich eine ganze nehmen und wer weiß wie hoch das Dosiert wird.
Dann hab ich mir noch durchgelesen, wofür die Tabletten angewendet werden und das sie bei einer Phagophobie eher nicht angewendet wird.
Warum bekomme ich dann diese?
Soll ich sie austesten?
Gibt es die aus Schmelztablette, oder irgendwas anderes?
Ich bin jetzt wieder bei 54-55 Kg, es wird bestimmt immer weniger.
Ich esse wieder in sehr kleinen Mengen und immer mit Flüssigkeit dabei.
Am Wochenende sind wir immer bei den Eltern meines Freundes, die wissen von nix, es ist mir sehr unangenehm dort zu essen, sie bemerken schon, dass ich mich öfters Räuspere und huste.
Es ist einfach schwer mit dieser Erkrankung zu leben.
Ich möchte essen, ich liebe essen und es geht nicht.
Immer die Angst zu haben, zu ersticken, immer diese klemmung.
Man möchte schlucken, aber es geht einfach nicht.
Selbst die eigene Spucke klemmt manchmal.
Kennt ihr das?
Ihr habt trinken im Mund und wollt schlucken, aber es geht irgendwie nicht?
Oder es passiert ein Vorfall, ihr habt essen, oder eventuell auch was zu trinken im Mund, wollt noch nicht schlucken, aber auf einmal passiert es?
Bei mir fühlt es sich dann so an, dass ich keine Luft bekomme(oder denke) dann kurz hektisch werde, aufm Stuhl zappel und dann geht das essen runter?
So ein Gefühl hab ich dann immer.
In der Situation habe ich Herzrasen und panische Angst.
Danach muss ich mich überwinden auf zu essen.
Momentan macht mir auch der ewige Schleim wieder Sorgen.
Ich weiß bis heute nicht, was es ist.
Er trat einfach nach einer Nasennebenhölenentzündung auf und ist nie wieder weg gegangen.
Immer Schleim im Hals, einfach so, morgens und nach dem Zähne putzen schlimmer.
Muss ich mein Lebenlang mich von Tabletten, Flüssignahrung ernähren und immer ins Taschentuch spucken?
Keine Allergien, nichts ist vorhanden, Chronische Sinuitis wohl auch nicht, keinerlei Anzeichen in der Nase, Druckgefühle Stirn, Kopf bereich.
Vielleicht eine Chronische Bronchitis?
Vielleicht doch die Psyche?
Aber wie soll meine Psyche mir denn bitte Dauerschleim im Hals geben...
Es ist einfach zum verrückt werden.
Ich möchte keine Angst mehr vor dem Essen habe, was ist wenn ich irgendwann auch keine Flüssig Nahrung essen kann, daran mag ich garnicht erstmal denken.
Muss man wirklich immer mit den Beschwerden Leben, muss man immer Angst haben zu ersticken, oder angespannt zu essen?
Muss man immer auf Tabletten angewiesen sein?
Die Krankheit ist vielleicht auch noch nicht weit genug entforscht.
Es gibt nicht so viele Menschen mit diesen Ausmaß wie wir.
Und wo kommt die Erkrankung her?
Muss in der Kindheit oder egal wann etwas vorgefallen sein?
Welcher Auslöser, ist es eine Veranlagung oder doch einfach nur eine Krankheit die einen zufällig trifft?
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- Welche Tabletten nimmt ihr und helfen sie?
- Was sagt ihr zu Moclobemid?
- Erfahrungen mit dem Dauerschleim, oder Vorschläge ect.?
- Wurde jemand geheilt, der mind. 4 Jahre die Erkrankung hatte?
Info an andere:
Welche Methoden ich habe meine angst zu bekämfen...
Ich habe mich anfangs immer jeden Tag hingesetzt mit einem Zettel vor mir, wo drauf stand*Ich kann essen und alles ist normal*
Bevor ich essen wollte, einfach nicht ans Essen denken.
Ganz normal an die Sache ran gehen.
Ich höre immer Radio beim Essen, wenn nicht, dann esse ich einfach aber versuche nicht drauf zu achten, wie das Essen in die Speiseröhre rutscht, auch wenn das sehr schwer ist.
Ob es dir,euch helfen kann, weiß ich nicht, wenn ihr es noch nicht versucht habt, dann macht testet es aus, vielleicht hilft es.
Aber wie ihr sicherlich auch wisst, gibt es immer mal gute Tage und leider auch schlechte Tage.
Heute habe ich noch nichts gegessen, bestimmt könnte ich , u.a. auch mit trinken runter spülen, aber diesmal wird mir der Schleim zum Verhängnis.
Jetzt habe ich nicht nur angst an Essen zu ersticken, sondern auch am Schleim...
Ich hoffe ihr habt Tips, Erfahrungsberichte oder irgendwas anderes.
Ich freue mich über jeden etwas zu lesen