» »

201517.11




«  1 ... 6, 7, 8, 9, 10  »
Hallo nalaaaa!

Schön das mal wieder jemand schreibt.

Du hast die Phobie schon seit Du 10 bist? Hattest Du vorher noch keine Therapien/Therapieversuche?
Hat die Therapeutensuche etwas ergeben?

Ich bin im Moment total erkältet und bekomm garnichts runter. Habe vorhin sogar ein Eis in den Mülleimer geworfen. :(
Meine Mandeln sind geschwollen, aber die Angststörung macht das Engegefühl , glaube ich, noch viel schlimmer.

Grüße
phagophobie

Hier noch ein youtube Video einer ebenfalls an Phagophobie erkrankten jungen Frau.
https://www.youtube.com/watch?v=VA0XQJ5exqs

Auf das Thema antworten


  08.12.2015 22:33  
Hallo nalaaaa!

Du hast eine PN.

Grüße
phagophobie



1
1
  12.12.2015 19:29  
Hallo zusammen,

ich habe mir nicht jeden einzelnen Beitrag durchgelesen, wollte aber etwas zum Thema beitragen, da ich mit dem gleichen Problem betroffen bin. Vielleicht hilft es einigen bei ihrem Umgang damit.

Grundsätzlich mag ich es erstmal nicht diese Störung beim Namen zu nennen. Da fängt das Problem meiner Meinung nach nämlich auch schon an. Wir manifestieren die Unfähigkeit zu schlucken und zwar mit einem Wort namens Phagophobie oder Schluckangst. Ich glaube jedoch grundsätzlich, dass Persönlichkeitsmerkmale oder bestimme Erscheinungen des Körpers (wie zB. Juckreiz, Husten, Kopfschmerzen, Krankheiten etc..) kommen und gehen. Sobald wir sagen: "Ich habe etwas oder ich bin etwas", setzt sich dieses etwas in uns fest. Aber das Leben verläuft in Phasen und hat Höhen und Tiefen. Wir müssen uns die Möglichkeit einräumen etwas verlieren zu dürfen und nicht dauerhaft an etwas gekoppelt zu sein.

Diese Beschwerde nicht schlucken zu können, habe ich seit meinem ca. 12. Lebensjahr. Ich bin jetzt 28.

Teilweise war es über Jahre nicht da. Oft beobachte ich, dass es im Winter kommt und im Frühling geht. Ich vermute, dass es dadurch entstand, dass ich mir als 12-jähriger bei ein paar Mahlzeiten zu viel Gedanken um den Schluckprozess gemacht habe und dabei irgendwie auf Ängste gestoßen bin. Anders kann ich es mir bis heute nicht erklären.

Was mir hilft:

- Zeit für das Essen nehmen (Trinken ist bei mir sehr selten das Problem): Also alles vorbereiten, Tisch decken, nicht durch ein Handy abgelenkt sein etc.. Also ein Ritual daraus machen.
- Intensiv auf das Schlucken konzentrieren. Also das zu schluckende im Mund behalten, ruhig bleiben, durchatmen und so lange warten, bis man den Mut gefasst hat, einen Happen einer selbst gewählten Größe zu schlucken. Nach und nach die Happen vergrößern. Sich also selbst konditionieren.
- da ich kein Problem mit dem Trinken habe, hilft es mir Wasser zum Essen zu trinken
- das Thema offen vor Leuten ansprechen, mit denen man isst. Also bei mir ist es besonders schwer, wenn Menschen mit mir essen, die ich noch nicht so gut kenne, oder gar der Chef oder die Eltern meiner Freundin. Dadurch verliere ich die Angst, etwas verstecken zu müssen. Nicht bei anderen Leuten vor dem Symptom verstecken
- in einer Psychotherapie wurde mir der Tipp gegeben, vor dem Schlucken tief einzuatmen, den Atem zu halten und wieder auszuatmen. Das hilft mir auch oft.
- Meditation, Yoga, Ruhe, ausgeschlafen sein
- ich vermute bei mir tiefere Gründe, warum ich Angst vor dem Schlucken habe. Das hängt bei mir ganz individuell mit meinem Lebensweg zusammen. Ich weiß zur Zeit noch nicht genau, ob die Richtung in meinem Leben, die ich eingeschlagen habe, richtig ist. Also sich fragen: "Gibt es eine größere Aufgabe, ist alles mit meiner momentane Lebenssituation in Ordnung und ist diese Schluckangst nur ein Nebenprodukt?"
- mir hilft auch Backpacking, also in andere Länder reisen, andere Sachen sehen. Ab ca. 2-3 Wochen reisen, verschwinden sämtliche Erscheinungen komplett.

Vielleicht konnte ich einigen hiermit weiterhelfen. Momentan habe ich seit ein paar Monaten wieder diese Beschwerden. Aber ich bin überzeugt, dass das nur vorübergehend ist und je nachdem was ich in meinem Leben mache, welche Entscheidungen ich treffe und wieviel Ruhe ich mir gönne, wird es wieder verschwinden.

LG
lagun4

Danke1xDanke


34
2
10
  13.12.2015 13:39  
Hallo :-)
Sehe das Genau so wie du wenn ich mal näher drüber nachdenke. In Lebensabschnitten, in denen es mir richtig gut ging ( sprich kein Liebeskummer oder ein Arbeitsplatz zu dem man nicht gerne geht), hätte ich die Beschwerden auch gar nicht bis kaum.

Was ich auch beobachten konnte, dass es bei mir immer im Herbst/ Winter akut ist und im Frühjahr geht alles wieder ganz normal.

Lg Denise



2
  02.09.2016 10:07  
Hallo Bin 32 und ja diese tage habe ich auch gehabt sich zu verschlucken mit angst gestern war das wieder so 2 brötchen gegessen dachte bin im alptraum wieder diese attacken zu kriegen.
Wird dann zeit kleine bissen zu nehmen und dann zu schlucken naja griessbrei wäre auch ne lösung nur sein leben damit zu verbringen auch blöd.
Ich nehme es mal gelassen was das angeht man muss nur an was anderes denken grade wenn man denkt die kann net schlucken dann gehts net klar geht das muss man sich sagen was es so für ängste gibt schlimm aber toll das ich net alleine bin :D



  02.09.2016 10:22  
Das sind merkwürdige Dinge mit Übereinstimmung, bei mir Tabletten schlucken und Wasser trinken. Habe sehr oft dabei diese Blockade im Hals und bekomme es nicht herunter. Ich vermute das es mit Medikamenten und Nebenwirkung zu schaffen hat. Bei Promethazin stehen Schluckbeschwerden drin.



2
  02.09.2016 14:31  
Mit den Tabletten das kenne ich auch aber irgendwie kriegt man die runter



13
3
3
  08.09.2016 18:48  
Hallo zusammen! Ich bin hier neu, ich war noch nie in einem Forum. Schon allein dies macht mir etwas Angst. Denn ich bin im Umgang mit dem Computer nicht sehr versiert. Benutze auch nur das Tablet. Hoffentlich mache ich alles richtig.
Aber dies ist nicht mein Problem. Mein Leidensdruck hinsichtlich meiner Schluckangst hat mich nun zu diesem Schritt gezwungen. Bis vor ein paar Tagen wusste ich nicht, dass es Menschen gibt, die diese Ängste auch haben. Es sogar einen Namen dafür gibt, Phagophobie. Es ist schon merkwürdig, weil ich praktisch seit 35 Jahren darunter leide und viele Therapien in unterschiedlichsten Formen gemacht habe. Nicht einmal kam ein Arzt, Therapeut oder Psychologe auf diese Diagnose. Ich muss aber an dieser Stelle erwähnen, dass ich eine sehr traumatische Kindheit hatte und unter anderem an einer Posttraumatischen Belastungsstörung leide. Jahrelang habe ich geglaubt, wenn ich meine traumatische Kindheit aufgearbeitet habe, werden sich auch diese Schluckbeschwerden auflösen. Das haben sie leider nicht. Und je älter ich werde, um so kleiner wird diese Hoffnung. Trotzdem kann ich mich nicht damit abfinden. Diese Angst bestimmt schon fast mein ganzes Leben und stürzt mich in tiefste Depressionen und Verzweiflung. Es ist so lebensbestimmend und lebenseinschränkend. Ich will endlich mal entspannt essen können. Und zwar alles! Nicht nur breiiges und süßes Zeug, Schokolade, Eis. Ich kann es nicht mehr sehen! Ich bin ein gesundheitsbewusster Mensch und habe immer versucht auf anderen Wegen notwendige Vitamine, Mineralstoffe und sonstiges in Form von Pulver oder gemahlen zu mir zu nehmen. So konnte ich mir nennenswerte Mangelerscheinungen ersparen, und konnte auch mein Gewicht einigermaßen kontrollieren.
Ich befinde mich jetzt in einer Situation, wo ich das Gefühl habe, es geht so nicht mehr weiter mit mir, ich bin am Ende.
Ich suche Menschen, die ähnliche Erfahrungen haben und vielleicht schon einen Weg gefunden haben, ihr Leiden zu vermindern. Am besten solche, die Therapieerfahrungen mit einer entsprechenden, qualifizierten Klinik gemacht haben.
Ich würde mich über jeden Kontakt mit einem Leidensgefährten freuen.
Ich freue mich über jede Rückmeldung!
Funkelstern



34
2
10
  03.11.2016 12:56  
Funkelstern schreib mir ne private Nachricht würde mich sehr gerne austauschen.

Danke1xDanke


1
  15.06.2017 21:16  
Ich hatte diese Angst als kind mit so etwa 9 Jahren auch.Bin dann für 2 Wochen ins Krankenhaus gekommen und danach war es weg. Hab es jetzt seit ein paar Jahren wieder aber nur wenn ich verreise. Es ist aber nicht so schlimm eie damals, denn früher hab ich nur noch flüssig Nahrung zu mir genommen. Nachdem wir jetzt ein Haus gekauft und umgezogen sind hatte ich es öffters auch zuhause. Ich war bereits beim Psychologen aber das hat nicht wirklich geholfen. Ich hatte auch bereits in meinem Leben mehrere Panikattacken und Ängste. Es ist schon unglaublich was unsere Gedanken für einen Einfluss haben und ich denke das ist der Schlüssel zur Heilung. Ich habe zur Zeit keine Angst vorm verschlucken sondern ehr davor was andere denken wenn ich so langsam esse. Obwohl ich schon immer langsam gegessen habe und jetzt macht es mir einfach nur angst weil ich daran denke was ich ja vorher nicht getan habe. Bei meiner Psychologin habe ich gelernt , dass wenn ich solche negativen Gedanken habe, ich ein Stop setzen soll und mir selbst sagen soll dass diese Gedanken dumm und unnötig sind. Vielleicht hat ja noch jemand tipps wie man negative Gedanken abstellen kann oder in positive umwandelt


« Erfahrungen mit Hypnose? Soziale Brechangst / Emetophobie in den Griff k... » 

Auf das Thema antworten  100 Beiträge  Zurück  1 ... 6, 7, 8, 9, 10  Nächste

Foren-Übersicht »Phobien Forum »Spezifische Phobien & Zwänge


 Themen   Antworten   Zugriffe   Letzter Beitrag 
Angst vor Herzstolpern - Panikattacke und Angst vor der Angst

» Angst vor Krankheiten

15

8635

18.03.2018

vor nichts wirklich Angst haben, aber immer in Angst leben

» Neu hier? Mitgliedervorstellungen & Infos

4

8562

16.07.2012

Angst wegen Blut, aber auch Angst zum Arzt zu gehen

» Angst vor Krankheiten

7

1576

28.02.2017

unendliche Angst, krank zu sein - Darmkrebs, Angst vor Essen

» Angst vor Krankheiten

16

9564

13.11.2017

Angst unter freiem Himmel -die Angst, von der Erde zu fallen

» Agoraphobie & Panikattacken

5

7458

22.08.2013







Phobien Forum