Hallo zusammen,

wollte nur sagen, daß ich froh bin, dieses Forum gefunden zu haben. Eure Erfahrungen mit Zoloft sind sehr interessant für mich.

Ich nehme Zoloft seit 2 Tagen und bin gespannt, wie es sich nach einigen Wochen auf mein Wohlbefinden auswirken wird. Habe zurzeit leichte Nebenwirkungen wie latente Übelkeit, Darmgrummeln und gelegentlichen Schwindel, und mir scheint, ich bin ein wenig depressiver als davor, mein Antrieb scheint zu sinken, und gestern hatte ich kurz Beklemmungen.

Aber ich warte jetzt mal ab. Bisher sind diese Nebenwirkungen erträglich, und angeblich verschwinden sie nach einigen Tagen ja. Viele Beiträge hier machen mir jedenfalls Mut, durchzuhalten und Geduld zu haben.

Bin seit über 1 Jahr wegen Depressionen und Panikattacken krankgeschrieben. Habe schon Psychotherapie gemacht und mich intensiv mit meiner traumatischen Kindheit beschäftigt. Seit einigen Wochen bin ich von einem Aufenthalt in einer Klinik für psychosomatische Medizin zurückgekehrt, und seitdem geht es mir wieder viel besser - aber noch nicht so gut wie früher. Ich habe bisher noch nie Antidepressiva o.ä. genommen, auch nicht in der Klinik. Doch nach langen Überlegungen habe ich mich jetzt dazu durchgerungen, es mal mit Zoloft zu probieren. Psychotherapie ist gut und hat mich in meiner persönlichen Entwicklung schon weit gebracht, aber ich glaube, das allein hilft mir nicht gegen die Depression. Manche Verletzungen sind eben zu tief, und vielleicht geht es eher darum, einen Weg zu finden, damit trotzdem zu leben. Vielleicht laufen da ja wirklich biochemische Prozesse ab, die sich medikamentös positiv beeinflussen lassen.

Ich werde die Wirkung von Zoloft jetzt mal bei mir beobachten und in einiger Zeit hier von meinen Erfahrungen berichten.

Viele Grüsse
Heike

07.03.2003 16:32 • 14.09.2003 #1


10 Antworten ↓


Hallo Birdie!
nehme seit ca.20 Tagen Zoloft,50 mg/tag
Primär um Depressionen geht es bei mir nicht,eigentlich um
eine Angsterkrankung.
Bei mir war es so:Praktisch Einzelkind,Ectasy und Anabolika eingenommen
und mit 26 aus dem Elternhaus ausgezogen.Nix ging mehr,4 Monate
krank

08.03.2003 11:07 • #2


Hallo Rüdiger,

wie geht es Dir denn jetzt? Merkst Du nach 3 Wochen schon, wie das Medikament wirkt? Hattest oder hast Du Nebenwirkungen verspürt?

Ich nehme Zoloft inzwischen seit 8 Tagen, und zuerst hielten sich die Nebenwirkungen in Grenzen; mir war anfangs manchmal leicht schwindelig, ich habe seit der Einnahme weniger Hunger, bin beim Aufwachen fitter, die innere Anspannung läßt nach. Aber seit ein paar Tagen habe ich ziemlich heftige Verstopfung, das ist echt unangenehm. Es war so schlimm, daß ich gestern zum Arzt mußte, weil nix mehr ging! Hoffentlich ist das nur eine vorübergehende Nebenwirkung. Mal abwarten!

13.03.2003 18:55 • #3


Hallo Rüdiger und Birdie,
ich nehme Zoloft schon über längere Zeit, so 2 Jahre mit kurzen Unterbrechungen. Zuvor habe ich eine ca. 8 Jahre dauernde Odyssee durchgemacht. Hatte in dieser Zeit auch Psychopharmaka mit dem Wirkstoff Benzodiazepin, deren Abhängigkeitspotential sehr schlimm ist. Leider habe ich auch damit Erfahrung machen müssen. Seit dem ich Zoloft nehme geht es mir richtig gut, habe Kraft, Energie und Mut bekommen, ich denke oft, oh ist das ein Wundermittel. So gut habe ich mich viele Jahre nicht gefühlt, es ist für mich das einzige Mittel, das die Sinne wach hält und meine Persönlichkeit nicht verändert. (Im Gegensatz zu vielen anderen Mitteln). Nebenerscheinungen, die ich bei mir feststellen kann: gelegentlich ist mir vormittags kurzzeitig sehr schlecht, aber nur für wenige Minuten, dafür aber heftig, und natürlich lässt die Libido nach, was evtl. etwas problematisch in der Partnerschaft werden kann.
Also nur Mut, es kann nur besser werden. Und zur Verstopfung, viel, viel trinken, vielleicht mal mehr als sonst, aber bitte Wasser oder Tee!
Alles Gute für Euch
Tschüss Tanja

13.03.2003 20:18 • #4


Hi Birdie & Tanja
Die Nebenwirkung von Zoloft ist bei mir gering,genauso die Wirkung(bis jetzt)nehme jetzt 75 mg am Morgen.Obwohl ich glaube ich bin ein schwerer Fall(langsam).Aber Birdie,wann kommt bei dir die SP durch?
Also bei mir täglich im Umgang mit Menschen.Wenn ich eine Konversation
mit irgendwem führe,höre ich 50% den Menschen zu und 50% denke ich
jetzt bloß keine Angst kriegen.Das ist total bescheuert,aber die SP gewinnt fast immer.Übrigens meine Darmmotorik ist jetzt besser als vorher
(wenigstens etwas)
Ach Tanja,gib uns mal ein paar Tips.

13.03.2003 22:26 • #5


Hallo Rüdiger und Birdie,
ach ich verstehe Euch nur zu gut, aber vielleicht nehmt Ihr das Medikament noch nicht lange genug? und die volle Wirkung ist noch nicht da? Ich nehme 50 mg, aber da ich auch noch Panik-Atakken bekomme, gott sei Dank, jetzt sehr selten, sollte ich sogar 100 mg nehmen, aber ich möchte immer mit weniger zurecht kommen und wenn es mir gut geht reduziere ich, oder lege mal eine Pause ein. Ich kenne meinen Körper inzwischen sehr gut, so daß ich denke, dass ich das so machen kann. Aber eigentlich sollte man das nicht selbstständig tuen!! denn entscheidend für die Wirkung des Mittels ist die Dosierung, da probieren die Psychologen und testen aus, wie sollen sie es anders feststellen, denn jeder Patient reagiert anders auf das Medikament.
Also ich würde Euch raten, wenn die erwünschte Wirkung nicht innerhalb 3-4 Wochen eintritt, noch einmal mit Eurem Psychologen oder Arzt darüber sprechen.
Ich kann für immer wieder nur berichten, seit ich Zoloft nehme habe ich wieder mein Selbstbesußtsein und Selbstvertrauen. Aber natürlich denke ich auch, wie halte ich diesen Zustand, irgendwann einmal ohne dieses Medikament. Da bin ich auch noch ratlos. Aber sorry, das ist nicht Euer Problem, also machts gut für heute und freut Euch auf den Frühling, alles kann nur besser werden!
Tschüss Tanja

14.03.2003 21:51 • #6


Hi zusammen! Ich nehme Zoloft seit 7 Monaten. Früh 100mg und mittags nochmal 100mg. Nebenwirkungen habe ich keine erkennbaren. Wollte euch nur mal sagen das Angsterkrankungen und Panik weniger mit Antidepressiva zu beheben sind, soll eine unterstützung bewirken. Wenn ihr die Angst ganz loswerden wollt, müsst ihr schon Benzodiazepine nehmen die aber machen nach kurzer zeit abhängig und nehmen die Angst nur für kurze Zeit. Also lieber Hände weg davon. Man kann sich ja nicht jedesmal wenn man Angst oder Panikzustände bekommt betäuben. Wir müssen damit versuchen zu leben. Ich habe übertrieben gesagt schon mein halbes Leben in psychiatrischen Kliniken verbracht weil ich oft nicht mit meiner Angst und Daraus resultierender Panik zurecht gekommen bin. LG! André

20.03.2003 16:13 • #7


Lieber Andre,das ganze hab ich schon hintermir.Aber ich hab die Hoffnung noch nicht aufgegeben.Übrigens Zoloft hilft mir garnicht.Gestern hab ich einen TV beitrag über Angsterkrankungen gesehen ca. 7-8 Millionen in Deutschland.Brauch mal einige gute Tips.
Rüdiger.

26.03.2003 18:06 • #8


hi heike
der anfang ist unangenehm,jetzt hab ich nur schwitzige hände

28.04.2003 17:51 • #9


Hallo!

Leide auch sehr unter meiner SP, bekomme seit ca. 2 Monaten Dipralex, wobei ich nicht wirklich das Gefühl habe, das es mir hilft. Könnte mir bitte jemand schreiben, was genau Zoloft ist, klingt ein bisl wie ein Wundermittel.

Danke,

Lg Betts

11.05.2003 17:49 • #10


Hallo Rüdiger,

mal eine Frage: wie nimmst Du 75 mg? Es gibt doch Zoloft nur in 50 oder 100 mg! Oder beziehst Du es aus dem Ausland?

Viele Grüße
Sina

14.09.2003 12:42 • #11




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