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I

inviolable
Gast

Hallo,
ich bin seit 9 Monaten hier. Mein Thread/1.Thema ist hierunter zu finden:

Ich bin 24 Jahre alt und habe einfach keine Freunde.
Mein Problem ist es, dass ich viele Leute kennen lerne(n kann), aber aus einer Bekanntschaft nichts weiter wird. Ich fragte mich immer, woran es liegt, aber ich finde einfach keine Antworten. Ich bin jetzt auch in psychologischer Behandlung- der Therapeut versucht mich umzustimmen und meint das Problem läge woanders. Vllt wechsel ich den Therapeuten.

Ich weiß nicht weiter. Mittlerweile ist mir aufgefallen, dass ich kaum Gesprächsthemen kenne und mir irgendwann Gesprächsideen ausgehen (so war es mit Frauen bei einer Unterhaltung/Flirten auch).
Es ist offensichtlich, dass Frauen Männer mit gehobenem sozialen Status wollen. Ist bei mir überhaupt nicht der Fall. Für meine Mitmenschen bin ich eher der Typ, über den man sich lustig machen kann. Genau das tun sie auch. Ich kehre denen dann den Rücken zu. Der Psychologe meint, dass es auch eine Beziehung wäre und ich denen nicht den Rücken zukehren solle.Alles in allem bin ich gut genug um ausgenutzt zu werden aber nichts Weiter!

Ich habe mich gefragt, wo eigentlich der Unterschied zwischen einer Bekanntschaft und einer Freundschaft ist/liegt. JETZT weiß ich, dass ich bisher nur Bekanntschaften geschlossen habe, aber keine Freundschaften. Den Übergang kenne und kann ich nicht. Das aber scheint mein Problem zu sein. Ich bin aber nicht schlagfertig, was mich zu einer offenen Zielscheibe macht.

Der Psychologe meinte zwar, dass ich, wenn Andere mich darauf nicht ansprechen, etwas in der Freizeit zu unternehmen, dass ich dann aufdringlich sein solle. Als hätte ich das nicht schon ausprobiert- wurde ich zu 90% abgelehnt. Nur einmal ging es gut. Danach nie wieder. Stattdessen merken meine Mitmenschen es und distanzieren sich von mir. Der Rest steht im Link oben. U.A. versteh ich mich mit meiner Familie auch nicht. Statt Ratschläge zu geben, wie es zu bessern ist, mobben mich meine Eltern, Bruder und deren Verwandte. Es heißt immer: "Du bist falsch! Du musst dich ändern!" Wenn ich nach dem "Wie" frage, heißt es: "Das musst du selbst heraus finden! ... ABER du musst dich ändern! Du wirst scheitern! ..." Etc. In unserem Haushalt ist Mobbing völlig normal geworden.
Meine Familie ist von Grund auf egoistisch und materialstisch. ich hingegen prinzipientreu.

Ich hatte Suizid-Pläne, aber bis jetzt noch nicht wirklich ausgeführt. Mittlerweile denke ich: Entweder ich ziehe es durch, oder ich werde weiter leben (müssen).

Danke.

04.08.2011 #1


247 Antworten ↓
I

inviolable
Gast

Hm... Verständlich, was ihr meint. Da ist etwas dran. Aber ich bezweifle auch das. Ich erkläre es euch, wieso:

Zum einen: Ich wäre ausgezogen, wenn das Finanzielle stimmen würde. Daran arbeite ich aber. Ich hatte aber niemals behauptet, Suizid ausschließlich wegen meiner Familie begehen zu wollen, sondern eher wegen der Freundelosigkeit. Wer will denn schon lebenslang einsam und allein sein?
Ich weiß nicht, ob ich jemals den Mut haben werde, einen Suizid zu vollziehen. Aber manchmal geht es mir schon miserabel. Einmal war ich mir zu 80% sicher, es durchzuziehen. Bei 100% könnte man mich nicht mehr aufhalten und dann wäre ich auch nicht mehr im Forum aktiv. Womöglich wende ich mich an euch, damit es mir vom Gemüt her etwas besser geht und ich unterbewusst den Wunsch habe mich aufzuraffen.

Ich lasse mir gerne helfen. Ich heiße eure Ratschläge willkommen! Ich lese sie mir durch, aber am Ende steht genau das, was ich von Bekannten und Verwandten immer höre: Man muss nur nett sein, freundlich und raus gehen und auf Leute zugehen. Das war's.
Ja, das wars. Klappt bei mir aber nie!
Ich hatte beschrieben, dass nicht ich mich für lieb und nett halte, sondern meine Mitmenschen! Daher wundern SIE sich auch, weshalb ich ständig alleine wäre. Die WUNDERN sich!
Leider gebt ihr mir die Ratschläge, die ich bereits vor etwa 10 Jahren immer zu hören bekomme. Ich hab es schon ausprobiert! Ich dachte immer, es läge an mir! Ich habe mich hier etwas geändert, dann woanders, ... Aber schließlich kam heraus, dass es nicht an mir lag! Ich war der SÜndenbock für alle!
Ihr meint ich suche die Schuld bei Anderen und sie wäre aber bei mir? Hm... Ich dachte, man würde sich nicht gut genug kennen, um so etwas ausszuschreiben!
Ich und auch manch Andere meinen, dass es nicht so ist!
Es heißt immer wieder: "Wehr dich doch mal! Lass dir nicht immer alles gefallen!" etc.

Möglicherweise sind nicht alle Menschen gleich. Ich aber habe eher die Menschen kennen gelernt, die mich mieden, weil ich schlecht in der Schule war. Oder ich habe Eigenarten die ihnen nicht gefallen, die ich aber nicht abstellen kann (z.B. ehrlich zu sein).
Vielleicht liegt es auch daran, dass Andere eben "Charisma" besitzen und ich nicht!

Dass ich zweimal beschrieben habe, Leute zu hassen etc.:
Da war ich total niedergeschlagen. Irgendwann versuche ich damit zu leben. Merkwürdigerweise sind meine Mitmenschen mir entgegenkommen, wenn sie mir egal sind und ich die Einstellung des "Ich hasse Menschen" habe. Ich zeige ihnen diesen Hass zwar nicht, aber ich stelle mich als was Besseres dar, statt die Anderen.
Vielleicht wende ich mich an euch, weil es mir besser gehen soll. Das habt ihr sogar auch geschafft. Danke. Sonst wäre ich schon längst depressiv etc. Aber nein, ich konnte mich immer mehr selbst heraus holen. Als ich dachte: Es geht abwärts, ging es irgendwann wieder aufwärts. Wenn ich mich nur etwas schlecht fühlte, konnte ich mich noch retten. Wenn es mir total miserabel geht, dann denke ich nun nicht mehr sofort tiefgründig an Suizid, sondern wende mich an euch. Also ist da schon etwas Positives dran!
Meine Familie mobbt mich ständig. Mittlerweile kann ich die irgendwie ertragen.
Es liegt doch eigentlich bei euch, ob ihr mir glaubt oder nicht. Oder meinst du, benjaminl, dass ich es euch aufzwingen kann?

Ich schätze mal, dass ich eine Anpassungsstörung habe. Aber narzistisch zu sein: Da bist du der/die erste, der/die das von mir meint!
Früher habe ich mich kritisiert und mich selbst fertig gemacht, dass alles an mir läge!
Ein ehemaliger Klassenkamerad meinte, dass ich mich hätte damals mehr verteidigen müssen und mich hätte beweisen müssen!
Meine Familie redet mir ein, falsch zu sein, unperfekt zu sein und dass ausschließlich an mir liegt.
Bsp.: Meine Mutter sagt zu mir: Wenn du raus gehst, sprich mit den leuten, die du unterwegs kennst.
Das tue ich. Nur leider gibt es nur ein Begrüßen, Auskunft fragen wo man hin will, wie das Studium läuft, wie lange es dauern würde anschließend nix mehr. Einer fand es sogar dreist, dass ich mich mit ihm unterhalten wollte. Daraufhin hat er auf Facebook geschrieben, ich würde ihn nerven!

Ich habe Wutausbrüche. Aber nicht ständig!
In der Schule waren Ausbrüche öfters, aber da provozierte man mich auch ständig immer mehr, weil man das von mir sehen wollte! Sie haben sich daran aufgegeilt, dass ich austickte. Mittlerweile bewahre ich Ruhe.
Ja, ich habe eine chronische Erkrankung, dessen Ursachen unbegründet sind. Aber eine mögliche Ursache ist psychosomatisch bedingt. Da ich ständig an meine Einsamkeit denke, finde ich dass DAS die Ursache dafür ist!

Aber so wie ihr mit mir sprecht (insbes. benjaminl) merke ich, dass ihr eine meiner Verwandten sein könntet!

Meine Familie mag ich nicht, sondern habe sogar vor sie anzuzeigen!
Richtig bemerkt: Die können nicht ohne mich! Die sind davon abhängig, über mich zu reden und zu lästern!
Niemals wurde mir der Rücken gestärkt- stattdessen war ich an allem Schuld! Ich wurde nonsop fertig gemacht!
Meine Cousins und Cousinen meinen mich rauszumobben!
Fakt ist: Ich hatte keine Kindheit und die wird mir niemand mehr wieder geben!
Ihr könnt alles noch schlimmer machen, indem ihr mich auch schikaniert. Oder ihr könnt weiterhin mich aufbauen.

Ich schreibe nicht so lange Texte, weil ich es nötig habe sondern um mich zu rechtfertigen (bin ich leider gewohnt, weil meine Familie mir nie etwas glaubt. Bin ich krank wollen sie Beweise haben! Ich bin der Lügner,obwohl ich ständig ehrlich bin. DAS ist ein Widerspruch. Aber erklärt das mal meinen Verwandten! Jaja, es liegt an mir! Alle Kriege lagen mir! Mir ist aufgefallen dass all meine Verwandte keinerlei Verantwortung übernehmen aber merkwürdigerweise ich für alles die Schuld trage! Ich werde zu 1000000000000000000000000000000000000000000000000000000000000% ausziehen- sobald die finanzielle Situation es zulässt! Wären die Kautionen für Mieten nicht so hoch!



MfG , ggf. bis später.

01.08.2011 21:39 • #208


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Wie wird aus einer Bekanntschaft eine Freundschaft?

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I

inviolable
Gast

Dass ich mich wieder melden würde: Damit meine ich nur so etwas wie "Fortsetzung folgt" oder "Bis zu meinen nächsten Nachträgen" ...!

Es liegt wohl daran, dass ich euren Ratschlägen nicht mehr nachgehe, weil ich ihnen in der Vergangenheit viel zu sehr nachging und das auch noch viel zu intensiv.
Wenn ich von meinen realen Mitmenschen als Feedback erhalte, nett und freundlich etc. zu sein, dann liegt es wohl überhaupt nicht daran!
Es ist etwas Anderes! Das geht wohl eher in Richtung "Die Leute wissen über mich nichts".
In den letzten Tagen ist mir aufgefallen, dass ich mich zu Hause verkroch, bin vllt einmal die WOche raus gegangen. Wenn ich analysieren sollte, woran es läge, fällt mir auf, dass ich in Depressionen vesinke. Es sind keine Bipolaren Störungen mehr (meiner Meinung nach) sondern es entwickelt sich tatsächlich eine Depression! Ich habe erstmals derartig niedergeschlagene Gedanken ohne Unterbrechung! (gefühlt) Wenn ich raus gehe und andere Menschen in Gemeinschaft sehe, wie sie sich untehralten (da reicht es manchmal aus, wenn es nur 2 Prsonen sind), fällt es mir schwer dagegen zu halten und an etwas Anderes zu denken. Irgendwann überkommt mich das Gefühl und ich verbringe den ganzen Tag zu Hause.
IN Online-Tests kommt auch als Ergebnis, dass ich eine mittelschwere bis schwere Depression hätte.
Aber mehr und mehr spüre ich, dass es keinen Ausweg mehr geben kann als meine Auslöschung- oder ich verkrieche mich auf eine verlassene Insel bzw. in die Antarktis. Mittlerweile weiß ich, dass ich alleine und einsam sterben werde.
Ich stieß auf dieses Forum, als ich ein Interview von Dr. Doris Wolf hörte. Darin hieß es, dass alte Menschen einsam wären und ein Mann tot in der Wohnung lag. Erst Wochen oder Monate später fand man seine Leiche.
Dr Doris Wolf (Psychologin) meinte dazu, diese Menschen wären einsam und hätten niemanden. Aber jeder Mensch bräuchte jemanden!
Ich persönlich bin JETZT auf diesem Stand, wo eigentlich alte Menschen sind und vereinsamen. Dr Wolf meinte, dass es extra deshalb eine Hotline gäbe, wo einsame Menschen jemanden haben um sich zu unterhalten.
Ich fühle mich wie ein 80jähriger, der ungeborgen, einsam ist und nicht weiter weiß. Ich kann einiges unternehmenn. Leider sind viele Aktivitäten, Reisen, ... eher für Gemeinschaftsaktivitäten ausgelegt, sodass man mindestens zu zweit oder zu dritt sein muss.
Bsp.: Soll ich etwa alleine zu den Rocky Mountains fliegen um dort berge zu besteigen, weil mir Gebirge und Wandern gefallen?

Ich sage bewusst, es liegt nicht an mir, weil ich alles ausprobiert habe. Dass ich jemanden verletze, ist wohl viel zu selten. Menschen meinen ich sei zu harmlos, um gar einer Fliege etwas anzutun (dabei sehe ich groß und breit aus).
Ich nenne es "Schicksal"!

Ich habe mit einer ehemaligen Mitschülerin eines Tages über mein Problem gesprochen (keine Freunde, ...) Dabei stand ich ihr überhaupt nicht nahe. Mittlerweile weiß ich, dass sie es sogar gegen mich verwenden könnte. Aber für sie bin ich ein netter Mensch. So wie sie mit mir spricht und damals mit mir sprach, merkte ich: Sie und einige anderen Menschen auch, wundern sich, weshalb ich niemanden hätte! Einige sprechen hinter meinem Rücken gar über mich, dass es merkwürdig wäre, da ich ja sonst ganz nett, lieb, ... wäre.
Dann kommt das Staunen- bis sie mich sehen und über etwas Anderes reden.
Das Mädchen gab mir einen Tipp (einfach mal sich unterhalten an der Hochschule und es würde schon einer sich finden, dem man sich ähnlich wäre).
Tja, so war es überhaupt nicht, aber ich gebe mich in der Öffentlichkeit gelassen, als hätte ich keine Probleme etc.
Meine Familie meint ihr? Die haben nicht ständig einen Einfluss darauf! Derzeit läuft es sogar neutraler! Ich kann mich VORRÜBERGEHEND mit denen zivilisiert unterhalten.
Aber Fakt ist: Ich fühle mich einsam! Total verlassen!
Meine Mutter sagte mir immer: "Menschen sind hier eben oberflächlich. Dagegen kannst du nichts machen! Du musst es einsehen."
Aber vor 20 Jahren war sie es, die mir etwas Anderes beigebracht hatte: Und zwar, dass Werte viel Besser und Wichtiger wären. "Geld kommt und geht" hieß es.
Aber gut. Schade, dass ihr mich nicht richtig kennt und mir ständig die Standard-Ratschläge gebt.


Noch einmal: Es liegt nicht an einem Fehlverhalten!
Aber das könnt ihr nicht verstehen, weil ihr mich nicht real kennt!

Danke für das aufmerksame Lesen dieses Aufsatzes (;) ).
@Lynn: Entschuldige, wenn ich zu persönlich wurde. War nicht beabsichtigt.

PS: Beim letzten Mal hatte ich wohl wieder eine Art Wutausbruch. Trotzdem scheint mir Ozonik7 unsympathisch zu sein. Aber was will man da machen?

30.07.2011 04:03 • #200


Zum Beitrag im Thema ↓


I
Wie üblich bei mir, ein Nachtrag:

Mich regt es auf, wie ich mein Leben damit investiert/vergeudet/verbracht habe, nach der richtigen Methode zu suchen, zu finden, was ich womöglich falsch mache, dass ich ständig abgelehnt werde. Aber ich finde einfach nichts!
Ich sehe, wie meine Mitmenschen NICHTS tun müssen, und ich mich auseinander reiße.
Ich hasse diese Ungerechtigkeit!
Manche sind zu attraktiv, andere sind ziemlich klug.
Wenn ich nirgends dazu gehören soll, dann soll man mir das sagen! Ich habe keine Lust mehr!
Es heißt, dass ich weniger reden soll, weil meine Persönlichkeit der letzte Dreck wäre!
Ich habs einfach satt! Weder zu introvertiert, noch zu frech, noch zu extrovertiert!
Was ist los?!

#2


I
... einmal als ich auf einem Geburtstag eingeladen war, bekam ich mit, wie manch andere über mich sprachen. Es hieß, ich sei ja nett und so. Weshalb ich keine Freunde hätte, verstanden sie nicht.

Das zu meinem Charakter.

#3


V
Vielleicht ist alles ganz einfach, und ein Freund ist einfach jemand, der gerade da ist, zuhört usw...

... und die Auswahl sehen manche ganz pragmatisch..



Für mich ist der Begriff Einsamkeit mittlerweile uninteressant geworden, ganz einfach aus dem Grund, dass ich das Gefühl der sozialen Isolation als eine Frage der eigenen Einstellung sehe. Das Einsamkeitsgefühl ist ohnehin die Folge der allgemeinen Angst vor der eigenen Existenz, das behaupte ich mal.. Demnach ergibt sich die Frage, warum man das schlechte Gefühl hat, ob man verdrängt oder eben erst lernen muss das Gefühl der sozialen Zugehörigkeit zu entwickeln.

Dass in der Kneipe allein herumzusitzen oder überhaupt keinen Ansprechpartner zu haben stinklangweilig ist, ist klar. Manchmal gibt es aber eben Durststrecken im Leben, da muss man durch. Und manche Menschen besitzen mehr soziale Kompetenzen haben als andere, das ist auch wahr. Diese sind aber wie sonst alles - haben ihre Vor- und Nachteile. Sicher gehört zu ihnen auch eine gewisse Anpassungsfähigkeit, die für einen selbst nicht immer zweckdienlich sein muss, solange man es nicht schafft dabei authentisch zu bleiben, keine bestimmte Ziele bei den anderen erreichen zu wollen und keine Abhängigkeiten zu entwickeln.

Altruismus mit Vorbehalt.

#4


V
Zitat von inviolable:
Das zu meinem Charakter.

Charakter ist die Summe der Denk- und Verhaltensgewohnheiten. Also veränderbar.

#5


V
Zitat von inviolable:
... einmal als ich auf einem Geburtstag eingeladen war, bekam ich mit, wie manch andere über mich sprachen. Es hieß, ich sei ja nett und so. Weshalb ich keine Freunde hätte, verstanden sie nicht.

Da würde ich auf jeden Fall nochmal hingehen! Bald ein Jahr her? ... und wie war das bitte nochmal mit dem Humor im anderen Thread?

Ist der Psychologe noch wohlauf?

Schönen Gruß.

#6


A
Hmm, nett und prinzipientreu ist vielleicht wirklich eher langweilig. Warum zeigst du nicht mehr von dir, also auch deine Ecken und Kanten? Und such dir eine interessante Beschäftigung, über die du dann auch mit anderen reden kannst.
Das andere (zu wenig atttraktiv, zu wenig klug etc.) halte ich für Ausreden, das gilt für fast alle von uns.

#7


I
Hi,
dass nett vielleicht langweilig wäre, hab ich schon mal gehört. Aber prinzipientreu? Soll ich lieber habgierig, ständig egoistisch und auf Geld aus sein?
"Ecken und Kanten zeigen" verstehe ich nicht.
Interessante Beschäftigung- kenne ich auch nicht. Ich weiß nicht weiter.

vg

#8


I
Hi, meintest du mit Ecken und Kanten, dass ich meine Eigenarten zeigen soll(t)e?
Das tue ich nämlich. Interessante Beschäftigungen=Interessante Hobbies? Ich habe vor Kampfsport auszuüben. Aber wie einmal beschrieben: Auch als ich in einem Fitness-Studio war, da hat man sich mit mir unterhalten. Aber danach war nichts weiter. Ich weiß nicht, ob ich die Initiative hätte ergreifen sollen und es hätte riskieren sollen, aufdringlich zu sein. Ein ehemaliger Mitschüler sagte mir, ich solle Sport machen, abnehmen und was Interessantes machen. Dann würde es was werden- statt nur zu lernen. Leider hab ich ihn damals gehasst, weil er mich schikaniert hatte und mir diesen Spruch sagte, während ich noch sauer auf ihn war.

Aber irgendwie kann ich mich nicht anpassen. Ich wechsel öfters das Thema.

#9


G
Zitat von inviolable:
Hi,
dass nett vielleicht langweilig wäre, hab ich schon mal gehört. Aber prinzipientreu? Soll ich lieber habgierig, ständig egoistisch und auf Geld aus sein?
Vielleicht hast du eine falsche Vorstellung vom Wort "prinzipientreu".

Als erstes müsstest du klarstellen, welche Prinzipien du überhaupt hast.

Dass jemand "prinzipientreu" ist, sagt nicht gleichzeitig aus, dass es sich um gute Prinzipien handelt, oder um dieselben, die du hast.

Die Betonung der eigenen "Prinzipientreue" - egal welcher Prinzipien - beinhaltet eine gewisse Sturheit und Unflexibilität. Und das ist normalerweise etwas, was in Freundschaften eher erschwerend wirkt. Gerade ein Freund/eine Freundin erwartet normalerweise, dass man als Freund/in von seinen Prinzipien ein wenig abrücken kann, wenn es dem Wohl des Freundes/der Freundin dient.

#10


I
Gut, dann bin ich wohl nicht prinzipientreu. Ich kann schon mal abrücken.
Nur kämpfe ich nicht ausschließlich für Geld. Das meinte ich damit. Ich habe Ideale, die ich verfolge. Ich meinte mit Prinzipientreue wohl eher, dass ich nicht käuflich bin und eher nach meinen Idealen handle.
Trotzdem verstehe ich den Rest nicht.

#11


G
Zitat von inviolable:
Gut, dann bin ich wohl nicht prinzipientreu. Ich kann schon mal abrücken.
Nur kämpfe ich nicht ausschließlich für Geld. Das meinte ich damit. Ich habe Ideale, die ich verfolge. Ich meinte mit Prinzipientreue wohl eher, dass ich nicht käuflich bin und eher nach meinen Idealen handle..

Aha, das klingt schon besser!

Welche Ideale hast du denn?

Nicht käuflich zu sein ist sicher ein gutes Prinzip, aber welche Rolle kann das in einer Freundschaft spielen?

#12


I
Gar keins?
Vielleicht, dass man nicht alles mit sich machen lässt. Aber ich weiß es nicht. Ist es nicht verwunderlich, dass fast alle und all meine Landsleute immer irgendwo hin eingeladen werden und so Teil der Gesellschaft werden. Während ich das nicht erleben durfte und stattdessen mich aufzwingen muss.
Dann heißt es: Ausländer integrieren sich nicht in die Gesellschaft!

Seit heute merke ich: Ich habe es satt, ständig hinterher zu laufen! Ich würde ja sagen: Ich brauche die Leute nicht! Aber leider stimmt das nicht! Das hat mir mein Leben gezeigt!

Hier ist der Beitrag, was mich an mich erinnerte und ich zu diesem Forum stieß.
Mir ist klar, dass ich einsam erkranken werde und mir eines Tages das Leben nehmen werde/muss.

@ Vent: Nein, der Psychologe lebt noch und es ist diese Woche wegen des Christi Himmelfahrt- Feiertags ausgefallen. Nä. Folge gehts weiter. Ich muss mir überlegen, wie ich ihn fertig machen kann bzw. dass er endlich an der richtigen Stelle bei mir bohren soll, statt es mir auszureden.

#13


A
Ehrlich gesagt bin ich für mich auch immer am Überlegen, wie ich die Frage beantworten soll.
Vielleicht hängt es davon ab, wie man Freundschaft definiert. Mein Problem ist, dass ich von Freunden zu viel erwarte, die aber ganz andere Vorstellungen, aber auch ein anderes Leben haben. Ich denke also, man kann das nur ausgleichen, wenn man seine Wünsche nicht auf wenige Personen projiziert, sondern erstmal eine breitere Basis (von guten Bekannten) schafft.

#14


I
Das habe ich auch schon versucht. Aber es klappte nicht. Ich kann es weder vertiefen, oder die Leute hören auf mit mir zu reden.
Einmal, bei einem Stufentreffen, da hab ich einige angesprochen. Niemand kam zu mir. Ich habe sehr viele leute angesprochen, ein kurzes Small-Talk geführt. Irgendwann hatte ich keine Ideen- die andere Person wohl auch nicht oder kein Interesse mit mir zu sprechen. Und das wars. Beim Stufentreffen, im Jahr danach, hatte ich deshalb keine Lust. Aus dem Grund, dass ich mich ohnehin langweilen würde und die Leute sich nur zwanghaft mit mir unterhalten würden.

Irgendwann, einige Monate später, fragte mich eine ehemalige Mitschülerin, ob ich mit den Leuten JETZT zurecht kommen würde, oder ob es immer noch nicht ginge.
Meiner Meinung nach komme ich mit allen zurecht, nur kann ich nicht unterscheiden, ob sie mich nur dulden, mich nur in den Glauben lassen dass alles in Ordnung wäre oder ob sie mich nur hintergehen.

Ich dachte mir auch, dass ich mit einigen befreundet wäre. Jetzt, nachdem ich alles durchgehend analysiere, stelle ich fest: Es war nichts weiter als eine Bekanntschaft.

Mich nervt es, dass ich soo viel Kraft und Überwindung investiere, nur um eine Bekanntschaft zu errichten. Am Ende kommt meistens dabei nichts heraus.

#15


G
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass jeder jede Beziehung ganz individuell für sich interpretiert. Ein und dieselbe Beziehung kann von dem einen aus eine reine Bekanntschaft sein und vom anderen aus eine Freundschaft. Ich war einmal fassungslos, dass eine in meinen Augen langjährige Freundin, die ich zu einem runden Geburtstag einlud, sich darüber wunderte, weil wir doch - ihrer Meinung nach - nicht soo sehr befreundet wären.

Da habe ich mich gefragt, was es in ihren Augen dafür braucht, dass sie jemanden als "Freundin" ansieht. Für mich ist eine Freundin eine, der ich alles vorbehaltlos erzählen kann, d.h. der ich alles gerne vorbehaltlos erzähle, was mir auf dem Herzen liegt, was ich erlebt habe usw. Und eine, der ich dazu bedenkenlos meine Wohnungsschlüssel übergebe und von der ich weiß, dass ich sie sofort bei mir auf der Matte stünde, wenn ich Hilfe bräuchte. So eine ist sie. Umgekehrt gilt das natürlich für mich auch.

In ihren Augen ist für eine "richtige" Freundschaft aber offenbar nötig, dass man mind. 3x wöchentlich miteinander telefoniert oder sich trifft. Deswegen hat sie subjektiv auch keine Freundinnen, sondern nur eine Schwester, mit der sie das macht, und an dieser Beziehung misst sie offenbar alle anderen Beziehungen, die sie hat.

Daher denke ich, dass es darauf ankommt, sich solche Beziehungen zu erschaffen, die einem selber das Gefühl geben, eine Freundin bzw. einen Freund zu haben. Und dazu gehört für mich die Fähigkeit, bei einem anderen Menschen zu erkennen, ob er/sie vertrauenswürdig ist und dann diesem Menschen zu vertrauen. Aber vielleicht hast z.B. du, inviolable, eine ganz andere Vorstellung von jemandem, den du "Freund" nennen möchtest. Welche ist das denn? Wann ist ein Mensch aus deiner Sicht dein "Freund" und kein "Bekannter" mehr?

#16


A
Naja, aber wenn man jemanden als Freund wahrnimmt, dann möchte man schon etwas von ihm zurückbekommen, oder? Und damit meine ich nicht die Wohnungsschlüssel

#17

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G
Zitat von afuman:
Naja, aber wenn man jemanden als Freund wahrnimmt, dann möchte man schon etwas von ihm zurückbekommen, oder? Und damit meine ich nicht die Wohnungsschlüssel

Was meinst du mit ZURÜCK BEKOMMEN?

Was hat man ihm denn vorher gegeben?

#18


A

G
Zitat von afuman:
ich sag mal allgemein: "positive Emotionen"...

Meinst du wirklich, dass man diese jemandem übergeben kann?

Ich für meinen Teil fühle diese in mir, und ich labere der anderen Person = "Freundin" die Ohren mit meinen Erlebnissen und Problemen voll - ist das etwas, wofür sie mir etwas zurückgeben sollte?

#20


A


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