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Nightstroke
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Ich war 16 Jahre alt, mitten in der Hochphase meiner Pubertät und zugleich in einer sehr sensiblen Entwicklungsphase. Ich war unsicher, identitätssuchend und emotional offen. Wie viele Jugendliche hatte ich ein starkes Bedürfnis nach Zugehörigkeit, Orientierung und Anerkennung.
Zudem war ich sehr abergläubig und fasziniert von Mystik, Esoterik und der Gothic-Kultur.
Ich bekam meinen ersten Laptop und begann, soziale Medien zu nutzen. Neben Facebook stieß ich auf eine Plattform namens „Bear-Share“ und erstellte dort ein Profil. Gemeinsam mit meiner Mutter besuchte ich eine alte Kirche, wo Fotos von mir entstanden, auf denen ich auf einer alten Mauer posierte.
Meine Witze, dummen Sprüche und halb scherzhaften Antworten wurden dort häufig mit hysterischem Lachen kommentiert. Rückblickend fällt mir auf, dass dieses Lachen nicht echt war: Der Körper lachte, die Augen nicht. Damals konnte ich das noch nicht einordnen.
Kurz darauf erhielt ich eine Freundschaftsanfrage von einer Frau, die ebenfalls nach Gothic oder Emo aussah. Da ich offen für neue Kontakte war, nahm ich die Anfrage an und erhielt fast zeitgleich die Nachricht:
„Danke fürs Annehmen.“
Ich antwortete:
„Kein Problem, ich freue mich ebenfalls, eine Goth aus Luxemburg zu treffen.“
Sie schrieb zurück:
„Ich bin nicht wirklich Goth, ich praktiziere Magie.“
Danach erklärte sie mir ihr Umfeld:
„Ich wohne mit einem gleichgeschlechtlich Pärchen und meinen drei Kindern in einer WG. Wir sind ein Zirkel praktizierender Hexen.“
Zu diesem Zeitpunkt war ich unglücklich verliebt und emotional sehr verletzlich. Ich fragte sie nach einem Liebeszauber. Sie antwortete mir mit einer genauen Formel: zwei bestimmte Gewürze, die zu einem Pulver gemischt werden sollten, welches die betroffene Person trinken müsse, um sich in mich zu verlieben.
Da ich diese Gewürze nicht hatte, fragte ich, ob sie mir etwas davon verkaufen könne.
So fuhr ich nach der Schule zu ihnen, um die Zutaten zu kaufen, und lernte diesen angeblichen „Hexenzirkel“ persönlich kennen.
Die Frau hieß Tina. Sie erzählte mir von ihren Kindern und erwähnte, dass ihr jüngster Sohn ADHS habe. Ob diese Diagnose stimmte, kann ich bis heute nicht beurteilen.
Die beiden Mitbewohner – unter ihnen Daniel, der zu Besuch in Luxemburg war – erzählten sehr detailliert von einer „magischen Welt“, die sie angeblich besuchen würden.
Auch wenn es heute absurd klingt: Ich war naiv. Tina und Daniel sprachen so überzeugend, ruhig und selbstverständlich über diese angebliche „Welt der Finsternis“, dass ich ihnen zumindest eine gewisse Möglichkeit zugestand. Ich blieb skeptisch, aber ich hielt es für denkbar.
Zusätzlich bezeichneten sie sich selbst als „psychische Vampire“. Ironischerweise hat sich dieser Begriff später bestätigt – allerdings auf eine ganz andere, reale und psychologische Weise, als ich es damals verstand.
Wir sprachen über verschiedene Zauber, Rituale und Formeln. Tina fragte mich dabei sehr direkt, ob ich in der Schule gemobbt würde. Das entsprach der Wahrheit, also bejahte ich es.
Was mir damals wie Mitgefühl erschien, erkenne ich heute als gezielte Frage nach meinem sozialen Status, meiner Verwundbarkeit und meinen Grenzen.

22.01.2026 x 3 #1


17 Antworten ↓


C
Interessant, ich habe in dieser Richtung auch Erfahrungen gemacht, bin mal auf die Fortsetzung gespannt.

#2


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Meine toxische Bekanntschaft Teil 1

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Fortsetzung folgt... 😯

#3


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Ich möchte hier bewusst nur Phase 2 einer früheren Erfahrung schildern – den Übergang von anfänglicher Nähe zu schleichendem Gaslighting, begleitet von einer klaren Rollenverteilung.
Tina (Pseudonym) trat in dieser Phase zunehmend als wissend, überlegen und reifer auf – implizit begründet durch ihr Alter (Anfang bis Mitte 40), ihre Lebenserfahrung und ihr angebliches spirituelles Wissen.
Ich selbst befand mich damals in einer suchenden, lernenden und emotional verzweifelten Phase (16–17 Jahre). Diese Asymmetrie wurde nie offen benannt, aber stetig gelebt: Sie erklärte, korrigierte und bewertete – ich hörte zu, fragte nach und begann zunehmend an mir zu zweifeln.
Ich begann, immer häufiger zu ihnen zu gehen. Rückblickend ist auffällig, dass ich irgendwann nicht mehr wusste, warum eigentlich.
Zu diesem Zeitpunkt bestand keine klare emotionale oder psychische Abhängigkeit, kein akuter Anlass und kein echtes inneres Bedürfnis. Und dennoch ging ich immer wieder hin.
Heute erkenne ich darin keinen bewussten Wunsch, sondern eine schleichende Gewöhnung an Nähe, Präsenz und Verfügbarkeit, die sich bereits von meinem eigenen inneren Antrieb gelöst hatte.
Parallel dazu machte Tina einen deutlich leidenden Eindruck. Sie äußerte wiederholt Sätze wie:
„Ich werde von jedem verraten / im Stich gelassen“,
„Alle sind gegen mich“,
„Ich vertraue niemandem“,
sowie immer wieder:
„Mein Herz ist verschlossen.“
Diese wiederholten Aussagen erzeugten in mir Mitleid und den Wunsch, für sie da zu sein – gerade weil sie den Eindruck vermittelte, sonst niemanden zu haben.
Beginn des Gaslightings
Ab diesem Punkt begann das, was ich heute klar als Gaslighting erkenne. Tina ging dabei stufenweise vor – stets subtil, nicht laut oder aggressiv, sondern schleichend und sich steigernd.
Phase 1 – Beharren auf nie gegebenen Aussagen
Tina begann, auf Antworten oder Erklärungen zu bestehen, die sie angeblich bereits gegeben habe. Wenn ich sagte, dass ich mich daran nicht erinnere, reagierte sie genervt oder launisch – als würde es sie belasten, mir Dinge „immer wieder“ erklären zu müssen.
Ich begann zu glauben, ich hätte schlecht zugehört oder sei unaufmerksam.
Phase 2 – Umdeutung und Verdrehung
Mit der Zeit wurden meine Aussagen umgedeutet oder verkürzt wiedergegeben. Anfangs hielt ich das für Missverständnisse, später zweifelte ich an meiner eigenen Ausdrucksfähigkeit.
Schließlich stimmte ich verbal zu, obwohl es sich innerlich falsch anfühlte – aus dem Wunsch heraus, Harmonie herzustellen und die frühere Nähe wiederherzustellen.
Phase 3 (die schwerste Form des Gaslighting) In einem weiteren Schritt wurden mir psychische Probleme unterstellt: zunächst notorisches Lügen, später sogar schwere psychische Störungen, konkret Schizophrenie – eine Unterstellung, die nie von einem Psychologen oder Psychiater diagnostiziert wurde.
Meine abweichende Wahrnehmung galt damit nicht mehr als Reaktion auf die Situation, sondern als Beweis einer angeblichen Erkrankung.
Abschlussworte der Warnung :
Wenn ihr euch in einer Beziehung befindet, in der ihr allein alles gebt, damit es „wieder so wird wie früher“, lohnt es sich, einen Schritt zurückzugehen – denn hier ist die Beziehung asymmetrisch.
Wenn jemand ohne fachliche Ausbildung beginnt, euch psychische Krankheiten oder Störungen einzureden, ist sofortiger Rückzug notwendig. Ich habe die vermeintlichen „Missverständnisse“ zu spät als Verdrehung der Realität erkannt.
Jemand, der angibt, von allen Menschen in seinem Leben verraten worden zu sein, ist nicht automatisch das Opfer.






Rückblickend erkenne ich, dass meine innere Abwehrhaltung zunehmend nachließ. Ich begann, Tina gegenüber Details preiszugeben – sowohl über materiellen Besitz als auch über persönliche Probleme, die mich hätten belasten, diskreditieren oder angreifbar machen können.

#4


N
In diesem Teil schildere ich die Phase, in der sich aus einer bereits asymmetrischen Beziehung ein geschlossenes toxisches System entwickelte. Entscheidend war die Einführung einer weiteren Person und die daraus entstehende Duo-Dynamik.


Nachdem Tina (Pseudonym) und ich uns näher kennengelernt hatten, machte ich ihr ein privates, vertrauliches Geständnis. Ich tat das in der klaren Erwartung, dass dieses Thema bei ihr bleiben würde.


Kurz darauf lernte ich eine weitere Person kennen, die ich hier Patrick/Gerard (Pseudonym) nenne. Er trat über Tinas Umfeld in mein Leben. Auffällig war der zeitliche Zusammenhang: Meine erste Begegnung mit ihm fand unmittelbar nach meinem Geständnis statt.


Tina drängte aktiv darauf, dass ich mit ihm über genau dieses sensible Thema sprechen solle, mit der Begründung:


Zitat:„Er kann dir helfen, er ist gut darin.“

Als ich sie fragte, ob sie ihm mein Vertrauensthema weitergegeben habe, lächelte sie lediglich und sagte:


Zitat:„Ich vertraue ihm.“

Das war für mich ein massiver Vertrauensbruch. Ich fühlte mich schockiert, verraten und isoliert, da intime Informationen ohne mein Wissen oder meine Zustimmung weitergegeben worden waren. Ab diesem Punkt lag die Kontrolle über meine eigene Intimität nicht mehr bei mir.


Patrick/Gerard trat sehr selbstsicher auf, sprach viel und stellte sich als kompetent dar – insbesondere in psychologischen und sexualpsychologischen Themen. Als ich ihn zu Fachbegriffen befragte, gab er Antworten, die objektiv falsch waren. Dennoch sprach er mit großer Überzeugung. Diese Falschaussagen wurden von Tina weder hinterfragt noch korrigiert, sondern indirekt gestützt. Rückblickend erkenne ich darin keine Wissensvermittlung, sondern eine Verunsicherung meiner eigenen Wahrnehmung und Kompetenz.


Hinzu kam eine verdeckte Dreiecks-Dynamik: Patrick/Gerard hatte zuvor eine Beziehung zu Tinas Mitbewohner (Pseudonym: Pascale). Während dieser Konstellation entwickelte sich eine Nähe zwischen Tina und Patrick/Gerard, was Loyalitäten verschob und ein implizites „Wir“ entstehen ließ. Ab diesem Moment war ich nicht mehr Teil eines Dialogs, sondern Gegenüber eines Bündnisses.


Parallel fiel mir auf, dass Tina zunehmend desinteressiert reagierte, wenn ich von meinem Leben, meinen Fortschritten oder Erfolgen erzählte. Gespräche wurden mit knappen Antworten wie „aha“ oder „hm“ beendet. Zuhören fand kaum noch statt. Nähe entstand nicht mehr über Gegenseitigkeit, sondern über Funktion.


Als ich daraufhin innerlich Abstand nahm und den Kontakt zeitweise reduzierte, folgte keine Nachfrage nach mir – sondern eine konkrete Anfrage: Patrick/Gerard benötige angeblich eine luxemburgische Adresse. Zuvor hatte ich erwähnt, dass ich eine Wohnung besitze, die vermietet ist und monatliche Einnahmen generiert. Die Anfrage war auffällig nah an dieser Information orientiert. Tina stellte dies als notwendige formale Voraussetzung dar, um „hier arbeiten zu können“.


Zusätzlich kam es immer wieder zu Anfragen nach Ressourcen: Zig., materielle Unterstützung und später auch nach verschriebenen Medikamenten. Diese Bitten waren emotional gerahmt, mit Dringlichkeit versehen und moralisch aufgeladen – als wäre Unterstützung selbstverständlich.


Wichtig zur Klarstellung:
Ich war zu diesem Zeitpunkt selbst minderjährig (16–18). Meine Unsicherheiten bezogen sich auf Identität und Orientierung. Es ging zu keinem Zeitpunkt um Kinder oder illegale Inhalte. Dennoch wurden diese Themen missinterpretiert, problematisiert und implizit gegen mich verwendet.


Rückblickend erkenne ich:
In dieser Phase entstand ein geschlossenes toxisches Duo. Wahrnehmungen wurden doppelt gespiegelt, Zweifel kollektiv verstärkt, Verantwortung verschoben. Mein Handlungsspielraum wurde kleiner, nicht durch offene Gewalt, sondern durch strukturelle Überlegenheit.

#5


N
(Triggerwarnung: emotionale Überforderung, Grenzverletzungen, Trauer)
Diese Phase markiert für mich den Wendepunkt, an dem aus einer bereits toxischen Dynamik eine offene Eskalation wurde.
Kurz zuvor war meine Großmutter gestorben. Ihr Haus – mein Rückzugsort, mein emotionaler Anker, mein Zuhause – stand plötzlich leer und gleichzeitig voller Erinnerungen. Ich war überfordert, allein gelassen und suchte dringend Unterstützung beim Aufräumen und Organisieren. Von meiner Familie erhielt ich nur unverbindliche Zusagen, aber keine konkrete Hilfe.
In dieser Situation wandte ich mich an Tina und Patrick (Pseudonyme), die zu diesem Zeitpunkt bereits ein Paar waren. Wir vereinbarten, uns am Bahnhof zu treffen und gemeinsam in das Haus zu fahren, um dort zu arbeiten.
Schon beim Treffen fiel mir erneut auf, wie vertraute Muster griffen: Vorwürfe, ich hätte Absprachen nicht eingehalten, Unterstellungen, Aussagen würden verdreht. Ich fühlte mich früh verunsichert, stellte meine eigene Wahrnehmung infrage, versuchte zu beschwichtigen – obwohl ich innerlich bereits angespannt war.
Im Zug und später im Haus kam es zu massiven Grenzverletzungen. Mein emotionaler Zustand – Trauer, Angst, innere Überforderung – wurde weder wahrgenommen noch respektiert. Stattdessen wurde mein Raum körperlich, emotional und psychisch vereinnahmt.
Besonders belastend war für mich, dass mein Zuhause wiederholt nicht als mein Zuhause anerkannt wurde. Jedes Mal, wenn ich von „meinem Haus“ sprach, wurde ich korrigiert: „Es ist nicht dein Haus.“ Dieser Ton war nicht sachlich, sondern abwertend und korrigierend – als müsse meine Position relativiert oder untergraben werden.
Im Haus selbst wurden persönliche Grenzen fortlaufend überschritten:
Private Räume und Gegenstände wurden ungefragt inspiziert.
Küchenschränke, Kühlschrank, CDs, Zimmer wurden ohne Rücksprache durchsucht.
Abwertende Kommentare über meinen Lebensstil und meine psychische Verfassung wurden gemacht.
Mir wurde erneut eine schwere psychische Erkrankung unterstellt – ohne Grundlage, ohne Fachwissen.
Gleichzeitig wurde subtil, aber wiederholt versucht, mich in eine versorgende Rolle zu drängen: Klagen über Hunger, Beschwerden über Schmerzen, Andeutungen, man könne doch hier schlafen. Als ich klare Grenzen setzte und sagte, dass ich das nicht möchte, wurde mir vorgehalten, ich hätte ja auch bei ihnen übernachten dürfen – eine klassische Schuldumkehr.
Ich merkte zunehmend, dass ich mich innerlich zurückzog, gleichzeitig aber Schwierigkeiten hatte, konsequent zu handeln. Meine innere Abwehr war durch Trauer, Erschöpfung und frühere Manipulation stark geschwächt.
Der Wendepunkt kam, als eine weitere massive Grenzüberschreitung stattfand und meine wiederholten Aufforderungen, damit aufzuhören, ignoriert wurden. Erst nach vielen klaren Ansagen wurde das Verhalten eingestellt – nicht aus Einsicht, sondern erst, als ich deutlich sagte, dass ich möchte, dass sie gehen.
Als ich sie schließlich aufforderte, das Haus zu verlassen, reagierten sie mit Relativierungen, Bemerkungen über das Wetter und scheinbar besorgten Fragen zu meinem Zustand. Doch auch das änderte nichts mehr: Ich bestand darauf, allein zu sein.
In diesem Moment wurde mir etwas Entscheidendes klar:
Zitat:Es ging nie um Hilfe.
Es ging nie um Unterstützung.
Es ging um Kontrolle, Grenzverschiebung und das Ausnutzen meiner Verletzlichkeit.
Diese Eskalation in meinem eigenen Zuhause war für mich zutiefst verstörend – aber rückblickend auch der Beginn eines inneren Erwachens. Zum ersten Mal setzte ich eine klare Grenze, trotz Angst, trotz Schuldgefühlen, trotz emotionaler Erschöpfung.

#6


C
@Nightstroke

Im Moment ist das schwer für mich zu kommentiere bzw. einzuschätzen, weil Du ja eine bewertende oder einordnende Sicht einnimmst, die Dir vermutlich hilft, die Erlebnisse zu verarbeiten, die aber von uns niemand in der Konstellation erlebt hat.

Aber es ist sicher gut, sich die Seele frei zu schreiben, das ist auch für mich immer wieder ein gern genutzter Weg.

Zum anderen habe ich das Gefühl, dass Du andere warnen möchtest, was nett ist, aber ich vermute, dass da jede Konstellation ihre ganz eigene Dynamik entwickelt. Offenbar ist es Dir immer wieder gelungen Grenzen zu setzen, das scheint mir eine gute Voraussetzung zu sein, um sich nicht zu tief zu verwickeln.

Mich hat das auch immer wieder dazu gebracht mich in alle möglichen Lebenswelten, die abseits der Norm verlaufen einzubringen, weil mich das ernsthaft interessiert hat, ohne mich jedoch total in diesen Welten zu verlieren.

Wann hast Du begonnen zu zweifeln und wann ist es Dir gelungen, die Grenzen definitiver zu ziehen?

x 1 #7


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Zunächst Mal die Frage, ob du Antworten und Kommentare wünschst?

Wenn nicht, dann ignoriere diesen Beitrag.

Es wird immer wieder auf die Jugend verwiesen, obwohl ja klare Erkenntnisprozesse in dieser Zeit stattfanden.
Speziell in den fortgeschrittenen Phasen.

Inwieweit Bestand auch eine sexuelle Abhängigkeit, würde einiges erklären, z.B., warum die Abgrenzung nicht trotz der erkannten Einflussnahmen konsequenter erfolgte?

Ich hab irgendwie das Gefühl, dass Eigenanteile und Inkonsequenz in der Situation mit Jugend erklärt wird.

Lag oder liegt tatsächlich eine psychische Erkrankung vor?

x 1 #8


N
Zitat von Cbrastreifen:
@Nightstroke Im Moment ist das schwer für mich zu kommentiere bzw. einzuschätzen, weil Du ja eine bewertende oder einordnende Sicht einnimmst, die Dir vermutlich hilft, die Erlebnisse zu verarbeiten, die aber von uns niemand in der Konstellation erlebt hat. Aber es ist sicher gut, sich die Seele frei zu schreiben, ...

Ja, das stimmt – ich kann nur aus meiner eigenen Sicht berichten. Ziel ist weniger ein Urteil, sondern eher, meine Erfahrungen zu reflektieren und eventuell andere auf ähnliche Muster aufmerksam zu machen. Ich weiß, jede Konstellation ist anders

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Zitat von Logo:
Zunächst Mal die Frage, ob du Antworten und Kommentare wünschst? Wenn nicht, dann ignoriere diesen Beitrag. Es wird immer wieder auf die Jugend verwiesen, obwohl ja klare Erkenntnisprozesse in dieser Zeit stattfanden. Speziell in den fortgeschrittenen Phasen. Inwieweit Bestand auch eine sexuelle Abhängigkeit, ...

Bei mir bestand keine sexuelle Abhängigkeit. Ich war zu jung, unerfahren und unsicher, aber ich fühlte mich stark emotional manipuliert und gebraucht – das machte die Abgrenzung schwierig. Die Schwierigkeit lag eher in psychischem Druck, Unsicherheit und der emotionalen Nähe, die ich suchte. Ich war 18 in Trauer, unter Medikamnten und unter rechtlichem Druck. Ich fühlte mich isoliert und im stich gelassen so wandte ich mich an diese beiden. Als diese sich in meiner Phase und in meinem Haus derart respektlos aufführten musste ich die Grenzen ziehen um mich selbst, mein heim und meine psychische Gesundheit zu schützen

x 2 #10


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Gut, dass du es dir von der Seele geschrieben hast und so für andere, die in eine solche Situation geraten, eine Lebenshilfe gibst.

x 1 #11


C
Zitat von Nightstroke:
Ja, das stimmt – ich kann nur aus meiner eigenen Sicht berichten. Ziel ist weniger ein Urteil, sondern eher, meine Erfahrungen zu reflektieren und eventuell andere auf ähnliche Muster aufmerksam zu machen.

Warum kommt das gerade jetzt hoch?
Hast Du heute erst den richtigen Abstand oder neue Einsichten gewonnen?

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Perle
@Nightstroke Hallo,

mich würde interessieren, welche Rolle Deine Eltern in dieser Phase gespielt haben. Du erwähnst Deine Mutter kurz in Deinem ersten Beitrag, danach nicht mehr.

Hat sich denn aus Deiner Familie niemand gewundert, dass Du immer wieder zu Tina & Co. gehst? Es wirkt auf mich so, dass diese Personen Dich mit ihren "Lebensweisheiten" zu Beginn beeindruckt haben und sich dessen auch bewusst waren. Was aber war nun die Intention dieser Personen? War es letztlich Manipulation, Dich gefügig zu machen, damit man an Deine Besitztümer herankommt?

LG Perle

#13


N
@Cbrastreifen Diese Begegnungen 8vor allem in Teil 3 & 4 kamen immer wieder als Flashbacks hoch. Die Erinerungen waren unverarbeitet, ungelöst. So habe ich mir einen individuellen Selbsthilfeprozess erstellt: Erst "expressives Schreiben" (das belastende niederschreiben (am PC geht auch)), dann Reflexion (ggf. mit KI) wo ich das Schreiben teile, analysiere und Meinungen hole, dann 3) die Gespräche mit meiner Psychiatrin (die Texte mitbringend) und jetzt 4) veröffentliche meine Texte um das schweigen zu beenden, zu warnen und eure Meinung zu hören.

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Zitat von Perle:
@Nightstroke Hallo, mich würde interessieren, welche Rolle Deine Eltern in dieser Phase gespielt haben. Du erwähnst Deine Mutter kurz in Deinem ersten Beitrag, danach nicht mehr. Hat sich denn aus Deiner Familie niemand gewundert, dass Du immer wieder zu Tina & Co. gehst? Es wirkt auf mich so, dass diese ...

Hallo Perle. Danke für dein Interesse 🤝 . Ich war gerade in der Hochpubertät also noch bei den Eltern zuhause. Ich hatte mehrere Interessen die meine Eltern nicht gut fanden (Horrorfilme, exzessive Musik, Esoterik u.ä) Bei Tina & Co spürte ich erst Akzeptanz bzw. Wertschätzung (durch das anfängliche Lovebombing). Und ging immer öfters zu ihnen. Meinen Eltern sagte ich anfangs ich würde eine Freundin besuchen. Dann gestand ich (etwa in Phase 2-3) dass ich mich mit Erwachsenen traf mit denen ich ähnliche Interessen hatte. In Phase 4, wand ich mich zuerst an meine Eltern, diese verzögerten ihre Hilfe im haus jedoch immer wieder sodass ich mich an Tina und Toni wand um von ihrer Seite Hilfe zu bekommen. (in der Not frisst der Teufel Fliegen")

#15


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Meine toxische Bekanntschaft Teil 5: Nachwirkungen und Abschluss

Nach der Eskalation in meinem Haus versuchte ich etwa einen Monat später noch einmal, den Kontakt zu klären. Ich ging ein letztes Mal in ihre Wohnung, mit dem Wunsch, über das Geschehene zu sprechen und Grenzen zu ziehen. Ich hielt mich bewusst zurück, gab weniger Persönliches preis und achtete stärker auf meine Privatsphäre. Darauf reagierten beide zunehmend distanziert und desinteressiert. Kurz darauf brach der Kontakt vollständig ab. Nachrichten blieben unbeantwortet, von ihrer Seite kam kein weiteres Gespräch. Der Kontaktabbruch ging eindeutig von ihnen aus.
In der Zeit danach war ich innerlich stark aufgewühlt. Wut, Scham, Enttäuschung und das Gefühl von Ungerechtigkeit wechselten sich ab. Rückblickend weiß ich, dass meine Reaktion darauf nicht richtig war. In dieser emotionalen Überforderung begann ich, sie anonym anzurufen – nicht um ein Gespräch zu führen, sondern um zu stören. Teilweise auch nachts. Mir ist heute klar, dass dieses Verhalten falsch war. Es war kein Ausdruck von Abhängigkeit, sondern von nicht verarbeiteter Wut, Kränkung und Orientierungslosigkeit. Ich übernehme dafür die Verantwortung.
Nach einem dieser Anrufe kam es am folgenden Tag zu einem polizeilichen Besuch bei mir. Es handelte sich um ein Verhör im Zusammenhang mit einer Anzeige. In diesem Gespräch wurden verschiedene Namen genannt, unter anderem auch der von Tony (Pseudonym). Der zuständige Kommissar gab an, diese Person bereits zu kennen – nicht aus meinem Kontext, sondern aus früheren, unabhängigen Vorfällen. Mir wurde deutlich geraten, jeglichen Kontakt zu dieser Person dauerhaft zu beenden und Abstand zu halten. Diese Einschätzung wirkte im ersten Moment erschreckend, war im Nachhinein aber eine wichtige Bestätigung meiner Wahrnehmung und ein klarer Wendepunkt für mich.
Seitdem ist der Kontakt vollständig beendet.
Heute lebe ich ein stabiles, eigenständiges Leben. Ich bin berufstätig, sozial eingebunden und sportlich sehr aktiv. Ich betreibe drei Sportarten, darunter zwei Kampfsportarten in Vereinen, und engagiere mich in meinem Hauptsport auch organisatorisch. Zusätzlich gehe ich regelmäßig ins Gym. Diese Strukturen geben mir Halt, Selbstwirksamkeit und ein klares Gefühl von innerer Stabilität – etwas, das mir damals gefehlt hat.
Vor einiger Zeit kam es zu einer Situation, die ich hier noch erwähnen möchte: Nach dem Training wartete ich an einer Bushaltestelle, an der nur eine Linie hält. Aus dem Augenwinkel bemerkte ich einen Mann, dessen äußere Merkmale – Statur, Größe, Spitzbart und Brille – stark an Tony erinnerten. Ich kann nicht sicher sagen, ob er es tatsächlich war oder nur jemand, der ihm ähnelte. Als ich mich an die Haltestelle stellte, um auf den Bus zu warten, verschwand diese Person kurze Zeit später. Ich möchte ausdrücklich betonen, dass ich mir nicht sicher bin, ob es sich um dieselbe Person handelte.
Entscheidend ist für mich etwas anderes: Diese Situation löste keine Angst mehr aus. Ich blieb ruhig, klar und bei mir. Sie zeigte mir, wie weit ich innerlich gekommen bin.
Diese Geschichte endet für mich nicht mit Angst oder Ohnmacht, sondern mit Erkenntnis. Ich habe gelernt, wie subtil toxische Dynamiken entstehen können, wie wichtig klare Grenzen sind – und dass es möglich ist, sich daraus zu lösen und ein stabiles, selbstbestimmtes Leben aufzubauen. So stehe ich heute im Leben, erwachsen, gereift. Währrend sie nur überleben ohne Verantwortung , toxisch, manipulativ, Parasitär

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Zitat von Nightstroke:
Diese Begegnungen 8vor allem in Teil 3 & 4 kamen immer wieder als Flashbacks hoch. Die Erinerungen waren unverarbeitet, ungelöst. So habe ich mir einen individuellen Selbsthilfeprozess erstellt: Erst "expressives Schreiben" (das belastende niederschreiben (am PC geht auch)), dann Reflexion (ggf. mit KI) wo ich das Schreiben teile, analysiere und Meinungen hole, dann 3) die Gespräche mit meiner Psychiatrin (die Texte mitbringend) und jetzt 4) veröffentliche meine Texte um das schweigen zu beenden, zu warnen und eure Meinung zu hören.

Das hört sich gut an, vor allem auch, dass Du in die Aktivität gekommen bist, wie Du ja in Deinem letzten Posting dargestellt hast. Es ist oft schwer innere Prozesse plastisch darzustellen, die Dynamik und der Druck, unter dem man da stehen kann.

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Trotz deiner kPTBS kannst du dich sehr gut mitteilen, das ist sehr wichtig und kann nicht jeder im Vergleich zu deinen weiteren Leidensgenossen.

Ich wünsche dir viel Erfolg und Kraft in deiner Zukunft 👍

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