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Hallo Leute,

ich warte hier mit einem etwas spezielleren Thema auf, vielleicht gibt es ja welche, denen es ähnlich geht?

Ich habe keinerlei Freunde und von einem besten Freund (das war sehr lange ein großer Wunsch) kann ich nur träumen. Sicher denkt ihr jetzt "nicht jammern, sondern suchen". Aber genau das ist der Haken.
Ich habe viel versucht um Kontakte zu finden. Habe an alte Bekannte geschrieben (bis heute keine Antwort), über Kleinanzeigen, Kontaktportale usw..

Und klar habe auch ich mal "Freunde" gehabt in der Jugend. Aber alle haben einen eher nur ausgenutzt bzw. war man nur gut, wenn kein anderer da war.

Dann waren da noch so einige, die es unheimlich lustig finden, jemanden zu verar***en, wenn der nach einer ehrlichen Freundschaft sucht.

Und nun habe ich mit dem ganzen einen Schlusstrich gezogen, weil mich die Menschen immer mehr kaputtmachen mit ihrer Art. Auch die Oberflächlichkeit ist ein Thema. Erwachsene Menschen heulen (pardon für das Wort) rum, wenn auch nur ein Haar schief sitzt, betreiben Cyber-Ghosting (bedeutet, wenn jemand abrupt den Kontakt abbricht ohne zu sagen warum) usw.. Da kann man ja nur denken "wtf wo leben wir eigentlich?".

Ich bin immer nett zu anderen, höre zu, wenn sie Sorgen haben usw.. Doch das war bisher das Einzigste wozu ich gut war. Man wird ausgenutzt wo es nur geht.

Deswegen hab ich beschlossen die Suche nach Freundschaft aufzugeben und mich der Einsamkeit auszuliefern. -.- Weil es mir so einfach besser geht, auch wenn es traurig ist.

Gibt es Leute, denen es ähnlich geht?

Es grüßt Agarack

20.01.2016 19:28 • 28.01.2016 x 1 #1


28 Antworten ↓


Hallo, teilweise geht es mir ähnlich, keine Freunde, viel versucht aber richtige Freundschaften sind nicht entstanden. In die totale Einsamkeit flüchten schützt zwar vor weiteren Enttäuschungen und ist manchmal für eine zeitlang unter bestimmten Umständen hilfreich aber auf Dauer wirst du dadurch vermutlich noch unglücklicher. Mich hat die Einsamkeit lange nicht gestört doch jetzt finde ich mein Leben nur noch schrecklich.

20.01.2016 19:52 • #2



Einsamkeit besser als Freundschaft/Freundschaft suchen?

x 3


Zitat:
Gibt es Leute, denen es ähnlich geht?


Du bist doch nicht die Ausnahme, sondern die Regel.

20.01.2016 20:17 • #3


Bitterstoff
Mir gehts auch so. Ich fühle mich in der Einsamkeit aber nicht wohl, denn das ist eigentlich keine Lösung sondern eher eine Flucht. In der Einsamkeit lässt es sich nämlich genauso gut, wenn nicht sogar noch besser leiden.

Die Lösung vermute ich irgendwo dazwischen. Also einen der wenigen vertrauenswürdigen Menschen zu finden und dann dem gegenüber ein Verhalten an den Tag legen, mit dem man weder ausgenutzt noch links liegen gelassen wird. Aber keine Ahnung, wie man das schaffen soll. Vielleicht haben es manche einfach und andere nicht.

20.01.2016 20:56 • #4


Kern, deinen Bericht muss ich mir unbedingt ansehen, wenn ich nicht beim Fernsehen schauen störe. Bin schon gespannt.
Agarak,
mir ging es eine ganze zeitlang so wie dir. Ich wurde viel in Freundschaften ausgenutzt.
Bsp. Umzug. Bei jedem Umzug half ich mit. Bei unserem Umzug waren mein jetziger Mann, damaliger Freund und ich alleine. Keiner half mit. Beim zweiten Umzug kam meine Familie 200 km entfernt zu mir, um zu helfen. Dazwischen hatte ich natürlich auch wieder einigen geholfen, die an unserem Umzug mal wieder keine Zeit hatten.
Auch hatte ich eine Freundin, die mich nur in Notzeiten kannte, aber wenn es ihr gut ging, dann ging sie lieber mit anderen Freunden aus. Lauter so Geschichten.
Ich bekam auch schon böse Tiefschläge von "Freunden" versetzt.
Ich zog mich auch oft zurück und wollte keine Freunde mehr.
Ich habe aber auch schon sehr viele gute Freundschaften in meinem Leben gehabt , wo auf einer Gegenseitigkeit beruhten. Leider verliert man sich dann trotzdem hier und da. Weil man weg gezogen ist, zu weit auseinander wohnt, sich entfremdet, die Lebensumstände unterschiedlich werden usw.
An diese Freunde denke ich noch gerne zurück. Und daran halte ich mich auch fest, denn ich weiß, es gibt auch gute Freundschaften.
Auch jetzt gehe ich noch das "Risiko Freundschaft" ein. Ich weiß, dass ich da wieder Verletzbarer bin, aber ich zeige auch in der Freundschaft inzwischen eher meine Grenzen. Ich suche auch das offene Gespräch, wenn mich etwas stört und habe damit auch gute Erfahrunen gemacht. So habe ich einige Menschen in meinem Offline-Leben, aber auch hier gefunden. Und umso näher ich jemanden an mich heran lasse, umso verletzbarer bin ich. Aber hätte ich mich aufgrund der schlechten Erfahrungen verschlossen, hätte ich viele liebe Menschen nicht getroffen.

Ich weiß nicht, ob es die richtige Lösung für dich ist auf Freunde zu verzichten, aber vielleicht tut es dir auch vorrübergehend gut.
Und es waren doch bestimmt auch gute Freunde dabei. Oder zumindest gute Zeiten in den Freundschaften.
Aber es ist schon was wahres dran. Freunde zu finden wird immer schwerer. Meist sind es mehr Interessensgruppen.

20.01.2016 21:01 • #5


Erstmal Danke, für Eure Antworten!

Zitat von Ani33:
Hallo, teilweise geht es mir ähnlich, keine Freunde, viel versucht aber richtige Freundschaften sind nicht entstanden. In die totale Einsamkeit flüchten schützt zwar vor weiteren Enttäuschungen und ist manchmal für eine zeitlang unter bestimmten Umständen hilfreich aber auf Dauer wirst du dadurch vermutlich noch unglücklicher. Mich hat die Einsamkeit lange nicht gestört doch jetzt finde ich mein Leben nur noch schrecklich.


Zitat von Bitterstoff:
Mir gehts auch so. Ich fühle mich in der Einsamkeit aber nicht wohl, denn das ist eigentlich keine Lösung sondern eher eine Flucht. In der Einsamkeit lässt es sich nämlich genauso gut, wenn nicht sogar noch besser leiden.


Sogesehen habt ihr beide natürlich Recht, was das mit der Flucht angeht. Aber es ist halt nunmal auch so, dass es jedesmal richtig wehtut. Und bei mir gab es ja wie erwähnt mehrere Enttäuschungen. Und habe es dennoch immer wieder probiert. Und das Resultat war immer wieder dasselbe. Irgendwann ist man an einen Punkt angelangt, wo man denkt "bis hierhin und nicht weiter". Irgendwann hat man dann keine Lust mehr.

Zitat von Kern12:
Du bist doch nicht die Ausnahme, sondern die Regel.



Danke, ich werde mir das Video nachher oder morgen anschauen!

Zitat von Wolke P:
Ich weiß nicht, ob es die richtige Lösung für dich ist auf Freunde zu verzichten, aber vielleicht tut es dir auch vorrübergehend gut.
Und es waren doch bestimmt auch gute Freunde dabei. Oder zumindest gute Zeiten in den Freundschaften.
Aber es ist schon was wahres dran. Freunde zu finden wird immer schwerer. Meist sind es mehr Interessensgruppen.


Ich freue mich, dass es bei Dir besser gelaufen ist und Du tolle Menschen gefunden hast! Gerade auch weil es schwerer ist welche zu finden, wie es selbst auch sagst.

Also ich bin mal ehrlich, klar es "gab" sicher auch gute Momente, wenn die auch schon knapp zwei Jahrzehnte zurückliegen. Und in der Jugend bzw. Kindheit ist es auch einfacher Kontakte zu knüpfen.
Doch heute ist das schwerer. Es wird zusehr auf Kleinigkeiten geachtet und weniger auf den Charakter. Und jemanden mit einen guten Charakter hab ich bisher noch nicht gefunden. "Gute Freunde" waren da bisher noch nicht dabei.

21.01.2016 00:42 • #6


anjaf
Hallo,

es ist in der Tat schwer heutzutage Freunde zu finden aber nicht unmoeglich. Freundschaften kann man nie genug haben. Habe hier uebers Forum einige reale Kontakte gefunden. Bin auch offen fuer weitere Kontakte.

Agarack sicher wirst du mit ein wenig Glueck auch Freunde hier finden. Das einzige Problem ist jemand aus dem naeheren Umkreis zu finden. Allerdings lernte ich eine Dame aus dem Nachbarort kennen, also auch das gibts.

Viel Glueck!

Lg Anja

21.01.2016 01:53 • #7


sevendeadlysins
Viele Menschen sind unlogisch, unvernünftig und egozentrisch. Es spielt keine Rolle wieviel Gutes du tust denn morgen ist es wieder vergessen.

Zitat von anjaf:
Freundschaften kann man nie genug haben.


Für viele Menschen beginnen Freundschaften schon da wo andere einem nicht schaden oder bei denen man einen Nutzen ergattern kann und sei es nur ein bisschen schnacken. Durch solche Aussagen verfliegt die Hoffnung immer mehr dass es sich noch lohnt zu suchen. Was will ich mit einer Person welche nie Zeit für mich hat oder fast garnicht weil diese 200 Freunde hat und einen vollen Terminkalender. Oder aber aus der Sicht der Person mit vielen Freunden.. ein Freund ist für mich jemand der mich durch mein Leben begleitet und da ist wenn ich ihn brauche, jemand der mich und meine Geschichte, meinen Charakter, Wünsche und Probleme kennt. Soll mich jeder zu 100% kennen? Ich habe vieler solcher Menschen kennengelernt, jene die beliebt waren und nie alleine waren. Da kann ich dir nur sagen solche Menschen enttäuschen einen am häufigsten.

21.01.2016 02:28 • #8


Bitterstoff
Zitat von Agarack:
Sogesehen habt ihr beide natürlich Recht, was das mit der Flucht angeht. Aber es ist halt nunmal auch so, dass es jedesmal richtig wehtut. Und bei mir gab es ja wie erwähnt mehrere Enttäuschungen. Und habe es dennoch immer wieder probiert. Und das Resultat war immer wieder dasselbe. Irgendwann ist man an einen Punkt angelangt, wo man denkt "bis hierhin und nicht weiter". Irgendwann hat man dann keine Lust mehr.

Ich weiß, dass das mega weh tut, mir ist es wie dir ergangen. Die Einsamkeit sorgt aber auch für Schmerz und der hat es auch in sich. Dir wird es mit dieser Entscheidung auf lange Sicht auch nicht besser gehen als jetzt.

Nach einer Weile leidet man darunter, dass man einsam ist. Menschen brauchen andere Menschen, das ist schon in den Genen verankert. Das kommt aber nicht gleich, sondern macht sich erst allmählich bemerkbar. Etwas später bereut man die Entscheidung, allein klar kommen zu wollen und gibt sich selbst die Schuld dafür, dass man aufgegeben hat. Und natürlich gibt man den ganzen Menschen, die einem das angetan haben, auch die Schuld.

Weil einen nichts und niemand mehr ablenken oder bremsen kann, versinkt man dann langsam im Hass. Irgendwann macht sich auch Scham breit, denn unvermeidbare Alltagsbekanntschaften (Arbeitskollegen zb) bemerken, dass was mit dir nicht stimmt und stempeln dich als Sonderling, Einzelgänger oder arrogantes A*loch ab. Zudem verliert man ganz langsam seine Fähigkeiten zu kommunizieren und auf andere einzugehen, sodass man auch tatsächlich zum Eigenbrötler wird. Da wieder rauszukommen, ist ganz schwer.

So gut ich deine Entscheidung auch nachvollziehen kann, weil ich selber den Weg gegangen bin, so muss ich dir doch sagen, dass du dir lieber helfen lassen solltest. Es gibt Verhaltenstherapien, die dir auch den Umgang mit anderen Menschen beibringen können. Leider ist es in unserer Gesellschaft verankert, dass die netten Menschen ausgenutzt und nicht ernst genommen werden. Dir fehlt es vielleicht nur an Selbstbehauptung.

21.01.2016 10:18 • #9


@ Kern
ein interessanter Bericht.

Was hier aber eindeutig rüber kam ist auch die Freundschaftspflege. Das kenne ich von mir. Ich habe so wenig Zeit Freundschaften zu pflegen und hätte bestimmt so manche Freundschaft schon haben können, aber es fehlte die Zeit diese Freundschaften aufzubauen.
Und es ist auch so. Umso älter man wird, umso schwieriger ist es. Zumindest jetzt in der Phase, wo noch Familie und co im Vordergrund stehen.
Mir geht es oft so, ich finde z.B. beim Sport Menschen mit denen ich mich gut verstehe. Mir fehlt aber der Mut zu fragen, ob wir uns außerhalb dieser Gruppe treffen. Ich könnte ja einen Korb bekommen. Oder ist es die Angst vor Verletzungen? Ich hab die Ursache bei mir noch nicht heraus gefunden.
Fakt ist, ich hatte schon Phasen, da hatte ich viele Freunde, es waren aber nicht alle gute Freunde mitunter ganz im Gegenteil. Phasen, da hatte ich keine Freunde und Phasen, wie sie jetzt zur Zeit ist, ganz wenig Freunde. Wobei ich hier nicht von Bekannten spreche, sondern von richtigen Freundschaften.
Also die Zeit mit den wenigen Freunden, aber dafür richtig gute Freunde muss ich sagen, ist mir am liebsten. Das blöde ist mit diesen wenigen Freunden. Wenn sie aus irgendwelchen Gründen weg brechen, dann stehst halt mal wieder alleine da. Oder du wirst für die Freundin so selbstverständlich, dass sie nur ab und zu an dich denkt, weil da ja keine "Konkurenz" da ist.
Fakt ist, auch in einer Freundschaft muss man seine Grenzen setzen, auch wenn man Gefahr läuft, die Freunde zu verlieren.
"Gutmensch" sein kann nicht heißen, der "Depp der Welt" zu sein.
Und hier die richtige Gradwanderung zu finden, dass ist das was man nur an sich selbst ändern kann.

21.01.2016 15:10 • #10


Hallo,

Zitat von anjaf:
Agarack sicher wirst du mit ein wenig Glueck auch Freunde hier finden. Das einzige Problem ist jemand aus dem naeheren Umkreis zu finden. Allerdings lernte ich eine Dame aus dem Nachbarort kennen, also auch das gibts.


Ich wohne eher ländlich, nicht zu vergleichen mit Großstädten. Also jemanden hier aus dem Ort zu finden, das gleicht einem 6er im Lotto plus Spiel 77 und Glückszahl.
Aber im Nachbarort mal schauen. Ist zwar eine größere bzw. auch "teilsweise" bekannte Stadt, aber im Vergleich zu Köln etc. recht klein.

Zitat von sevendeadlysins:
Was will ich mit einer Person welche nie Zeit für mich hat oder fast garnicht weil diese 200 Freunde hat und einen vollen Terminkalender. Oder aber aus der Sicht der Person mit vielen Freunden.. ein Freund ist für mich jemand der mich durch mein Leben begleitet und da ist wenn ich ihn brauche, jemand der mich und meine Geschichte, meinen Charakter, Wünsche und Probleme kennt. Soll mich jeder zu 100% kennen? Ich habe vieler solcher Menschen kennengelernt, jene die beliebt waren und nie alleine waren. Da kann ich dir nur sagen solche Menschen enttäuschen einen am häufigsten.


Sehe ich auch so! Weisst Du, ich hab da eine Geschichte gehört, die mich richtig getroffen hat. Es geht um jemanden, dem es richtig schlecht ging. Er schrieb über einen Messenger mit seinen Freund. Als er das hörte ging dieser offline und kam Nachts noch zu ihm und hat ihm beigestanden. Da dachte ich nur "wow das es sowas heutzutage noch gibt".

Das mit den Leuten, die viele Kontakte haben und das gerade die einen enttäuschen ist mir auch aufgefallen. Dabei vergessen diese, dass es ihnen auch passieren könnte.

Zitat von Bitterstoff:
Nach einer Weile leidet man darunter, dass man einsam ist. Menschen brauchen andere Menschen, das ist schon in den Genen verankert. Das kommt aber nicht gleich, sondern macht sich erst allmählich bemerkbar. Etwas später bereut man die Entscheidung, allein klar kommen zu wollen und gibt sich selbst die Schuld dafür, dass man aufgegeben hat. Und natürlich gibt man den ganzen Menschen, die einem das angetan haben, auch die Schuld.


Generell stimmt das. Es gibt Momente, wo ich in mich gehe und mir Gedanken darum mache. Aber ich lenke mich gut von der Einsamkeit ab. Schaue Animes, oder spiele Games, gehe spazieren etc..
Da habe ich immer etwas, worauf ich mich freue und was mir hilft, damit besser zurechtzukommen.

Zitat von Bitterstoff:
Weil einen nichts und niemand mehr ablenken oder bremsen kann, versinkt man dann langsam im Hass. Irgendwann macht sich auch Scham breit, denn unvermeidbare Alltagsbekanntschaften (Arbeitskollegen zb) bemerken, dass was mit dir nicht stimmt und stempeln dich als Sonderling, Einzelgänger oder arrogantes A*loch ab. Zudem verliert man ganz langsam seine Fähigkeiten zu kommunizieren und auf andere einzugehen, sodass man auch tatsächlich zum Eigenbrötler wird. Da wieder rauszukommen, ist ganz schwer.


Also Einzelgänger war ich schon immer, auch weil ich eher vom zurückhaltenen Typus bin. Ich bin kein Partytyp. Ich bin aber allgemein immer als freundlicher Mensch bekannt. Wenn mich jemand braucht, bin ich da. Und weisst Du, ich habe manchmal eher den Eindruck, dass nur Menschen aktzeptiert werden, die sich als A****lo** aufführen. Menschen die ein freundliches Wesen haben sind mehr geächtet.

Zitat von Bitterstoff:
So gut ich deine Entscheidung auch nachvollziehen kann, weil ich selber den Weg gegangen bin, so muss ich dir doch sagen, dass du dir lieber helfen lassen solltest. Es gibt Verhaltenstherapien, die dir auch den Umgang mit anderen Menschen beibringen können. Leider ist es in unserer Gesellschaft verankert, dass die netten Menschen ausgenutzt und nicht ernst genommen werden. Dir fehlt es vielleicht nur an Selbstbehauptung.


Eine Therapie würde ich nicht in Anspruch nehmen. Das hat einen ganz einfachen Grund:
Mir würde es mehr helfen, wenn ich mit jemanden reden kann, der nicht vom Fach ist. Und das genau das der Weg ist, weiss ich. Als ich früher mal einen Freund hatte (der mich später enttäuscht hatte), ging es mir gut. Deswegen würde mir so etwas mehr helfen, als eine obligatorische Therapie.

Zitat von Wolke P:
Mir geht es oft so, ich finde z.B. beim Sport Menschen mit denen ich mich gut verstehe. Mir fehlt aber der Mut zu fragen, ob wir uns außerhalb dieser Gruppe treffen. Ich könnte ja einen Korb bekommen. Oder ist es die Angst vor Verletzungen? Ich hab die Ursache bei mir noch nicht heraus gefunden.


Zitat von Wolke P:
Und es ist auch so. Umso älter man wird, umso schwieriger ist es. Zumindest jetzt in der Phase, wo noch Familie und co im Vordergrund stehen.


Das stimmt natürlich. Aber auch trotz Familie sollte man nie Freunde vergessen. Ich mein sich nur ein oder zweimal im Jahr melden ist auch nicht so toll. Dadurch gehen diese halt auch verloren. Ich hab z.b Briefe an Ältere geschrieben. Keiner von denen hat sich je gemeldet. Da fragt man sich nichtmal fünf Minuten um mal ne SMS zu schicken oder so?

Es grüßt Agarack

21.01.2016 17:39 • #11


anjaf
Wo wohnst du denn Agarack?

Dass sie und ich uns ueber das Forum kennenlernten war auch sowas wie ein 6er im Lotto da die Orte aneinandergrenzen, sie wohnt in einer Kleinstadt ich in einer kleinen Gemeinde. Doch beide sehr nah an Bonn.

Mir geht es auch um richtige Freundschaften und nicht um oberflaechliche Bekanntschaften. Also wo man sich gegenseitig zuhoert, unterstuetzt, Mut zuspricht fuer einen da ist. Dennoch kann man auch wirklich gute Freunde nie genug haben. Wie gesagt ich fand hier solche Menschen worauf das eben erwaehnte zutrifft.

Ich wuensche dir dass du auch hier gute Freunde findest!

Lg Anja

21.01.2016 18:05 • #12


Hey,

Zitat von anjaf:
Wo wohnst du denn Agarack?


genaue Angaben möchte ich erstmal nicht machen, bin bei sowas vorsichtig. Aber wohne im Raum OWL in NRW.

Zitat von anjaf:
Dass sie und ich uns ueber das Forum kennenlernten war auch sowas wie ein 6er im Lotto da die Orte aneinandergrenzen, sie wohnt in einer Kleinstadt ich in einer kleinen Gemeinde. Doch beide sehr nah an Bonn.


Ich freue mich für Dich, dass Du das große Los gezogen hast.

Zitat von anjaf:
Ich wuensche dir dass du auch hier gute Freunde findest!


Danke! Aber dennoch verbleibe ich in Skepsis! Bin da wie erwähnt sehr vorsichtig geworden.

Es grüßt Agarack

22.01.2016 03:03 • #13


Bei mir ist das ähnlich, ich habe zwar eine "beste Freundin" aber wir sehen uns seit 3 Jahren nurnoch einmal alle paar Monate... Und ich merke ich kann ihr nichts sagen.. Hab ansonsten garkeine Freunde und Muss mich irgendwie damit abfinden.. Ich würde auch nie selbst jemanden ansprechen und Kontakt suchen weil mir das einfach komisch vorkäme und wenn diese Person doch nicht zu mir passt hätte ich sie quasi 'an der backe'... Ich hätte wirklich gerne jemand mit dem ich über alles reden kann und mit dem ich mal was unternehmen kann aber das wird nie passieren...

22.01.2016 04:23 • #14


anjaf
Wo wohnst du Leyena? Evtl. Koennte man sich mal treffen.

22.01.2016 05:04 • #15


Aus der Nähe von Kaiserslautern

22.01.2016 05:35 • #16


Jessy hat Panik83
Cool Klautern ist von mir gar nicht so weit entfernt

22.01.2016 09:27 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Komme nicht genau von da, aber wollte das hier nicht öffentlich schreiben fahre ca ne stunde Zug bis KL

22.01.2016 16:58 • #18


boomerine
Zitat von Agarack:
Hallo Leute,

ich warte hier mit einem etwas spezielleren Thema auf, vielleicht gibt es ja welche, denen es ähnlich geht?

Ich habe keinerlei Freunde und von einem besten Freund (das war sehr lange ein großer Wunsch) kann ich nur träumen. Sicher denkt ihr jetzt "nicht jammern, sondern suchen". Aber genau das ist der Haken.
Ich habe viel versucht um Kontakte zu finden. Habe an alte Bekannte geschrieben (bis heute keine Antwort), über Kleinanzeigen, Kontaktportale usw..

Und klar habe auch ich mal "Freunde" gehabt in der Jugend. Aber alle haben einen eher nur ausgenutzt bzw. war man nur gut, wenn kein anderer da war.

Dann waren da noch so einige, die es unheimlich lustig finden, jemanden zu verar***en, wenn der nach einer ehrlichen Freundschaft sucht.

Und nun habe ich mit dem ganzen einen Schlusstrich gezogen, weil mich die Menschen immer mehr kaputtmachen mit ihrer Art. Auch die Oberflächlichkeit ist ein Thema. Erwachsene Menschen heulen (pardon für das Wort) rum, wenn auch nur ein Haar schief sitzt, betreiben Cyber-Ghosting (bedeutet, wenn jemand abrupt den Kontakt abbricht ohne zu sagen warum) usw.. Da kann man ja nur denken "wtf wo leben wir eigentlich?".

Ich bin immer nett zu anderen, höre zu, wenn sie Sorgen haben usw.. Doch das war bisher das Einzigste wozu ich gut war. Man wird ausgenutzt wo es nur geht.

Deswegen hab ich beschlossen die Suche nach Freundschaft aufzugeben und mich der Einsamkeit auszuliefern. -.- Weil es mir so einfach besser geht, auch wenn es traurig ist.

Gibt es Leute, denen es ähnlich geht?

Es grüßt Agarack

hei,
ich gehe jetzt auf deinen ersten Beitrag ein,
weil ich mich da auch mit einigen Punkte sehe.
Die Suche nach Freundschaft, die ergibt sich und daran muss man auch arbeiten.
Freunde suchen, alles schön und gut, nur irgendwann wird die Suche auf die Probe gestellt.
Weil man glaubt, ich muss...................
somit wird der Druck auf einen stärker und stärker.

Ich dachte auch, ich hätte viele Freunde,
wenn das Wörtchen aber nicht wäre.
Wo sind die Freunde, wenn du sie wirklich brauchst ?
nicht da / keine Zeit / will nicht.
Wenn es dir wirklich schlecht geht,
wer hört dir zu ? und nimmt sich per sofort Zeit für dich.

Nimm dir den Druck,
such dir zuerst mal Bekannte,
lasse es langsam angehen,
schau was daraus wird, aber überstürze es nicht.
Denn sonst kommt die nächste Enttäuschung.
Und das kann wiederum verdammt weh tun.
Weil man glaubt, das wäre mein / ein Freund.

Mir der Einsamkeit nimmst du dir jegliche Verpflichtung anderen gegen über,
du bist keinen etwas schuldig.
Mit Bekannten kannst du es vielleicht machen.
Freundschaft bedeutet Arbeit an sich und dem anderen gegenüber.
Warte es ab, schau was sich ergibt,
den Schritt weiter, der kommt dann von ganz alleine.
Ich drücke dir die Daumen.
lg boomerine

22.01.2016 20:12 • #19


Tinabella
Das scheint mir ja aus meinem Leben geschrieben zu sein. Auch ich wünsche mir Freundinnen und finde keine. Was habe ich schon Annoncn aufgegeben und mich in Foren angemeldet über all die vielen Jahre. Es meldet sich schon die Eine oder Andere, aber spätestens wenn ich sage, daß ich eine Agoraphobie habe und somit kaum mobil bin, ist das Interesse vorbei. Ich kann es sogar verstehen, wer braucht eine Freundin die sich nur mit ihrem Mann ( bzw. wenn sie ein anderer mit dem Auto wo hinfährt) irgendwo hin bewegen kann. Fast jeder schreibt , "komm lass uns in dem oder dem Café treffen" und schon muss ich passen. Ich dachte da so an mailen oder telefonieren oder chatten. Das verringert doch auch die ewige Einsamkeit. Aber bisher keine positive Erfahrung gemacht. Also mein Fazit : an Agoraphobie stirbt man nicht - aber sie macht sehr einsam. Aus dem Grund hat sich zu der Agoraphobie auch so langsam eine Depression gesellt. Tja soviel von mir zu dem Thema. TINA

24.01.2016 13:33 • #20



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Dr. Reinhard Pichler