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Hallo in die Runde

Ich weiss hier wurde schon viel von Trevilor geschrieben, doch ich fang auch noch einmal an.

Ich nehme seit 5 Tagen Trevilor (75mg) und spüre gewaltige Veränderungen in meiner Lebenseinstellung. Doch gleichzeitig habe ich Nebenwirkungen, die mir Angst machen.

- erweiterte Pupillen
- Zahnschmerzen (wegen ständigem Kauen)
- Ein Gefühl als hätte ich einen total verstaubten Mund
- Einschlafprobleme
- Geistige Umnachtung
- zeitweise innere Unruhe
- Kopfschmerzen
...

Aber auf der anderen Seite steht die positive Wirkung. Ich erlebe die Welt intensiver, beginne in mir neue Gefühle zu entdecken und bekomme Hoffnung, dass sich mein Leben radikal verbessert. Das erste Mal in meinem Leben kann ich stark sein, wenn sich eine Situation anbahnt die mich errötet.

Was habt ihr für Erfahrungen mit diesem Medikament, wann verschwinden die Nebenwirkungen? Bleibt das Einschlafproblem (wälze mich in Gedankenflucht im Bett hin und her)

Mich beängstigt auch, dass ich das Gefühl habe meine innere Persönlichkeit, die sonst für andere verborgen war, kehrt sich nach außen und meine Umwelt könnte damit nicht zu Recht kommen - mich verstoßen.

Und ich frage mich, ob ich nicht vielleicht der schüchterne, in allen Situationen errötende Junge bin, der keine Kraft hat sich zu behaupten oder ob das was jetzt aus mir heraustritt in Wahrheit mein eigenes Wesen darstellt.

Könnt ihr mir helfen? Vielleicht auch nur etwas Kraft geben?

PS: Die Nebenwirkungen treten zumeist ca 6 h nach der Einnahme auf- davor geht es mir gut und später auch wieder. Außerdem sind sie auch etwas weniger geworden, doch irgendwie hab ich das Gefühl verrückt zu werden, wenn das noch lange so weiter geht mit dem Wechselbad der Empfindungen.

PPS: Hab vor Trevilor lange Zeit moclobemid genommen, was aber im Rückblick absolut nicht geholfen hat.

05.03.2004 14:12 • 04.04.2004 #1


29 Antworten ↓


Hallo,
ich kann dir wirklich nach 4 Monaten Trevilor-Einnahme (75mg) nur Gutes berichten.
Die Nebenwirkungen verblassen nach und nach und zurück bleibt der eigentliche Charakter.
Ich bin jetzt wieder so wie ich in Wirklichkeit bin und da ich nicht mehr zu den Jüngsten gehöre habe ich da schon Vergleichsmöglichkeiten.
Ein kleines Beispiel: Während der Angstphase habe ich mich zwar unter schlimmen Ängsten zu vielen z.B. Einkaufen gezwungen. Jetzt kann ich es wieder wie früher ohne Ängste tun und spreche spreche sogar wieder mit den Leuten. Vorher habe ich mich, wenn ich jemanden Bekanntes gesehen habe, schnellstens aus dem Staub gemacht.
Stehe einfach mutig zu dem "neuen" Menschen, denn seit der uns fehlende Stoff in deinem Gehirn ist, bist du so, wie du eigentlich "gestrickt" bist.
Alles Gute sagt dir
Staunebär

05.03.2004 14:46 • #2



Trevilor Nebenwirkungen

x 3


Danke sehr - hab schon sehnsüchtig auf ne Antwort gewartet.

Ich glaube Du hast Recht- gerade eben geht es mir auch ziemlich gut- doch gestern Abend hatte ich Bedenken - das wechselt mehrmals am Tag.

Nur der "neue" Mensch scheint mir irgendwie auch etwas fremd. Ich kann mich nicht erinnern in meinem Leben je Selbstbewusst aufgetreten zu sein. Konnte in meiner Schulzeit nie Vorträge halten oder Singen war noch schlimmer. Wenn mich nun meine Freunde plötzlich so Selbstbewusst erleben, müssen sie denken ich bin ein anderer.

Aber ich hab ja die Hoffnung, sie freuen sich eher für mich, als dass sie mich ablehnen. Nur ich muss mit ihnen offen darüber reden, dass ich in psychiatrischer Behandlung bin und dieses Thema hab ich bisher geschickt vermieden.

05.03.2004 14:55 • #3


hallo,
lass die Freunde denken was sie wollen. Ich glaube, du wärst schon immer gern der gewesen, der du jetzt bist.
Geniesse die neue Erfahrung! Rede nur mit denen drüber die dir wichtig sind und die dir Fragen stellen.
Das Leben ist viel schöner, wenn man kein Mauerblümchen ist.
Einen guten Neuanfang wünscht dir Staunebär

Höhen und Tiefen sind auch mit Trevilor normal. Aber die schlechten Tage werden weniger.

05.03.2004 18:31 • #4


Ich nehme Trevilor jetzt drei Wochen.
Die Nebenwirkungen werden mit jedem Tag weniger. Nach zehn Tagen ging es mir schon fast jeden Tag gut. Jetzt kommt nur hin und wieder ein Tag, wo die eine oder andere Nebenwirkung auftaucht. Schwindel, Schweiß, Hitzewallungen...
Nimmst du die Tablette morgens oder abends? Mir hat mein Arzt morgens empfohlen, weil ich nach der abendlichen Einnahme auch gar nicht schlafen konnte.
Es ist zwar auch nicht toll die Nebenwirkungen tagsüber zu haben, aber auf jedem Fall besser als nicht zu schlafen.
Halte durch... die Nebenwirkungen verschwinden (hoffentlich) wirklich alle?! nach und nach...
Ziege

05.03.2004 20:42 • #5


Danke Dir Ziege

Nachdem ich eine furchtbare Nacht hinter mir habe, geht es mir heute erstaunlich gut. Ich hab echt gedacht ich werde verrückt. Habe wildeste Verschwörungstheorien aufgestellt.

In etwa: Trevilor ist eine moderne Dro. - macht enorm abhängig - die Psychiater und Pharmaindustrie stecken alle unter einer Decke - usw.

Aber ich glaube langsam kehrt etwas Ruhe ein - am Schlimmsten ist für mich der ständige Wechsel der Gefühle - Mal gehts mir total gut - bin euphorisch und kurz darauf falle ich in ein tiefes Loch - aber diese auf und abbewegungen scheinen langsam zu verebben und übrig bleibt eine ausgeglichene Stimmung - aber vielleicht bewerte ich das eben nur so, weil ich wieder euphorisch bin - na mal sehen was der Tag bringt.

Auf jeden Fall wächst mein Selbstwertgefühl enorm und das ist absolut wichtig - ich habe Hoffnung endlich mein Leben gestalten zu können

06.03.2004 14:45 • #6


könnt ihr mjr sagen, ab wann die wirkung einsetzt und ob und wieviel sie beträgt .
kg/ woche?

suche freundin bis 28 (raum saarbrücken) zum quatschen über diese phobie die mir total an die nerven geht.
habe heute begonnen, binn jetzt gespannt ob den plänen meiner schlaflosen nächte auch am tag taten folgen, egal - binn seit zwei wochen pennen wieder etwas unternehmungslustig-,
ach was solls , hatte vor jahren mal ähnlichen durchhänger und brachte ihn mit fluctin wieder supper auf die reihe-,
nach fünf jahren hipe hatte ich wieder eine miese fase für sechs monate.
glück, und die erfüllung eurer wünsche georg saar

paradox ist doch wirklich das die last erfüllter wünsche schwerer wiegt als die unerfüllter usw. .... ?!?

07.03.2004 01:19 • #7


Hallo Trevilor,

finde es sehr interessant, dass Du die gleiche "Verschwörungstheorie" hast. Habe zudem auch die Erfahrung gemacht, dass ich mich manchmal selbst nicht wiedererkenne (war früher sehr schüchtern und wirke jetzt teilweise selbstbewußt). Zu den ständigen Hochs und Tiefs habe ich in einem Beitrag gelesen, dass das eine Standardbegleiterscheinung von diesen Medikamenten ist.

Alles in allem bin ich sehr beunruhigt, dass die Ursache für das ganze Gefühlschaos wohl nicht bei mir, sondern bei dem Medikament liegt. Was mich vor allem beunruhigt ist, dass ich bislang von keinem Arzt diese Informationen bekommen habe, sondern sie mir mühsam im Internet zusammensammeln muss. Das Medikament begleitet mich inzwischen schon acht Jahre (mit zahlreichen erfolgslosen Absetzversuchen). Es hat mir schon auch geholfen, mein Leben in den Griff zu bekommen. Hatte deshalb auch Ende letzten Jahres beschlossen keine Absetzversuche mehr zu starten und mich mit meiner "Krankheit" abzufinden und mit einer ständigen Einnahme zu arrangieren. Aber nachdem was ich jetzt alles erfahren habe, will ich nur noch weg von den Tabletten. Ob ich es schaffe steht in den Sternen.

Mein Rat an Dich: Informiere dich gut, bilde dir deine eigene Meinung und entscheide dann, ob du dich auf das Medikament einlassen willst. Ich wünschte ich hätte von acht Jahren die Möglichkeit gehabt mich zu informieren und zu entscheiden, aber damals gab es sie leider nicht, also habe ich dem Arzt vertraut.

Ich wünsche Dir alles gute

Maria

09.03.2004 13:53 • #8


Schön von Dir zu hören Maria

Was hast Du denn alles über Trevilor gelesen im Internet? Hab mich auch schon sehr tiefreichend informiert, aber so schlimm, abgesehen von den Absetzschwierigkeiten, fand ich das nicht.

Meine Situation stabilisert sich langsam. Auch die Auf und Abs werden ruhiger. Eigentlich fühle ich mich schon wesentlich besser mit dem Medikament als noch zu vor. Auch wenn ich glaube mein geistiges Vermögen ist noch etwas hinter einem grauen Schleier verborgen, doch ich hoffe, dass sich das ebenso legt, wie auch die anderen Nebenwirkungen.

Du denkst vielleicht, dass ich jetzt auch schon "dazugehöre" zum Trevilor Netzwerk, dass es jetzt auch mein Selbst so verändert hat, dass ich nicht mehr zwischen wahr und falsch unterscheiden kann- vielleicht hast Du damit sogar Recht.

Im Prinzip ist Trevilor ja tatsächlich eine Dro. und soetwas wie "Gehirnwäsche" geschieht ja auch - man muss nur abschätzen, ob es das eigene Leben in irgendeiner negativen Weise beeinflusst und das kann ich zur Zeit absolut nicht erkennen.

Ich war vor einigen Jahren Dro. - hab insbesondere Amphetamine und Dro. genommen - vielleicht bin ich auch deswegen in eine Depression abgerutscht - auf jeden Fall war das was ich bei Trevilor zu Beginn erlebt hatte sehr mit einem Speed Trip zu vergleichen- Insbesondere der Blick in den Spiegel auf meine Teddyaugen die fast nur noch aus Pupillen bestanden haben meine Gedanken in diese Richtung gedrängt.

Mittlerweile haben sich diese Wahnvorstellungen gelegt und nun bin ich dem Medikament sehr dankbar, weil das Gefühl erwacht endlich wieder Handlungsfähig zu werden. Ich konnte in den letzten Tagen vor Beginn der Trevilor-Therapie kaum noch mit meinen Freunden zusammen sein ohne dabei immer wieder zu erröten. Mein Studium dauert nun schon 6 Semester ohne großen Erfolg und das insbesondere, weil mir der Mut fehlte zu den Seminaren zu gehen. Zwei Semester länger und ich hätte es aufgeben müssen.

Deshalb danke ich dem Fortschritt sehr für die Entwicklung von Trevilor - Ich glaube nicht, dass alle unter einer Decke stecken und nur abkassieren wollen - auch wenn das vielleicht ein nicht zu vernachlässigendes Element in jedem Wirtschaftskonzern ist.

09.03.2004 15:00 • #9


He he

Muss gleich mal von meinem ersten großen Erfolgserlebnis berichten. Ich war heute beim Frisör und hab mir die Haare schneiden lassen. Früher war das eines der furchtbarsten Situationen in diesem Stuhl zu sitzen, sich selbst anzuschauen und die ganze Zeit nur den Moment abzuwarten an dem man beginnt unsicher und rot zu werden.

Doch heute war alles andere - hab fast überhaupt nicht dran gedacht, dass ich unsicher werden könnte - wenn das so weiter geht bin ich bald geheilt - ich danke der Wissenschaft und ich danke auch diesem Forum, weil es mich erst auf den Gedanken gebracht hat das moclobemid abzusetzen und Trevilor zu nehmen.

10.03.2004 15:35 • #10


Hallo "Trevilor"!
Nach Auskunft meines Arztes ist "Trevilor" keine Dro. sondern ein Stoff, der in unseren Hirnen(aus unterschiedlichen Gründen) nicht mehr produziert wird.
Da ich diese Störung schon das dritte Mal in meinem Leben habe, konnte ich genau beobachten, dass dieser Krankheit immer ein schwerwiegendes Ereignis vorangegangen war.
Zweimal habe ich es unter ewiglangen Qualen selbst geschafft, da raus zu kommen. Ich glaube diese Kraft hätte ich bei der dritten Erkrankung nicht noch einmal gehabt.
Bevor ich diesmal ganz unten war habe ich es mit "Trevilor" geschafft und ich kann sagen: "Ich lebe wieder" und dass nach nur einem viertel Jahr.
Wer noch jung ist, kann sich mit seinem Arzt beraten ob er absetzt oder nicht.
Alles Gute
staunebär

10.03.2004 16:46 • #11


Hallo Ihr Lieben,
es ist höchst interessant Eure Berichte zu lesen. Trevilor mit einer Dro. zu vergleichen finde ich nicht gut, weil es keine Dro. ist.
Habe im vergangenen Jahr meinen Arzt gefragt, warum ich ewig traurig bin und überhaupt keine Kraft mehr habe. Er hat sich über eine Stunde mit mir unterhalten und mir klar gemacht, dass mir Serotonin fehlt und mein Stoffwechsel im Gehirn nicht richtig funktioniert. Es hätte sehr stark mit den äußeren Einflüssen und Tagesablauf zu tun. Er selbst nimmt seit drei oder vier Jahren ein Mittel. Er verschrieb mir Cipramil und es ging mit nach einer Woche sehr gut. Einfach normal war alles wieder. Ich habe dann nach 1/2 Jahr abgesetzt und viel in ein tiefes Loch. Hab nur noch geweint und schreckliche Träume erlebt. Jegliche Arbeit war mir zuviel. Ich habe mich ständig gefragt, warum ich das hier auf dieser Erde noch erleben muß.
Also wieder zum Arzt, wieder eine Stunde Gespräch und mir war klar, dass Seratonin bei mir nicht ausreichend vorhanden ist. Ich nehme jetzt Trevilor und bin nach drei Tagen schon wieder fit. Die erste Nacht habe ich überhaupt nicht geschlafen und in der zweiten Nacht schon wie ein Murmeltier. Der Mund ist etwas trocken, nun ja, man sollte ohnehin 3 Liter Wasser pro Tag trinken. Jetzt fällt es mir auch nicht mehr schwer. Bei Cipramil neigt man zur Gewichtszunahme, bei Trivilor zur Gewichtsabnahme. Verspüre kaum noch Hunger und merke, dass es damit zu tun hat, dass ich agiler bin. Habe etwas kribbeln auf der Haut, weiß aber. dass das wieder vorüber geht. Ich bleibe jetzt bei diesem Mittel und vertraue meinem Arzt. Er sagt auch noch, wenn man keine Besserung verspürt, hat man keinen Serotoninmangel. So einfach ist das, man muß es testen. Aber bitte geht davon ab, dass es sich um eine Dro. handelt. Es gibt Menschen, die müssen ihr Leben lang Medikamente schlucken, für Blutdruck, für Herz, für Diabetis u.s.w. Wir müssen halt einfach den Serotoninmangel ausgleichen, fertig. Also, weitermachen und nicht laufend überlegen, ob beim geringsten zwicken, dass Medikament schuld ist. Es muß ja schließlich aufräumen und damit hat es zu tun. Bis das Gleichgewischt wieder hergestellt ist, dauert ein wenig. Kein Arzt reibt Euch in eine Sucht. Es wäre unverantwortlich und das könnt Ihr mir glauben.
Liebe Grüße an alle Eure Ph.

11.03.2004 15:34 • #12


Hallo,

bin ganz froh diese Seite gefunden zu haben. Sehe meine Situation in vielen Beiträgen bestätigt. Bin total antriebslos - möchte auch niemanden sehen und nur meine Ruhe haben.
Ich nehme seit ca. 7 Wochen Trevilor retard 75 und hatte am Anfang totale Nebenwirkungen. Ich habe auch keinen Hunger mehr - habe schon 4 Kilo abgenommen - das paßt schon . Aber .... die Antriebslosigkeit und das Gefühl ständig schlafen zu können und dann doch zu unruhig zu sein hat sich nicht verbessert. Hatte zwar zwischenzeitlich einige Tage wo ich dachte es geht bergauf - habe jetzt hänge ich wieder unten.
Habe vor 12 Jahren schon mal Aurorix (Moclobemid) eingenommen und hatte damals damit einen guten Erfolg. Überlege ernsthaft ob ich darauf umsteige. Außerdem habe ich mit starker Migräne zu kämpfen - und da darf ich Trevilor nicht nehmen. Hat jemand Erfahrungen mit Migräne und Antidepressiva?
Wünsche allen eine gute Besserung - wir kommen da schon wieder raus.

11.03.2004 15:46 • #13


Hallo,

auch ich nehme seit ca. 2 Woche Trevilor. Habe ebenfalls "stärkere" Nebenwirkungen, wie Durchfall und Magenbeschwerden, innere Unruhe. Habe aber gehört, dass diese Nebenwirkungen verschwinden, wenn man sich an das Medi gewöhnt hat. Obwohl ich hin und wieder unter Migräne leide, habe ich Trevilor retard 75 mg verordnet bekommen. Die Nebenwirkungen waren zuerst sehr stark, ich nehme jetzt nur 37,5 mg und werde es langsam steigern. Dass sich das Medikament nicht mit einer Migräne "verträgt", habe ich noch nicht gehört. Auch Kopfschmerzen traten bei mir nicht auf. Alles in allem ist es ein neues, sehr gutes Mittel, welches auch keine Gewichtszunahme zur Folge hat.
Gruß
Ina

15.03.2004 13:19 • #14


Hallo Ihr Lieben,
´hallo staunebär, hallo Ziege,
da Ihr besonders aktiv schreibt, muß ich euch was erzählen.
Mein Arzt hat mir vor genau einer woche Trevilor verordnet wegen Drepressionen, Schlafstörungen, Rückenschmerzen, Konzentrationsstörungen und meiner ständigen Heulerei. Bei diesem Gespräch war mein Mann dabei und wir haben besprochen, dass wir beide das Medikament nehmen.
Mir ging es nach drei Tagen schon etwas besser. Gut geschlafen, keine schlechten Träume mehr, keine Rückenschmerzen mehr und kaum noch Hunger, morgens gleich sehr fit. Bin einfach besser gelaunt und kann auch wieder lachen.
Bei meinem Mann waren die Nebenwirkungen grausam. Er hat nur noch geschwitzt, aber wie und nur noch gegähnt und geschlafen. Nach zwölf Stunden Schlaf, ist er nach zwei Stunden wieder ins Bett und hat geschlafen. Er meinte, seine Persönlichkeit hätte sich vollkommen verändert. Was hat er gemacht. Die Tabeletten einfach nach fünf Tagen abgesetzt. Dann kam die Hölle. Das Schwitzen wurde schlimmer, er konnte kaum noch arbeiten. er hat nur noch geschlafen. Es macht mir schon etwas Angst. Will jedoch aufgrund meiner positiven Erfahrung Trevilor weiter nehmen. Wie ist Eure Erfahrung? Wird es mir, da ich Trevilor gut vertrage, in vier Wochen evtl. noch besser gehen? Möchte einfach wieder fröhlich sein und aktiv arbeiten. Hatte sehr oft das Gefühl, ich stehe neben mir selbst. Besonders die Konzentrationsstörungen haben mich im Tagesablauf behindert. Der Kopf, wie mit Wolle gefüllt. Kein Antrieb. Oft sind mir die Worte einfach nicht über die Lippen gekommen. Jetzt ist es schon etwas besser. Wird es noch besser. Antwortet mir bitte.
Herliche Grüße Eure Mari Ph.

16.03.2004 13:29 • #15


Hallo ph,
da ich nun schon 4 1/2 Monate Trevilor nehme, habe ich die ersten Nebenwirkungen (Schwitzen, schlecht schlafen und gerötete Arme) schon fast vergessen.
Alles hat nachgelassen. Mein Mann mit dem ich schon über 40 Jahre verheiratet bin hat an mir nur positive Veränderungen gemerkt.
So gehe ich wieder auf die Menschen zu, verkrampfe mich nicht mehr in schwierigen Situationen und habe wieder viel mehr Freude an allen Dingen.
Wenn mich wieder mal ängstliche Gedanken quälen, so kann ich diese jetzt selbst beenden und grüble nicht mehr die ganze Nacht über Problemen.
Alles in allem - die Glückshormone wirken wieder!
Das Wichtigste ist für mich, dass ich die innere Ruhe wieder gefunden habe.
Wie viele Menschen nehmen täglich eine große Anzahl an Tabletten (Bluthochdruck, Parkinson), da wird uns Trevilor nicht gleich kaputtmachen.
Alles Gute für Dich !
staunebärin

16.03.2004 21:44 • #16


Hallo Staunebär,
vielen Dank für Deine Nachricht. Hat mir geholfen. Bin jetzt in der zweiten Woche mit Trevilor und spüre täglich, dass ich mich besser fühle.
Alles Liebe Ph.

17.03.2004 15:12 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Ich finde toll, dass es bei dir so schnell hilft...
Ich bin jetzt in der 6. Woche und immer noch ziehmlich müde, allerdings nicht so schlimm wie dein Mann. Mein Lachen habe ich auch wiedergefunden und nur ab und zu habe ich das dumpfe Gefühl der tiefen Angst noch. Ich habe den Eindruck, dass meine Angst zwar noch da ist, aber nicht mehr so "tief" in mich hineingeht. Ich kann schneller über die Probleme hinwegsehen. Es löst sich schneller auf und sitzt nicht mehr so fest. Leider habe ich jetzt seit über einer Woche ständige Kopfschmerzen, ich hoffe, das kommt nicht von Trevilor und ein elender Ausschlag auf dem Rücken will auch nicht verschwinden....
Tja, Staunebär, wie du siehst, war ich immer noch nicht beim Doc, da fehtl mir denn doch noch der Mut....
Schiet... Ich habe einfach Angst, dass ich Trevilor absetzen muss und noch einmal durch die Nebenwirkungen muss, das will ich nicht.
Toll, dass es bei dir so schnell wirkt, ich hatte am 6. Tag noch schreckliche Nebenwirkungen.
Halte weiter durch und auch einen Gruß an Staunebär...
Ziege

17.03.2004 17:33 • #18


Hallo Ziege,
freue mich wieder etwas über dein Befinden zu hören.
das ist ja ein Murks mit dem Ausschlag und den Kopfschmerzen. Brennt das auf dem Rücken? Vielleicht kannst du es noch aushalten wenn es nicht schlimmer wird.
Ansonsten scheint Trevolor ja gut anzuschlagen. Ich merke auch noch manchmal die Angst, aber sie ist nur irgendwie im Hinterkopf und sie verschwindet zum Glück dann wieder. Das wird wohl so bleiben, weil wir eben "Sensibelchen" sind. Aber es geht auszuhalten.
Alles Gute
staunebär

17.03.2004 19:20 • #19


Hallöchen,

ich nehme Trevilor retard seit 6 Wochen und bin total zufrieden damit. Mir geht es viel besser, ich war wegen meiner Ängste auch nur 1,5 Wochen zuhause, und bin dann wieder arbeiten gegangen (was übrigens das beste ist, wenn man in so einer akuten Angstphase steckt, auch wenns übelst ist und viel Überwindung kostet, kann ich jetzt nur von mir berichten).

Nebenwirkungen hatte ich am Anfang schon ziemlich heftig, Übelkeit, erbrechen, Herzrasen, mittlerweile kann ich die Tablette aber nehmen, ohne dass irgendwas passiert.

Ich kanns jedem nur empfehlen, hab seitdem wieder eine ganz andere Lebensqualität. Auch wenn es wie vorher genauso viel gute wie schlechte Tage gibt, kann ich das ganze zumindest ganz anders anpacken.

lg
Silvia

19.03.2004 14:13 • #20



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