sem-i-co-lon
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Ich bin Ende 30 und leide schon mein ganzes Leben unter einer soziale Phobie, die sich meist auf bestimmte Situationen beschränkt: Ich halte Situationen nicht aus, in denen ich den Blick Anderer aushalten muss, z.B. bei Besprechungen, in öffentlichen Verkehrsmitteln, im Wartezimmer, aber auch am Tisch bei Familienveranstaltungen. Diese Phobie hat sich im Laufe der Zeit so verstärkt, dass ich diesen Situationen zum Teil komplett aus dem Weg gehe, was sich für mich so äußert: ich habe jahrelang von zu Hause aus gearbeitet (obwohl ich das nicht möchte) und einen Hungerlohn verdient, ich kann nicht an Kursen (Sport, Kultur, Sprache) teilnehmen (obwohl ich das möchte), und gehe auch privat Gruppen-Treffen mit Freunden häufig aus dem Weg, etc. Ich bin sehr oft depressiv deswegen, bzw. habe in letzter Zeit regelrechte Panikattacken. Und habe daher von meinem Arzt ein Antidepressivum und für Panikattacken Tevor (Lorazepam) verschrieben bekommen. Das Antidepressivum hat mir schon enorm geholfen, ich habe jetzt einen Job seit 2 Monaten und meine Panikattacken sind weit weniger schlimm! Ich komme also eigentlich ohne Tavor aus und vermeide es auch deswegen, weil ich große Angst habe, abhängig davon zu werden, wenn ich es regelmäßig nehme. Nun habe ich in 3 Wochen eine große Verantsaltung auf Arbeit, bei der wir etwa 50 Teilnehmer sein werden und ich mich vorstellen und meine Arbeit präsentieren soll, autsch - die für mich schlimmste angstauslösende Situation. Ich schlafe kaum noch, denke an nichts anderes mehr, kann kaum essen und bin ein psychisches Wrack.
• • 06.11.2023 #1