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Hallo ihr! Ich bin das erste Mal auf dieser Seite und nach ewigem Durchblättern habe ich mich entschlossen, mich einzuloggen, Erfahrungen zu teilen und zu fragen.
Ich habe etwa ein Jahr lang Remergil eingenommen, habe in etwa einem halben Jahr 30kg zugenommen. Das und dieses ewige Gedämpftsein hat mich nun so angekotzt, dass ich mir eine Psychaterin gesucht habe, um eine Umstellung zu erzielen. Nun nehme ich zum Ausschleichen abends 15mg Remergil und habe mit Paroxetin begonnen, bin aber sehr unsicher. Einerseits, weil ich extrem schwitze (trotz Minimaldosis) und mich irgendwie seltsam fühle. Das KH, in dem meine Psych. arbeitet, hat Zoloft favorisiert. Nun meine Frage: was sind eure Erfahrungen dazu? Wozu würdet ihr mir raten?

26.10.2003 22:16 • 21.03.2004 #1


25 Antworten ↓


hallo,

ist vielleicht etwas spät, um dir zu helfen, aber ich möchte dir trotzdem meine erfahrungen mit remergil und paroxetin mitteilen.

ich habe zuvor paroxetin genommen und mehr als extrem geschwitzt. ich habe mich sogar bei temperaturen um den gefrierpunkt "nur mit t-shirt" im freien aufgehalten.

seit knapp zwei wochen nehme ich jetzt remergil und nehme pro woche 3 kilo zu und bin ebenfalls jeden tag, als ob ich noch vom vorabend besoffen bin.

deiner nachricht entnehme ich, daß diese nebenwirkungen nicht vorübergehen?

hast du inzwischen erfahrungen mit zoloft machen können ?

gruß
kai

17.01.2004 21:25 • #2



Remergil Paroxetin Zoloft

x 3


auf beide medikamente giengs mir dreckig,
bitte deinen arzt um anafranil oder trevilor.
letzteres wird er sich zieren,weil er das erst mal der krankenkasse rechtfertigen muss weill es sehr teuer ist.
beide gelten als die wirksamsten antidepr. mit geringen nebenwirkungen wie zb.leberbeeinträchtigung, manie, müdigkeit nur die ersten drei oder vier tagen etc.

nenn mich nicht beim namen, ich bin noch kein fertiger arzt und so was kann schweere folgen für mich haben!!!

18.01.2004 02:38 • #3


Hallo Flo,

seit wann nimmst Du Trevilor und wieviel ?
Wie sieht es mit den sexuellen Nebenwirkungen aus ?

21.01.2004 11:59 • #4


Ich habe auch Remergil einige Monate genommen gegen endogene depression, und fand es auch dreckig: Schwitzen, fressen, 5kg zugenommen, kaum was gutes zu berichten. wenn's dich fett macht, dass ist allein ein grund depressiv zu WERDEN. hör auf damit! jetz nehme ich trevilor 75 retard. leider immer noch unter den gleichen sympytome, aber weniger. Hat jemand eigentlich gute erfahrung mit remergil? ausser die erste manie?

23.01.2004 00:50 • #5


Remergil ist der Horror. SOFORT umsteigen. Man ist ein komplett anderer Mensch und so kaputt, dass gar nichts mehr geht. Wie soll man sich so denn wohlfühlen Können?
Zu TREVILOR: habe das einige Zeit versucht, geholfen hat es nicht, aber selbst nach mehreren Wochen musste ich mich noch ständig übergeben und konnte - auch über Wochen - nichts essen.
So anstrengend das ist, ich glaube, dass jeder seine eigenen Erfahrungen machen muss und rausfinden muss, welche Wirkungen bzw. Nebenwirkungen bei ihm auftreten.

23.01.2004 01:21 • #6


meine Bekannte nimmt Zoloft und Remergil (stärkere end.D. früher Lithium)
bin auch kein doc.
Schwitzen kann von beiden Medis kommen. Würde kleinere Dosis beider Mittel mal ca.2 Wochen versuchen. Dick bin ich zum Glück (brauch nur Remergil)
erst nach 2 Monaten etwas geworden . Vertrage selbst sehr gut Remergil ,aber bei Anafranil hatte ich z.B. Wahrnehmungsstörungen, Übelkeit...
Es ist wirklich bei jedem anders.
Tip Remergil15 abends Zoloft 50(1/2) früh.
Viel Fenschel oder Kalmustee (Magen etc.) Gibts Probleme leider wieder Arzt anrufen.

PS: Bitte antwortet nicht so böse-wir habens schwer genug

23.01.2004 13:01 • #7


hallo,
bin auch erstmals auf eurer Seit, habe gerade Remergil von meinen Arzt verschrieben bekommen und wollte mich ein bisschen informieren. Was ich aber darüber gelesen habe macht mich ja noch ängstlicher als ich schon bin, denn ich leide sowieso unter meinen Übergewicht. Was soll ich denn jetzt machen?? Ich bin total unsicher.

23.01.2004 16:22 • #8


hallo

remergil ist gut zum schlafen
habe es 5 monate genommen
bist dafür den ganzen tag müde
und gerädert, habe es wieder abgesetzt.
nahm danach trevilor davon gings mir schlecht
durchfall schlaflosigkeit übelkeit.
habs dann mit edronax probiert
ist ein gutes medi. aber du darfst keine probleme
mit dem schlafen haben .
viel glück
uschi schrieb:

hallo,
bin auch erstmals auf eurer Seit, habe gerade Remergil von
meinen Arzt verschrieben bekommen und wollte mich ein bisschen
informieren. Was ich aber darüber gelesen habe macht mich ja
noch ängstlicher als ich schon bin, denn ich leide sowieso
unter meinen Übergewicht. Was soll ich denn jetzt machen??
Ich bin total unsicher.

24.01.2004 20:52 • #9


Lass es! Ich habe es gestern nach langen überlegen auch das erstemal genommen und jetzt wünschte ich, ich hätte es nicht genommen.
Gruß
csr

25.01.2004 15:59 • #10


Meine Bekannte (Selbsthilfegruppe), sollte Remergil30+Zoloft nehmen.
Die Angstsymptomatik und depressive Sympthome nahmen durch Zoloft zu.
Die ersten 3 Wochen soll es bei manchen Patienten durch Zoloft schlimmer werden. Dann wäre es sehr gut bei allen depr. Störungen.
Sie setzte es nach ärztl. Raten erst mal wieder ab und soll es aber später wieder nehmen.

25.01.2004 18:21 • #11


Hallo,
ich habe eine ängstlich-unsichere Persönlichkeitsstörung mit extremer Sozialphobie und eine Dysthymie(chron. Depression).
Ich nehme seit knapp 2 Jahren 15mg Remergil(Remeron). Es ist das erste Medikament, welches bei mir eine positive Wirkung erzielen konnte. Bei den anderen Antideps hatte ich immer Nebenwirkungen und Symptomverschlimmerung.
Nach der ersten abendlichen Einnahme schlief ich 12 Stunden durch. Am nächsten Tag war ich müde und benommen. Am zweiten Tag war die Müdigkeit schon deutlich geringer, nach etwa 4 Wochen kaum noch zu spüren. Die ersten Tage hatte ich Kopf-und Augenschmerzen, welche dann aber auch verschwanden. Jetzt, nach zwei Jahren, habe ich keinerlei Nebenwirkungen mehr.
Gleich am ersten Tag merkte ich eine deutliche Wirkung gegen die allgemeine Angst und innere Unruhe. Nach 4 Tagen spürte ich erstmals etwas von einer antidepressiven Wirkung: kurze Schübe von spontaner Freude durchströmten mich, ein Gefühl das ich seit Monaten nicht mehr verspürt hatte. Nach 2 Wochen hatte sich die Wirkung dann stabilisiert, ich fühlte mich dauerhaft gut. Durch den Kontrast zur schlimmen Zeit vorher (ich ging durch die Hölle, sehnte mich nur noch nach dem Tod), befand ich mich damals in einer regelrechten Euphorie, war dankbar für jeden Tag den ich ohne Depressionen erleben durfte. Ich hatte endlich wieder Appetit und freute mich über jedes Kilo das ich zunahm (ein Symptom meiner Depri war die totale Appetitlosigkeit).
Die Wirkung gegen allgemeine Angst und Depression ist auch jetzt noch vorhanden. Mein Schlaf ist, im Gegensatz zu früher, immer noch hervorragend. Eine ganz leichte(erwünschte) Müdigkeit tritt nur noch nach der abendlichen Einnahme ein.
Für Menschen, die unter Depression in Verbindung mit Angst und innerer Unruhe leiden, kann Remergil sehr hilfreich sein.
Hat jemand Erfahrung mit Nebenwirkungen bei Remergil-Langzeiteinnahme?

nette Grüße

30.01.2004 21:56 • #12


ich nehme remergil 30mg jetzt schon ein Jahr lang. ich hab es damals bekommen, weil ich Gefühlsschwankungen hatte und remergil sollte dies regulieren. Heute habe ich extremere Gefühlsschwankungen, als vor der Tabletteneinnahme. Es hilft zwar, dass man gut einschläft, aber man kommt eben früh sehr langsam aus dem Bett und der ganze Tag ist durchzogen von Schlappheit und Müdigkeit. Außerdem kommt der extreme Appetit und die Gewichtszunahme noch hinzu. Ich möchte demnächst zu einer Psychiaterin gehen, da remergil, die eigentlich gegen die Gefühlsschwankungen sein sollen, es nur noch schlimmer machen. Vor remergil habe ich für den Tag Zoloft genommen und für die Nacht Aponal. Damit war ich eigentlich recht zufrieden gewesen, doch der Nachteil ist bei allen Antidepressiva, die Gweichtszunahme und die Benommen- und Müdigkeit. Du kannst ja nacht Antidepressiva für Akkutmomente fragen, doch diese machen meist abhängig und die werden nicht so gerne verschrieben.

09.02.2004 22:25 • #13


Guten Tag!

Ich bin neu hier (durch Googeln auf die Seite gestoßen) und habe eine wichtige Frage zur Gewichtszunahme bei remergil. Wer kann mir eine kompetente Antwort geben?

Ich bekomme remergil seit ca. 6 Wochen. Aufgrund beruflich bedingten Bewegungsmangels und unkontrollierter Ernährung war ich schon in den vorhergehenden Monaten etwas übergewichtig geworden. Seit Einnahmebeginn habe ich nun zwar lt. Waage nicht weiter zugenommen, aber meine Bemühungen um Gewichtsverlust schlagen "null" an.

Da ich z.Zt. relativ wenig esse und begonnen habe, mich wieder sportlich zu betätigen, interessiert mich Folgendes:

Resultiert die Gewichtszunahme bei remergil ausschließlich aus dem gesteigerten Appetit und der daraus folgenden Völlerei (wäre nicht weiter schlimm, kann mich gut selbst kasteien) oder bewirkt es darüber hinaus irgendwelche Stoffwechselbeeinträchtigungen/-verlangsamungen (z.B. Verringerung der Schilddrüsenleistung o.ä.)?

In letzterem Fall würde ich nämlich über ein Absetzen ernsthaft nachdenken.

Freue mich auf eure/Ihre Meinungen

Gruß

PS.: Kann es sein, dass durch remergil nach sportlicher Betätigung der Muskelkater stärker ausfällt als normalerweise?

15.02.2004 15:40 • #14


Hallo Helena,ich muß Dir einfach schreiben nach Deinem Artikel ,ich habe 3 jahre Remergil genommen 30mg täglich nach einer Angstneurose nach einer schweren Krankheit habe es aber jetzt abgesetzt da ich zwar nicht zugenommen habe aber immer Hunger hatte und Müde war und Schwellungen bekam und keinen Antrieb mehr hatte ,nehme seit zwei Paroxetin glaube dass es besser wird!

17.02.2004 17:40 • #15


Hallo,
ich nehme jetzt seit mehr als 2 Jahren Remergil 30mg und muss sagen das ich in dieser zeit ca. 3 Kilo zugenommen habe, was für diese relativ langezeit wohl nicht so viel ist. Die híer beschriebene müdigkeit ist wohl nur die Anfangszeit vorhanden und wird schon relativ bald nicht mehr wahrgenommen, also ich merke sie schon lange nicht mehr. Die einschläfernde wirkung nimmt aber nicht ab, also hast du eine
effektive Schlaftablette (bei mir) ohne Toleranzentwicklung. Zur Wirksamkeit kann ich nicht viel sagen, also keine ahnung ob es besser oder schlechter Wirkt als andere Antidepressiva ich glaube das musst du selbst herrausfinden ich konnte jedenfalls keine "bessere " oder "schlechtere" Wirkung als bei anderen mir bekannten Mitteln (Cipramil, Aurorix,Treviloir,Edronax) bemerken.

24.02.2004 21:15 • #16


Hallo

Mein Artzt hat mir Remergil verschrieben hab es aber schon eine Woche hier liegen, da ich nicht weis ob ich es nehmen soll,weil ich mein Abitur mache und ich kan es nicht gebrauchen das ich Müde bin.
Ausserdem hab ich in der Packungsbeilage gelesen das mein kein Alk. trinken darf ?!
Hat einer von euch vieleicht Erfahrung damit gemacht??

29.02.2004 00:48 • #17


Also, ich muss jetzt mal das Remergil verteidigen. Ich nehme es jetzt knapp zwei Wochen und muss sagen, dass es mir echt supergut hilft. Ich kann endlich wieder schlafen, bin aber tagsüber kein Bisschen müde oder gerädert. Ich bin entspannter, besser gelaunt und zugenommen habe ich kein bisschen. Also, ich bin begeistert und würde es echt weiter empfehlen.

06.03.2004 12:24 • #18


Nehme auch seit zwei Wochen Remergil. Seit dem gibt's bei mir auch eine starke Appetit-/Gewichtszunahme, was in meinem Fall aber eher eine positive Nebenwirkung ist. Mit ein, zwei B. hab' ich das auch schon "kombiniert": Durchaus möglich, dass der Alk. stärker wirkt, eingeschlafen bin ich jedenfalls trotzdem. Denn stimmungsaufhellenden Effekt kann ich im Moment noch nicht wirklich feststellen, denn gestern hatte ich den "deprimiertesten Tag" seit ich das Medikament nehme...

12.03.2004 18:22 • #19


Ob es zu Stoffwechselbeeinträchtigungen kommt, kann ich nicht beurteilen. Ich nehme Remergil schon ziemlich lange, den Appetit regt es jedenfalls an und die meisten nehmen davon zu. Man muss wohl abwägen, ob es einem das wert. Leider ist es wohl so, das man dadurch, dass man ja auch tagsüber etwas "gedämpft" ist, sich auch seltener zu sportlichen Aktivitäten aufraffen kann. Antidepressiva ohne Nebenwirkungen gibt es noch nicht, ich halte es trotzdem für eins der besten Medikamente, wenn man nicht ganz ohne auskommen kann.

15.03.2004 20:03 • #20



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