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Hallo,

ich habe gedacht ich melde mich mal an und schaue ob es Leute mit ähnlichen Problemen gibt.
Ich habe keine direkte sozial Phobie, ich würde es eher Probleme mit zwischenmenschlicher Sozialinteraktion nennen Ich war lange Zeit sehr zurückgezogen und hatte nie viel Kontakt zu anderen Menschen, dementsprechend habe ich nie wirklich gelernt, wie man mit anderen umgeht.

Ich sehe immer wie leicht es anderen fällt mit Menschen zu interagieren, ich wirke da glaube ich manchmal eher wie ein Roboter der ein Programm abspielt. Die meisten Leute denken deswegen ich hätte kein Interesse an Ihnen oder wirke kalt. Ich versuche aktuell neue Leute kennenzulernen, was einigermaßen gut klappt. Bin aber in Gesprächen immer in Gedanken, was sagt man jetzt, was wäre wohl die zutreffende Antwort usw.

Es strengt wirklich sehr an und setzt mich auch oft unter Druck, will ja niemanden vor den Kopf stoßen oder was unangebrachtes sagen.

Asperger habe ich übrigens nicht

Vielen Dank fürs lesen.

09.09.2020 15:31 • 20.10.2020 x 3 #1


14 Antworten ↓


Annalehna
Hallo ,grüße dich

Wenn du es nicht gelernt hast soziale Kontakte zu knüpfen,heißt es nicht das es nicht funktionieren kann.
Du hast doch den ersten Schritt schonmal gemeistert und bist auf Menschen zugegangen,dass finde ich sehr mutig von dir.

Es gibt halt auch schüchterne Menschen,die auch Probleme haben soziale Kontakte zu knüpfen...du bist also nicht alleine.

Wenn du diese Menschen näher kennst wird es sicher einfacher für dich,bis dahin schaue einfach was die anderen sagen und wie sie sich verhalten......so ähnlich wie abschreiben in der Schule.

Also ich glaube das du das hinbekommst, liebe Grüße

09.09.2020 17:21 • x 2 #2



Probleme mit sozialer Interaktion

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Hotin
Guten Morgen Nordhörnchen,

Probleme mit zwischenmenschlicher Sozialinteraktion, wie Du sie hier beschreibst, haben sehr viele
Menschen. Ich finde so etwas überhaupt nicht schlimm.
Sehr gut finde ich, dass Du nachdem Dir das so richtig bewusst geworden ist, jetzt beginnst
zu handeln. Weil nur, wenn Du handelst und aktiv wirst, kann sich daran etwas verbessern.
Vielleicht können wir hier gelegentlich mal Erfahrungen austauschen, was Dir in Gesprächen mit anderen
Sicherheit geben kann und warum Du wenig Angst davor haben solltest, dabei etwas falsch zu machen.

Viele Grüße

Bernhard

03.10.2020 10:46 • x 1 #3


gefuehlsmensch
Auch wenn du da die ein oder andere (bittere) Enttäuschung und Ablehnung erfahren wirst, hilft nur immer wieder probieren und lernen.

Hast du niemand der dich mal begleiten kann oder Feedback gibt zu konkreten Situationen?

03.10.2020 10:50 • x 1 #4


Zitat von Nordhörnchen:
Bin aber in Gesprächen immer in Gedanken, was sagt man jetzt, was wäre wohl die zutreffende Antwort usw.

Versuche das ganz schnell abzulegen. Das ist total sinnlos, denn alle Menschen sind verschieden und somit auch die Reaktionen auf eine Aussage verschieden. Du kannst z. B. mit ein und dem selben Witz bei einer Gruppe ein Lachen hervorbringen und bei anderen nur ein Kopfschütteln.
Wichtig wäre eher sich Gedanken zu machen, was du selbst für gut oder nicht so gut erachtest.


Zitat von Nordhörnchen:
will ja niemanden vor den Kopf stoßen oder was unangebrachtes sagen.

Sollte dir das bei einem Gespräch auffallen, dann kannst du ja nachfragen, ob ihn deine Aussage verletzt hat und entschuldigen. War nicht deine Absicht, aber so bist du halt

03.10.2020 12:11 • x 2 #5


Ibreaktogether
Ich komme bei 90% der männlichen Kollegen schon deswegen nicht gut an, weil ich mich weder für Fußball noch für Formel 1 interessiere. Darüber hinaus beteilige ich mich nicht an smalltalk und sonstigem Dummgelaber oder an Mobbing.

Bei Frauen würde das oben genannte aber auch nichts nützen, denn da hapert es bei mir an Schlagfertigkeit, spielen auf der Gefühlsgitarre, korrekter Körperhaltung, Feinmotorik und perfekter Mimik. Zu tiefsinnigen Gesprächen kommt es dann erst gar nicht, wenn sie das überhaupt wollte.

Außer zu meiner Ex-Familie habe ich keine sozialen Kontakte mehr. Mit solchen Menschen will ich auch gar nicht. Ich bin da in durchgehender Linie wie meine Mutter und Oma. Die haben sich auch nie für die Menschen da draußen interessiert. Und ich kenne noch ganz genau deren Begründungen dazu. Ich fühle mich also nicht minderwertig deswegen. Ich glaube, ich bin in guter Gesellschaft. Keiner sollte sich deswegen verrückt machen.

04.10.2020 22:16 • x 2 #6


DjWeirdo
Zitat von Nordhörnchen:
Bin aber in Gesprächen immer in Gedanken, was sagt man jetzt, was wäre wohl die zutreffende Antwort usw.


Ja, das kenne ich auch. Ist übelst kontraproduktiv und führt eher dazu, dass man sich verhält, wie man gar nicht sein möchte.
Man sollte wirklich auf das schauen, was einem selbst wichtig ist und sich dann daran halten.
Die meisten Menschen interessieren mich ehrlich gesagt null. Ich weiß nicht, ob das traurig ist. Ich denke, das ist okay.

15.10.2020 19:51 • x 1 #7


Das kenne ich auch sehr gut. Du musst dir halt immer vor Augen halten, was das schlimmste ist, was passieren kann, und dir dann bewusst machen, dass es gar nicht so schlimm wäre. Da denke ich zum Beispiel, hm, wenn ich was falsches sage, mag mich die Person nicht mehr oder findet mich komisch. Das will man natürlich vermeiden, davon geht die Welt aber nicht unter. Deswegen solltest du dich weiterhin trauen, Leute kennen zu lernen und auch mal etwas zu sagen, ohne zu lange darüber zu grübeln. Meine Erfahrung ist, dass man das tatsächlich lernen kann.

Ach und noch was, ich wirke auch oft kalt, habe ich mir sagen lassen, aber bei Leuten die ich nicht leiden kann mich ich sehr offen, da ich ja keine Angst haben muss dass sie mich komisch finden. Deswegen würde ich nicht zu sehr darüber nachdenken, wie leicht andere Menschen miteinander reden können, das kann auch situationsbedingt sein!

17.10.2020 22:16 • x 2 #8


DjWeirdo
Zitat von fully:
aber bei Leuten die ich nicht leiden kann mich ich sehr offen, da ich ja keine Angst haben muss dass sie mich komisch finden.


Interessant.

17.10.2020 22:40 • #9


rero
Zitat von Ibreaktogether:
90% der männlichen Kollegen schon deswegen nicht gut an, weil ich mich weder für Fußball noch für Formel 1 interessiere.

Da bist Du nicht alleine..... Mir geht es genau so + Tennis und Skirennen interessiere mich nicht so wirklich.....
Und die Sportarten, die ich einigermaßen interessant finden würden kommen so gut wie nie im Fernsehen.....

17.10.2020 22:50 • #10


Ibreaktogether
Zitat von rero:
Da bist Du nicht alleine..... Mir geht es genau so + Tennis und Skirennen interessiere mich nicht so wirklich..... Und die Sportarten, die ich einigermaßen interessant finden würden kommen so gut wie nie im Fernsehen.....

Ich habe es so oft schon erlebt: Kannst du bei Bundesliga und Formel 1 nicht mitreden, bist du sofort außen vor, egal, was du sonst für Interessen hast. Und das kann einem auch in absoluten Edelunternehmen passieren. Vorher dachte ich immer, das gäbe es nur in Proletenfirmen, aber weit gefehlt. Jetzt zur Zeit bin ich mal wo untergekommen, wo schon mal zwei Kollegen und ein Chef selber zugeben, von Fußball und Formel 1 keine Ahnung zu haben. Da gehört heute Mut dazu!

18.10.2020 21:28 • x 2 #11


Zitat von gefuehlsmensch:
Auch wenn du da die ein oder andere (bittere) Enttäuschung und Ablehnung erfahren wirst, hilft nur immer wieder probieren und lernen.Hast du niemand der dich mal begleiten kann oder Feedback gibt zu konkreten Situationen?


Ne wäre mir auch richtig peinlich Ich will niemanden der mich an die Hand nimmt.

Gestern 10:17 • #12


Komisch, ich musste mich auf der Arbeit noch nie über die Bundesliga oder die Formel 1 unterhalten.

Gestern 12:02 • #13


Ibreaktogether
Zitat von DorisMag:
Komisch, ich musste mich auf der Arbeit noch nie über die Bundesliga oder die Formel 1 unterhalten.

Von Frauen wird das ja auch nicht erwartet.

Gestern 22:41 • x 2 #14


rero
Ihr Frauen habe vielleicht andere Themen die von euch "erwartet" werden ....

Vor 27 Minuten • #15



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