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Hallo, ich hab ein problem mit referaten und vorträgen, ich bin noch in der schule und auf mich kommen noch einige referate und präsentationen zu.
ich bin schön zwei mal vor versammelter klasse in ohnmacht gefallen und musste auch schon bei vorträgen das zimmer verlassen oder mich hinsetzen.
ich möchte unbedingt dass das aufhört.
gibt es hier jemand dem es genauso geht, der sich vielleicht mit mir austauschen will?
oder hat ihr tipps für mich wie ich mein problem in den griff kriegen kann?
bald muss ich wieder ein paar referate halten, ich hab unglaubliche angst davor.
ich freue mich über antwort!!

01.05.2009 14:41 • 01.05.2009 #1


6 Antworten ↓


Hi Miraxx,

ja, habe ich ebenfalls ganz extrem, konnte deshalb schon zweimal erst gar nicht mit dem Referat anfangen, umgekippt bin ich noch nicht.
Die Schulzeit ist bei mir schon ein paar Jahre her, aber da hatte ich auch schon Angst davor, allerdings habe ich es immer irgendwie durchgezogen, wenn etwas anstand und mich gar nicht großartig damit auseinandergesetzt.

Im Studium ist es stärker geworden, hatte extra deshalb mal einen Aufenthalt in einer Fachklinik für Psychotherapie gemacht, wo das geübt wurde.

Hast Du Dich bei diesen Vorfällen verletzt ?
Wie läuft es denn ansonsten bei schriftlichen Sachen bei Dir, geht das normal über die Bühne?

Grüße

pc

01.05.2009 15:17 • #2



Ohnmacht bei Referaten

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wie sieht das bei dir aus?
mir wird nach ca. 2 oder 3 minuten plötzlich schlecht, schwarz vor augen. ich hör alles nur noch von weit weg und ich habe das gefühl mich übergeben zu müssen. und dann kann ich mich nicht mehr auf den beinen halten.
nein, ich habe mich noch nicht verletzt, zum glück immer gut gegangen.
aber es ist einfach sehr unangenehm plötzlich die kontrolle über sich zu verlieren, ich hasse es vor der klasse zu stehen und nie zu wissen was als nächstes passiert.
im schriftlichen ist alles in ordnung, schreibe gute noten und habe auch überhauptkeine angst vor klassenarbeiten.
auch normale mündliche mitarbeit ist ok, mache ich zwar nicht gerne, aber eigentlich ist es kein problem.
ansonsten bin ich bei meinen mitschülern auch nicht besonders schüchtern oder verängstigt, habe ein ganz normales verhältnis mit allen.
ich weis wirklich nicht woher es kommt.
wie gehts dir jetzt mit dem problem? hast du noch situationen in denen du diese angst hast? und hattest du mit irgendeiner maßnahme erfolg?

01.05.2009 16:44 • #3


Ok immerhin klappt dass das Übrige bei Dir.

Ich hatte dann vor jeder Art von Arbeiten Angst, ging direkt vor dem Abi so richtig los und daraus hat sich dann eine Angststörung, auf alles mögliche bezogen, entwickelt.

Muss ehrlich sagen, diese panische Angst vor Vorträgen habe ich nach wie vor. Zuerst wollte ich deshalb auf Deinen Beitrag gar nicht antworten,
bevor das irgendwie demotivierend rüberkommt, aber bei Dir scheint das Ganze doch etwas anders gelagert zu sein. Vor allem finde ich bemerkenswert, dass es bei Dir erst nach einer gewissen Zeit losgeht
(vielleicht eine Frage der Atemtechnik?).

Ich hatte und habe schon lange vor dem Vortrag Angst und das Maximum ist eher am Beginn des Vortrages, wurde aber manchmal auch während der Sache nicht besser. Konzentrationsprobleme, schnell und unverständlich Sprechen, Versprechen, dabei das Gefühl keine Luft mehr zu bekommen, einfach nur raus zu wollen, eben das ganze Programm.

Im Übrigen ist die Angst durch Psychotherapie, Beschäftigung mit der Thematik durch Lesen usw. besser geworden.

Was ich speziell für dieses Problem gemacht habe, eben drei, vier Wochen an einer sehr guten Klinik, wo das schwerpunktmäßig geübt wurde mit Videoaufzeichnung und allem drum und dran, einen VHS-Kurs als Training, Üben mit einer angehenden Sprecherzieherin und mehrere Probereferate vor einer Ärztin. Na ja, nach der Klinik dachte ich, das wäre behoben, dann kam die Angst bei einem Vortrag wieder hoch (Vorbereitung war auch nicht besonders gelungen, deshalb dann die Sprecherzieherin für Tipps und Tricks) und damit war das Ganze wieder da.

Aber wiegesagt, hat mit Dir nichts zu tun und muss nicht so beknackt laufen. Was mich interessieren würde, hast Du irgendwann schon mal einen Vortrag gehalten, ohne dass es so schlimm wurde?

Was mich schon wundert, dass der Rest bei Dir hinhaut und dass es dann so heftig kommt. Na ja es soll vorkommen, dass diese normale Anspannung in solchen Situationen, die jeder kennt, einmal aus dem Ruder gelaufen ist und dass sich dann sowas entwickelt, spezifisch auf eine, ganz bestimmte Situation zugeschnitten.

pc

01.05.2009 17:40 • #4


es ist genau wie du sagst.
früher hatte ich in der hinsicht wirklich keine probleme.
in der 7. klasse hat es dann angefangen.
ich hatte schon vor dem referat angst, und dann kam die ohnmacht vor der klasse.
und seit dem habe ich dieses problem.
und zwar ist das so: wenn ich es schaffe mich auf meinen text zu konzentrieren, dann bekomm ich den vortrag auch irgendwie hin. ich habe schon einige wenige referate ganz normal geschafft, vielleicht etwas kürzer als andere, aber trotzdem toll hinbekommen.
wenn ich aber vorne stehe und denke, hoffentlich kommt nichts, hoffentlich geht alles gut, dann wird mir plötzlich schlecht.
es ist also mehr die angst vor der angst.
übrigens reicht es schon aus nur vorne stehen zu müssen, auch wenn ich nichts sagen muss. dieses gefühl, alles starren dich an und du stehst im mittelpunkt...

bei dir muss das ja ziemlich heftig gewesen sein, wenn du probleme mit prüfungen hattest.
abitur muss ja die hölle gewesen sein?

ich hab gelesen, bei einem angst-/panikanfall hat man zwar dass gefühl umzukippen, in wirklichkeit ist es aber nicht möglich, da der körper so unter strom steht.mich wundert deshalb, dass dies bei mir der fall ist.

01.05.2009 18:05 • #5


Ja, das Abi war extrem, kann ich versichern .
Übrigens, im Zentrum der Aufmerksamkeit zu stehen, auch ohne reden zu müssen, ist mir auch oft unangenehm. Hängt sehr davon ab, wie es mir sonst so gerade geht.

Hmm, hast recht, tatsächlich in Ohnmacht zu fallen, ist wirklich untypisch für Paniker, von daher weiß ich auch nicht genau, wie man das deuten muss. Ohnmacht gibt es allerdings als Symptom von dissoziativen Störungen, aber ob sowas jetzt bei Dir vorliegt, weiß nicht.

Selber hatte ich zwar schon solche Angst, dass ich deshalb fast verrückt wurde, aber wirklich nahe an der Ohnmacht war ich eigentlich nicht.

Mitbekommen habe ich es allerdings schon mal, war vor über sieben Jahren bei einer der ersten wirklich wichtigen, schriftlichen Prüfungen im Studium, da ist eine Kommilitonin wenige Sekunden, nachdem man mit dem Bearbeiten anfangen durfte, bewusstlos geworden.

Wünsch Dir auf jeden Fall alles Gute dafür, dass das besser wird,
wahrscheinlich am besten mit professioneller Hilfe.

pc

01.05.2009 19:02 • #6


danke, wünsch ich dir auch.
vielleicht kann ich ja berichten, wie es beim nächsten referat dann gelaufen ist.
es ist auf jeden fall schon einmal gut, hier davon zu erzählen und sich auszutauschen.

01.05.2009 21:00 • #7




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