Michael1

Sorry, dass ich so blöd frage, aber ich bin einfach nur mal aus Neugier in diesen Teil des Forums gegangen (für mich ist eigentlich bloß der über Hypherhidrosis interessant) und finde das ganze sowohl traurig, als auch "faszinierend" (bitte entschuldigt das Wort - ich sehe Euch nicht als Freaks oder Versuchskaninchen, ganz ehrlich).

Was muss ich mir denn unter einer Sozialphobie vorstellen? Habt Ihr Angst vor Menschen, oder Menschenmassen? Wie stet es mit menschlicher Nähe und Intimität? Wie reagiert Eure Umwelt darauf? Ich hoffe ich bin jetzt nicht zu indiskret, falls doch, verzeiht mir bitte!

Wie äußert sich diese Phobie, ich meine wie reagiert Euer Körper darauf? Wie sieht Euer Leben mit der Erkrankung aus? Habt Ihr eigentlich immer Angst (schreckliche Vorstellung)?

Entwickelt sich diese Erkrankung erst im Laufe des Lebens oder etwa durch bestimmte traumatisierende Ereignisse? Und viel wichtiger, ist das heilbar?

Ich entschuldige mich nochmals für meine naiven Fragen und wünsche Euch allen ein angstfreies Leben!

10.06.2002 12:31 • 09.07.2002 #1


7 Antworten ↓


Nadine3


hmm...naja...man hat in jeder Situation Angst. Wenn es mir extrem schlecht geht, mag ich nichtmal einkaufen, auf Partys oder überhaupt irgendwohin, falls ich doch mal irgendwohin muß, wird dies begleitet, von Herzrasen, Zittern, trockenen Mund, ich kann dann nicht schlucken, weiche Knie,....diese Symptome werden so schlimm, daß mein Freund mich deshalb schon 2x ins Krankenhaus fahren mußte. Man kann das in dem Moment nicht kontrollieren, wenn ich dann in dieser Situation jemand fragt, was denn sei, kann ich immer nur antworten: Mir ist nicht gut, oder mir ist komisch , oder so. das gefühl kann man einfach nicht beschreiben....

Letztes Jahr habe ich mich trotz meiner Angst in ein Flugzeug gesetzt, war deshalb schon 5 Jahre nicht mehr in Urlaub. Naja, grade als das flugzeug geschlossen wurde, und auf die Rollbahn ging, wollte ich nur noch raus aus dem Flugzeug, und habe geheult usw. Hätte die Stewardess die Tür wieder geöffnet wäre ich glaube ich rausgesprungen....klingt verrückt ist aber so.... naja, als ich dann in Hamburg wieder gelandet war, konnte ich nur noch lachen, was mir 2 Stunden vorher in Palma de Mallorca passiert war. Die Angst schrenkt einen sehr ein.... deshalb weiß ich nicht, wann ich das nächste Mal fliegen werde.
Zu ganz extremen Zeiten, habe ich mich nicht mal in ein Bus gesetzt, oder bin auch nicht bei jemandem Im Auto mitgefahren, denn das Schlimme ist die Angst vor der angst, die Angst, daß die Angst wieder kommt. Und das ist das tückische, --genau dann wird man sie nicht los. (
Viele Grüße

10.06.2002 14:49 • #2


Gast


genau so würd ich es auch beschreiben.in einer situation wo ich nicht mehr entscheiden kann die situation zu verlassen ,alls beifahrer oder im flugzeug wenn die türen geschlossen werden,oder beim zahnarzt wenn 2 leute sich über mir beugen.aber auch in einem gespräch was länger dauert alls erwartet,hat man angst die angst würde wieder kommen und oft kommt sie dann auch was einen unsicherer macht vor der nächsten situation.es ist aber noch nie etwas passiert ausser die üblichen symtome wie herzrasen oder das gefühl die konntrolle über sich zu verlieren.ein mega schei. gefühl.kam bei mir erst mit 36.

10.06.2002 19:02 • #3


Michael1


Wow, das ist ja wirklich ziemlich hart... diese Symptome sind einfach so aufgetreten und nun lebt Ihr in ständiger Angst, dass die Symptome wieder auftreten, habe ich das richtig verstanden?

Habt Ihr denn keinen Anhaltspunkt, warum Euer Körper so auf vorher alltägliche Situationen reagiert? Kann man denn seinen Körper/Psyche überhaupt nicht beeinflussen?

Klingt wahrscheinlich wahnsinnig naiv, aber was ist denn mit solchen Meditationsübungen? Meine Mutter hatte mal Autogenes-Training und konnte später ihren Blutdruck in gewissen Bahnen beeinflussen.

10.06.2002 21:33 • #4


Gast


du hast recht.man kann seine phsyche und muss sie beeinflussen.bei mir klappt es im moment ganz gut.aber es gibt sozialphobieker ,da ist diese art von ,störung,schlimmer als bei mir.entschuldigt diesen ausdruck freunde.es ist ein teufelskreis der aber zu knacken ist.und jeder machts auf seine weise.

11.06.2002 06:19 • #5


Nadine3


Ja, mit Auto Genem Training sollte es weg gehen ! ich selber habs noch nicht ausprobíert, ich mache stattdessen Ausdauer Sport, das heißt Joggen, Schwimmen, Radfahren, und das ganze dann so 2 Stunden fünfmal in der Woche.
Ich habe bemerkt, daß mein Körper dann sehr müde ist, und auf diese Angst "keine Lust" mehr hat, Bzw. weil ich dann ausgepowert bin. Diesen Tipp habe ich übrigens von meinem Hausarzt !! ;o)
Ich habe diese Angst auch nicht mehr allzu schlimm, sie kommt selten vor, weil ich gelernt habe, und weiß, daß mich diese Angst nicht umbringt, obwohl man heftigste Körperliche Symptome hat, aber das kommt nur vom Kopf her.
Euch allen einen schönen Tag !
Viele Liebe Grüße Nadine

13.06.2002 08:19 • #6


Nadine3


einen genauen Anhaltspunkt habe ich nicht , wann die angst kommt.
In extremen Streßsituationen gehts mir blendend, wenn dann der ganze Streß vorbei ist, man zur Ruhe kommt, dann erst kommt die Angst und die Panik ! Ich habe eine Zeitlang mit der Angst vor der Angst gelebt, aber nun lasse ich sie auf mich zukommen..... und stehe sie dann an Ort und Stelle durch, und versuche nicht der Situation zu entfliehen, z. B. im Zug, oder auf einer Feier usw. Man merkt, daß die Angst wieder ganz schnell weg geht, wenn man sich der Angst stellt, und an Ort und Stelle bleibt !!

13.06.2002 08:23 • #7


Mrx


Da du kein Sozialphobiker bist kannst du das ja nicht wissen. Bei mir ist es z.B., dass ich mich nicht Traue zu sprechen weil ich befürchte ich könnte auf einmal einen Blackout und gleichzeitig blöde Kommentare zu bekommen. Diese Krankheit kann auch Kinder und Jugendliche wie mich befallen. Ich bin 14.

Ich glaube das hat einige deiner Fragen beantwortet.

Dein Mrx

09.07.2002 17:17 • #8



Dr. Reinhard Pichler


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