hallo

vor 7 Jahren wurde bei mir eine Soziale Phobie diagnostiziert und hatte Panikattacken und Probleme beim essen wenn andere da waren etc...das ist nun alles weg seit ein paar Jahren. Ich merkte nur das ich immer leicht aggressiv war wenn mir was nicht passte, und leicht stur und bockig ebei Kritik etc. SO von der Art her bin ich zurückhaltend, grad bei neuen Dingen,. neue Arbeit etc und halt auch unsicher.

auf meiner Arbeitsstelle, die ich nicht mehr habe, sagten Kollegen zu mir , das ich immer so nervös bin und ich ruhig bleiben soll, und könnte mich nur auf eine Sache konzentrieren und ich müsste mich ja mal umgucken wenn die Maschine rot ist etc. Ich dachte die spinnen, aber dann blickte ich so zurück und merkte das was mit mir nicht stimmt. Ich verlegte ständig meine Sachen, Schutzbrille, Handschuhe, Stempel, Kulis, Jacke etc und suchte immer danach bzw vergaß ich ab und zu mal. Ein Verschleiß hatte ich immer an Kulis, ständig waren die weg oder vergaß die daheim. Dann rannte ich ständig zurück weil ich meinen Spintschlüssel vergaß, einmal kam ich fast zu spät auf Arbeit.


ich habe dann einen Psychologen gesucht und habe ihm meine Probleme erklärt und er lud mich dann sofort zu sich ein, das ging echt rasch, Ich schrieb ja verschiedene an, und jeder wollte mir helfen irgendwie, ich wählte aber meinen weil er der 2te war und der war seriös mit Homepage etc. Der 1te hatte keine Homepage und sagte mir nicht zu.

jetzt dachte ich weil ich ja nicht mehr arbeite das es weg ist, aber haste gedacht. Ich renne immer noch zurück wegen Schlüssel oder letztens wollten wir zu meinen Eltern gehen und ich hatte einen Blumenstock in der Hand für meine Mum. Ich wollte zur Haustür gehen und da meinte mein Freund "deine Sägespäne musst du mitnehmen!" Erst heute wieder fuhr ich zur Therapie und dachte "wo ist denn mein Handy?" wieder vergessen! Ich wollte danach noch woanders hin, und musste deswegen extra wieder heim fahren.

bei meinem Therapeuten hatte ich ja Gespräche und dann folgten Konzentrationstests, wo 5 min vorgegeben war ich nur 2 min nutzte weil ich nix mehr fand bzw nicht mehr bei den Buchstaben was richtig war und sah nicht mehr durch bei den Zeichen die Falsch waren. Heute musste ich aus vielen Bausteinen einen Würfel bauen, und stellte mich an wie das erste Auto, ich baute ein Viereck in 2D und erst später durch seine Hinweise "das ist doch ein Viereck , kein Würfel" "ja fast nah dran" schaffte ich es dann doch. Dann musste ich Muster, die auf den Würfeln waren zusammensetzen laut Bilder die er mir vorzeigte, das erste war bissel schwer aber dann als ich wusste wie, gings ganz gut. Er hatte immer eine Stoppuhr dabei. Aber besser wenn er stoppt als wenn er ne Zeit vorgibt.

Da frag ich mich eigentlich, wozu das gut ist, warum er das macht will er mir später erklären........ich weiß nicht was mit mir los ist, und ich bin mal gespannt was für eine Diagnose irgendwann mal rauskommt. Das ist doch nicht normal wenn man ständig dinge vergisst, ich hab gar keinen Stress., bin ja noch daheim.

hattet ihr schon mal sowas ähnliches?

lg susi

23.05.2013 20:41 • 27.05.2013 #1


7 Antworten ↓


Hallo,

ehrlich gesagt könnte ich mir vorstellen, dass das alles nur mit Deiner ursprünglichen Diagnose zusammenhängt. Ich habe auch schon die Erfahrung gemacht, dass man teilweise haarsträubende Fehler macht oder sich schusselig anstellt, wenn man unter Druck steht / sich selbst unter Druck setzt. Das muss einem nicht mal bewusst sein.

Grüße

pc

25.05.2013 14:28 • #2


Ich kann mir auch vorstellen, dass dies weiter mit der Sozialen Phobie zusammenhängt. Ich selbst habe auch viele Erfahrungen damit, dass die Soziale Phobie die ganze Konzentration stark beeinträchtigen kann, so dass man die seltsamsten Fehler usw. macht oder man allgemein sehr vergesslich ist. Besonders schlimm kann dies werden, wenn zu dieser Sozialen Phobie auch noch eine starke Angst vor Kritik, Fehlern oder Versagen gehören.

25.05.2013 20:52 • #3


Schlaflose
Zitat von Avalon:
Besonders schlimm kann dies werden, wenn zu dieser Sozialen Phobie auch noch eine starke Angst vor Kritik, Fehlern oder Versagen gehören.


Ich habe das auch alles (nennt sich dann "ängstliche (vermeidende) Persönlichkeitsstörung), aber trotzdem ein super Gedächtnis und kann mich extrem gut konzentrieren.

26.05.2013 08:57 • #4


Hi Schlaflose,
nur weil du dies auch alles hast bedeutet dies ja noch längst nicht, dass du damit auch die gleichen Probleme und Symptome haben musst. Soziale Angststörungen sind ja sehr individuell, so dass sich daraus auch individuelle Probleme ergeben können.

Meine persönliche Erfahrung ist nun mal, dass starke soziale Ängste usw. zu solchen Dingen führen können. Das Nachlassen meiner Ängste usw. hat bei mir zudem dazu geführt, dass auch solche Probleme deutlich abgenommen haben. An manchen Tagen merke ich es aber immer noch sehr deutlich, dass besonders unterschwellige Ängste mich noch sehr vergesslich und unkonzentriert machen. Ich habe aber inzwischen gelernt dies zu berücksichtigen oder zumindest gelassen damit umzugehen.
Persönlich könnte ich beispielsweise niemals so einen Test machen und besonders würde ich niemals einen Intelligentest machen, weil meine Versagensängste ganz schnell zu gewissen Blockaden führen würden. So eine Blockade kann dann beispielsweise dazu führen, dass ich selbst einfache zweistellige Zahlen nicht miteinander addieren kann, weil ich ja einen Fehler machen und mich damit blamieren könnte. In solchen Momenten kann ich mich dann nicht einmal auf die Zahlen konzentrieren, weil mein Kopf regelrecht abschaltet .

26.05.2013 10:35 • #5


ich bin nicht vergesslich weil ich vor etwas große Angst habe. Das ist nur so, ich will mich beeilen und dann vergesse ich die Hälfte weil ich mit den Gedanken wieder bei der nächsten Sache bin, zb die Tür zu öffnen um das und das zu erledigen.

Oder ich suche was daheim, den schlüssel den ich verlor, guck in den schrank und finde immer andere interessante dinge die mir in die hände kommen und nehm die mit , lege den Zettel den ich verpacken will erstmal auf den Tisch, und dann seh ich wieder was, fand mein Labello und dann renn ich an dem Zettel vorbei und dann überlege ich im anderen zimmer"was wollt ich jetzt?" das hat nix mit sozialer Angst zu tun, das passiert mir daheim, das passiert mir bei meinem Freund, auf Arbeit. Immer. Je mehr Stress ich habe, je mehr aufgaben ich bewältigen muss je vergesslicher werd ich. Heute hatte ich zb vieles zu erledigen und dachte "du hasst doch was vergessen? sah aber nicht nochmal auf die Rückbank weil ich dachte "naja werde alles haben" bis ich zuhause ankam und merkte das ich ne mappe vergessen habe in briefkasten zu stecken. Auf arbeit meinten die immer ,"du kannst dich nur auf eine Sache konzentrieren" ständig suchte ich meine Schutzbrille oder den Stempel oder vergaß den Schlüssel und rannte über all rum und naja die waren es schon gewöhnt das ich immer was suchte

ich habe auch Probleme bei Gesprächen zu folgen ich schweife dann immer gern ab und meine blicke wandern dann durch den Raum und werde sehr schnell müde und mein Kopf fühlt sich dick an. Wenn dann ein Geräusch von draußen kommt, kindergeschrei geht meine Aufmerksamkeit auf das geschrei.
Wenn ich mich mit meinem Onkel unterhalte und ich zuhöre, versuche zuzuhören schreit meine mutter dann was und dann bin ich mit der Aufmerksamkeit bei ihr und muss lachen und habe nur das halbe verstanden was mein onkel mir erzählt hat . Wenn dann alle durcheinander reden kann ich gar nicht mehr richtig folgen oder wem ich zuhören soll. Starke soziale Ängste hab ich eigentlich nicht, hatte ich auch noch nie gehabt. Nur leichte. Ich kann mich ganz normal mit Leuten unterhalten und Scherze machen und auch sticheln oder nach dem weg fragen oder sonstiges. Ich hab auch keine Angst wenn ich z.b einkaufen gehe oder so. Wenn ich angst habe ist mal vor Vorstellungsgesprächen oder Prüfungen.


ich kann bei ein buch zb nie zueende lesen, ich lese und schweife dann ab und dann lege ich es weg , ich habe hier viele bücher die ich noch nie zueende gelesen habe. Oder überspringe Sätze. Manchmal lese ich Sätze gar nicht oder ich springe runter lese da weiter und zwinge mich aber dann wieder oben zu lesen. Wenn ichs dann mal geschafft habe weiß manchmal nicht um was es da eben ging.

27.05.2013 23:32 • #6


ich war schon immer bissel träumerisch veranlagt und lasse vieles schleifen und verschiebe es auf irgendwann und dann wenn der termin näher kommt hab ich panik ich war auch als Kind und als Teenager vergesslch "schalt doch mal das licht aus" oder "los komm wir wollen los" oder habe und hatte immer Schwierigkeiten mich zu entscheiden. Hatte probleme zuzuhören weil ich hab das dann wieder vergessen wann es war und musste manchmal noch mal anrufen. ich denke das ist nicht nur die soziale angst da steckt mehr dahinter, grad weil ich Probleme mit der Konzentration habe, nicht nur unterwegs auch daheim und früher in der schule hab ich auch eher geträumt. In Informatik war ich super gut, und in den anderen fächern schlecht mit 4er und 5er weil die langweilig waren

27.05.2013 23:50 • #7


Hi susi,

so wie du schreibst, hörst du dich unheimlich gehetzt an. Wer hetzt dich - innerlich - so?

Zitat:
Je mehr Stress ich habe, je mehr aufgaben ich bewältigen muss je vergesslicher werd ich.
Das ist m.E. völlig normal. Wenn du so viel zu erledigen hast, musst du dir einen Arbeitszettel machen und zwischendurch immer mal wieder draufschauen und spätestens zu Hause dann jeweils abhaken, was du schon gemacht hast.

Zitat:
Wenn ich mich mit meinem Onkel unterhalte und ich zuhöre, versuche zuzuhören schreit meine mutter dann was und dann bin ich mit der Aufmerksamkeit bei ihr und muss lachen und habe nur das halbe verstanden was mein onkel mir erzählt hat .

Auch das finde ichvöllig normal, dass du davon abgelenkt wirst, wenn jemand etwas dazwischenschreit.

Interessant finde ich dabei allerdings, dass du dich über das Dazwischenschreien deiner Mutter nicht ärgerst, sondern dass du es lustig findest. Ist das immer so? Falls ja, musst du dich nicht wundern, dass du dich nicht auf das jeweilige Gespräch (in dem Fall mit dem Onkel) konzentrierst. Warum schreit denn deine Mutter dazwischen? Macht sie das oft? Was bezweckt sie damit?

28.05.2013 00:09 • #8




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Dr. Reinhard Pichler