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Hallo,

Ich bin 21 komme aus Berlin und war schonmal vor einem Jahr in diesem Forum. Da ich jetzt seit gut 5 Jahren unter Sozialer Angst leide, wollte ich mal nachfragen ob es Leute in diesem Forum gibt welche Ihre Soziale Phobie besiegt haben? Ich versuche wirklich einiges, hab schon ein paar Therapien hinter mir, aber diese Angst hält sich einfach verdammt hartnäckig

Da man ja ja auch offline die Beiträge hier lesen kann, hoffe ich das das an Information über mich erstmal reicht. Alles weitere kann ich natürlich auf Nachfrage erzählen.

Mir kommt es vor als würde diese Angst nie wieder weggehen. Was habt Ihr gemacht damit Ihr ein einigermaßen normales Leben leben könnt? Ich weiß das ich mich den Situationen stellen muss, aber ein paar Erfahrungsberichte etc. würden mir ein bisschen Hoffnung geben. Die Angst, das Leid verändert einen und die Person die man davor war wird man nie wieder sein, aber normal zu leben, ohne dieses "Problem" ist das Ziel.

31.10.2014 22:51 • 03.11.2014 #1


9 Antworten ↓


Hotin
Hallo berlin 22,

Du wirst hier sicher Leute finden die jetzt viel besser mit ihren Ängsten klar kommen.
Da Du bereits einige Therapien gemacht hast weist Du sicherlich, dass das Angstgefühl
üblicherweise ganz normal ist.
Tiere und Menschen steuern sich mit der Angst. Angst dient dem Schutz von Lebewesen.
Du kannst Angst also nicht beseitigen. Wichtig ist nur mit diesen Gefühlen so umzugehen,
das es Dich nicht belastet.
Nutze das Angstsignal wie einen Freund.
Wichtig ist zu lernen wie diese Steuerung abläuft und keine Angst davo zu haben Deinen
eigenen Willen da mit einzubringen.
Falls Du Fragen dazu hast, schreib das bitte auf.

Viele Grüße
Hotin

01.11.2014 01:36 • #2



Erfahrungsberichte Soziale Phobie besiegt?

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Hallo Berlin22,

tja, "besiegt haben" kann man es wohl nicht nennen, es gibt immer noch ängstliche Tage oder Situationen, aber ich hab ein ganz gutes Leben heute. Bei mir fing es mit 21 an, heute bin ich 35. Die Angst fing damals schon an der Wohnungstür an. Ich habe dann jahrelang Medikamente genommen, war mehrmals in Tageskliniken, aber wirklich verbessert hat sich nichts. 7 Jahre später hatte meine Psychiaterin dann die Idee, dass ich eine Psychotherapie machen könnte. Glücklicherweise hat sie mir eine tiefenpsychologische Therapie und einen großartigen Therapeuten vermittelt. Ab da fing es an besser zu werden, ich habe gemerkt, dass der Schlüssel die Auseinandersetzung mit meiner Kindheit ist, das Verhältnis zu meinen Eltern.
Nach der Therapie habe ich mich dann sozusagen selbst weiter therapiert, also viel nachdenken und erinnern, Zusammenhänge versuchen zu verstehen. Das war ein steiniger Weg auf dem ich immer noch bin, aber heute würde ich meine Lebensqualität als gut bezeichnen.

Was für Therapien hast du gemacht?

Grüße, Sub

01.11.2014 16:47 • x 1 #3


@Hotin, danke für die Antwort.

Die Angst als Freund sehen? Ein Gedanke an den ich mich erstmal noch gewöhnen muss um ehrlich zu sein^^. Jedenfalls spielt es bei mir eine große Rolle wie Personen auf meine Symptome reagieren. Ich sehe es auch ein wenig als Zeichen von Schwäche, was natürlich quatsch ist.

"Wichtig ist zu lernen wie diese Steuerung abläuft und keine Angst davo zu haben Deinen
eigenen Willen da mit einzubringen."

Wie genau meinst du das?

Gruß

01.11.2014 22:01 • #4


@ Sub1, danke für deine Antwort.

Bis auf einen langfristigen Stationären Aufenthalt habe ich von Verhaltentherapie bis hin zur Tiefenpsychologie so gut wie alles gemacht.

Das du das Problem lokalisieren konntest finde ich gut, so sollte ich es auch machen. Ich denke mein ausschlaggebendes Erlebniss war der damalige Schulwechsel.

Ich habe am Montag einen Termin beim Verhaltenstherapeulten, mal sehen was das bringt.

01.11.2014 22:05 • #5


Was ist bei dem Schulwechsel passiert?

02.11.2014 10:37 • #6


Hotin
@ berlin 22

Habe nicht verstanden was Du als Zeichen von Schwäche ansiehst.
Das Menschen auf Deine Symptome reagieren ist doch normal oder ?
Das mit der Steuerung sende ich Dir mal als PN.

Viele Grüße
Hotin

02.11.2014 17:22 • #7


@Hotin, mein problem ist das ich nicht negativ (vllt ja nur aus meiner Sicht) auffallen möchte. Ja sie reagieren auf die Sympthome weil sie sie ja selber in normalen Situationen nicht haben, aber das macht es ja nicht leichter, sondern eher schwerer...

03.11.2014 01:56 • #8


@Sub, neue Schule, neue Klasse, aber das liegt ja jetzt auch schon gute 5 Jahre zurück. Angst vor Brücken, spinnen etc, alles kann man gut und gezielt angehen, bei der Sozialen Phobie bekommt man keine Pause, außer in den eigenen 4 Wänden vllt mal. Sie betrifft ja leider jeden Lebensbereich...

03.11.2014 01:59 • #9


hm, klingt jetzt nicht so traumatisch. Und deswegen hast du so festsitzende Ängste?

03.11.2014 14:15 • #10



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