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Hallo liebe Forengemeinschaft,

ich habe gerade den Stadt-Anzeiger gelesen. Da sucht ein Krankenhaus-Funk ehrenamtliche Mitarbeiter. Seit ich den Artikel gelesen habe, bin ich ganz aufgeregt. Also: Gesucht werden neue ehrenamtlich tätige Moderatoren, Rechercheure und Programmgestalter. Der Sender versorgt das Krankenhaus mit unterhaltsamen Programmen.
Er möchte sein Angebot ausweiten und braucht dafür neues Personal.
Erfahrung könnte man vor Ort gewinnen und man würde gründlich eingearbeitet. Ein Foto vom Studio hab ich gesehen, auch von Leuten die da arbeiten.
Die Aufgabe würde mich schon reizen und wäre z.B. eine Möglichkeit etwas in den Arbeitsalltag zu kommen, geht ja bestimmt stundenweise. Vor Aufregung ist jetzt mein Kopf etwas zugegangen, werde gleich mal massieren.

Insgesamt hab ich einfach Angst schlechte Erfahrungen zu machen. Ich hab doch schon so viel mitgemacht.

Die Aufgabe könnte aber helfen Ängste und Depression zu überwinden. Könnte ja auch jederzeit fliehen.

Was meint ihr dazu? Ich setze mal meine Igno-Liste außer Kraft, dann kann sich jeder dazu äußern der möchte.
Aber denkt bitte dran, ich bin ein sensibler Mensch. Ja? ..

10.07.2016 18:10 • 12.07.2016 #1


50 Antworten ↓


FlorianMehne98
Hallo Marlena,

Finde ich persönlich wirklich eine Prima Idee, würde es sowas bei mir in der nähe geben dann würde ich wohl auch direkt die Chance ergreifen.
Ich glaube dass das Personal ziemlich Nett sein wird (sollte man eigentlich für so eine Arbeit) und ich bin mir ziemlich sicher das es dir gefallen wird.
Versuch dich auf jeden fall daran wenn du es wirklich willst und ich stimme dir zu das es dazu beiträgt Ängste und Depressionen in den Griff zu kriegen.

Wünsche dir auf jeden fall alles gute

Mfg

Flo

10.07.2016 18:17 • x 1 #2



Eine Chance ?

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Hallo Flo,

ganz herzlichen Dank für deine Meinung.
Ja, das stimmt, die Leute müssen ja schon nett sein. Wenn die ins Mikrofon pampen, würde ja niemand zuhören wollen.
Hatte mal einen Nebenjob in einem Supermarkt, Taschenannahme, Reklamationen und Durchsagen für Angebote, oder z.B. Geheimcodes 15 bitte an 301. Meine Stimme hat durch den ganzen Supermarkt geschallt. Meine damalige Friseuse war da wohl einkaufen und hat zu mir später bei einem Friseurtermin gemeint sie dachte, die Stimme kennt sie doch.

10.07.2016 18:31 • #3


Wenn dich die Anzeige derart anspricht, würde ich es an deiner Stelle einfach versuchen. Verlieren kannst du im Grunde nichts: Wenn es nicht passen sollte, kannst du ja jederzeit wieder aufhören, bei ehrenamtlichen Tätigkeiten steht man ja nicht in der Pflicht. Aber es wäre ein erster Schritt in Richtung Wiedereingliederung ins Arbeitsleben (zwar nicht finanziell, aber du hast etwas Sinnvolles, Herausforderndes zu tun). Vor welchen schlechten Erfahrungen hast du konkret Angst? Dass die Kollegen doof sind (glaube ich nicht, so wie Flo sagt: Für solche Tätigkeiten melden sich eher nur nette Menschen)? Dass du nicht gut genug redest? Dann könntest du ja statt moderieren recherchieren oder das Programm planen.

10.07.2016 18:49 • x 1 #4


Icefalki
Nicht denken, bewerbe dich, tue es einfach. Hast doch nichts zu verlieren, nur zu gewinnen.

10.07.2016 18:58 • #5


Zitat von juwi:
Vor welchen schlechten Erfahrungen hast du konkret Angst?


Liebe juwi,

ich hab allgemein einfach Angst irgendwie einen Mist mitmachen zu müssen. Aber wie du schreibst, ich stehe ja nicht in der Pflicht.
Und wenn ein Vorstellungsgespräch blöd sein sollte, dann hätte man mich bei einer ehrenamtlichen Tätigkeit eben gesehen ..
Wenn ich das nur einen Nachmittag mache, hätte ich immer noch Zeit für einen Minijob.
Ja, es geht wirklich um einen ersten Schritt ..

Das ist ein Teil der noch vorhandenen mittelschweren bis einfachen Depression, diese Angst. Da ist das Nervenkostüm einfach noch nicht so da.

Ja, die Anzeige spricht mich so an, als ob mich ein kleiner Blitz getroffen hätte ..

10.07.2016 19:01 • #6


Zitat von Icefalki:
Nicht denken, bewerbe dich, tue es einfach. Hast doch nichts zu verlieren, nur zu gewinnen.


Doch ich könnte wieder einen kleinen Teil meines mühsam aufgebauten Nervenkostüms verlieren ..

10.07.2016 19:03 • #7


Icefalki
Warum denn. Du hast es doch in der Hand. Wenn's dir nicht passt, gehst du wieder.

Vielleicht baut das aber dein Nervenkostüm wieder auf. Weiß man doch vorher nie.

10.07.2016 19:05 • x 1 #8


Zitat von Icefalki:
Warum denn. Du hast es doch in der Hand. Wenn's dir nicht passt, gehst du wieder.

Vielleicht baut das aber dein Nervenkostüm wieder auf. Weiß man doch vorher nie.


Ja, das stimmt ..

10.07.2016 19:08 • #9


Hallo Marlena.
Also ich weiß zum Beispiel nicht was dir widerfahren ist, woher deine Ängste und Depressionen kommen. Keiner hier kann glaube ich beurteilen, ob diese Aufgabe für dich richtig ist.
Deine Angst kann ich verstehen. Ein Neustart ist immer nicht nur aufregend, man verlässt auch gewohntes Terrain und liefert sich wieder anderen Menschen aus. Wenn man dann aus Ängsten
besteht, ist das schon ein großer Schritt. So weit wie ich dich jetzt hier vom schreiben her kenne, hast du eine Menge Fantasie und bist auch sehr schreibgewandt. Da ich selbst in der Nähe eines
Radiosenders wohne und auch schon mehrmals Kontakt mit verschiedenen Leuten dort hatte, kann ich nur bestätigen, dass diese Menschen ein besonderer Schlag sind. Sie sind sehr wissbegierig,
kontaktfreudig und sehr umgänglich, schon allein weil wenn sie ihre Arbeit gut gestalten möchten - sie in alle Richtungen arbeiten müssen. So ein kleiner Krankenhaus-Funk ist natürlich viel kleiner
und er ist nicht mit einem Radiosender zu vergleichen ... ein bisschen unpassend. Aber ich glaube auch dort sind die festen Angestellten ein besonderer Schlag Menschen, dem wie oben beschrieben sehr ähnlich.
Was ich nicht gut finde, eine Aufgabe anzufangen und schon im Hinterstübchen zu haben - wenn es mir nicht gefällt, dann kann ich ja wieder verschwinden. Es gab schon viele Menschen, die so bis an
ihr Lebensende mit ihrer Angst gelebt haben.
Eine wirklich ausgefallene Bewerbungsmappe mit vielleicht einigen ausgesuchten Texten und einem persönlichem Gespräch, einem Rundgang und die Möglichkeit erst einmal die Mitarbeiter zu beschnuppern
bringt glaube ich mehr. Du schreibst selber, dass du das Schöne und die schönen Seiten magst. Dann mach für dich ein Konzept mit so kleinen Etappenzielen, belohne dich mit was Schönem und vor allem
such dann in deiner ehrenamtlichen Arbeit das Schöne und ich glaube, wenn du das gefunden hast, stehst du auch über den Dingen, die nicht so erfreulich sind.
Du kannst nur gewinnen ... nie verlieren. Selbst wenn du nicht klar kommst und du wieder heim bist - DU hast es versucht. Wenn du alles nur rein neutral als Erfahrungen betrachtest, gewinnst du auch dann, wenn du aus irgend einem Grund diese ehrenamtliche Arbeit wieder aufgibst.

10.07.2016 19:21 • #10


Hallo Hanna,

da gibt es keine festen Angestellten. Die machen das aus Spass an der Freude. Das ist ja keine hochoffizielle Angelegenheit. Ich denke, dass die halt etliche neue ehrenamtliche Mitarbeiter suchen, stundenweise. Mit irgendwas Verbohrtem kann man mir fern bleiben .. nee, nee.
Ich erstelle in diesem Leben keine Bewerbungsmappen mehr. Aus dieser Nummer bin ich raus.
Also ein Neustart wäre sowas für mich nicht .., das würde eher zu meiner allgemeinen Kreativität gehören.

Es ist nicht so, dass ich aus Ängsten bestehe, das ist eher eine Angst vor dem Abgenervtwerden ..

Mit welcher Angst meinst du leben manche Menschen bis an ihr Lebensende? Das habe ich jetzt nicht verstanden.

10.07.2016 19:37 • #11


Es gibt viele Menschen, die sich sehr spät oder gar nicht ihren Ängsten stellen und dadurch immer mehr alles meiden. Hab ich selber einige kennengelernt.
Ja, dann bin ich hier aus dieser Nummer raus ... wenn du mit nichts Verbohrtem mehr zu tun haben möchtest ... ich wünsch dir viel Erfolg!

Lg

10.07.2016 19:50 • #12


Das hier ist keine Nummer ..
Ich habe schon immer viel Ruhe und Zeit gebraucht und keine Reizüberflutung.

Also ich meide mittlerweile Menschen, die mich volljammern, aber nicht auf mich eingehen, mich mit ihrer Unausgeglichenheit nerven .. und so, meine ich jetzt im Allgemeinen.
Das ist oftmals reiner Selbstschutz.
Es ist nicht alles Angst. Das muss man schon differenzieren.

Zum Teil ist Angst ja auch ein Freund und beschützt einen vor gefährlichen Situationen.

10.07.2016 19:56 • #13


Mit Nummer war nicht dein Anliegen oder deine Frage gemeint, sondern einfach nur ... ich habe geschrieben was ich denke und gut, weil ich gemerkt habe, dass wir ganz unterschiedlich denken.
Das ist auch ok so ... wäre schlimm, wenn wir alle gleich wären.

10.07.2016 20:00 • x 1 #14


Ja .., ich hab versucht deinen Beitrag für mich ins Deutsche zu übersetzen .., sorry ..

10.07.2016 20:02 • #15


Zitat von Marlena_:
Ja .., ich hab versucht deinen Beitrag für mich ins Deutsche zu übersetzen .., sorry ..


...

10.07.2016 20:03 • #16


kl Schnecke
Zitat von Marlena_:
Das hier ist keine Nummer ..
Ich habe schon immer viel Ruhe und Zeit gebraucht und keine Reizüberflutung.

Also ich meide mittlerweile Menschen, die mich volljammern, aber nicht auf mich eingehen, mich mit ihrer Unausgeglichenheit nerven .. und so, meine ich jetzt im Allgemeinen.
Das ist oftmals reiner Selbstschutz.
Es ist nicht alles Angst. Das muss man schon differenzieren.

Zum Teil ist Angst ja auch ein Freund und beschützt einen vor gefährlichen Situationen.

Wenn das so ist, dann lass das lieber mit der Stelle, dort laufen nur ab genervte Leute herum und meistens noch unsensibel dazu

10.07.2016 20:31 • x 1 #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Jedenfalls beruhigt es mich sehr, wenn ich mit euch darüber sprechen kann ..

10.07.2016 20:36 • #18


Hallo Marlena,

ich würde es an Deiner Stelle einfach ausprobieren.
Es stimmt, dass ein Ehrenamt gegen Ängste und Depressionen helfen kann, bei mir war das jahrelang der Fall. Wenn ich jetzt so daran zurück denke, glaube ich, dass meine Ehrenämter zeitweise sogar meine Rettung waren.
Es muss natürlich was sein, was einem wirklich Freude macht, dann bekommt man auch den nötigen Antrieb und die Motivation. Die Leute sind meist auch sehr nett.
Normalerweise kann man auch je nach vorhandenen Kräften bestimmen, wieviel Zeit man investieren will und natürlich auch wieder aufhören, wenns doch nicht das richtige ist. Man kann also mit einer gewissen Lockerheit an die Sache herangehen, ohne zu viel zu grübeln.
Die Gefahr, dass man mit einem Ehrenamt sich die Nervenn ruiniert, ist gering, weil man ja jederzeit Grenzen setzen kann.
Ich hab teilweise sehr viel gemacht, habs aber als positiven Stress empfunden. Aber wie gesagt, Du bestimmst, wieviel Du Dich einbringen willst.

10.07.2016 20:48 • x 1 #19


yellowBag
Lass es sein, die suchen dort Leute die anpacken um etwas für andere zu tun- ehrenamtlich eben.

Was die nicht brauchen ist eine Diva die permanent um sich und ihre Befindlichkeiten kreist .
Der schnell alles zu viel wird, die sich nicht anpassen kann und sich auch mal in den Hintergrund stellen ,um der Sache willen.

Am besten wäre du meidest Menschen generell. Bei so wenig Eigeneinsicht kann es für die auch furchtbar anstrengend mit dir
sein.

10.07.2016 20:56 • x 6 #20



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