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Hallo ,

ich bin ganz neu hier und habe (neben diverser anderer Phobien ) auch eine Arztphobie entwickelt. Aus Angst vor Spritzen, OP, Blutabnehmen, etc vermeide ich Arztbesuche soweit es geht.
Jetzt muss ich aber zum Arzt und sobald der Arzt mir eine Spritze geben will oder eine Untersuchung machen will, die mir Angst macht reagiere ich mit unkontrollierten Weinkrämpfen. Es fängt dann einfach an und ich kann nicht aufhören oder das irgendwie kontrollieren.
Es ist mir total peinlich, ich bin 29 und benehme mich schlimmer als ein Kleinkind.

Vor 2 Jahren sollte mir ein Muttermal ambulant herausoperiert werden und ich wurde unsanft wieder heimgeschickt, da ich mich nicht auf den OP Tisch legen wollte und geweint habe. Danach war ich noch trauriger als vorher, da ich mich lange überwinden musste diesen Schritt zu wagen und dann doch gescheitert bin.

Aktuell habe ich ziemliche Rückenprobleme, die ich seit Herbst mit mir herumtrage und den Arztbesuch aus Angst vor einer unangenehmen Diagnose vermieden habe.

Vor ein paar Tagen wurde es akut und ich musste in eine Bereitschaftspraxis gehen. Dort wollte mir der Arzt ein paar Spritzen in den Rücken geben und nachdem ich 2 mal einen Rückzieher gemacht habe meinte er nur er sei ja nicht im Zirkus, sowas müsse er sich nicht antun. Ich hatte ihm vorher von meiner Angst vor Spritzen erzählt. Letztendlich hat es dann beim 3. Versuch funktioniert und ich bin dann heulend heimgefahren.
Die Schmerzen sind jetzt nicht weg und ich muss auf jedenfall zum Orthopäden aber ich habe richtig Angst vor der nächsten Heulattacke. Es ist so peinlich und die meisten Ärzte reagieren darauf sehr gereizt, was es für mich nicht einfacher macht.

Ich habe schon überlegt, ob ein Beruhigungsmittel direkt vor dem Arztbesuch hilfreich sein könnte? Ich habe sowas noch nie genommen und kenne mich damit nicht aus

Hat hier noch jemand so ein Problem oder eine Idee, wie ich das in den Griff bekommen könnte?

22.04.2010 01:50 • 09.05.2010 #1


4 Antworten ↓


Hallo Mareike

Also ich habe zwar keine Arztphobie aber vielleicht habe ich ja ein paar Tips für dich...

Also erstmal finde ich es sehr sehr schade, dass die Ärtze so gereitzt reagieren, vor allem wenn du deine Ängste auch noch aussprichst. Dass die Situation dadurch nicht gerade leichter wird, kann ich gut verstehen. Ich finde es einfach nur schade, dass manche Ärzte für gewisse Dinge kein Verständnis haben...

Wie wäre es denn wenn du eine gute Freundin/ einen guten Freund/ o.ä. mit zum Arzt nehmen würdest? Das würde dir vielleicht ein bisschen sicherheit geben...

Ich kenn mich mit Phobien eigentlich zu wenig aus um die Tips zu geben, aber was mir noch einfallen würde, ist mentales Training. Woher kommt diese Phobie? Versuche deine Gedanken umzuprogrammieren. Es passiert dir nichts wenn du eine Spritze bekommst. Im Gegenteil schaffst du es nicht die Prozedur über dich ergehen zu lassen, geht es dir sehr schlecht. Aber du hast auch oft geschafft,d Ar. durchzuhalten... Und das kannst du wieder schaffen!

Wenn du es mal mit einem Beruhigungsmittel ausprobieren möchtest, kann ichd ir homeopatische Mittel oder Baldrian-Tropfen empfehlen. Bekommst du beides ganz leicht in der Apothe und hilft wirklich sehr. Ich habe gute Erfahrungen damit gemacht.

Liebe Grüße

29.04.2010 23:48 • #2



Angst vorm Arzt und unkontrolliertes Weinen.

x 3


Hallo Lila,

danke für deine Antwort .

Morgen früh muss ich zur Kernspintomografie wegen meinem Rücken. Ich hab sowas noch nie gemacht und bin schon nervös. Zum Glück kann mein Mann mitkommen, aber trotzdem .

Ich habe jetzt einen sehr netten Orthopäden gefunden, der irgendwie beruhigend auf mich gewirkt hat. Auf jedenfall musste ich mal nicht weinen beim Arztbesuch.

Du hast schon recht, das mit den Spritzen in den Rücken habe beim 3. Anlauf geschafft. Es hat weh getan, aber nicht mehr als die Schmerzen selbst. Das hab ich mir dann vor Augen gehalten. Trotzdem steigt die Angst vor einer neuen Spritze dann wieder an.

Das mit dem Baldrian werde ich probieren, wäre super wenn das hilft.
Meine Heulerei ist nämlich echt peinlich .

Ich bin auch froh nach der Kernspin vielleicht endlich mal eine Diagnose zu haben, so mache ich mir ständig Gedanken was es sein könnte und das ist auch nicht förderlich.

07.05.2010 23:47 • #3


Kann es sein, das du in deiner Kindheit eine schlimme Erfahrung mit Spritzen bzw Ärzten hattest?
Vielleicht als du noch ganz klein warst?
Das war nämlich mein Problem, ich habe meine Spritzenphobie bisher nie ganz beseitigen können, aber mit der Zeit konnte ich es minimieren, auch wenn ich bis heute noch minimal Probleme damit habe , sobald ich eine Spritze sehe.
Mfg

09.05.2010 01:19 • #4


Hallo

Na wie ist deine Kernspintomografie verlaufen?

Das mit dem netten Othopäden freut mich natürlich sehr. Ich denke das wird dir auch helfen deine Angst ein stück weiter zu bekömpfen.

Ja Baldrian ist wirklich super. Es ist nicht schädlich für den Körper und hat keine Nebenwirkungen. Also wie gesagt mir hilft das sehr. Ich nehme sie bei Prüfungen, weil ich mit der Situation sonst nicht zurecht kommen würde und keine Prüfung ohne Heulattacken durchstehen würde. Da mir das auch sehr sehr unangenehm ist und man dann schnell als "Heulsusue" abgestempelt wird, bin ich echt froh dass ich was im Petto habe.

Wann bekommst du denn die Ergebnisse deiner Kernspintomografie?

Liebe Grüße

09.05.2010 20:17 • #5




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Dr. Reinhard Pichler