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Spatz-93
Hallo zusammen,

erstmal zu mir, ich bin 22 Jahre alt und leide seit ca 2 Jahren an Zwangsgedanken mit Verdacht auf eine leichte Depression. Ich hatte immer mal wieder depressive Verstimmungen (die haben höchstens 14 Tage angehalten). Ich bin seit 2014 in einer Verhaltenstherapie, nehme keine Medikamente (Außer ab und zu Johanniskraut oder lasea)

Derzeit sind die Grübeleien in meinem Kopf, die Hoffnungslosigkeit und der Gedanke, ob mein Leben lebenswert ist sehr extrem. Das geht jetzt schon über einen Monat so. Suizidangst habe ich auch. Also nicht der Wunsch danach, sondern die Angst dass dies eine Option ist. (Versteht man was ich meine?)

Als ich am Samstag zu meinem Freund gefahren bin, hatte ich schon wieder ein schlechteres Gefühl. Und kaum war ich da, musste ich weinen. Normalerweise weine ich kurz und dann hat sich die Sache. Doch ich kann nicht mehr aufhören. (Ja heute ist Dienstag ...) Es kommen mir die ganze Zeit die Tränen und ich weine. Selbst wenn ich grad mal an nichts denke (Was für mich wunderbar ist), fühle ich den innerlichen Druck und fange an zu weinen. Es ist wirklich unkontrolliert und passiert einfach so seit 4 Tagen. Bin heute auch einfach von der Arbeit weg, kann ja da nicht die ganze Zeit verheult sein

Ich wollte euch mal fragen, ob ihr das kennt? Wie geht ihr mit solchen Situationen um?
Wäre schön, sich mit paar Gleichgesinnten austauschen zu können.

Vielen lieben Dank fürs durchlesen!

Viele Grüße,
euer Spatz

12.04.2016 11:27 • 10.11.2016 #1


9 Antworten ↓


Vergissmeinicht
Hallo Spatz,

Deine Seele scheint zu weinen. Wie ist Dein Leben bislang verlaufen; bist Du glücklich, passt alles sonst?

Weißt Du, weinen ist nichts Schlimmes und ich kenne viele, die es garnicht können. Dich macht es fertig wie ich lese. Was konnte Dir bislang die Therapie geben?

Zu den Zwangsgedanken gehört auch der Suizid. Dennoch wirst Du diese nicht tun und hat mit Option nichts zu tun. Die Frage ist, was hinter allem steckt?!

12.04.2016 12:02 • #2



Ständiges unkontrolliertes Weinen

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Spatz-93
Hallo Vergissmeinicht,

danke für deine Antwort. Mein Leben ist an sich gut. Also momentan.
Früher habe ich viel Frust gehabt durch die Scheidung meiner Eltern und der ewige Streit, dann das Desinteresse von meinem Vater. Jahrelang kam nur Ignoranz von seiner Seite und ihn mit seiner neuen Familie zu sehen, die er offensichtlich liebt im Gegensatz zu mir tat immer weh.

In den letzten zwei Jahren hat sich mein Leben eigentlich sehr positiv entwickelt. Ich habe einen festen Freund, der immer hinter mir steht. Viele Freunde denen ich vertrauen kann. Ich studiere und habe alles im Griff. Ich könnte nicht mal sagen was in meinem Leben schlecht läuft. Außer mein Kopf, der nie zufrieden ist, alles infrage stellt und in nirgends einen Sinn sieht.

Ich bin eigentlich immer zufrieden mit meiner Therapeutin gewesen. Sie hat mir immer genau erklärt wie so Zwangsgedanken entstehen und dass ich lernen soll diese Gedanken auszuhalten etc. Es ging mir phasenweise sehr gut, und jetzt geht es wieder bergab. An sich halte ich Therapie für eine gute Sache, doch manchmal bezweifle ich ob mir überhaupt geholfen werden kann. Kann man so Grübeleien und Hoffnungslosigkeit einfach so beheben?...

12.04.2016 13:19 • #3


Vergissmeinicht
Liebe Spatz,

unser Gehirn kann immer nur an eine Sache denken. Versuche Step by Step die negativen Gedanken durch Positive zu ersetzen. Ist ein wenig Übung, aber es geht.

Liest sich doch alles in allem gut.

Hast Du Deinem Vater mal gesagt, wie Du Dich fühlst?

12.04.2016 13:32 • #4


Spatz-93
Liebe Vergissmeinicht,

ich versuche schon immer positiv zu denken, und alles wertzuschätzen was ich habe. Allerdings überwiegen grad die negativen Gefühle. Fühle mich sehr erschöpft und habe immer Angst alleine zu sein, denn da könnte ich ja was dummes machen...

Habe mit meinem Vater nie darüber gesprochen. Ich fühle mich noch nicht bereit dazu. Obwohl es mir bewusst ist, dass das zu einem Bewältigungsprozess gehört, den ich irgendwann eingehen muss.

Liebe Grüße

12.04.2016 19:04 • #5


Vergissmeinicht
Liebe Spatz,

dann ist es im Moment so. Du brauchst keine Angst zu haben; Du wirst Dir nichts antun o.ä. es sind nur Deine Gedanken, weil Du den Wald vor lauter Bäumen momentan nicht siehst.

Wenn Du mit Deinem Vater nicht reden kannst, schreibe ihm einfach einen Brief. Ob Du ihm den gibst ist eine ganz andere Sache, aber es würde Dir ungemein helfen.

12.04.2016 21:08 • #6


Vergissmeinicht
Liebe Spatz,

bist Du ein wenig weiter gekommen?

21.04.2016 10:17 • #7


Spatz-93
Hallo Vergissmeinicht,

Es geht schon besser. Ich muss auf jeden Fall nicht mehr so weinen. Meine Therapeutin meine ich sollt medikamente zur Unterstützung nehmen. Deshalb hab ich nächste Woche einen Termin beim Psychiater. Bin etwas nervös.

Allgemein beschäftigt mich immer der Sinn des Lebens. Und da es darauf nicht wirklich eine Antwort gibt, Krieg ich immer Panik ich könnt mir was tun weil ja alles keinen Sinn hat. Das ist schon sehr belastend.

21.04.2016 17:47 • #8


Vergissmeinicht
Liebe Spatz,

das liest sich doch schonmal besser. Wenn es sein muss mit den Medis, dann nimmst Du sie halt eine Weile.

21.04.2016 18:34 • #9


orsbecker
Hallo zusammen,

ich weiss nicht wie ich es beschreiben soll... seit einiger zeit breche ich ständig in tränen aus. zb wenn ich bei doc sitze und ihm von meinem leiden der polyneuropathie erzähle... das ich das alles nicht mehr aushalte. ich kann mich nicht 3 minuten mit dem darüber unterhalten ohne das mir die tränen kommen. oder wenn wir vorm tv sitzen, irgendwas trauriges zu sehen ist... stehen mir die tränen in den augen. oft versuche ich das zu unterdrücken aber meist geht es nicht. es nervt manchmal....

10.11.2016 09:50 • #10



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Univ.-Prof. Dr. med. Isabella Heuser