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V

verzweifelterst.
Gast

Es hört sich skurill an, es hört sich lustig an, es gibt schlimmeres, aber im Moment sehe ich keine positive Perspektive mehr für mein Leben. Ich bin 20jahre alt, männlich, habe in der ersten Hälfte des letzten Jahres mein Abi gemacht und studiere seit Oktober 2005 auf Lehramt, bzw. ich habe mich eingeschrieben und bin ein paar mal hingegangen.

Hallo erstmal!


Es fing alles so an:


Vor genau 2 Jahren saß ich nichtsahnend in meinem 12er Englisch LK, als ich Blähungen bekam und mich ohne es zu wollen “nonverbal äußerte”, ich habe versehentlich “gepupst”. (In der Zeit hatte ich in Folge einer Akupunktur Behandlung gegen Neurodermitis meine Ernährung umgestellt, aber darum geht es wohl weniger)

Alle haben es gehört, sich umgedreht und gelegen vor lachen, diese typische Filmszene. Es war mir so schrecklich peinlich, ich konnte nicht glauben, was soeben passiert war. Ich habe es dann beschwichtigt und mitgelacht und gesagt, dass ich es nicht war. Wie auch immer, von da an, änderte sich mein Verdauungsrhytmus langsam aber zunehmend, ich bekam vermehrt Blähungen, wobei ich vorher nie Probleme damit hatte. Ich musste auf einmal öfters auf Toilette als sonst. Mein Abi habe ich dann noch ganz gut überstanden, in dem ich manchmal aufgrund von Blähungen aus dem Unterricht mit der Ausrede “Mir sei schlecht” rausgegangen bin, ich morgens mehrmals auf Toilette war, und danach nicht mehr viel oder gar nichts in der Schule gegessen habe - Aus Angst wieder Blähungen zu bekommen. Im Unterricht saß ich meistens unter Anspannung. Aber nicht nur im Unterricht ... Mittlerweile hatte sich dieses lästige Problem auf weitere Lebensbereiche ausgeweitet, insbesondere, wenn ich mich mit Freundinnen getroffen habe, Kino, Grillabende und solche Geschichten. Der Grund liegt auf der Hand, wenn ich mit meinen Freunden zusammen, war es auf deutsch gesagt sch*** egal, ob jemand „furzt oder nicht“. Unter Kerlen macht man daraus kein großes Ding, ja es dient sogar eher zur Belustigung und meine Kollegen habe immer Winde von sich gelassen, wenn sie das menschliche Bedürfnis überkam. Ich hoffe ich stoße die weiblichen Leser nicht vom männlichen Geschlecht ab, aber das ist ja nichts neues zwinkernd..

Wie dem auch sei, seit meinem Vorfall in der Oberstufe, lag mein Fokus auf meinem Verdauungssystem, während ich mir vorher nie Gedanken darum gemacht habe, es ist ja schließlich ein autonomer Prozess. Nun ja wie dem auch sei, habe ich dann mein Studium begonnen, und ich bin mit meinen beiden Schulfreundinnen zur Uni gefahren. In der völlig überfüllten Ubahn hatte ich den unbedingten Drang zur Toilette zu müssen, aber ich konnte da nicht weg, einmal waren da meine Freundinnen die mit mir gequatscht haben, auf der anderen Seite saß man fest. Ich erlebte auf einmal ein überwältigendes unbekanntes angstmachendes Gefühl im ganzen Körper, wo ich völlig erstarrte, mich verkrampfte, und dachte jeden Moment sei es zu spät. Später erfuhr ich, dass es sich um eine Angstattacke handelte.


Wo wir bei der psychischen Komponente wären: Ab einem bestimmten Alter in meiner Entwicklung ist mein Selbstbewusstsein gesunken, ich wurde immer unzufriedener mit mir und meinem Aussehen (alle sagen mir, ich sehe gut aus, das alte Lied...), meinen Fähigkeiten und ich wollte einfach nicht auffallen, auf der anderen Seite hat es mein Leben aber auch nicht sonderlich eingeschränkt. Wo ich dann diese Blähungen im Unterricht hatte, bin ich im wahrsten sinne des Wortes aufgefallen. Heute weiß ich, dass ich unter einer sozialen Phobie leide, die mit diesen körperlichen Symptomen, in meinem Fall Blähungen, Harn- oder Stuhldrang einhergeht. Mir wurde gesagt, dass ein selbstbewusster Mensch diese Blähungen im Unterricht locker gesehen hätte. Auf jeden Fall haben sich die Angstattacken auf weitere Bereiche ausgeweitet, und mein Leben ist ziemlich eingeschränkt, außer wiegesagt ich treffe mich mit männlichen Freunden und wir gehen nicht grad ins Kino oder Café. Ich habe Angstattacken in den Seminaren und Vorlesungen bekommen, und weiß einfach nicht, ob ich jemals das Studium wieder aufnehmen kann, ich liebe meine Fächer, aber diese ungünstige Wendung des Schicksals macht mir einen Strich durch die Rechnung. Richtig sch***! Im Moment bin ich beurlaubt.

Ich werde bald eine Therapie mache, damit ich diese Angstattacken einigermaßen loswerde oder besser damit umgehen kann, aber ich bezweifle, dass sich dadurch mein alter gesunder Verdauungsrhytmus ohne Blähungen wieder einstellt, ich hatte wirklich vorher NIE Probleme damit. Mein Problem ist der Fokus auf meinem Verdauungstrakt. Wie geht es euch in diesem Forum, habt ihr ähnliche Erfahrungen, beobachtet ihr euren Verdauungstrakt in jeder Situation, wenn ihr euch außerhalb von zuhause aufhaltet, in der Uni, auf der Arbeit usw...

Körperliche Erkrankungen (Stuhlprobe, Koloskopie, Glutenunverträglichkeit) wurden übrigens ausgeschlossen, und mein Hausarzt ist sich sicher, dass es bei mir psychisch bedingt ist. (Meine Ernährung ist normal, aber selbst wenn ich mich vorbildlich ernähren würde, würde dieser Fokus auf meinem Darmtrakt in „brenzlichen“ Situationen bleiben, und die Blähungen sowieso...) Aber ich habe halt auch wie alle anderen Betroffen vermehrt Blähungen, quasi nach jedem Essen.

Die Diagnose Reizdarm passt sehr gut auf meine Beschwerden, mein Hausarzt sagte, diese Erkränkung sei psychisch bedingt und der Gastroenterologe legte mir nahe, dass ich unbewusst Luft schlucken würde (Aerophagie), und daher die Blähungen kämen, aber was soll man gegen das Luftschlucken schon machen...


Na ja es ist länger geworden, als ich wollte. An jeden der das hier gelesen hat, danke! Vielleicht habt ihr Tipps oder ähnliche Erfahrungen, die ihr mir berichten könnt! Ich würde mich wirklich freuen! Die Überschrift hört sich lustig an, aber ich leide wirklich sehr darunter und bin echt verzweifelt. Ich hätte so gerne eine Freundin, aber das Mädel was sich für mich interessiert hat, denkt ich würde mich wiederum nicht für sie interessieren. Sie will sich mit mir treffen, ein Horror für mich mit den Beschwerden. Wenn ich Alk. getrunken habe, sind die Beschwerden und die Anspannung natürlich nicht da, aber das ist natürlich keine Lösung. Im Moment bin ich in homöopathischer Behandlung, aber die lenkt auch nicht meinen Fokus auf wichtigere Dinge des Lebens, als auf meinen Verdauungstrakt.



mist happens!


Freue mich über jede Antwort,

Alles Gute!

10.10.2016 #1


38 Antworten ↓
S

Saana
Gast

Hallo ^^ Ich bin neu hier.
Bin durch so eine Internetsuchtseite hier her gekommen.
Beim lesen der Themen ist mir aufgefallen das ich doch nicht alleine mit meinem problem Verdauung bin.

Ich bin jetzt 19 und es ist jetzt 3-4 Jahre her.
Vorher habe ich mich nicht drum gekümmert was ich esse und wie ich es esse.

In der 10. Klasse als ich eine Klausur geschrieben habe. Alles war ganz still und ich bemerkte das ich ganz dringend auf die Toilette musste, ich dachte mir das ich es anhalten könnte ohne probleme bis ich zu hause bin. Doch plötzlich fing mein Bauch laute Geräusche von sich zu gegeben die sich wie ein Furz angehört haben. Meine Lehrerin stand direkt vor mir als das geschah. sie starrte mich entsetzt an und ich sagt nur mit hoch rotem kopf das es mein magen sei weil ich so hunger hätte.

Seitdem wurde es immer schlimmer. ich saß mit angstzuständen im Unterricht. ich habe Bähungen bekommen den ich bis jetzt gut anhalten konnte, nur diese geräusche haben mich in den wahnsinn getrieben.

Es war so still in der klasse, ich bekam immer größere angstzustände das ich mich so verkrampft habe das ich solche magenkrämpfe bekommen habe das ich nur noch heulen konnte.

Ich habe oft die schulegeschwänzt deswegen und auch viel stoff verpasst.

Ich bin deswegen zum arzt gegangen und der meinte ich wäre gesund, ich würde mir das nur einbilden weil meine oma an magenkrebs ein Jahr vorher gestorben ist.

Aber ich wusste ich bilde mir diese schmerzen nicht ein deswegen bin ich erneut zum arzt gegangen und er hat mir so kautabletten gegen blähungen verschrieben.

Von dem tag an wurde es "besser". Ich kaute fast nur noch diese tabletten. ich habe nichts mehr in der schulegegessen bis ich erst wieder zu hause war. Dann merkte ich das ich auch was an meiner ernährung tun sollte. Ich aß nur noch gekochte kartoffeln und reis. Also das leichtverdauliche zeug halt.

Ich aß in der schule nur noch karottel oder wenn ich doch starken hunger hatte ein toast mit käse.

Auch bevor ich zur schule ging stand ich 2 stunden vorher auf und habe mir zeit auf dem klo gelassen damit alles draußen ist das mich in der schule stören würde.

Ich habe es noch geschafft meinen abschluss zu bekommen. danach habe ich die schule gewechselt und ich habe gemerkt das es dort in der klasse noch leiserer ist als in der 10.
Ich habe kaum noch was gegessen. in der schule nur ein brot und zu hause eine kleine schale Reis mit einem brot dazu. Dazu habe ich noch extra ganz viel kamillentee getrunken was bekanntlich den magen beruhigt.

Ich habe in der zeit 8 kilo abgenommen innerhalb von 6 monaten.

Für mich waren die tage an denen schule war die höhle weil ich sehr gerne das esse was ich will. ich musste mich echt zusammen reißen. Deswegen habe ich mich umso mehr auf die wochenende gefreut. da bin ich mit freunden richtig gut essen gegangen, zum chinesen oder italiener.

ich leide nicht so an durchfall mehr an verstopfung. deswegen war ich auch nach dem mittagessen für ne stunde spazieren bei wind und wetter. nach 6 Uhr habe ich nichts mehr gegessen.

aber diese panik in der schule wurde ich nicht los. Der arzt hat mir atosil tropfen verschrieben zur beruhigung. ich wurde auch ruhiger in der schule doch da ich so lange wach war und morgens immer sehr früh aufstehen musste kam ich völlig übermüdet in der schule an. der Lehrer hat mich auch demensprechend bewertet. er meint ich würde im unterricht nur schlafen.

Naja mein arzt hat mir dann 1 Jahr später gesagt ich sollte mal die tropfen absetzen weil es nicht gut für mich wäre. ich hatte echt angstbekommen. ohne diese tropfen bin ich nicht mehr normal und habe wieder angst in der schule.

Ich habe mich aber in der zeit auch daran gewöhnt etwas mehr zu essen und auch mal etwas nudeln wenn ich weiß das keine klausuren am nächsten tag anstehen.

Eines tages bin ich auf ein konzert meiner absoluten lieblingsband gegangen was aber an einem sonntag war und ich mich schon um 8 uhr morgens wegen einem guten platz in der menge anstellen musste. Ich habe an dem tag nur ein brot gegessen und kaum was getrunken. Ich kam nach dem konzert erst im 3 Uhr nachts nachhause. und am nächsten tag musste ich um 6 aufstehen damit ich zur schule kam. Und da war ich gezwungen meine tropfen nicht zu nehmen weil ich sonst tot in die schule käm.

Ich habe gemerkt es war gar nicht so schlimm ohne die tropfen. ich habe versucht immer öfters ohne die tropfen auszukommen. ich habe mich richtig gefreut das ich nicht so abhängig davon bin. ich habe sie nur noch genommen wenn eine klausur anstand.

Seit diesem Jahr sommer nehme ich die tropfen gar nicht mehr nur das blöde ist ich nehme immer noch diese kautabletten zwar nur nach dem essen aber blöd ist es schon. und wegen meiner verstopfung nehme ich so zäpfchen, das ist etwas wo die wirkung nicht nach lassen kann und ich nicht abhängig werden kann.

So mit diesen medikamenten habe ich jetzt gut im griff nur noch selten macht sich mein bauch bemerkbar.

Jetzt muss ich nur noch mit meiner Internetsucht fertig werden. Ich hoffe das ich das auch schaffe, obwohl das schwierig ist weil ich viele freunde im ausland habe und nur durchs internet diese kontakte pflegen kann. aber dafür fliege ich jeden sommer zu denen und treffe mich mit denen.

sorry das es so viel wurde

wünsche euch noch eine gute nacht.

12.02.2007 02:57 • #26


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Unkontrolliertes ständiges Pupsen / Hilfe gegen Blähungen

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T

tiffy
Gast

Hallo,

Ich habe dieses Forum soeben entdeckt und dachte nur endlich Menschen die dich verstehen...

Zunächst kann ich sagen, dass ich genau weiß wie ihr Euch fühlt.
Mein Problem begann auch während der Abizeit (besser gesagt, kurz vor den Abiprüfungen), mittlerweile bin ich 24 und kann sagen, ich lebe noch und das alles ist nicht so schlimm. Also, kopfhoch!!
Bei mir begann alles mit einer harmlosen Mandelentzündung, ich nahm Antibiotika und saß in den letzen Zügen meines Abis. Leider habe ich das Medikament nicht vertragen und musste mich fast im Bus übergeben, glaub mir es ist verdammt schei. hochkommende Kotze wieder runterzuschlucken nur um der Dame, die vor mir im Bus saß nicht in den Nacken zu kotzen, hört sich lustig an, ist es aber nicht. Aber das wisst Ihr alle.
Und damit fing alles an. Ich hatte plötzlich eine ständig in mir aufsteigende Panik, die ich gar nicht beschreiben kann. Die Abiprüfungen standen bevor und meine größte Sorge war: Die ersten 1,5 Stunden durften wir nicht aufs Klo ( Schummelverdacht) Ich wäre fast gestorben vor Sorge ich müsste in die Klasse kotzen. Gott sei Dank war das erst der Anfang und ich hatte mir noch einigermaßen unter Kontrolle. Ich habe die Sache überstanden. Die nächsten Hürden waren der Abiball ( in Kirchen ist es oft schwierig eine Toilette zu finden...) und zum abendlichen Essen an einem so wichtigen Tag sollte man auch nicht auf der Toilette kotzend verbringen. Die Angst bestand darin sich vor allen Leuten übergeben zu müssen.. Oder auch nur die Sorge mir könnte wieder schlecht werden. Ich bin morgens aufgewacht mit dem Gedanken an die Übelkeit und abends, sofern es denn möglich war damit einzuschlafen. Mein ganzer Tag drehte sich nur darum. Ich konnte nirgendwo mehr hingehen. Irgendwann hat meine Mutter mich dann zum Psychologen geschleppt. Der sagte mir nur: ”Wenn sie davor schon Angst haben, werden Sie es im Leben zu gar nichts mehr bringen. Wie wollen Sie bloß ihr Leben bewältigen?” Das hatte gesessen ( der vorgehende Stunde hatte ich schließlich damit verbracht dem guten Herren meine Geschichte zu erzählen von frühester Kindheit bis zu dem “Problem “..)
Aber er hatte mir auch geholfen. Ich war zwar die ersten Tage sehr depressiv, aber er hatte ja Recht!! Wie sollte ich es schaffen? Mein Selbstbewusstsein verbesserte sich ein wenig, da ich mein nächstes Gespräch vor mir hatte (4 Wochen später). Ich bin zu ihm rein und beschimpfte ihn wie er mich nur so demütigen könne und der festen Überzeugung sei, ich würde es zu nichts bringen. Der Mann strahlte und sagte: Sehen Sie, ich wusste es, so schlecht wie sie meinen geht’s Ihnen gar nicht. Sie haben genug Selbstbewusstsein und sie werden es im Leben auch zu etwas bringen. Soviel zum Thema Psychologen...
Nur das Problem war damit nicht behoben. Das Einzige was Ich wusste, war dem Ar. hastes gegeben. Und er wollte dir gar nichts böses, sondern er wusste wie mich dich aus der Reserve locken konnte.

Nun zur Hilfestellung mittlerweile bin Ich 24 und Ich habe das Problem mit der Kotzerei im Griff:
Und da hilft nur eines:
Man muss sich der Angst nähern, in kleinen Schritten..
@ verzweifelter Student: Um Gotteswillen legt dir ne Freundin zu. Erzähl ihr von deinem Problem.
1. das was mir geholfen hat war mein Freund, den Ich 3 Monate nach meiner Abiprüfung kennengelernt hatte. Zuerst habe ich ihm auch nichts davon erzählt. Es gab soviel neues zu entdecken, zu unternehmen usw. Und jedes Mal habe ich gedacht: Oh Gott: das schaffst du nicht, dir wird wieder schlecht usw. Nur oh Wunder, als ich bei ihm war habe ich alle Probleme vergessen es ging mir so gut wie lange nicht.

2.Noch eine Sache, die hilft ist Ablenkung! Ich habe nach dem Abi meine Ausbildung begonnen und war so beschäftigt, ich habe nicht mehr so häufig daran gedacht und mich immer gezwungen ständig was im Magen zu haben, denn oft rumort der Magen auch nur auf Grund von Nichtbeschäftigsein..

Also beschäftigt euch, geht raus setzt euch mit dem Problem auseinander. Es helfen keine Medikamente oder Psychologen! Ihr baut euer mangelndes Selbstbewusstsein am besten auf, in dem Ihr einem guten Freund davon erzählt und mir ihm alles unternehmt, wovor ihr ewig Angst hattet!! Langsam anfangen und mit jeder Hürde die Ihr nehmt, wird alles besser...

Glaubt mir!! Ich habe es auch überstanden und denke mir heute wenn mir schlecht wird, Mein Gott dann kotzte halt mal in den Bus, jeder ist mal was schlechtes!

LG Tiffy

06.08.2006 22:31 • #22


Zum Beitrag im Thema ↓


M
als ich die Überschrift gelesen hab,hab ich erst mal lachen müssen...
na ja,sorry...ich kann dich sehr gut verstehen,wie sehr dich das ganze mitnimmt...
im Gegensatz zu dir hab ich schon Mann,Kinder,Haus und Hund...bin aber trotzdem sehr unglücklich mit meinen Magenproblemen...
sieh es mal so...vielleicht ist es besser alleine zu sein,als ständig mitansehen zu müssen,wie deine Lieben unter deiner schlechten Laune leiden...?

#2


S
Hallo Verzweifelter student 20 m!
Ich kann dir leider bei deinem Problem nicht weiter helfen...aber was ich dir 100 prozentig sagen kann ist, dass du keine sozialphobie hast (eine Sp hat andere Symtome)....wie du selber sagst...eher einen Reizdarm.
Und was die mari1 da schreibt kannst du vergessen, die spinnt...die hat keine Ahnung!! Es ist nie richtig alleine zu sein....rede mit deinen Lieben über dein Problem!
Wünsch dir alles Gute!

Seepferdchen

ps: Ich denke dass das alles mit deiner Akupunktur behandlung zusammen hängt...

#3


V
jo mari,

dein beitrag gehört für mich unter die kategorie, dumme beiträge.
aber nach diesem zu urteilen, frage ich mich warum du kinder in die welt setzt, wenn der psychische, seelische und physische zustand nicht in dem maße genügt, um ausreichend (eigen)verantwortung zu übernehmen.

sowas wird mir immer ein rätsel bleiben!

#4


V
hallo seepferdchen!

danke für deinen beitrag. ich denke schon, dass ich eine sozialphobie habe. mein selbstbewusstsein ist ziemlich gering und ich bin wirklich unsicher im alltäglichen leben, ums mal kurz zu fassen.

was mir auch von einer psychologin gesagt wurde, dass ein selbstbewusster mensch diesen "furz" in der klasse ganz schnell vergessen und womöglich drüber gelacht, und sich da nicht so reingesteigert hätte. ich denke da ist was dran, mein selbstbild ist wirklich schlecht schlecht schlecht.

ich werde bald eine psychotherapie beginnen, und begleitend dazu eine subtile diagnostik in einem speziallabor durchführen lassen, um entweder eine 100prozentige gewissheit zu haben, dass meine beschwerden rein psychischer natur sind, oder nicht.

ich wünsche dir alles gute!

wie ist deine geschichte? schreib sie mir ruhig

#5


M
nur zu meiner Verteidigung möchte ich sagen,daß ich meine Kinder VOR meinen Beschwerden bekommen hab...
außerdem kann sich wohl von euch keiner vorstellen wie das ist wenn man Mann und Kinder hat und die unter dieser Krankheit furchtbar mitleiden...aber so wie ich euch einschätze,werdet ihr das auch nicht erleben...
und somit verlass ich dieses schei....so was ist mir ja doch noch nie untergekommen!!
ihr seid ja wohl alle schon so frustriert,daß ihr nicht mal über einen Beitrag nachdenkt sondern einfach gleich auf Angriff geht...

#6


A
Atmet mal tief durch...

Warum wird Mari1 hier so scharf angegriffen?

#7


G
Hallo,

ich kann Dich sehr gut verstehen, denn ich leide so ziemlich unter dem gleichen Problem und es ist psychischer Natur, bei mir jedenfalls. So wie Du es beschrieben hast, würde ich bei Dir auch drauf tippen. Ich denke daher, dass Du mit der Therapie wirklich auf dem besten Weg bist.
Deine Geschichte hat mich wirklich sehr an meine eigene erinnert Lass mir doch Deine Mail-Adresse, wenn Du magst, dann könnten wir uns schreiben!

Viele Grüße, grizabella

#8


K
Hallo,

ich kann voll und ganz mit dir mitleiden und weiß wie du dich fühlst. Ich studiere auch (8. Semester) und im 1. Semester bekam ich plötzlich total die Bauchgeräusche und Drang auf Klo zu müssen. Seitdem habe ich in der Uni immer Angst, dass meine Verdauung plötzlich verrückt spielt. War beim Arzt und der hat nix gefunden - sprich gesagt, ich leide an RDS.
Die ganzen Semester hatte ich Höhen und Tiefen, mal war es besser, mal schlechter. Wenn ich in einem riesigen Hörsaal sitze, wo es nicht auffällt, wenn einer rausgeht, geht es. Aber in kleinen Übungs- oder Seminarräumen ist es schlimm. Wenn man mit Freunden oder Verwandten zusammensitzt ist es genauso.
Seit 2 Wochen nehme ich Heilerde, Johanniskraut und Ingwertee und meditiere täglich. Das hilft mir alles sehr gut. Aber es hat 3 Jahre Ausprobiererei gebraucht und ich weiß nicht wie lange die Besserung andauert.
Ich kann dich nur dazu zu ermuntern dein Studium fortzusetzen und nicht aufzugeben. Auch wenn das leichter gesagt als getan ist.
Also: Alles Gute, toi, toi, toi!
Grüße, Klara

#9


L
Hi,

vorab: mein Mann nennt mich Stinktier! Das sagt wohl einiges. Wobei ich mir das nicht gefallen lasse und ihn auch so nenne. Das ist zu unserem alltäglichen Kosenamen geworden, auch öffentlich. Verdanken tu ich den Spitznamen einem peinlichen kleinen Vorfall (ein Pups-Unfall natürlich; ich geh nicht in die Einzelheiten, viel zu peinlich) am Anfang der Beziehung. Jetzt sind wir 16 Jahre zusammen. Er hat mich nicht verstoßen, er ist nicht erstickt, was mich wundert bei den vielen Gelegenheiten. Du siehst es gibt ein Leben danach, sogar ein Liebesleben.

Ich denke es sind zwei Probleme, die getrennt betrachtet werden müssen:
1. Blähungen, Verdauungsprobleme
2. Wie gehst du damit um, welche Gefühle hast du, wie weit lässt du dich einschränken

Das erste muss der Arzt aufklären. Das kann dauern. Viele Möglichkeiten. Psychosomatisch kann sein. Vielleicht sagen sie das aber nur, weil gerade keine andere Ursache gefunden wird. Ich glaube bei mir ist es eine Mischung, weil ich in schweren Zeiten vermehrt Symptome aufweise (Blähungen habe ich fast immer, Bauchschmerzen u Verstopfung kommen bei Stress dazu, ebenso Tinnitus, steifer Nacken...), andererseits ändern z.B. Antidepressiva u Entspannung nichts an den Dauerbeschwerden. Die verdanke ich ja vielleicht irgendwelchen Unverträglichkeiten.
Wer sagt, es kann nur eine einzige Ursache geben?

Beim zweiten Thema wird häufig zu einer Verhaltenstherapie geraten. Die ist auch meine Hoffnung. Bin zur Zeit sowieso in Therapie wg. Depression (ist schon fast weg), und möchte die Gelegenheit nutzen, um meine "in-der-Öffentlichkeit-Pups-Phobie" zu reduzieren. Ich muss mir nämlich einen Job suchen, so oder so, aber jedenfalls mit Pups-Risiko. Sich total zurückzuziehen geht schlecht, also muss man die Einstellung "verbessern", vielleicht ignoranter werden oder selbstbewußter oder gelassener, sich auf wichtigere Sachen konzentrieren, dann verliert das leidige Thema hoffentlich an Relevanz, gefühlsmäßig.

Ansonsten aufpassen, dass nicht zu viele schöne Erlebnisse deswegen ausbleiben. Aus irgendwas muss man ja Kraft schöpfen.

Wünsche baldige Diagnose und Genesung, und irgendwann wieder viele Kinobesuche. Kämpf an allen Fronten!
Charly

#10


V
hallo charly, danke für deinen beitrag. hab versucht dir ne pm zu schreiben aber du hast die funktion aus. wollte nur bescheid sagen, dass ich noch antworte aber im moment einfach so viele dinge hab die ich erledigen möchte, dass ich es nicht sofort geschafft habe. finde es immer so nett wenn mir jemand schreibt, aber die antwort nichtbös gemeinterweise auf sich warten lässt. ich schreibe dir spätestens am sonntag ausführlich zurück.

LG

#11


V
Hallo Klara,
tut mir sehr leid dass es so lange gedauert hat, ich weiß momentan einfach nicht wo mir der kopf steht. ich finde es bewundernswert, dass du trotz der beschwerden im 8. semester bist, was studierst du wenn ich fragen darf? ist es nicht deprimierend und total anstrengend in den seminaren? wie stehst du das durch? was isst du? und kannst du dich überhaupt auf den stoff konzentrieren?

wenn du lust hast meld dich mal, kannst mir auch ne email schreiben und mir was über dich erzählen, die adresse schick ich dir dann per pn.


LG

#12


V
Hallo Klara,
tut mir sehr leid dass es so lange gedauert hat, ich weiß momentan einfach nicht wo mir der kopf steht. ich finde es bewundernswert, dass du trotz der beschwerden im 8. semester bist, was studierst du wenn ich fragen darf? ist es nicht deprimierend und total anstrengend in den seminaren? wie stehst du das durch? was isst du? und kannst du dich überhaupt auf den stoff konzentrieren?

wenn du lust hast meld dich mal, kannst mir auch ne email schreiben und mir was über dich erzählen, die adresse schick ich dir dann per pn.


LG

#13


K
Hallo,
kein Problem, ich schaue hier auch nicht täglich rein.
Ich studiere Physik, was als ein recht zeitaufwendiges und stressiges Studium bekannt ist. Nehme an, dass dieser Stress mir auf die Verdauung geschlagen ist, obwohl ich nicht wirklich der große Lerntyp bin und alles recht locker nehme und meistens bestehe .
Ob es deprimierend ist? Neija. Der RD beschäftigt mich schon jeden Tag. Aber die ersten Semester ging es, weil er noch nicht so schlimm war und inzwischen habe ich nicht mehr so viele Vorlesungen. Weiß aber noch nicht wie das dann bald als Diplomand ist, wenn man den ganzen Tag im Büro mit anderen hockt. Meine Angst ist halt immer, dass ich in einer Vorlesung, einem Seminar oder Praktikum total auf Klo muss und Blähungen und Darmgeräusche bekomme. Komischerweise geht es eigentlich im Allgemeinen gut. Suche immer vor den Veranstaltungen sämtliche Klos der Uni auf und wenn nichts kommt, bin ich beruhigt. Es gab im Studium aber auch ein paar Situationen, in denen ich dann plötzlich dringend musste und Darmgeräusche hatte. Natürlich hat niemand gelacht etc. Was soll da groß passieren, aber peinlich war es mir dann schon immer.
Ich kann auch nicht behaupten, dass ich immer in jede Vorlesung gehe. Wenn ich vor der Vorlesung Darmgeräusche habe und Bauchschmerzen, dann ziehe ich es vor, zuhause zu bleiben. Aber ist selten.
Ich esse eigentlich alles. Manchmal denke ich, wenn ich Durchfall bekomme, ich hätte was falsches gegessen. Aber mittlerweile glaube ich nicht, das mein RD etwas mit dem Essen zu tun hat. Nur Mensaessen kann ich nicht empfehlen oder Fast-Food und viel Alk. und Süßes.
Falls du noch Fragen hast, kannst du die jederzeit stellen.
Bis dahin, Grüße, Klara

#14


K
hallo student,

ich kann dir auch nachfühlen. seit einiger zeit leide ich unter den gleichen symptomen -und deshalb immer stärker auch psychisch.vorher hatte ich nie verdauungsprobleme, etc. aber dann ging es los im 2. semester und wurde seitdem immer schlimmer und mittlerweile tritt es fast nach jedem essen auf. komischerweise verschwindet alles gegen abends, wenn ich rauche oder dann mal über den durst trinke, aber wie du schon selbst geschrieben hast, ist das ja auch keine lösung. mein selbstbewußtsein hat einen völligen knacks weg, unternehmen will ich fast gar nix mehr (obwohl ich ein sehr lebenslustiger mensch bin), weil, dadurch daß es so unberechenbar ist, ich mir schon vorher die peinlichsten situationen ausmale und mich selbst entmutige - ist natürlich völlig kontraproduktiv. aber als mädel siehts bei mir wohl etwas anders aus. kino, cafe oder sonstige geschichten meide ich auch völlig, um mich einer potentiell peinlichen situation nicht auszusetzen, -hab mir dadurch natürlich schöne erlebnisse mit freunden entgehen lassen.

leider kann ich dir keinen guten rat geben, so sehr ich es gerne täte, sonder kann nur hoffen, daß du nicht so früh aufgibst oder dich entmutigen läßt, wie ich.

alles gute

#15


V
Hallo Klara,

hast du mal drüber nachgedacht eine therapie zu machen oder hast bereits eine hinter dir?
respekt übrigens, physik ist ja echt nicht ohne.
hast du jemals die diagnose reizdarm bekommen, bzw welche untersuchungen hast du gemacht? und wie waren deine erfahrungen mit den ärzten. ich werde bevor ich mich alleine aufs psychologische gleis schieben lasse, alle möglichen bzw ratsamen untersuchungen mahcen lassen.

tests die ich bereits hinter mir habe:
- stuhluntersuchung auf verstecktes blut und pilze (ganz normal beim hausarzt, also nicht candida)
- koloskopie


ich wünsche dir eine gute woche!
Verzweifelterstudi20


PS: Es gibt ein besseres reizdarmforum, wo ich auch "meine geschichte" gepostet hab.

www.rds-forum.de

#16


V
hey kippi,

als ich deine antwort zum ersten mal gelesen hab, fand ich es besonders traurig. ich hatte dort so einen melancholischen moment, einfach dass wir unser leben total einschränken, und all das schöne verbauen. ich schränke mich total ein und verpasse schöne und wichtige gelegenheiten, ich verliere kostbare zeit, aber ich forste weiter nach den ursachen und mache eine psychotherapie. ich weiß das ist einfach gesagt aber du solltest nicht aufgeben, nein du darfst nicht aufgeben. mach untersuchungen, such dir einen kompetenten arzt, versuch deine ernährung umzustellen, setz dich den situationen aus, MACH EINE PSYCHOTHERAPIE. du bist die, die wünsche äußern darf und nicht dein darm.
und ganz provokativ und lapidar sag ich dir jetzt was ich mir zu sagen versuche:

schei. drauf, drop it, ES GIBT SCHLIMMERES, sei froh, dass du keine schlimme krankheit hast, und mach was aus deinem einzigartigen leben.


alles liebe!

#17

Mitglied werden - kostenlos & anonym

K
Hallo,
nein, eine Therapie hab ich noch nicht gemacht. Habe ich auch Hemmungen. Nehme aber seit ner Zeit Johanniskraut und merke, dass das jetzt hilft und ich eher die "egal"-Einstellung habe und ich alles viel gelassener nehme. Das macht sich bei meinem RDS auch bemerkbar und es geht schon besser.
War bei einem Arzt, als die Symptome etwa 5 Monate da waren. In den 5 Monaten war es aber gar nicht schlimm, teilweise wochenlang ganz weg. Da hatte ich erst selbst ein wenig rumprobiert. Beim Arzt hab ich dann gemacht: Blutprobe, Stuhl, Urin, Ultraschall und dann beim Gastrologen ne Darmspiegelung. Der Arzt hat mich nicht wirklich für vollgenommen und mir empfohlen viel Kartoffeln und Möhren zu essen. ! Hat wenig gebracht. Hat mich dann entlassen mit den Worten: "Gratuliere, Sie sind extrem gesund, von solchen Blutwerten kann man nur träumen." Die Diagnose RDS habe ich mir dann gegeben.
Koloskopie kenne ich gar nicht.
Weiß auch nicht, ob es ratsam ist, mal zum Psychologen zu gehen? Was soll ich dem denn so erzählen, außer dass, was ich hier so erzähle? Keine Ahnung. Werde erstmal sehen, was das Johanniskraut noch so bewirkt.
Was stuierst du denn? Und wie ergeht es dir an der Uni? Oder geht es gar nicht im Moment?
Dir auch eine schöne Woche,
Grüße, Klara

#18


K
danke lieber student,
dein beitrag macht mut, und du hast völlig recht wenn du sagst, dass man einfach nix mehr zurückstecken und sich so einschränken sollte(auch wenns einfacher gesagt als getan ist)- es ist ja wirklich ein kreislauf...
beim psycho war ich schon aber irgendwie schlägts nicht so an, vielleicht liegts am psycho, oder ich bin nicht der typ für die couch.
beim arzt war ich auch - übliche geschichte, der hat auch bei mir nix gefunden, bin kerngesund.
ich hab gelesen dass eine leberreinigung helfen könnte, mal schaun.

also danke,

und auch dir alles gute,

kippi

#19


P
verzweifelterstudent20m schrieb am Fr, 05 Mai 2006 22:54
dein beitrag gehört für mich unter die kategorie, dumme beiträge.
aber nach diesem zu urteilen, frage ich mich warum du kinder in die welt setzt, wenn der psychische, seelische und physische zustand nicht in dem maße genügt, um ausreichend (eigen)verantwortung zu übernehmen.

Hallo?!?!?!? Das ist schon ziemlich hart. Bitte fair bleiben, Mari hat niemanden angegriffen, sondern einfach Ihre Meinung gesagt. Was ist so schlimm daran, dass jemand erzählt, dass in der Familie die Magen/Darm-Probleme möglicherweise schwerer zu handeln sind, als wenn man alleine ist?

#20


A


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