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Hallo freue mich dieses Forum gefunden zu haben. Ich bin die Manu 24.

Nun zu meinem Problem.
Am Montag habe ich ein Vorstellungsgespräch bei einer Firma als Produktionsmitarbeiterin. Ich habe mich riesig über den Anruf gefreut da ich mich dort schon zum zweiten Mal beworben habe und letztes mal eine Absage bekam. Dieses mal dauerte es nur 2 tage bis der Anruf kam. Mein Problem ich bin sehr übergewichtig und habe total angst deswegen abgelehnt zu werden. Die denken doch bestimmt ohhh ist die Fett die kann sich doch gar nicht bewegen. Ihr denkt bestimmt warum ich nichts dagegen tue. Aber das habe ich schon. 40 Kilo sind schon runter aber bin immernoch übergewichtig.

Aber ich kann mich trotzdem ganz normal bewegen ich bin trotzdem schnell und alles. Ich schwitze zwar schneller aber das ist ja nicht das schlimmste. Und als mein freund mir dann noch sagte er hatte da auch mal ein Vorstellungsgespräch und wurde abgelehnt mit den Worten: sie passen nicht in unser Profil. Da war er aber noch dicker. Jetzt kann ich mich gar nicht freuen. Selbstbewusstsein ist bei mir gar keines vorhanden durch mein Gewicht. Ich fühle mich hässlich und wertlos. Meine Sachbearbeiterin vom Jobcenter sagte zu mir ich hätte eine positive Ausstrahlung da ich immer am lachen bin. Ich selber sehe das nicht so. Könnt ihr mir Mut machen? Oder sagen wie ich bis Montag noch 50 kg abnehmen kann?

Der Job wäre die Chance für mich ich möchte ihn unbedingt ich bin es leid von 200 euro im monat leben zu müssen. Dann sind da auch noch 2 Männer einer der das Gespräch führt und ein Unterzeichner was auch immer das sein soll.

Bitte helft mir

02.10.2014 19:05 • 19.11.2014 #1


31 Antworten ↓


Heller_Wahnsinn
Hallo Du,

erstmal herzlichen Glückwunsch zu den 40kg weniger, das ist ne Wahnsinnsleistung, Respekt.

Zitat:
Meine Sachbearbeiterin vom Jobcenter sagte zu mir ich hätte eine positive Ausstrahlung da ich immer am lachen bin.


Das glaube ich Dir, und Du darfst es auch glauben. Auch wenn es manchmal anders in einem aussieht, trotzdem.

Geh dorthin, nimm die Chance wahr, mach Dich nicht kleiner als Du bist. Du bist beweglich, sagst Du, das ist wichtig für einen
Job, der körperliche Ansprüche stellt.

Du bist weder hässlich noch wertlos. Hässlich kann man gar nicht wirklich sein, wenn man Optimismus und Gutes ausstrahlt, glaub mir.
Hässlichkeit kommt von innen. Und den Eindruck machst Du mir überhaupt nicht.

Geh dorthin, schau den Leuten in die Augen und LET IT SHINE

02.10.2014 19:20 • #2



Angst vor Vorstellungsgespräch wegen Übergewicht

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Hallo- ein Unterzeichner ist meist der Leiter des Personalbüros, der den Brief, deine Einladung unterzeichnet hat, oder dich angerufen hat.
Das wichtigste bei deinem Gespräch ist ein selbstsicheres Auftreten, denn an der Ausstrahlung scheitert es ja nicht, wie dir bescheinigt wurde.
Zu deinem Übergewicht möchte ich sagen, dass sehr viele eine mollige Dame eher nehmen, als ein Knochengerüst, welches sehr zerbrechlich wirkt Mollige Menschen gelten auch für zuverlässig, ausgleichend und fleißig.
Deine Stärken hast du ja schon erwähnt, flink, schnell...


Zitat:
Ich fühle mich hässlich und wertlos


Hässlich und wertlos möchte ich von dir nicht mehr hören, sonst gibt es Popo Klatsch

Ich räume dir schon gute Chancen ein, nur nicht verzagen, geh dort hin mit erhobenen Haupte, du hast nichts zu verstecken. Andere haben lange Nasen, große Ohren uvm.. Keiner ist perfekt und wenn die beiden Herren seriös sind, werden sie deine inneren Werte und Qualifikationen zu schätzen wissen.

LG

02.10.2014 19:24 • #3


Danke euch für die netten aufmunternden und teilweise auch witzigen Antworten. Herzlichen Dank. Ich werde das beste daraus machen und werde euch in jedem Fall am Montag berichten wie es war. Aber wahrscheinlich wie immer: wir melden uns

02.10.2014 19:49 • #4


ich habe deinen Beitrag gelesen.

Aber eines hab ich nicht lesen können:
Zitat:
Aber wahrscheinlich wie immer


Also mit deinem Freund werd ich noch sprechen, über das Popo Klatsch, was er dir noch verpassen wird.

Alles Gute und viel Glück!

Gerd

02.10.2014 19:53 • #5


Hallo,
ich schließe mich Gerd an - wichtig ist eine optimistische Grundeinstellung und wenn Du ein fröhlicher Mensch bist, dann kannst Du auch damit punkten. Es gibt auch Hungerhaken die sind so griesgrämig und grantig, die können sich und Andere nicht leiden. Es liegt nicht am Gewicht, sondern wie Du rüberkommst. Bleib so wie Du bist - authentisch.

Jeder ist auf die eine oder andere Art eine Persönlichkeit - Du auch.

Also Kopf hoch -ich drücke Dir ganz fest die Daumen am Montag. Du schaffst dass schon.

Ich Dich mal ganz doll.

LG
Mary45

02.10.2014 20:31 • #6


Ach seit ihr alle süß. Das macht mir Mut.

Ja das mit dem aber wahrscheinlich wie immer damit ist der Standard Satz gemeint den die Chefs nach einem Gespräch sagen. Wir melden uns.

Danke euch

02.10.2014 21:36 • #7


Huhu wollte mich heute ja nochmal zurück melden.

Ich habe es überstanden und ich lebe noch. Anfangs war ich sehr nervös, hat sich aber irgendwann gelegt. Ich habe dann auch mal mit dem schichtführer unter vier Augen gesprochen. Habe gesagt ich werde wohl kaum Chancen haben mit meinem Gewicht. Er meinte dann quatsch die stelle die ich bekommen würde ist momentan auch von einer Frau besetzt die noch mehr auf den Rippen hat. Er sagte auch das die meisten kurpulenten Frauen viel Fleißiger und zuverlässiger sind. Dann ging es mir gut habe mich dort sehr wohl gefühlt. Nette Kollegen. Aber erst mal Probearbeiten.

Ich würde da gerne anfangen. Aber als ich gehört habe das ich nur knapp 900 Euro raus bekomme, so viel wie ich und mein Freund vom Amt bekommen. Dachte ich das muss ich mir erst gewaltig überlegen. Sehr schade, den so nette Kollegen sind mir selten über den Weg gelaufen.

Ich Danke euch nochmal

06.10.2014 15:05 • #8


Zitat von malina24:
Huhu wollte mich heute ja nochmal zurück melden.

Ich habe es überstanden und ich lebe noch. Anfangs war ich sehr nervös, hat sich aber irgendwann gelegt. Ich habe dann auch mal mit dem schichtführer unter vier Augen gesprochen. Habe gesagt ich werde wohl kaum Chancen haben mit meinem Gewicht. Er meinte dann quatsch die stelle die ich bekommen würde ist momentan auch von einer Frau besetzt die noch mehr auf den Rippen hat. Er sagte auch das die meisten kurpulenten Frauen viel Fleißiger und zuverlässiger sind. Dann ging es mir gut habe mich dort sehr wohl gefühlt. Nette Kollegen. Aber erst mal Probearbeiten.

Ich würde da gerne anfangen. Aber als ich gehört habe das ich nur knapp 900 Euro raus bekomme, so viel wie ich und mein Freund vom Amt bekommen. Dachte ich das muss ich mir erst gewaltig überlegen. Sehr schade, den so nette Kollegen sind mir selten über den Weg gelaufen.

Ich Danke euch nochmal


Du würdest 900 Euro "raus" (also Netto) bekommen. Das sind um die 1800 Euro brutto.
Als Einsteiger und mit 24 Jahren.
Und jetzt überlegst du, ob du dir das antust für das Geld ? Oder lieber mit deinem Freund zusammen in etwa das gleiche vom "Amt" kassierst ?
Was hat du denn für eine Ausbildung, dass du 900 euro netto sooo gering empfindest ?
Da verdienen die meisten Friseure oder Arzthelferinnen auch nicht mehr (auch wenn ich das NICHT in Ordnung finde ).
ABER: den (Wieder-? ) Einstieg in das Berufsleben sausen zu lassen, nur weil du und dein Freund ZUSAMMEN den gleichen Betrag vom Amt (also von uns Steuerzahlern ) kassiert, das finde ich krass.
Willst du dein Leben lang arbeitslos bleiben ?

Der Job gefällt dir, die Kollegen findest du klasse, du hattest dich schonmal beworben und kriegst nun eventuelle die Chance...und jetzt zögerst du, weil die Kohle vom Amt auch nicht viel weniger ist...
Ich fasse es echt nicht !
Schonmal was davon gehört, dass ein Gehalt im Laufe der Zeit auch erhöht werden kann ?

06.10.2014 15:32 • x 2 #9


ach, und nochwas: Was ist denn das für ein Quatsch "die meisten korpulenten Frauen sind fleißiger und zuverlässiger" ?
Wenn man in die eine Richtung keine Vorurteile möchte, dann sollte man auch in die andere Richtung keine pflegen, oder ?
Es gibt sowohl dicke als auch dünne, die entweder faul oder fleißig, lustig oder traurig, braun oder blond sind.

06.10.2014 15:47 • #10


Puhhh. Naja mein letztes Gehalt lag bei 1300 Euro vor 5 Monaten. Ja ihr Mann geht ja vielleicht arbeiten und sie könnten sich das vielleicht leisten. Ich muss mit diesen 900 Euro Miete bezahlen und mich und meinen Lebensgefährten versorgen. Mein Freund wird wohl auch nie mehr Einen Job finden aber naja. Immerhin ist das meine Sache und ja sorry das ich von euch Steuerzahler lebe ich habs halt nicht drauf so wie sie. Ich versuche es ja zu ändern aber warum wenn ich da nach noch ärmer bin als vorher was hat das für einen Sinn? Wo ist das motivierend? Eine Lohnerhöhung wird es nicht geben das wurde mir gleich klar gemacht. Was denken Sie warum die vorgängerin geht.

Und wegen dem Dick und dünn. Sorry das sie sich damit wohl beleidigt fühlen. So hat er es mir eben gesagt und er meinte damit wohl nicht die Allgemeinheit. Er hat wohl mit (Fetten so wie mir) bessere Erfahrungen gemacht.

Im Grunde geht es sie ja nichts an und wenn es ihnen nicht passt was ich schreibe brauchen sie ja nicht antworten.

Liebe Grüße und danke nochmal an Mary und Gerd.
Ich bin jetzt seit 5 Monaten Arbeitslos und ich sehe nicht ein das ich als Sozialschmarozer hingestellt werde.

06.10.2014 16:42 • #11


Jetzt mach dich mal locker.
Wir sind ja hier in einem Diskussionsforum, da muss man damit rechnen, dass auch ein Feedback kommt, auf das, was man schreibt.
Und dieses Feedback kann auch mal so ausfallen, dass es einem nicht gefällt.
Das liegt in der Natur der Sache.

Ich habe in deinem Zusammenhang weder das Wort "fett" noch das Wort "Sozialschmarotzer" in der Mund genommen. Das warst du ganz alleine.

Und es ist nunmal so: aus der Arbeitslosigkeit heraus zu kommen, ist nunmal ein Kraftakt. Das weiß jeder.
Ich habe aber eben die Meinung, dass man diese Einstellung "das verdiene ich ja nur unwesentlich mehr als bei Hartz 4" überdenken sollte.
Und wenn ich den Hartz 4-Regelsatz einem Nettoverdienst von 900 Euro gegenüberstelle, dann ist das doch schon ein wenig mehr, oder ?
Und wieso musst du deinen Freund durchbringen ? Er bekommt doch ebenfalls Hartz 4, oder ?

Das hat doch irgendwo auch etwas mit Stolz zu tun, dass man für seinen Lebensunterhalt selbst aufkommen möchte und nicht andere für sich arbeiten lässt...
Aber gut, da ticke ich wohl irgendwie anders.
Ich denke mir halt, dass eine Friseurin, Arzthelferin, was auch immer auch über "fehlende Motivation" klagen könnte, wenn sie für vielleicht 1000 Euro im Monat den ganzen langen Tag auf den Beinen ist.

Aber gut, lassen wir das.

Aber ich frage nochmal: welche Ausbildung hast du denn ?

Und wie gesagt: du schreibst hier öffentlich zu Themen, zu denen andere Menschen auch ihre Meinung haben. Das liegt in der Natur der Sache eines Internetforums.
Mit anderen Meinungen muss man da zwangsläufig rechnen.

07.10.2014 09:17 • #12


Heller_Wahnsinn
Nimm den Job an. Du hast nichts zu verlieren.

Dass jemand während ALG1-Bezug nicht einen Job annimmt, der ihn, für den Fall, dass er wieder arbeitslos wird, eine Stange Geld kosten würde,
(niedriges ALG1) das würde ich auf jeden Fall verstehen.

Aber Du hast nichts zu verlieren. 900 Euro netto ist nicht viel, aber wenn Du Dich bewährst, steigt das Gehalt. Du bist neu, also Einsteigerin,
Du sammelst Berufserfahrung und soziale Kompetenzen, kommst unter Menschen, kannst Dein Selbstwertgefühl aufbauen und hast nicht mehr
das Gefühl, anderen auf der Tasche zu liegen.

Nimm den Job an, Du kannst dabei nur gewinnen.

07.10.2014 09:23 • #13


Heller_Wahnsinn nimmt mir die Worte aus dem Mund.
Nichts anderes wollte und habe ich gesagt !
Man muss für den Wiedereinstieg in´s Berufsleben den Fuß in die Tür kriegen, dann geht es auch weiter.
Und diese Chance muss man annehmen.
Und ich habe NICHT gesagt, dass ich die Gehälter, die heutzutage teilweise gezahlt werden, gutheiße. Das Gegenteil habe ich gesagt, lies mal nach.

07.10.2014 09:25 • #14


Heller_Wahnsinn
Wie gesagt, 900 Euro ist nicht viel (und das sind auch keine 1.800 brutto sondern ca. 1.200 oder so). Das muss man nicht schönreden.

Aber es ist der Fuß in der Tür. Erst mal reinkommen, dann weiterschauen. Wenn man vom Amt lebt und noch so jung ist, lohnt sich alles,
was unabhängig von der Stütze macht. Die TE kann nur gewinnen, Arbeit und nette Kollegen zu haben ist mehr als nur 900 Euro netto.

07.10.2014 09:31 • #15


Ich rede nichts schön.
Und bei mir gehen knapp 50 % meines Bruttogehaltes an den Staat. Von daher meine Rechnung.
Letztlich ist das Bruttogehalt ja auch sekundär, oder ?
Es kommt doch drauf an, was man Netto in der Tasche hat.
Und ja, da sind 900 Euro nicht viel, aber doch eben einiges mehr als Hartz 4.
Und wenn man dann, trotz der Chance auf einen Job, die Rechnung aufmacht, dass man zwar mit Hartz 4 weniger hat, dafür aber morgens in der Kiste liegen bleiben kann, dann finde ich das anderen gegenüber, die für das gleiche oder unwesentlich mehr Geld den ganzen Tag buckeln nicht gerade berauschend.

07.10.2014 09:38 • #16


Heller_Wahnsinn
Bei 1.800 und 25 Jahren und Steuerklasse 1 kommt man auf ein Netto von 1.245 - bei 1.200 auf 917,00.
Da lag ich also ganz richtig.

Wenn Du mit 49% versteuert wirst, dürftest Du deutlich mehr als 1.800 Euro verdienen, das nennt man Steuerprogession,
je mehr man verdient, desto mehr wird prozentual abgezogen, bis zu einem bestimmten Cap. Daher kannst Du Dich
nicht mit einem Geringverdiener vergleichen, das wäre auch nicht fair.

Über den Rest sind wir uns einig, es ist eine Chance, aus dieser Abhängigkeit vom Amt herauszukommen. Auf Dauer
würde ich mich mit 900 Euro keinesfalls zufriedengeben, aber für den Anfang ist das okay, es kann ja nur besser
werden, ich würde der TE dringend empfehlen, diese Chance anzunehmen. Man fängt klein an und arbeitet sich hoch.

07.10.2014 09:49 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Heller_Wahnsinn, deine Rechnung ist sicher korrekt und ich war bei meiner ersten Rechnung auch nur den Pi mal Daumen Weg gegangen und bin von mir ausgegangen.
Und nein , den Spitzensteuersatz habe ich dennoch nicht.
Was Steuerprogression bedeutet, ist mir dennoch durchaus geläufig
Letztlich kommt es ja aber auf den Nettoverdienst an, das hatte ich ja schon erläutert.

Und ja, im Rest sind wir uns (auch) einig !

07.10.2014 09:55 • #18


Ursula-Koenig
Manchmal ist es besser einen JOb zu haben, auch wenn man weniger verdient, denn aus dieser Position heraus kann man sich auch leichter für einen anderen Job bewerben, du musst dort ja nicht dauerhaft bleiben (aber wenn es nette Kollegen gibt, dann wäre das ja schon ein Grund anzufangen), kannst dich ja dann immer weiter umschauen ... aber mit Job ist man auf jeden Fall in einer besseren Position, was neue Bewerbungen angeht.

07.10.2014 10:03 • x 1 #19


Zitat von Ursula-Koenig:
Manchmal ist es besser einen JOb zu haben, auch wenn man weniger verdient, denn aus dieser Position heraus kann man sich auch leichter für einen anderen Job bewerben, du musst dort ja nicht dauerhaft bleiben (aber wenn es nette Kollegen gibt, dann wäre das ja schon ein Grund anzufangen), kannst dich ja dann immer weiter umschauen ... aber mit Job ist man auf jeden Fall in einer besseren Position, was neue Bewerbungen angeht.


Genau so ist es !

07.10.2014 10:12 • x 1 #20



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