Ging bei der Zulassung von Antidepressiva aus der Gruppe der SSRI alles mit rechten Dingen zu? Das wollte die Bundestagsfraktion von Die Linke genauer wissen und stellte eine Kleine Anfrage an die Bundesregierung. Aber die gab nur ausweichende Antworten.
Mir hilft Sertralin gut. Es hat angeschlagen in einer Phase, wo ich dachte, mir hilft eh nichts mehr. Kann also kein Placebo sein. Selbstmordgedanken kenne ich nicht, bin aber auch nicht sehr anfällig dafür.
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SSRI-Antidepressiva Arzneimittelzulassung in der Kritik
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petrus57 Mitglied
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@juwi
Moin erstmal.
Meine Frau hatte mit Sertralin auch keine Probleme. Ihr hat es auch sehr gut geholfen. Aber gerade unter Sertralin treten eben viele Selbstmordgedanken, etc. auf. Das ist aber auch schon altbekannt.
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juwi Gast
Dann wäre es schön gewesen, dieses positive Beispiel ebenfalls schon im Eingangspost zu erwähnen Finde deine Beiträge oft recht einseitig negativ und dadurch potenziell verunsichernd.
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petrus57 Mitglied
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Zitat von juwi:
Finde deine Beiträge oft recht einseitig negativ und dadurch potenziell verunsichernd.
Da muss ich dir Recht geben. Kommt aber oft auch durch negative Erfahrungen.
Petrus
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#5
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Reenchen Mitglied
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Ich denke, ADs greifen in die Hirnchemie ein und somit ist nicht auszuschließen, daß ein und das selbe Mittel unterschiedlich wirkt, weil jeder Mensch anders ist. Soviel ich weiß, steht in der Patienteninformation so ziehmlich bei allen ADs ganz oben drin, daß anfänglich die Suizidanfälligkeit erhöht ist/sein kann. Allerdings würde ich mir wünschen, daß Ärzte - so gut sie auch geschult sind - etwas genauer hinsehen, was sie für welche Beschwerden verschreiben.
Beispiel: Tianeptin. Es ist zugelassen gegen Depression und wird mitunter bei isolierter Angst verschrieben, obwohl es gegen Angst gar nicht helfen kann. Die Wirkweise von Tianeptin ist vor allem eine Aktivierung der gedanklichen Verarbeitung. Das kann bei Angst völlig nach hinten los gehen, ist aber bei Depression absolut wirksam, sich gedanklich mit schlechten Erlebnissen zu konfrontieren. Letzteres natürlich auch mit erhöhter Suizidanfälligkeit, denn die gedankliche Auseinandersetzung kommt mit aller Macht, auch wenn man es gar nicht will. Alle Peinlichkeiten und Griffe ins Klo des geamten Lebens fallen einem ein. Verdrängung gelingt nicht mehr. Ein Patient sollte also auch zur Verarbeitung bereit sein und das aushalten können. Das schätzen Ärzte manchmal falsch ein und dann wird die erhöhte Suizidanfälligkeit plötzlich aktuell. Tianeptin soll auch nicht verschrieben werden, wenn vorher irgendwann Dro.erfahrung gemacht wurde, da es eine hohe Rückfallquote in die Dro.sucht hat, und dann wirkt es nicht, sondern erzeugt all die Gegenanzeigensymptome, die ich hier auch schon im Forum gelesen habe. Auch ohne daß dieser Jemand erwähnte, daß er Dro.erfahrung hat, läßt sich das dann leider erahnen. Anderes Beispiel: ambulant verschriebene Benzos. Wie viele kriegen das ambulant verschrieben nur gegen Angst! Ich finde das nicht richtig, denn vorher sollten wirklich erst alle Möglichkeiten ausprobiert werden, die nicht abhängig machen und das Problem nur übertünchen.