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Danke lieber "Moo", das ist für mich ein persönlich wichtiges und hochinterssantes Thema !
Musik ist wahrhaftig Weltumfassend, und trotz...Babylonischer Sprachenvielfalt ein den Menschen zugetan verbindendes Medium. Weil längst, schon seit den 70'iger Jahren entstand der Begriff "Weltmusik", Musiker aus allen Sparten öffneten sich für Musik und ihre Instrumente aus den entlegnetsten Orte der Welt. Sie trafen sich, hörten sich zu und fanden Möglichkeiten gemeinsam zu musizieren.
Es sind leider immer noch sehr wenige Musikliebhaber, die sich dafür öffnen können, weil nur wenige in dieser schnellen Zeit voller "wegwerfmusik"... hörend innehalten können und bereit sind, sich darauf einzulassen. Für mich war es in den 70'iger sehr schwer, eine Schallplatte zu kaufen. "Häh" ! was für eine Musik ist das "! Es gab damals dafür noch keine eigene Sparte, keine Begriffe und schon gar keine Nachfragen nach diesen Medien. das Internet gab es sowieso nicht, eine Bestellung dauerte oft viele Monate, bis ich dann meine erwünschte Schallplatte kaufen konnte.
Das Radio, speziell der damalige Südwestfunk mit seinem herausragenden Musikkenner
Joachim Ernst Berendt, hat in mir damals diese neue Musihwelt geöffnet, wofür ich ihm sehr dankbar bin. Er ist in entlegenste Ecken der Welt gereist, hat wunderbare Musiker getroffen und deren Musik aufgenommen und sie uns "Hörer" am Radio geschenkt.
Ein Beispiel, Musik aus Afrika, die "Sk laven" brachten sie in die "Staaten" mit, es war "ihre Musik die lange von den "Weißen "ignoriert und verachtet wurde ,Nachdem immer mehr junge Menschen sich in den 50'ger Jahren für diese ryythmische Musik sich begeisterten...suchte man....einen "Weißen" der Rock'n Roll singen kann und man fand ihn "endlich" in Elvis Presley,
Die "Erfinder" desBlues, des Jazz, der Gospel hatten dagegen niedrige Plattenauflagen. Bis Anfang der 60'iger die "Beat" und Rockmusiker jene Musik dieser Bluesmusiker nachspielten und dann Millionenfach verkauften
Die "Komponisten und Texter" dieser Musik hatten davon nichts, sie führten ihr armes Dasein und musizierten für wenig Geld. J.E.Berendt bereiste Anfangs der 60'iger die USA und besuchte diese Musiker, Er lud sie zu einer Europatournee "Folkbluesfestival" 1962-1966 ein. Ein begeistertes Publikum feierte endlich diese Musiker (ich gehörte damals auch dazu)
Und gaben ihnen ihre Würde zurück. Später kam auch noch Ruhm und Geld dazu.
Natürlich hat J.S.Berendt später noch den Begriff "Weltmusik" kreiert und mit seinen Reisen auch Musiker ganz entfernter Musikrichtungen zum gemeinsamen Musizieren gebracht, Später entstand dann der Begriff "Fusion".
Der US-amerikanische Gitarrist Ry Cooder hatte etwas ähnliches 1996 mit Kubanischer Musik hinbekommen. Er besuchte in dem verarmten Land Musiker der 40' und 50'iger Jahren die schlecht ihr Dasein fristeten, machte diese sehr erfolgreichen CD "Buenas Vista Sacial Club", daraus auch dann später dieser berühmte Film entstand. Ein großes Geschenk an diese Musiker, ein noch größeres an die Welt.
Echte Musik, (da bin ich streng) ist eine "Sprache " die unter die Haut geht und uns oft mehr berührt, als vieles anderes.