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Zitat von Lishan:Egal, ich antworte einfach immer nach besten Gewissen. Dadurch verliert ja auch keiner was.
Genau, so ist es ja auch richtig. Der Eindruck, den andere haben, muss ja nicht stimmen.
Aber zurück zum Thema. Für mich bedeutet Glaube ein Gefühl von Geborgenheit, von Gehaltensein.
Ich habe eine Abneigung gegen Fundamentalismus und Dogmatismus, egal um welche Religion es sich handelt. Glaube soll kein Ersatz für eigenes Denken und Fühlen sein und er soll auch keine Aufzählung von moralischen Verhaltensregeln sein.
Religiöse Lehren müssen bildhaft/symbolisch gedeutet werden, wie es bereits ein User in einem anderen Thread geschrieben hat. Es geht dabei um das Wesentliche. Und man sollte auch nicht die mystischen Ausrichtungen vergessen, die es in jeder Religion gibt und die ja über Worte weit hinausgehen.
Nimmt man Lehren wörtlich, können sie Schaden anrichten. Leider gibt es aber Menschen, die sich völlig einer Schrift unterwerfen wollen, weil sie sich nicht trauen, das Geschriebene sinngemäß auszulegen und zu interpretieren.
Da Freiheit ja auch Angst machen kann, versuchen sie somit, dies durch völlige Ausschaltung eigenen Denkens und Fühlens zu vermeiden. Dabei kann natürlich viel Unsinniges entstehen.
So hatte ich mal im Bekanntenkreis einen älteren Mann, der total wütend geworden ist, wenn er etwas von der Evolutionstheorie gehört hat, er bestand ausdrücklich auf der 7-Tage-Version, so als ob dies für das, was wirklich wesentlich ist, von Bedeutung wäre.
18.07.2018 22:32 •
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