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Pepe Silva
Hallo liebe Community,

ich wollte mal mein Problem öffentlich bekünden, um evtl. Rat von euch zu kriegen.

Habe am 24.01.2014 meine Ausbildung zum Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistung beendet. Durch einen Todesfall in meiner Familie, hatte ich erheblich Probleme gehabt, so dass ich diese Ausbildung so gerade eben noch mit 56 % bestanden hab.

Mein Problem ist einfach nur, dass ich momentan keine Arbeitsstelle finde, obwohl mein Beruf in meiner Region eigentlich recht gefragt ist (Ruhrgebiet). Ich denke mal, dass es mit meine schlechten Noten zu tun hat. Da ich aber gewillt bin, arbeiten zu gehen, habe ich auch keine Scheu, erstmal bei Leihfirmen zu arbeiten, um wenigsten Berufserfahrung aufweisen zu können. Aber selbst die wollen mich nicht haben. So dass ich schon am verzweifeln bin.

Wisst ihr, was man bei so einer Situation machen kann?

27.04.2014 16:38 • 02.05.2014 #1


11 Antworten ↓


Das kann ich leider so aus der Ferne nicht wirklich beurteilen.

Ich würde u.a. zu einer Stelle gehen (vielleicht der IHK, falls du sonst niemanden dafür hast) und meine Bewerbungsunterlagen beurteilen und gegebenenfalls optimieren lassen.

Auch das Foto. Vielleicht siehst du auf dem Foto zu salopp aus oder zu intellektuell oder zu humorlos oder zu witzig oder oder oder? Lass das mal von ein paar Leuten (Bekannten) begutachten, ob sie dich anhand deines Bewerbungsfotos für DIESEN Job einstellen würden.

Falls es etwas mit deinen schlechten Noten zu tun hat, ist ein sehr gutes, darauf zugeschnittenes Anschreiben umso wichtiger. Dabei würde ich mir unbedingt gründlich helfen lassen.

Denn auf mich machst du in deinem Posting einen motivierten und gescheiten Eindruck. Ich denke, das musst du nur ins richtige Licht rücken - dabei aber trotzdem auf potenzielle Arbeitgeber und Arbeitgebergattinen, die bei vielen mittelständischen Firmen beim Personal das Sagen haben, nicht ZU gescheit wirken.

27.04.2014 17:31 • #2



Finde keine Arbeitsstelle nach der Lehre!

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Hm erstmal warum schickst du das Zeugnis überhaupt mit? Normalerweise reicht doch der Brief sowie das Zeugnis deines Ausbildungsbetriebes? Bei mir ist es ein paar Jahre her aber ich könnte mich nicht entsinnen jemals mein Prüfungszeugnis irgendwo hin geschickt zu haben ( das wäre eine Katastrophe gewesen ) sondern nur meinen Brief.

27.04.2014 17:37 • #3


Ich würde das einfach rein schreiben ins Anschreiben weswegen deine Noten so aussehen. Dann warst du ja sicher vorher besser und kannst die Schulzeugnisse der einzelnen Lehrjahre beifügen. Außerdem kannst du ja anbieten, ein paar Tage Probe zu arbeiten.
Ich hatte nach meiner Ausbildung super Noten (nur 1er und 2er) und habe trotzdem keine Arbeit gefunden, nachdem mein erster Chef mich nach einem halben Jahr raus geworfen hat, da er dann zwei 400 Euro-Kräfte einstellte, die natürlich billiger waren. Habe bald 1,5 Jahre gesucht und mehrmals nur Schiffbruch erlitten was die Arbeitgeber/Kollegen anging. Gib nicht auf und gib dich auch nicht zu sehr für Zeitarbeitsfirmen her, wenn es nicht unbedingt sein muss. Das ist oft nur Ausbeute.

27.04.2014 17:56 • #4


Meine Empfehlung ist, dich weiter zu bewerben, bis es geklappt hat. Meine T. fand damals nach ihrer Ausbildung auch erstmal keine Arbeitsstelle und ich gab ihr den Rat, sich weiterzubewerben. Das hatte sie getan, mit Erfolg, inzwischen ist sie selbständig.

Wünsche dir viel Erfolg!

27.04.2014 20:33 • #5


Wenn Du Initiativbewerbungen rausschickst dann hängst Du da ja nur den Lebenslauf draun. Wenn Du aber eine komplette Bewerbung rausschickst dann gehören alle Unterlagen dazu, incl Abizeugnis, Abschlußzeugnis der Berufsschule / Gesellenbrief, Arbeitszeugnis Deines Ausbildungsbetriebes etc

Frag doch mal nach beim Arbeitsamt wegen eines Bewerbungstrainings. Die wissen da immer wie die Bewerbungen der einzelnen Menschen am besten wirken. Es gibt da verschiedene Modelle.

28.04.2014 18:25 • #6


Pepe Silva
Hallo und vielen Dank für die Postings.

Erstmal vorweg, Meine Bewerbungsunterlagen wurden von zwei verschiedenen Personen beim Jobcenter bzw. Bundesagentur für Arbeit kontrolliert und für gut empfunden. Sicherlich hat es auch damit zu tun gehabt, dass mein Onkel diese zur hälfte erfasst hat. Desweiteren ist im Anschreiben auch vermerkt, dass mein Vater verstorben ist und aus diesen Grund meine Noten auch im Dreier-Bereich gefallen sind. Habe sogar Berufsschulzeugnisse der ersten beiden Lehrjahre immer hinzugefügt, da diese im 2,4- bzw. 3,0-Bereich liegen, um den potenziellen Arbeitgeber zu demonstrieren, dass ich eigentlich kein Schlechter bin. Im übrigen sind auch meine Abschlusszeugnisse der Realschule 3,0 und Fachhochschulreife 3,6 (bei der FHR habe ich die Grenze meines Intellektuells erreicht, deshalb nur 3,6) beigefügt. Im Lebenslauf sind sogar alle meine 5 Sprachen, die ich fließend spreche, sowie Programme, die ich im Laufe meines beruflichen Werdegangs erlernt und ausgeführt habe, aufgelistet. Selbst mein Auslandsaufenthalt in Argentinien zwecks Sprachreise ist mit drin.

Nichtsdestotrotz Absagen.

Und wenn ich mal eingeladen werde, was sehr selten vorkommt, klappt es nicht. Zum einen, weil ich übelst nervös bin (Aufgrund der wenigen Anzahl der Bewerbungsgespräche, steigt der Druck), zum anderen auch wegen meiner introvertierten Haltung (Eine charakteristische Eigenschaft, die ich nicht ablegen kann).

02.05.2014 02:05 • #7


Dass die Unterlagen gesichtet und für gut befunden wurden ist doch schonmal was positives.

Schickst Du denn viele Initiativbewerbungen raus, oder nur auf direkte Stellengesuche ?

02.05.2014 11:57 • #8


Erstmal: Seit wann suchst du denn schon eine Arbeitsstelle? Falls erst seit Ende deiner Ausbildung: Die ist doch erst 3 Monate her! Das ist noch keine lange Zeit und kein Grund zum Verzweifeln.

Welche Unterlagen man bei einer Initiativ-Bewerbung mitschicken sollte, dafür gibt es m.W. keine allgemeingültigen Regeln. Ich denke, man sollte sich immer in den Empfänger hineinversetzen und sich fragen, was DIESEN jetzt wohl am meisten interessieren und motivieren könnte.

Und ich denke, bei einem jungen Menschen interessiert ein Lebenslauf in der REGEL (Ausnahmen kann es natürlich geben) am allerwenigsten. Was kann man denn bis dahin an Relevantem erlebt haben? Stattdessen fände ich in so einem Fall das Abschlusszeugnis der Ausbildung am wichtigsten, wenn man sich auf den erlernten Beruf bezieht.
(Ich wurde mal in einem Bewerbungsgespräch ausführlich und nachdrücklich nach den Namen und Berufen meiner sämtlichen Großeltern befragt. Das meiste wusste ich gar nicht. Ich sah aber auch den Sinn dieser Befragung nicht ein, stand schließlich auf, verlangte einigermaßen höflich meine Unterlagen zurück und ging. )

Das Anschreiben ist aber sehr wichtig. Welche 5 Sprachen sprichst du denn fließend? In deinem letzten Posting hast du eine ganze Menge deutscher Sprachfehler gemacht. Lass daher nicht nur deine Anlagen, sondern auf jeden Fall auch deine jeweiligen Anchreiben vorher gründlich durchsehen.

Und was meinst du konkret mit "Ich bin in Bewerbungsgesprächen introvertiert"?

02.05.2014 12:29 • #9


Pepe Silva
Hallo GastB,

vielen Dank für deine Antwort. Ja meine deutsche Sprache ist nicht die Beste. Habe auch erst spät Deutsch gelernt. Deshalb hat mir auch mein Onkel dabei geholfen. Ich denke aber nicht, dass irgendwelche Fehler bzgl. der deutschen Sprache im Anschreiben drin sind. Schließlich habe ich das OK vom Jobcenter und Arbeitsamt bekommen.

Zu den Sprachen:
Ich spreche fließend Portugiesisch, Spanisch, Deutsch, Englisch und Galizisch (die Reihenfolge: Links am besten). Dazu gesellt sich noch mein Schulfranzösisch, was aber wortschatzmäßig auf ein Paar 100 Wörter eingrenzt (Im Lebenslauf auch als Grundkenntnis markiert)

Was ich mit introvertiert meine ist leicht gesagt. Ich bin eine Person, der leider Gottes nicht mit Wörtern auffällt. Der nur das nötigste sagt. Einer der nicht um den heißen Brei redet sondern sofort zum Punkt kommt und somit auch nicht viele Wörter benutzt. Ein wenig auch ungesellig. Wenn man mit mir nicht befreundet ist, kann also nicht erwarten, dass ich mit jemanden über's Wetter rede. In Bewerbungsgesprächen stelle ich fragen über das Unternehmen, über die Arbeit, die ich machen soll, sofern ich die Stelle kriege. Erzähle dann, was ich während meiner Ausbildung gemacht habe. Das war's. Es soll ja Menschen geben, die einen tot reden. Ich gehöre nicht zu der Sorte. Auf einer Seite finde ich es gut, aber im Moment wäre es mir doch lieber, wenn ich diese Gabe hätte.

Ist mein Deutsch wirklich so schlimm?

02.05.2014 21:31 • #10


Pepe Silva
Hallo Carpenter,

ich bewerbe mich eigentlich nur auf Stellengesuche.

Was ich auch mal mache, ist es direkt initiativ bei einem Unternehmen vorbeizugehen, um mein Interesse zu bekunden. Habe ich aber nur dreimal gemacht und kam nicht gut an.

02.05.2014 21:34 • #11


Zitat von Pepe Silva:
Ist mein Deutsch wirklich so schlimm?
... Ja meine deutsche Sprache ist nicht die Beste. Habe auch erst spät Deutsch gelernt. Deshalb hat mir auch mein Onkel dabei geholfen. Ich denke aber nicht, dass irgendwelche Fehler bzgl. der deutschen Sprache im Anschreiben drin sind. Schließlich habe ich das OK vom Jobcenter und Arbeitsamt bekommen.
"Schlimm" ist dein Deutsch auf keinen Fall, im Gegenteil. Allerdings hattest du in dem betreffenden Posting mehrere Wort- und Rechtschreibfehler drin. Da es hier um deine Bewerbungen geht, wollte ich darauf mal hinweisen.

Denn ich war nicht davon ausgegangen, dass du jedes Mal dasselbe Anschreiben verschickst. Man sollte sich eigentlich bemühen, seine Anschreiben möglichst individuell auf die angeschriebene Firma auszurichten und daher nicht einfach ein NullAchtFuffzehn-Schreiben an alle verschicken.
Ich hoffe, du unterschreibst die Anschreiben wenigstens original, schickst keine Kopie?

Zitat von Pepe Silva:
Ich spreche fließend Portugiesisch, Spanisch, Deutsch, Englisch und Galizisch (die Reihenfolge: Links am besten). Dazu gesellt sich noch mein Schulfranzösisch, was aber wortschatzmäßig auf ein Paar 100 Wörter eingrenzt (Im Lebenslauf auch als Grundkenntnis markiert)
Ich musste gerade googlen, um festzustellen, dass Galicisch eine eigene, offizielle Sprache ist. Dabei habe ich aber auch festgestellt, dass die offizielle (deutsche?) Schreibweise deines "Galicien" offenbar mit "c" ist, wahrscheinlich zur Unterscheidung des anderen "Galizien" in der Ukraine/Polen. Auch das solltest du vorsichtshalber in deinen Unterlagen berücksichtigen (für den Fall, dass da auch jemand nachgoogelt ).

Zitat von Pepe Silva:
Was ich mit introvertiert meine ist leicht gesagt. Ich bin eine Person, der leider Gottes nicht mit Wörtern auffällt. Der nur das nötigste sagt. Einer der nicht um den heißen Brei redet sondern sofort zum Punkt kommt und somit auch nicht viele Wörter benutzt. Ein wenig auch ungesellig. Wenn man mit mir nicht befreundet ist, kann also nicht erwarten, dass ich mit jemanden über's Wetter rede. In Bewerbungsgesprächen stelle ich fragen über das Unternehmen, über die Arbeit, die ich machen soll, sofern ich die Stelle kriege. Erzähle dann, was ich während meiner Ausbildung gemacht habe. Das war's. Es soll ja Menschen geben, die einen tot reden.
Wenn es so ist, wie du das hier beschreibst, ist das eigentlich optimal für Bewerbungen. Einer, der seine Gesprächspartner totredet, kommt bei Bewerbungsgesprächen höchst selten gut an. Fragen nach der Firma und nach der Arbeit sind nicht nur völlig okay, sondern gewünscht.

Allerdings solltest du diese Fragen nicht wie ein Automat auf Münzeinwurf auszuspucken. Der TON deiner Fragen sollte höflich und verbindlich sein, sonst kann das arrogant wirken. Und am Anfang eines Bewerbungsgesprächs ist es üblich, zum "Aufwärmen" ein bisschen Smalltalk zu machen: Genau über solche Belanglosigkeiten wie "Haben Sie gut hergefunden", "heute ist es wirklich sehr heiß draußen", "Sie haben ein sehr schönes Bürogebäude" oder ähnliches. Denn dabei können sich BEIDE Seiten etwas entspannen und sich auf eine gemeinsame, freundliche bis freundschaftliche Grundstimmung einschwingen. Am Ton, am Gesichtsausdruck des anderen kann man schon viel ablesen und da kann es sich schon bei der Begrüßung, beim ersten Handschlag entscheiden, ob man zusammenarbeiten möchte oder nicht. Unterschätze diese sozialen Aktionen daher nicht. Wenn du z.B. bei der Begrüßung deine Hand lasch hinstreckst und dein "Händedruck" sich wie ein nasser Waschlappen anfühlt, und wenn du dabei deinem Gegenüber nicht freundlich zulächelst, dann sind die Würfel in den allermeisten Fällen schon gefallen.

Es ist daher falsch, nicht übers Wetter reden zu wollen. Und wenn die anderen bei deiner Bewerbung mit dir übers Wetter reden, dann solltest du dankbar darauf eingehen. Leichter kann man es dir ja schließlich nicht machen. Natürlich solltest du das nicht allzu breit auswalzen und daraufhin anfangen, von deinem letzten Urlaub zu erzählen, in dem es ständig geregnet hat oder sowas. Es sollte dir klar sein, dass das nur eine kurze, aber wichtige und gute Einstiegsphase ist.

02.05.2014 23:20 • #12



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