Pfeil rechts
1

Hallo zusammen,

Ich muss mal kurz etwas loswerden.

Ich war gerade in einer Situation, in der ich als Kind oft war. Hatte eine angestaute Wut und bin explodiert.

Als Jugendliche hatte ich dieses Gefühl sehr oft gegenüber einer Person. Fühlte mich oft hilflos und wie in einer Ohnmacht. So krass habe ich die Wut schon lange nicht mehr in mir gespürt. Das Gefühl ähnelt stark dem Gefühl der Angst. Kann es sein, dass über Jahre hinweg unterdrückte Wut, Hilflosigkeit zu panikattacken führen?

Ich habe meinen Gefühlen in den letzten Jahren nie so viel Bedeutung geschenkt, bzw. überlegt wie es zu den panikattacken kam. Für mich waren da zwei Dinge immer von großer Bedeutung, aber habe nie wirklich gewusst, wie ich mich in den Jahren vor meinen ersten panikattacken gefühlt habe.

Geht es jemandem ähnlich? Bin im Moment auf der Suche nach den Auslösern, um im Kampf gegen die Angst etwas mehr Klarheit zu bekommen und vielleicht alte Muster zu überarbeiten und zu versuchen diese abzulegen oder umzustrukturieren.

Einen schönen Abend euch

31.07.2021 18:33 • 01.08.2021 #1


5 Antworten ↓


Liebe Isabella123,
da gibt es keine klare Antwort drauf außer die, dass alles möglich ist. Die einen glauben, unterdrückte Wut führt zu Krankheiten und sie rauszulassen zu Gesundheit. Andere glauben, rausgelassene Wut führt zu noch mehr Wutbereitschaft und Wut, sie zu kontrollieren sei gesünder. Meine Antwort: du kannst machen was du willst, es ist immer einerseits falsch und andererseits richtig. Wenn man mit sich und der Welt im Reinen, das Gehirn entspannt, also kongruent ist, hast du keine Wut-, Angst- oder Panikattacken. Die Kunst ist: zur Ruhe kommen und alles loslassen.

31.07.2021 18:54 • #2



Unterdrückte Wut

x 3


Danke für deinen Beitrag

Ich meine damit nicht, dass man immer explodieren soll vor Wut, sondern, dass man mit dem Gefühl arbeitet, dass es gar nicht erst so weit kommt, dass es zu einer Explosion kommt.

Habe heute gemerkt, dass ich was das Thema Wut angeht, nicht im reinen mit mir bin und auch nie war.

Generell fällt es mir schwer meine Gefühle zu erlauben, zu akzeptieren.

Das liegt vielleicht auch daran, dass ich in meiner Jugend über 6 Jahre viel Canna. konsumiert habe und psychisch sehr abhängig war. Und nie wirklich gelernt habe, Gefühle zuzulassen oder rauszulassen. Würde ja alles unterdrückt.

Lg

31.07.2021 19:07 • x 1 #3


Icefalki
Du kannst alles denken, alles ausprobieren, alles tun, damit es dir besser geht.

Dazu gehört auch Akzeptanz dazu, was zu den Ängsten geführt hat und gut ist.

Wenn das Früher dazu geführt hat, dann ändere es. Such dir neue Wege, neue Denkweisen, ein bisschen ein neues ICH. Oder hole das alte, vergessene ICH wieder hervor.

Wenn du denkst, du solltest dich mit dem Thema Wut befassen, prima, tu es. Mach alles, das dich weiterbringen könnte, wichtig ist nur, ganz ehrlich zu dir selber zu sein.

Thema: Selbstreflektion. Das Tolle dabei ist, kriegt keiner mit, wenn du vom 100sten ins 1000ste kommst.

31.07.2021 19:20 • #4


Mirko89
Hallo Isabella123,

das mit den Wutausbrüchen kenne ich leider auch sehr gut. Habe sehr lange gerätselt, woher die viele Wut kommt und wie ich mit ihr umgehe.
Da ich nicht genau weiß was vorgefallen ist, versuche ich auch mal, mich allgemein zu halten.
Du sagst ja, dass du dich dabei auch hilflos fühlst. Dann wäre es vielleicht der richtige Weg, die Wut als Ressource zu benutzen. D. H. du suchst nach sauberen Wegen, dich zur Wehr zu setzen. Oder du informierst dich über deine Rechte und wie du sie durchsetzen kannst.

Ansonsten, wenn das öfter vorkommt, wirst du wohl weiter nach den Ursachen forschen müssen, wo die Wut herkommt.

Mir geht es auch ein bisschen so, dass ich oft nicht genau weiß, wie ich mich eigentlich fühle. Ist manchmal so ein bisschen Rätselraten für mich. Ich glaube, dass es sich aber lohnt, da am Ball zu bleiben. Irgendwann hat man den dreh raus und schafft es auch, die unangenehmeren / hinderlichen Gefühle aufzulösen.

Hoffe, ich konnte dir ein bisschen helfen.

Viele Grüße,
Mirko

01.08.2021 11:41 • #5


1RosaRot1
Wurde in der Therapie ein Störmodell erarbeitet? In meinte Schematherapie haben wir mein Elternanteil, inneres Kind, Vermeidung, Überkompensation und Gesunde Erwachsenen Anteil erarbeitet. Ich kann mittlerweile gut sagen mit welchen Anteil ich wie in bestimmten Situationen reagiere. Es hilft zu verstehen warum ich bin wie ich bin. Gegen die Angst und Panik aber hilft es wenig. Da muss ich jetzt mit KVT ran. Ich glaube erstmal zu wissen wieso man in bestimmten Mustern reagiert hilft aber um vielen zu verstehen. Wie ein Grundstein auf dem man alles weitere aufbauen kann.

01.08.2021 11:50 • #6




Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag