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MaKaZen

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Alles ist gut und wie aus dem Nichts taucht diese innere Leere auf. Mittlerweile weiss ich, dass sich eine Emotion zeigen will, die ich normalerweise unterdrücke, verdränge, rationalisiere, etc. bzw. mein System abwehrt. Dieses Mal meldet sich Wut, eine Emotion, die ich gerne mal wegdrücke. Immer mal wieder habe ich in der Vergangenheit meinen Impulsen freien Lauf gelassen u.a. auch meiner Wut und dabei mehr zerstört als aufgebaut. Ich weiss mittlerweile auch, dass es darum geht, die Wut in etwas Konstruktives umzuwandeln wie Stolz, Freude oder gar Glück. Es geht darum, die konstruktiven Seiten zu stärken und zu integrieren.

Ich bin wütend, weil ich ständig die Probleme anderer lösen muss. Vor lauter helfen wollen, vergesse ich mich manchmal selbst dabei. Ich nehme meine eigene Baustelle dann nicht mehr wahr. Das passiert 'Helfern' wohl öfters. Gut ist, dass es die innere Leere gibt und sich danach Wut bei mir meldet. So weiss ich, dass Handlungsbedarf besteht.

Ich sollte erst lernen, das Positive meiner Bemühungen für das Kollektiv zu würdigen. Ich lerne viele Leute kennen, tausch mich oft aus. Ich erachte das als Bereicherung in meinem Leben. Auch lerne ich viel dabei, da ich mich im Perspektivenwechsel und Mitgefühl übe. Mein Baustelle ist offenbar mein Bewertungssystem. Manchmal neige ich dazu, andere zu verurteilen, wenn es nicht nach meinem Kopf geht. Dumm gelaufen, jetzt muss ich bei mir hinschauen.

Schwierigkeiten, Problem und Konflikte im Leben sind normal und kein Grund andere deswegen zu verurteilen. Bin von Natur aus mehr so der Harmonie-Mensch, was nicht immer gut ist. Manchmal sollte ich mich Konflikten stellen, egal welche Konsequenzen es nach sich zieht. Konflikte sind ein Bestandteil des menschlichen Zusammenlebens und Stellung zu beziehen gehört unbedingt auch dazu. Wieder mal was über mich gelernt!

18.09.2022 x 2 #1


22 Antworten ↓
MaKaZen

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Zitat von -IchBins-:
Man könnte auch lernen, mit Wut gesund umzugehen, indem man sie annimmt, sich erlaubt wütend zu sein. Bei mir ist es dann so, dass es sich angenehmer anfühlt und es absolut okay ist. Dann habe ich wieder etwas daraus gelernt, nämlich das nächste Mal etwas anders zu machen. Wut gehört genauso zum Leben wie Freude ...

Wenn mich etwas wütend macht, lasse ich die Wut zu. Ich lasse sie nicht länger an anderen aus und setze diese Energie in Konsequenzen um. Ich hab früher gezögert, konsequent zu sein und klare Entscheidungen bezüglich des Miteinanders zu fällen. Ich hab gelernt 'nein' zu sagen und merke viel früher, wenn sich etwas in die schlechte Richtung entwickelt.

Ich glaub sogar, dass Wut die Voraussetzung für ein glückliches Leben ist. Wut ist bloss ein Signal, sich besser zu schützen, sich besser abzugrenzen und zu lernen bei sich zu bleiben, sich selbst treu zu sein, sich zu lieben, etc. Wenn ich diesen Weg konsequent verfolge, macht das aus mir einen glücklichen Menschen. 😄

Jede negative Emotion erfüllt einen Zweck und ist ein Signal unseres Systems, dass etwas nicht stimmt. Wir sind aufgerufen, selbst daran etwas zu ändern.

18.09.2022 09:11 • x 2 #20


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A


Meine WUT

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MaKaZen

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Zitat von moo:
Ich sehe eine "negative" Emotion lediglich als eine wahrnehmungsbedingte Weiterentwicklung des unangenehmen Gefühls an. Umgekehrt verhält es sich bei sogenannten "positiven" Emotionen. Emotionen sind m. E. bedingt entstandene Zwischenergebnisse, die uns ggfs. zu einer gedanklichen, verbalen oder körperlichen Handlung führen. Wenn es zuträfe, dass etwas "nicht stimmt", bloß weil ich eine negative Emotion erlebe, dann würde es wohl im Umkehrschloss bedeuten, dass etwas stimmig ist, wenn ich eine positive Emotion erlebe?

Eine Emotion ist ein Gefühl, das noch nicht im Bewusstsein angelangt ist, also so quasi ein 'unbewusstes' Gefühl. Gelangt die Emotion ins Bewusstsein, spricht man von Gefühl. Der Mensch strebt nach positiven Gefühlen und so entstehen dann letztlich Entscheidungen und es folgen entsprechende Handlungen, die wiederum Emotionen hervorrufen, ... Ein endloser Kreislauf.

Ich orientiere mich an positiven Gefühlen, möchte mich gut, stark, sicher, wertvoll, etc. fühlen. Manche negativen Emotionen machen mich auf ein Ungleichgewicht in meinem System aufmerksam. Manche Emotionen kommen und gehen, haben und haben, wie du richtig erwähnst, keine grosse Bedeutung. Ob eine Verstimmung ein grundsätzliches Problem von mir spiegelt oder nicht, spüre ich mittlerweile ziemlich gut. Ich gehe dem Ungleichgewicht nach und stelle nach Möglichkeit die Balance her. Das geht nur mit bewusstem Erleben und führt zu bewusstem Verhalten.

18.09.2022 13:04 • x 1 #22


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TheViper
@MaKaZen willkommen im Club. Erlebe genau das gleiche. Menschen sind so Strukturiert bei sowas, gleich meistens in jedem was böses dann zusehen, dieses tue ich selber nicht. Den das macht umso mehr einen unglücklicher. Ich schiebe keinen Menschen irgendwas unter, was andere Menschen falsch gemacht haben, und gebe jedem eine Chance. Irgendwann kommt bestimmt mal der Tag, wo es positiv zurück kommt.

x 1 #2


MaKaZen
@TheViper
Ja, es kommt zurück, von anderer Stelle Very Happy

#3


TheViper
@MaKaZen ja🙂 manchmal ist es echt blöde. Vorallem wenn, man ein Helfersyndrom hat.

#4


MaKaZen
Zitat von TheViper:
@MaKaZen ja🙂 manchmal ist es echt blöde. Vorallem wenn, man ein Helfersyndrom hat.

Es ist mehr so dieses Bedürfnis nach Harmonie, das gestört wird. Da kann ich dann schon mal wütend werden. Ich gelobe Besserung Very Happy

#5


TheViper
@MaKaZen alles gut, du hast nichts falsch gemacht 🙂

#6


MaKaZen
@TheViper
Wenn ich wütend werden, richtet sich das irgendwann gegen mich selbst und das ist schädlich zwinkern

#7


TheViper
@MaKaZen ja das sollte so natürlich nichts sein

#8


MaKaZen
Auch noch zu erwähnen ist, dass ich mich rechtzeitig abgrenzen muss, damit sich erst gar nicht Wut entwickelt. Ich bin früher gesprungen, wenn jemand um Hilfe gebeten hat. Heute überlege ich es mir zweimal und oft bemerke ich, dass ich nein sagen muss. Zu oft wurde meine Hilfsbereitschaft ausgenutzt und ich hatte mit üblen Folgen zu kämpfen. Nö, mit mir nicht länger. Very Happy

@TheViper
Wie gehst du mit Wut um?

x 1 #9


TheViper
@MaKaZen wenn meine Antworten ein bissen später kommen sorry, mache grade die Buchhaltung. Meistens schlucke ich sie, den auch ich habe nach der Scheidung nicht wirklich jemanden, mit dem ich reden kann darüber. Ich mache dann Training um mich abzureagieren. Aber ich habe durch früher gelernt, das halt alles in sich hineinfressen, und nicht reden können, krank macht, nicht nur psychisch auch körperlich

x 1 #10


MaKaZen
Zitat von TheViper:
@MaKaZen wenn meine Antworten ein bissen später kommen sorry, mache grade die Buchhaltung. Meistens schlucke ich sie, den auch ich habe nach der Scheidung nicht wirklich jemanden, mit dem ich reden kann darüber. Ich mache dann Training um mich abzureagieren. Aber ich habe durch früher gelernt, das halt alles in ...

Hey, kein Problem mit dem Timing der Antwort. 😄

Genau, das ist dieser angepasste Style, den ich gut kenne. Warum schluckst du die Wut?

#11


TheViper
@MaKaZen sagte ja, man muss über seine Probleme usw reden. Und wenn man nicht wirklichen jemand hat schluckt man lieber. Mit der Wand kann ich nicht sprechen 🤣

#12


MaKaZen
Zitat von TheViper:
@MaKaZen sagte ja, man muss über seine Probleme usw reden. Und wenn man nicht wirklichen jemand hat schluckt man lieber. Mit der Wand kann ich nicht sprechen 🤣

Was meinst du, für was ist das Forum hier gut? Nimm das alles nicht auf die leichte Schulter. Du tust dir damit keinen Gefallen. Ironie scheint ein Abwehrmechanismus von dir zu sein. Die Abwehr kannst du irgendwann erkennen und dich den Problemen stellen. Du kannst hier auch PN schreiben.

#13


TheViper
@MaKaZen ich bin mir meinen Problemen bewusst 😉 Abwehrmechanismus ist das keines falls

#14


MaKaZen
Zitat von TheViper:
@MaKaZen ich bin mir meinen Problemen bewusst 😉 Abwehrmechanismus ist das keines falls

Okay, dann ist das wohl das Ende unserer Unterhaltung. Netter Versuch 😄

#15


TheViper
@MaKaZen nene alles gut, du kannst dich gerne jederzeit melden 🙂

#16


MaKaZen
Zitat von TheViper:
@MaKaZen nene alles gut, du kannst dich gerne jederzeit melden 🙂

Nö, lass mal zwinkern

#17

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TheViper
@MaKaZen ok. Alles klar, alles gute dann

#18


I
Man könnte auch lernen, mit Wut gesund umzugehen, indem man sie annimmt, sich erlaubt wütend zu sein. Bei mir ist es dann so, dass es sich angenehmer anfühlt und es absolut okay ist. Dann habe ich wieder etwas daraus gelernt, nämlich das nächste Mal etwas anders zu machen. Wut gehört genauso zum Leben wie Freude usw. Bloß leider wollen die meisten Menschen negative Emotionen weg drücken oder nicht haben und somit kann bei manchen Menschen Leid entstehen. Aber das ist dir sicher bereits bekannt. Du hast ja oben erwähnt, dass du es erkannt hast und dich dazu entschieden, wie du vorgehen möchtest. Ist doch gut so. Alles gute für dich.

x 2 #19


MaKaZen
Zitat von -IchBins-:
Man könnte auch lernen, mit Wut gesund umzugehen, indem man sie annimmt, sich erlaubt wütend zu sein. Bei mir ist es dann so, dass es sich angenehmer anfühlt und es absolut okay ist. Dann habe ich wieder etwas daraus gelernt, nämlich das nächste Mal etwas anders zu machen. Wut gehört genauso zum Leben wie Freude ...

Wenn mich etwas wütend macht, lasse ich die Wut zu. Ich lasse sie nicht länger an anderen aus und setze diese Energie in Konsequenzen um. Ich hab früher gezögert, konsequent zu sein und klare Entscheidungen bezüglich des Miteinanders zu fällen. Ich hab gelernt 'nein' zu sagen und merke viel früher, wenn sich etwas in die schlechte Richtung entwickelt.

Ich glaub sogar, dass Wut die Voraussetzung für ein glückliches Leben ist. Wut ist bloss ein Signal, sich besser zu schützen, sich besser abzugrenzen und zu lernen bei sich zu bleiben, sich selbst treu zu sein, sich zu lieben, etc. Wenn ich diesen Weg konsequent verfolge, macht das aus mir einen glücklichen Menschen. 😄

Jede negative Emotion erfüllt einen Zweck und ist ein Signal unseres Systems, dass etwas nicht stimmt. Wir sind aufgerufen, selbst daran etwas zu ändern.

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