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R

rabbiteye
Mitglied

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2
Mitglied seit:
Sammelthema
Hallo liebe Forumsmitglieder,

ich bin neu hier und brauche eure Hilfe.
Seit ca 3 Jahren leide ich einmal mehr - einmal weniger - unter sozialphobischen Panikattacken. Das äußert sich beim Essen mit Leuten und bei Vorträgen. Da ich anscheinend Meisterin im Verschleiern bin, hat nie jemand etwas gemerkt und ich hab nie jemandem davon erzählt. Ich war bis letzten Juli sogar panikfrei, bis ich eine Panikattacke beim Essen mit meinem Freund bekommen hab.
Sodann hab ich den gesamten Juli wie in Trance verbracht, das Haus kaum verlassen, aus Angst, ich könnte an der Supermarktkasse Panik bekommen, hab keine Freunde getroffen, ja nicht mal dem Postmensch wollt ich die Türe öffnen. Ich musste sogar die Autobahn verlassen wegen einer Panikattacke (als ich mich doch rausgetraut hatte, haha). Zu der Zeit musste ich meine Diplomarbeit verbessern/etwas hinzufügen und hab sie schlussendlich Ende Juli mehr schlecht als recht hinbekommen und abgegeben.
Kommenden Mittwoch steht meine 30minütige Präsentation und Prüfung über die Arbeit bei meinem Professor an. Ja, was soll ich sagen, ich hab panische Angst davor. Ich hab Redeangst, krieg keine Luft mehr und kriege eine so derartige Flight-Fight Response, dass es mich fast umhaut. Das Gefühl flüchten zu müssen... Es ist so unerträglich.
Aufgrund der Juli-Sache hab ich mich meiner Familie und meinem Frwund geöffnet und eine Psychotherapie begonnen. Den Schritt zu wagen hat ungemein geholfen, dennoch ändert das jetzt nichts an der Akut-Situation. Ich müsste eigentlich die Präsentation vorbereiten, aber ich kann mich nicht konzentrieren, finde die ganze Zeit Fehler in der Arbeit und würd mich am liebsten einfach nur begraben.
Ich war auch bei einer Ärztin, ich nehme jetzt 20mg Propranolol 1x täglich. Zur Präsentation nehme ich 40mg, ich muss wohl auch Vertrauen in das Medikament und in meinen Körper zulassen.
Wenn es hier jemanden gibt, der in der gleichen Situation ist, das gleiche durchgemacht hat oder mir irgendeinen anderen Tipp geben kann - ich wäre so so so so so dankbar.

12.07.2020 #1


7 Antworten ↓

T
Hallo!
Ich bin mir sicher dieser Artikel wird dir helfen! Smile
https://danielhoch.com/fachartikel/10-s ... -besiegen/

#2


A


Panische Angst vor Präsentation

x 3


R
Danke für deinen Tipp! Smile was mir bis jetzt auch sehr gut geholfen hat, ist die Angst herbeizurufen. Das klingt jetzt komisch, aber ich rede mir dann ein, dass ich jetzt Angst haben möchte. Bei der Präsentation wird das etwas schwierig wahrscheinlich, muss mich ja auf was anderes konzentrieren Wink

#3


M

Angst vor Präsentation

Bald muss ich ein wichtiges Referat halten. Da ich vermutlich an sozialen Ängsten leide, ist die Vorstellung allein schon schrecklich für mich. Ich werde jedes Mal unglaublich nervös, wenn ich von anderen beobachtet werde, wenn ich die Personen kaum kenne (wie in diesem Fall) ist es sogar noch schlimmer.

Ich habe schon viele Präsentationen mit meiner Nervosität ruiniert und hier geht es außerdem noch um eine sehr entscheidende Note. Also praktisch ob ich den Kurs letztendlich bestehe oder nicht. Und ich weiß nicht, wie ich vorher ruhig bleiben soll. Ich habe es in der Vergangenheit mit Meditation und Sport versucht, aber sobald ich vor den anderen stehe ist es vorbei. Ich schwitze extrem stark, ich werde rot, ich bringe kein Wort mehr raus und lasse Dinge fallen.

Ich habe gar keine Kontrolle mehr über mich und ich weiß auch gar nicht, wie ich die Tage dahin aushalten soll. Den Inhalt kann ich sogar im Schlaf, also so gesehen halte ich keine weitere Vorbereitung für nötig. Aber dieses beobachtet werden macht mir zu schaffen, da ich dann erst recht aufgeregt bin und vermutlich - wie sonst auch - den halben Text vergesse.

Wie kann ich mich ruhig stellen? Irgendwelche Medikamente?

#4


Calima
Zitat von Michellexmd:
Wie kann ich mich ruhig stellen? Irgendwelche Medikamente?

Keine Ahnung. Aber einen Tipp, den ich meinen Studis gebe, wenn sie Angst vor Präsentationen haben:

Laut vor dem Spiegel üben. Sich bewusst dabei beobachten, an Körperhaltung und Mimik feilen. Mindestens zehn Mal und an verschiedenen Tagen.

Das führt zu zwei Dingen: Der Inhalt der Präsentation festigt sich enorm. Man wird sicher und Sicherheit verleiht Ruhe. Noch entscheidender ist aber, dass man den Blick auf sich selbst verändert und trainiert.

Wenn du es ausprobierst, wirst du vermutlich feststellen, dass du dir am Anfang völlig bescheuert vorkommst, Du wirst vielleicht nicht in der Präsentationslautstärke sprechen und es wird dir schwer fallen, dich wirklich bewusst anzusehen. Du wirst zunächst den Blick direkt in dein Gesicht vermeiden. Und du wirst feststellen, dass es dir viel schwerer fallen wird, dich an den Text und den Ablauf zu erinnern, wenn du dir bewusst dabei zusiehst.

Wenn du es dennoch durchziehst, kriegst du in mehreren Bereichen Routine. Auch darin, den Blick ruhig nach vorne - ins Publikum - zu richten. Das macht sympathisch und wirkt souverän. Viel mehr, als wenn dein Blick umherirrt oder am Skript klebt.

Du musst so textsicher sein, dass du kein Skript brauchst. Nur dann kannst du gut und überzeugend präsentieren.

In der eigentlichen Präsentation kannst du dir immer wieder den Spiegelbild in Erinnerung rufen. Das hilft dir, dich zu erden, zu wissen, wie du gerade stehst und wie das aussieht.

Ist Arbeit, hilft aber Wink.

x 1 #5


Icefalki
Ich gebe @Calima absolut Recht. Ich hab mich extremst auf Präsentationen vorbereitet, dass ich sie im Schlaf vortragen konnte und habe mich mit der Videocamera aufgenommen, dann vor meinem Mann präsentiert, sprich, typisch für mich, alles unter Kontrolle gehabt.

Natürlich war ich auch nervös, aber irgendwann hat es auch Spass gemacht. Einen Kuli, oder ähnliches in der Hand, hilft auch. Gut, habe keine soziale Phobie, aber vor Aufregung ohnmächtig zu werden, mich zu blamieren, hat meine Panik auch dolle angefeuert. Mir ist das aber nie passiert.

Sodele und Mittel ohne Nebenwirkungen sind Rescue Tropfen = Bachblüten, oder Argentum nitricum in der C 30 . Apotheke berät da gerne.

#6


Hoffnungsblick
Zitat von Calima:
Laut vor dem Spiegel üben. Sich bewusst dabei beobachten, an Körperhaltung und Mimik feilen. Mindestens zehn Mal und an verschiedenen Tagen.


Außerdem kannst du auch noch deine Stimme aufnehmen. Das ist am Anfang meist eine merkwürdige Erfahrung, sich aus einer Distanz sprechen zu hören, die eigene Stimme zu hören. Daran musste ich mich erst gewöhnen.

Zitat von Icefalki:
und habe mich mit der Videocamera aufgenommen, dann vor meinem Mann präsentiert,


Ja, wenn du viel Zeit und Energie in die Präsentation mit dir selbst investierst, ist das eine große Selbsterfahrung, die zu Selbsterkenntnis und Selbstannahme führt.
Das lohnt sich sogar für minimalen Erfolg.

Wenn du selbst von der Sache, die du präsentierst, überzeugt und begeistert bist, dann springt der Funke über und dein Publikum interessiert sich für deine Botschaft, dein Thema. Daher ist sehr genaue Sachkenntnis erste Voraussetzung für Erfolg.

Du brauchst auch die richtige äußere und innere Haltung und die richtige Einstellung den Menschen gegenüber, die bereit sind, dir zuzuhören.
Für mich waren Dankbarkeit und Vertrauen die richtige Haltung. Vertrauen in meine Fähigkeiten und Vertrauen in meine Zuhörer/Zuschauer, die auch nur Menschen sind und denen ich daher auch guten Willen unterstellen kann.

Zum Vertrauen gehört auch ein Stück loslassen.
Wenn du dich optimal vorbereitet hast, dann musst du loslassen, denn alles haben wir nicht in der Hand. Absolut alles kann man nicht steuern. Das muss man akzeptieren.

Für unerwartete Situationen ist Improvisieren ein guter Übungsweg. Das kannst du auch längerfristig tun, egal auf welchem Gebiet, ob du dazu Sprache, Musik oder Tanz wählst, ist nicht entscheidend.
Improvisation schult die Intuition. Das bewirkt dann langfristig, dass du bei Präsentationen automatisch das Richtige sagst.

Wenn du Zeit und ein bisschen Geld hast, kannst du längerfristig ein paar Stunden Schauspielunterricht bei einem Schauspieler oder ein paar Stunden Gesangsunterricht nehmen.

x 1 #7


E
Angst vor Präsentationen halten ist weiter verbreitet als Du vielleicht meinst. - der Angst klassiker sozusagen. Flucht

Präsentationen hasse ich auch.
Wenn die Nervosität ihre Höhenpunkt hat kurz vor der Präsentation. Panik
Sag dir selbst "Ich kann das - ich kann das - ich kann das"
- Atemübungen tief durch atmen ganz langsam auf 10 zählen vielleicht ein Tee oder so trinken .....
.... und die Vorfreude, dass es bald vorüber sein wird !

Während der Präsentation bemühen laaangsam zuuu spreeechen.... (wenn man nervös ist spricht man automatisch viel schneller)

Das Puplikum begrüssen evtl. auch sagen dass man unglaublich Nervös ist (Das Eis brechen)
Evtl. auch wenn das möglich ist mit einer Frage an das Publikum beginnen.....(?)

....und wenn der Schlimmste Fall eintritt und man ein Black out cool bleiben und das ein fach sagen "Sorry jetzt hab ich gerade ein Black out" weisse Fahne
Das sind alles auch nur Menschen genau wie Du und ich Wink . - wünsch Dir eine erfolgreiche Präsentation. Daumen hoch

Ich nehme an ein Zettel mit den wichtigsten Stichworten wird wohl erlaubt sein, oder ? Trost

#8





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