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Lieber Norbert,
es macht mich total trauring, dass es Dir so schlecht geht. Und vor allen Dingen, dass Dir keiner helfen kann.
Dass Deine Ehe unter dieser Situation so stark leidet, kann ich gut verstehen.
Ich denke ja, Du hast alles schon untersuchen lassen, was notwendig ist. Trotzdem frage ich noch einmal nach: Wurde denn schon einmal eine Defäkographie bei Dir gemacht ? Diese Untersuchung kann nicht in jedem Krankenhaus gemacht werden, aber sie ist gerade bei so unklaren Bauchschmerzen bestimmt sehr wichtig, weil man doch evtl. erkennen man, wo die Verdauung im Darm nicht richtig funktioniert. so wie evtl. Engstellen oder Aussackungen, wie auch damals und jetzt wieder bei mir.
Und dann denke ich auch noch, dass eine gute Schmerztherapie, die die Krankenkasse bestimmt auch übernimmt, auf jeden Fall bei Dir angebracht ist. Die DKD in Wiesbaden macht das wirklich ganz prima.
Denn bei Dir ist ja auch die Psyche total am Boden, was völlig verständlich ist und das Schmerzgedächtnis ist auch noch daran beteiligt.
Ja und nun weiss ich auch nicht mehr weiter. Evtl. homöopatische Mittel hast Du ja wohl auch schon ausprobiert. Es gab einige Mitglieder, die Dir welche empfohlen haben.
Wenn doch wenigstens mal eine Reaktion aus Bad Driburg kommen würde. Aber das dauert alles so furchtbar lange.
Ich kann mich noch gut erinnern, dass ich damals 1995 in der DKD in Wiesbaden auch so lange warten sollte, aber ich habe dort ständig angerufen und gejammertm, weil es mir ebenso beschissen ging wie Dir. Da haben sie mich dann irgendwann eingeschoben.
Und dann im Jahre 1999 ging es mir wieder so schlecht und meine Gynäkologin hat mir eine Einweisung fürs Krankenhaus gegeben, weil ich es nicht mehr aushielt vor Schmerzen.
Evtl. solltest Du als Notfall ins Krankenhaus gehen, da müssen sie Dich ja auch behandeln und vielleicht kannst Du dort bleiben.
Also ich hatte mir damals schon vorgenommen, falls es nicht besser werden sollte, dass ich direkt ins Krankenhaus gehe.
Denn bis man auf eine Einweisung wartet, vergeht ja wieder nur unnötig viel Zeit.
Lieber Norbert, alles was ich hier schreibe, sind natürlich nur so meine eigenenen Gedanken. Entscheiden musst Du selbst.
Vielleich konnte ich Dir trotzdem ein bißchen Mut machen auch helfen mit meinen Gedankengängen und grüße doch einmal Deine Frau von mir.
Denn ohne den Beistand und die Unterstützung von meinem Freund wäre es mir noch viel viel schlechter gegangen und das ist auch heute noch so. Er hat die ganzen Jahre sehr viel Verständnis
für mich aufgebracht und auch meine ganze Familie und meine Freunde waren immer für mich da. Das war und ist unheimlich wichtig.
Ihr seid noch ein so junges Paar und es wäre wirklich schade, wenn die Beziehung an Deiner Krankheit scheitern würde.
Vor allen Dingen: viel reden ist sehr wichtig, denn gerade Männer tun sich da doch viel schwerer als Frauen. Vielleicht solltest Du Deiner Frau auch vermitteln, dass Du sie brauchst. Denn fast alle Frauen sind sehr froh, wenn sie das Gefühl haben,
dass sie ihrem Partner Hilfestellung geben können.
Lieber Norbert, bitte gib Dich nicht auf ! Denn der Weg in eine echte Depression ist bei solchen enormen Belastungen nicht mehr sehr weit.
Ich weis das aus eigener Erfahrung.
Ich wünsche Dir und deiner Frau alles Liebe und Gute und melde Dich wieder im Forum. Hier versucht man Dir trotz allem so gut es geht, zu helfen.
Viele liebe Grüße und halte durch !
Gisi