Hi Bibsi,
ich leide auch an einer chronischen Gastritis Typ C.
Hat bei mir damals im vergangenen Mai aus heiterem Himmel nach dem Essen plötzlich mit brennenden Magenschmerzen begonnen, die meine Hausärztin einige Tage später einer vermeintlich akuten Gastritis zuschrieb. Sie hat mir dann 1x täglich 20mg Pantoprazol verschrieben und zusätzlich Iberogast empfohlen. Das Brennen besserte sich nach Einnahme der Medikamente nach einiger Zeit, jedoch hatte ich nach wie vor häufig Probleme mit drückenden Schmerzen nach dem Essen, Brustdruck und nahezu täglich ein unnormal starkes Hungergefühl nach dem Aufwachen, obwohl ich meine Ernährung auf strikte Schonkost umgestellt hatte. Auch mein Essverhalten hab ich radikal verändert. Ich hab zwar immer sehr gesund, aber häufig zu unregelmäßig und insbesondere zu schnell gegessen. Sowas kann den Magen auf Dauer auch extrem reizen

Nachdem die Beschwerden aber insgsamt nicht wirklich verschwanden, erhielt ich eine Überweisung, um eine Magenspiegelung durchführen zu lassen. Glutenunverträglichkeit und Heilcobacter konnten damals ausgeschlossen werden, allerdings wurde nach Probenentnahme eine chronische Gastritis Typ C (gemäß Diagnoseblatt streifenförmige Erytheme in Korpus und Antrum) diagnostiziert. Da ich in der Vergangenheit weder Schmerzmittel oder andere Reizstoffe (Alk. und Zig. vorher nur selten, Kaffee höchstens zwei Tassen täglich, sonst werde ich fahrig und ängstlich

), noch ungesundes Essen konsumiert habe, vermutete der behandelnde Gastroenterologe Stress als Ursache (naheliegend, da ich an Depressionen, GAS, Panikstörung und Hypochondrie leide) und verschrieb mir eine vierwöchtige Therapie mit jeweils 40mg Pantoprazol morgens und abends. Im Laufe dieser Zeit besserten sich meine Beschwerden merklich, so dass ich Pantoprazol wie geplant nach vier Wochen ausschleichen lassen konnte (hab die Dosis wöchentlich um 20mg reduziert) und im August 2019 endlich wieder komplett symptomfrei war. Ende Januar machte sich dann jedoch plötzlich ein erneutes Magenbrennen bemerkbar. Ich nahm nach Rücksprache mit meiner Hausärztin gleich zu Beginn wieder für vier Wochen 2x40mg Pantoprazol täglich. Nach diesem Zeitraum habe ich die Tabletten wieder schrittweise ausschleichen lassen. Seit Mitte März nehme ich nun keine PPIs mehr ein, bemerke aber, dass mein Magen noch immer nicht fit ist. Die Beschwerden sind in den vergangenen Tagen tatsächlich wieder etwas schlimmer geworden (Magenbrennen nach dem Essen, selbst wenn es sich nur um eine klitzekleine Portion Nudeln pur handelt und morgendlicher Brustschmerz) und ich bin langsam wirklich verzweifelt, da ich immer weiter abnehme und die Magenbeschwerden mein Wohlbefinden auch sonst sehr stark beeinträchtigen. Ich würde es in Anbetracht der momentanen Corona-Situation natürlich gern vermeiden, nochmals zu meiner Hausärztin zu gehen, da es sich ja um keinen Notfall handelt und ich zudem enorme Angst vor einer Infektion mit dem Virus habe. Weiß nun nicht, ob ich wieder Pantoprazol einnehmen soll... :/ Es handelt sich ja, wie du auch schon angemerkt hast, um ein nicht gerade harmloses Medikament - insbesondere in Hinblick auf die Nebenwirkungen, mit denen ich zwischenzeitlich auch immer wieder zu kämpfen hatte (Schwindel, bleierne Müdigkeit etc.). Ich wäre echt soooo gern wieder schmerzfrei und möchte wieder normal essen können
Tee (vor allem Kamille, Fenchel, Melisse, Eibisch/Malve oder Cistus, wenn du ihn verträgst) trinken und Leinöl sind übrigens schon mal supergut! Ich mache zusätzlich abends vor dem Schlafen auch immer eine Rollkur mit gequollenen Leinsamen. Die beruhigt und schützt den Magen vor zu viel Säure, da sich der Leinsamenschleim wie eine Schutzhülle auf die Schleimhäute legt. Ist etwas gewöhnungsbedürftig, hilft mir aber gut

Deine Übelkeit könnte theoretisch auch von den PPIs kommen - ist wohl eine relativ häufige Nebenwirkung. Dass deine Ärztin einfach so prophezeit, dass die Gastritis ausgeheilt sein müsste, find ich gelinde gesagt ganz schön daneben. Das kann sie ja ohne vorherige Beurteilung per erneuter Gastroskopie gar nicht wissen. Häufig heilt eine Gastritis unter hochdosierter PPI-Therapie zwar aus, aber eben auch nicht immer - sieht man ja bei mir. Normal essen würde ich mir auch erstmal klemmen, solange die Beschwerden bestehen - auch wenn's schwer fällt :/
Geht es dir denn mittlerweile schon besser?
Ich wünsche dir jedenfalls gute und schnelle Besserung!
