hallo!
wollte unbedingt mal hier meine probleme loswerden, weil ich es einfach nicht mehr aushalte.
ich habe, wie ich schon in ein unerforum geschrieben habe, hyperhidrose.
aber damit nicht genug, schlag ich mich auch noch mit blähungen und mundgeruch herum.
des mittem mundgeruch weiss ich nicht 100%.
des zweite, die blähungen fangen bei mir als schon nach dem aufstehen an.
ich ess gar nix bis wenig und trotzdem muss ich furzen.
am schlimmsten ist es dann in der schule, wenn man nicht anders kann, als es zu unterdrücken, was dann bachschmerzen auslöst.
war deswegen auch schon beim arzt, der mit mir eine magensonde durchgeführ hat, welche jedoch nichts erbrachte.
ich hab eben jetzt erst mal zwei konkrete fragen zu meinem problem:
1. was soll ich als nächstes tun (hatte eigentlich vor eine magenspiegelung machen zu lassen)?
2. gibt es zusammenhänge zwischen den blähungen und dem mundgeruch?

so ich hoff ihr könnt mir helfen. wie ihr sicherlich wisst, ist das eine richtige belastung für mich und deswegen wünsche ich mir
so sehr hilfe.

Mfg Matthias

24.10.2005 20:38 • 31.12.2005 #1


13 Antworten ↓


Hallo Matthias,
du sagst, du isst nichts bis wenig. Ich kann mir vorstellen, dass genau da der Hund begraben liegt. Vom Nichtsessen kriegt man Mundgeruch und auch Darmbeschwerden dieser Art.
Warum isst du denn so wenig wie du sagst?

Gruß
Kroko

28.10.2005 21:25 • #2


also ich hab des eigentlich so gemeint: auch wenn ich mal nicht viel esse, bekomme ich die blähungen.
ich esse eigentlich schon sehr viel, muss ich sagen.
morgen ess ich als kelloggs oder ein bis zwei toasts. das ist doch net zu wenig oder?
mittags schlag ich auch als kräftig zu beim essen und abends eigentlich auch.
zwischendurch ess ich denk ich zu viel süßes statt obst oder so.
also des mit den blähungen ist vor allem in der schule, da ich dort nicht auf die toilette gehen will, wenns drückt oder nur sehr ungern.
ich hab die blähungen aber auch als zuhause und da weiss ich als net so richtig wieso.

also ich hoff damit könnt ihr jetzt ein bisschen mehr anfangen.

Mfg Matthias

30.10.2005 14:22 • #3


Hallo Matthias,
du hast danach gefragt, was du tun kannst. Ich empfehle dir Folgendes:
1. Versuche herauszufinden, ob du mit einer Umstellung deiner Ernährung etwas erreichen kannst. Mir fällt zu deinen Kellogs ganz spontan die Frage ein, ob du sie mit Milch isst. Wenn ja, erst mal alles Milchige weglassen, auch Joghurt. Für den Kalziumhaushalt kannst du derweil gelben Schnittkäse essen. Möglicherweise hast du eine Lactoseempfindlichkeit. Manche Menschen können Lactose, d.h. Milchzucker, nicht oder schlecht verdauen und kriegen Blähungen davon. Du solltest das ausprobieren. Einen Teil deines Toastkonsums würde ich auch mit Vollkornbrot oder zumindest dunklem Brot ersetzen oder ergänzen, damit du ausreichend viele Ballaststoffe im Darm hast. Obst, ja, das wäre auch sehr zu empfehlen. Süßigkeiten sind kritisch und können Blähungen nach sich ziehen - vielleicht kannst du die auch erst mal weglassen, einfach um zu schauen, ob es besser wird. Ich bin keine Ernährungsberaterin und verstehe mich auch nicht so - ich erzähle dir nur von meinen eigenen Erfahrungen, von leidvollen Erfahrungen. Du solltest es ausprobieren und falls es erfolgreich ist, zumindest deine Süßigkeitenmenge so anpassen, dass du weitgehend beschwerdefrei bist. Ohne Milch lässt es sich ganz gut leben.
2. Was auch sein kann: dass deine Darmflora aus irgendeinem Grund gestört ist. Ich würde an deiner Stelle zu einem Heilpraktiker gehen und eine Stuhluntersuchung machen lassen. Ich glaube zwar, dass ALLE Patienten einen positiven Befund kriegen bei Heilpraktikern, meist glauben sie, dass dann Pilze im Darm sind, die dort nicht hingehören, aber die Therapie dafür, die solltest du machen, die sorgt dafür, dass die Darmflora wieder ins Lot kommt. Ich bezweifle, dass man bei einem Schulmediziner in dieser Hinsicht weiterkommt. Die wollen sich meist nur um die "ernsten" Angelegenheiten ihres Ressorts kümmern und nicht um so einen Pillepalle wie Blähungen. Also, du kannst etwas tun, fange es an.

Ach so, zu deinem Mundgeruch. Natürlich immer gründlich Zähne putzen, vielleicht vorher ein Mundwasser benutzen, Odol o.ä. Und ausreichend viel essen. Oder auch mal deinen Zahnarzt fragen. Ich wünsch dir viel Erfolg.

Gruß
Kroko

30.10.2005 19:02 • #4


Hallo Matthias

Mir geht es genau so wie dir. Ständig diese Blähungen und Schmerzen. Ich hab immer einen stark aufgetriebenen Bauch und "furze" auch viel. Die Schmerzen werden dadurch nur bedingt besser. Oft staut sich aber die Luft auf der rechten Dickdarmseite, genau vor dem Winkel zum Transcolon.

Ich würde auf jeden fall alle Milckprodukte, Zucker, Mehlsachen weglassen. Ein Allergietest bringt eigentlich nicht viel. Ich hab einen Laktosetest gemacht und es wurden keine Unverträglichkeiten festgestellt. Trotzdem geht Milch bei mir überhaupt nicht. Cornflakes, heisse Schokolade, Kaffee, das sind wirklich alles Auslöser für Blähungen.

Hier meine Tipps:

1. Regelmässig essen. Ist sehr wichtig, da nach der Mahlzeit auch der Stuhlgang einsetzt. Je besser der Stuhlgang ist, desto besser werden die Blähungen. (leichtes Abführmittel, wenn nötig).

2. Langsam essen. Gut die Nahrung einspeicheln und keine Luft schlucken beim Essen.

3. Du kannst Antispasmolytikas nehmen. Ich hab damit keine grossen Erfolge gehabt. Duspatalin bessert den Stuhl ein bisschen.

4. Nach dem Essen immer ein bisschen ausruhen.

5. Sport machen, wenn möglich. Am besten hilft bei mir schwimmen. Joggen oder Fahrradfahren ist schwierig, da die Beinbewegung auf den Dickdarm drückt.

6. Es gibt Labore, welche die Darmflora analysieren können. Damit meine ich die Zusammensetzung der Darmflora. Dies kann oft eine Ursache von vermehrten Blähungen sein.

7. Eine andere Möglichkeit wäre ein Antibiotikum, welches oft erfolgreich eingesetzt wurde gegen Blähungen. Es könnte sein, dass deine Darmflora durch den langsamen Transit und der schlechten Entleerung überwuchert ist. Dann kann eine Antibiotika-kur hilfreich sein. Ist das Gegenteil von Punkt 6, man kann beides versuchen.

Grüsse Sarmiento

01.11.2005 13:24 • #5


Hallo Sarmiento,
hast du Erfahrung bezüglich der Feststellung einer bakteriellen Überwucherung der Darmflora? Kann das genauso wie bei Pilzen anhand einer Stuhlprobe im Labor festgestellt werden?

Gruß
Kroko

02.11.2005 16:48 • #6


Hallo Sarmiento,

erkläre mir mal, was es mit dem von dir genannten Antibiotikum auf sich hat. Antibiotika machen den Darm, die Flora doch erst recht kaputt! Wie soll denn ein solches die Blähungen behandeln? Erklär mir das mal und welches Antibiotikum du meinst.

Robin

03.11.2005 13:50 • #7


hey samiento!
ich würde auch gern mal näheres erfahren zu deinem vorschlag mit dem antibiotikum! ein antibiotikum tötet doch eigentlich alle möglichen bakterien ab, egal ob sie gut oder schlecht sind, oder nicht? kann sich darauf denn wieder eine vernünftige darmflora aufbauen? wäre schön, wenn du da mal ein paar genauere informationen zu dem antibiotikum geben könntest. ich habe mal etwas davon gehört aber konnte nicht mehr in erfahrung bringen...
lg, lara

05.11.2005 13:22 • #8


hallo zusammen!

die therapie mit nem antibiotikum is glaub ich so zu verstehen: im darm tummeln sich ja alle möglichen bakterien (ein großteil von denen is noch gar nicht erforscht) u so ein antibiotikum unterscheidet natürlich nicht, welche es killt u welche es lieber dalässt, soll heißen, es tötet natürlich auch die "guten" bakterien, weswegen man dem zeug im allgemeinen eine schädliche wirkung für den gesamten organismus nachsagt. das gute am antibiotikum kann aber eben auch sein, dass es ungünstige bakterien auslöscht u zwar nicht nur lokal an einer bestimmten stelle (zb bei angina), sondern systemisch, also im ganzen körper. ich selbst hatte zb so eine angina im letzten winter, habe ein antibiotikum (amoxicillin) genommen u wider erwarten ging es meinem darm so gut wie nie zuvor. ich hatte diesen effekt, wie ich heute glaube irrtümlicherweise, auf ein ananas-enzym-präparat zurückgeführt, das ich zur selben zeit einnahm (diese enzyme intensivieren die antibiotika-wirkung u machen sie, wie ich fand, besser verträglich). ein paar tage, nachdem ich mit der therapie fertig war, kehrten meine alten darm-probleme jedoch wieder zurück u ich war ziemlich frustriert.
bei manchen patienten mit darmproblemen herscht ein sog. "overgrowth"-syndrom vor, d.h. dass der dündarm mit dickdarmbakterien überwuchert ist, die da eigentlich nich hingehören. in so einem fall kann ein antibiotikum nützen, weil es den dünndarm dann erstmal davon befreit. ich glaube aber nicht, dass das eine lösung von dauer ist (wie man bei mir gesehen hat), da sich die unausgeglichene darmflora vermutlich über kurz oder lang wieder ihren weg richtung dünndarm bahnt.

da ich eben nicht nur dieses reizdarm-problem hatte, sondern auch alle möglichen erkältungskrankheiten magnetisch anzog, hat mir meine ärztin (internistin + naturheilkunde + andere alternative heilmethoden) zur mikrobiologischen therapie geraten. da wird zuerst eine ausführliche stuhlanalyse gemacht, u zwar keine solche, wo nur auf pathologische keime getestet wird, die die krankenkassen bezahlen u jeder hausarzt empfiehlt, sondern ein ausführlicher kyberstatus (kostet leider um die 50 euro, keine kassenleistung). die analyse bringt dann meist das ergebnis, dass die darmflora an mehreren stellen ausm ruder geraten ist. das heißt, dass entweder die anzahl der bakterien der schutzflora (zb milchsäurebakterien) zu niedrig ist, die der immunflora zu niedrig u die der fäulnisflora zu hoch. oder auch alles zusammen. (so eine erhöhte fäulnisflora könnte zb auch erklären, wieso man so heftig auf milchprodukte reagiert, wo man doch nachweislich weder ne allergie darauf noch ne laktoseintoleranz hat).
nach einer einmonatigen einnahme von laktobazillen u inzwischen jetzt fast 3monatiger medikation mit so immunstimulierenden bakterien (prosymbioflor, symbioflor) geht es mir jetzt inzwischen (die wirkung kam erst nach ca. 2 monaten) schon deutlich besser. is zwar noch nich supi, aber eine deutliche besserung ist zweifelsohne zu erkennen. die therapie ist ziemlich teuer (für 5 monate ca. 280 euro), aber was tut man nich alles für ein "normales" leben.
ich hoffe nur, dass es mit meinem wohlbefinden weiterhin bergauf geht oder mindestens so bleibt. ich habe schon ein bißchen angst davor, dass, wenn die therapie im januar zu ende ist, meine alten beschwerden dann wieder kommen. ein reizdarm wurde mir übrigens nie diagnostiziert, aber ich schätze es war einer (bauchschmerzen, leichte durchfallneigung, blähbauch).

wegen der wichtigen funktionen der bakterien im darm, sollte - glaube ich (bin aber keine medizinerin) - vorsicht geboten sein bei der immer wieder mal thematisierten hydro-colon-therapie. habe mal gelesen, dass durch diese eingriffe zuviele bakterien weggespült werden.

falls irgendjemand jetzt auf seltsame gedanken kommen sollte: nein, ich bin mit der firma symbio...dingens weder verwandt noch verschwägert noch arbeite ich da oder habe aktien oder sonstige gewinnbeteiligungen. die produkte haben mir einfach "nur" geholfen, bis jetzt, und ich bin heilfroh u super dankbar, dass es leute gibt, die in diesen gebieten forschen und entwickeln u sich die unangenehme mühe machen, die fäkalien anderer leute zu untersuchen.

gute besserung an alle,
viele grüße
ariane

05.11.2005 18:50 • #9


hi, matthias.
hast du schon einen test gegen lebensmittelallergie machen lassen? ich glaube im toast sind glugen oder wie die heissen drinne, die blaehungen verschlimmern, bzw. durchfall ausloesen.
lg sushei

05.11.2005 22:53 • #10


ich danke schon mal allen, die mir geantwortet haben.
ihr habt mir echt schon weitergeholfen.

also ich hab leider noch keinen test machen lassen.
dieso woche isses auch schwer, weil ich ständig unterwegs bin mit der schule.
aber nach dieser woche werde ich mich da drum kümmern, des steht fest.
wenn dieser test negativ ausfallen würde, was sollte ich dann als nächstes tun?
es wurde ja schon so einiges geschrieben, aber zu was würdet ihr mir raten?

Mfg Matthias

07.11.2005 19:22 • #11


also, wenn der test wirklich negativ ausfaellt, dann wuerde ich es mal mit entspannungstherapie versuchen und was mir bis jetzt ganz gut geholfen hat sind die pfefferminzoel kapseln, die nehmen den druck im bauch und ich denke das ist schonmal die halbe miete. ok, alles schmeckt nach pfefferminz, aber es gibt schlimmeres. achte nur darauf, das es magensaft-resistente kapseln sind.
lg

08.11.2005 17:15 • #12


wasserlache schrieb am Mo, 24 Oktober 2005 21:38
hallo!
wollte unbedingt mal hier meine probleme loswerden, weil ich es einfach nicht mehr aushalte.
ich habe, wie ich schon in ein unerforum geschrieben habe, hyperhidrose.
aber damit nicht genug, schlag ich mich auch noch mit blähungen und mundgeruch herum.
des mittem mundgeruch weiss ich nicht 100%.
des zweite, die blähungen fangen bei mir als schon nach dem aufstehen an.
ich ess gar nix bis wenig und trotzdem muss ich furzen.
am schlimmsten ist es dann in der schule, wenn man nicht anders kann, als es zu unterdrücken, was dann bachschmerzen auslöst.
war deswegen auch schon beim arzt, der mit mir eine magensonde durchgeführ hat, welche jedoch nichts erbrachte.
ich hab eben jetzt erst mal zwei konkrete fragen zu meinem problem:
1. was soll ich als nächstes tun (hatte eigentlich vor eine magenspiegelung machen zu lassen)?
2. gibt es zusammenhänge zwischen den blähungen und dem mundgeruch?

so ich hoff ihr könnt mir helfen. wie ihr sicherlich wisst, ist das eine richtige belastung für mich und deswegen wünsche ich mir
so sehr hilfe.

Mfg Matthias




Hallo Matthias,
ich habe auch schlimme Blähungen.

a) Chiana magensaftresistente Kapseln. Die nehme ich seit gestern und sie helfen mir. Sie beruhigen den Darm ungeheuer. Würde mich interssieren, ob sie auch dir helfen.

b) Ich werde jetzt mein Einkaufsverhalten ändern und nur noch im Bioladne einkaufen. Davon verspreche ich mir auch eine Besserung

Grüße
Moguai

28.12.2005 23:52 • #13


Hallo Matthias,

die Beschwerden, die du schilderst, sind mir auch wohl bekannt, und wie viele andere doktore ich da verzweifelt dran rum in der Hoffnung, das "Allheilmittel" zu finden. Ich habe die Probleme schon mehrere Jahre und finde in einem langwierigen Prozess langsam raus, was Sache ist. Auf jeden Fall empfehle ich die üblichen Uhtersuchungen (Lactose-, Fructose-Intolleranztest, Magen- und Darmspiegelung), damit kann man evtl. schon einiges ausschließen. Wichtig ist auch, sich selbst und sein Essverhalten zu beobachten. So habe ich schon einiges herausfiltern können, was ich schlicht einfach nicht vertrage( bekomme z. B. von Olivenöl sofort Durchfall). Mit Medikamenten habe ich auch schon einige Erfahrungen, auch mit den schön öfter beschriebenen Pfefferminzölkapseln (z. B. Medacalm). Haben mir zu Beginn super geholfen, allerdings ließ die Wirkung nach ein paar Monaten erheblich nach. Mache gerade eine Pause und versuche mein Glück danach noch ein Mal. Bei einem Essen, das voraussichtlich Blähungen fördert, nehme ich seit einiger Zeit Lefax, hilft gut, aber ich weiß natürlich nicht, wie das über längere Zeit aussieht. Vielleicht hat ja jemand anderes damit Erfahrungen.
Du siehst, man kann alles Mögliche ausprobieren, und bei jedem hilft was anderes und manchmal auch leider nichts wirklich. Wichtig ist auf jeden Falll, nicht alles auf einmal zu ändern und auszuprobieren, denn dann weißt du ja hinterher nicht, was wirklich geholfen hat. Hoffe, du kannst von unseren Erfahrungen profitieren und deine Beschwerden besser in den Griff bekommen! Alles Gute!

Ich wünsche allen hier im Forum, dass wir in 2006 weniger Schmerzen und mehr schöne Momente haben!

31.12.2005 15:59 • #14




Auch interessant

Hits

Antworten

Letzter Beitrag