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Hallo..

als Kind musste ich mehrmals ins Krankenhaus. Damals gab es das Konzept noch nicht, daß eine Begleitperson mitgehen kann. Es waren mehrere Operationen mit Vollnarkose.

Habe nie gedacht, daß viele meiner Ängste auch daher rühren könnten, aber mir wird immer bewusster, welch traumatische Erfahrung so etwas für ein kleines Kind ist.

das erste Mal war ich zwei Jahre alt, meine Mutter brachte mich ohne Vorwarnung hin, und ließ mich dann alleine dort sitzen. Eiskalt.

Vielleicht ist es auch nur wegen der fehlenden Empathie meiner Mutter so traumatisch geworden?

( Sie spendete niemals Trost, in keiner Form...aber jammert heute :" was ICH alles mit DIR mitgemacht habe, als du klein warst !" ( k.o.t.z)

Ich bezweifle, daß diese Ängste aus einem Menschen rauszubekommen sind, weil es so früh stattfand.


Wer hat noch solche Erfahrungen, und wie geht es euch damit?

14.08.2017 08:44 • 17.08.2019 x 2 #1


75 Antworten ↓


petrus57
Ich glaube ich habe auch ein Trauma im Krankenhaus erlitten. War zwar als Kind selten im Krankenhaus. Aber ich bin als 20-jähriger fast mal an einer Bronchoskopie gestorben. Damals hat mich das kaum mitgenommen, habe aber im Laufe der Jahre eine Angst vor Krankenhäusern entwickelt.

14.08.2017 08:51 • #2



Als Kind im Krankenhaus / Trauma

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Zitat von petrus57:
Ich glaube ich habe auch ein Trauma im Krankenhaus erlitten. War zwar als Kind selten im Krankenhaus. Aber ich bin als 20-jähriger fast mal an einer Bronchoskopie gestorben. Damals hat mich das kaum mitgenommen, habe aber im Laufe der Jahre eine Angst vor Krankenhäusern entwickelt.


Völlig gesunde Angst eigentlich. Man muss sich wohl in deinem Fall sagen, passiert selten, obwohl einem das wenig hilft, wenn man selbst betroffen ist. Aber warum sollten dir dauernd seltene Sachen passieren ? Die Darmspiegelumg ist gutgegangen

14.08.2017 08:54 • x 1 #3


petrus57
Stimmt ich kann ja nicht immer Pech haben. Dafür ist bei 2 Krankenhausaufhalten davor auch wieder einiges schief gelaufen.

14.08.2017 09:01 • #4


Zitat von petrus57:
Stimmt ich kann ja nicht immer Pech haben. Dafür ist bei 2 Krankenhausaufhalten davor auch wieder einiges schief gelaufen.



Aber du bist nicht wieder fast gestorben?

14.08.2017 09:05 • #5


petrus57
Zum Glück nicht. Aber warum kann nicht mal eine OP etc. normal ablaufen? Auf Komplikationen kann ich gut und gerne verzichten.

14.08.2017 09:09 • #6


Zitat von petrus57:
Zum Glück nicht. Aber warum kann nicht mal eine OP etc. normal ablaufen? Auf Komplikationen kann ich gut und gerne verzichten.


das kann jedem passieren. leider. oft heilt es ja wieder.trotz allem.

14.08.2017 09:18 • #7


petrus57
Meine Frau hat ja auch immer solch ein Pech. Vor Jahren wäre sie fast an einer Blinddarm OP gestorben und vor 2 Jahren an einer Darmspiegelung. Wenn die Einschläge immer in der Nähe einschlagen, bekommt man langsam Panik,

14.08.2017 09:25 • #8


Zitat von petrus57:
Meine Frau hat ja auch immer solch ein Pech. Vor Jahren wäre sie fast an einer Blinddarm OP gestorben und vor 2 Jahren an einer Darmspiegelung. Wenn die Einschläge immer in der Nähe einschlagen, bekommt man langsam Panik,



ja das stimmt. musste müsste es auch 2x im engsten Umfeld erleben..mitvden Komplikationen. Aber trotzdem zum Schluss immer alles gutgegangen.

das hat bei mir Vertrauen geschafft...

14.08.2017 09:32 • #9


Guten Tag ,

das kenne ich , was du da beschreibst .
Ich musste mit drei Jahren für sechs Wochen in Quarantäne , ohne Vorwarnung.
Und mit sechs Jahren karrte man mich ohne Vorankündigung für sechs Wochen in den Schwarzwald zur "Erholung" .
Manchmal tun Eltern Dinge , die sich einfach nicht gehören .
Klar ist sowas ein Trauma .
Und es ist verbunden mit dem Verlust des Urvertrauens .

Grüße

14.08.2017 09:37 • x 1 #10


Zitat von Rosalie48:
Guten Tag ,

das kenne ich , was du da beschreibst .
Ich musste mit drei Jahren für sechs Wochen in Quarantäne , ohne Vorwarnung.
Und mit sechs Jahren karrte man mich ohne Vorankündigung für sechs Wochen in den Schwarzwald zur "Erholung" .
Manchmal tun Eltern Dinge , die sich einfach nicht gehören .
Klar ist sowas ein Trauma .
Und es ist verbunden mit dem Verlust des Urvertrauens .

Grüße



ich verstehe das nicht.

Gab es früher noch keine Empathie seinen Kindern gegenüber? Wurde die Seele erst ab dem Jahr 2000 entdeckt?

Haben das alle Eltern früher so gemacht, einfach weil " man" es so gemacht hat?

14.08.2017 10:16 • #11


Ich denke , dass man früher Vieles anders gemacht hat als heute . Es war nicht üblich , sich über das Seelenleben eines Kindes Gedanken zu machen . Es kommt ja auch darauf an , was unsere Eltern selbst so erlebt haben , wie die groß geworden sind . Störungen können ja über Generationen weiter "vererbt" werden . Meine Eltern waren beide Psychos . Wie also kann es solchen Menschen möglich sein , das eigene Kind angemessen zu behandeln ? Als ein Arzt damals meinen Eltern empfohlen hatte , doch eine Therapie in Erwägung zu ziehen , sind meine Eltern an die Decke gegangen . "Wir sind doch nicht verrückt"!
Doch ! Waren sie . Nach heutiger Definition schon . Aber sie wollten sich dem nicht stellen . Das müssen dann Andere ausbaden .
Prügelstrafen und Stubenarrest waren bei mir an der Tagesordnung . Und auch gerne eisiges Schweigen über Tage hinweg . Als ich erwachsen wurde und gefragt habe , warum sie das so gehandhabt haben , bekam ich die Antwort , ich würde mir das alles nur einbilden . Nochmal ein Schlag ins Gesicht . Man bezichtigte mich einer Wahrnehmungsstörung . Welch eine bodenlose Unverfrorenheit .

Grüße

14.08.2017 10:47 • x 1 #12


Rosalie, das kenne ich zu gut.

ich habe zwei Narzissten als Eltern....eiskalt und nur auf sich selbst bezogen.

Fragte auch später mal nach dem Warum..hier und da...

" das bildest du dir ein "" du hattest schon immer eine blühende Phantasie" " Ach Gottchen, deshalb nun so ein Aufriss?"

" du übertreibst"

am schlimmsten jedoch " das weiß ich gar nicht mehr !"

14.08.2017 10:52 • #13


Meine Mutter hatte eine bipolare Störung , mein Vater Multiple Sklerose und war Alk. . Eine äußerst brisante Mischung . Wenn ich Unabhängigkeitsbestrebungen hatte (Abnabeln) , bekam meine Mutter einen "Herzinfarkt" nach dem nächsten und mein Vater hat sich sinnlos besoffen . "Siehst du , was du angerichtet hast" ?!
Vor lauter Angst um meine Eltern bin ich geblieben - ein großer großer Fehler .
"Denk dran , du erbst mal alles" !
Das war immer der letzte große Hinweis .
Als ich es dann gewagt habe zu widersprechen , wurde ich enterbt .
Da war ich bereits Mutter zweier Kinder und voll im Berufsleben .
Narzissmus ? Ja . Ein großes Thema .
Und sehr ungesund .
Zumindest der übersteigerte Narzissmus . (Der Trump-Narzissmus.....)
Narzissten sind wir alle .

Gruß

14.08.2017 11:08 • x 1 #14


mit Narzissmus meinte ich natürlich die narzisstische Perdönlichkeitsstörung.

In vielen Fällen unheilbar...weiö die anderen sind ja Schuld, und man selbst ist vollkommen in Ordnung, und geht über Leichen, für den persönlichen Vorteil.

Andere ausnutzen, benutzen, missbrauchen, ohne mit der Wimper zu zucken.

Früher hieß es wohl einfach " psychopath"

14.08.2017 11:17 • #15

Sponsor-Mitgliedschaft

Weißt du , wir können uns jetzt lange über Begriffsbestimmungen austauschen .
Ob "Psychopath" oder "Soziopath" oder einfach nur "voll gestört" .
Und klar , dass Kindheitstraumata eine Rolle spielen .
Das ist in jedem Fall erwähnenswert .
Aber : das wird diese Eltern nicht ändern .
Meine sind beide schon tot .
Es geht in erster Linie darum , dass es UNS besser geht .
Als Erstes ist da mal die Befreiung vom inneren Richter angesagt .
Wie kriegen wir das hin ?

14.08.2017 11:29 • #16


Zitat von Rosalie48:
Weißt du , wir können uns jetzt lange über Begriffsbestimmungen austauschen .
Ob "Psychopath" oder "Soziopath" oder einfach nur "voll gestört" .
Und klar , dass Kindheitstraumata eine Rolle spielen .
Das ist in jedem Fall erwähnenswert .
Aber : das wird diese Eltern nicht ändern .
Meine sind beide schon tot .
Es geht in erster Linie darum , dass es UNS besser geht .
Als Erstes ist da mal die Befreiung vom inneren Richter angesagt .
Wie kriegen wir das hin ?


Den Begriff habe ich schon herausgefunden.

Selbstliebe

Aber für mich schwer umzusetzen.

Und die alten Glaubensätze überarbeiten.

Sehr schwer.

Was Hänschen nicht lernt.......aber das ist hoffentlich auch widerlegt.

14.08.2017 11:32 • #17


Uropanoel
Zitat von petrus57:
Meine Frau hat ja auch immer solch ein Pech. Vor Jahren wäre sie fast an einer Blinddarm OP gestorben und vor 2 Jahren an einer Darmspiegelung. Wenn die Einschläge immer in der Nähe einschlagen, bekommt man langsam Panik,


Wenn man das so liest von dir, könnte man Angst bekommen. Ich habe das gegenteil erlebt, als Kind im Krankenhaus, Ohrenentzündung bin aber warscheinlich nur eingeliefert worden, weil ich den Arzt in der Kinderklinik in den Arm gebissen habe, weil er an mein Ohr rumgespielt hat. Aber sonnst war alles in bester ordnung. Dann als erwachsenner 3 OP´s. und es ist immer alles gut gegangen. Aber wenn es schief geht kann man schon angst vor der nächsten OP bekommen.

14.08.2017 11:34 • x 2 #18


ich habe im nahen Umfeld zweimal schwere Blutvergiftung erlebt..auch das überlebt man .

14.08.2017 11:40 • #19


Auf Grund eines angeborenen Herzfehlers hatte ich gleich mit 3 die erste große Herz-OP. Später mit 19 Jahren dann noch mal eine Herz-OP. Dazwischen 3 Herzkatheter, Mandeln-OP, Leistenbruch-OP, Knie-OP. Und bei allen OP´s musste ich wegen der Herzgeschichte immer in einer Uniklinik behandelt werden, die 140 km entfernt von meinem Heimatort lag. Die frühen Operationen/Krankenhausaufenthalte waren nur teilweise mit einem Bett für die Mutter kombinierbar. Manchmal gar nicht. Ich hatte im Alter von ca. 7-10 Jahre immer wieder Phasen, in denen ich zu Hause schlafwandelte und in halbwachen Zuständen durch die Wohnung lief. In vielen der Albträumen gab es immer wieder die Szene, in der ich auf einem aus Stühlen gebauten Turm stand. Etliche wacklige Stühle übereinander und ich war oben und kurz vor dem Fallen. Ganz schrecklich. Bei einer OP bin ich auch bereits auf dem OP-Tisch insofern wach geworden, dass ich sehen konnte. Zwar mit einem leichten Schleier, aber ich sah die Chirurgen um mich herum mit ihren Mundtüchern und OP-Kitteln/Hauben. Davon habe ich auch oft geträumt. Auch von den OP-Fluren, durch die man mich hindurch geschoben hatte.
Dazu kam, dass im gleichen Zeitraum und Jahre darüber hinaus meine Eltern sehr häufig Streit hatten. Es war eine Zeit, in der mein Leben durch sehr viel Angst geprägt war. Meine Mutter war zwar sehr viel für mich da, aber die ganze seelische Seite wurde nie wirklich mit mir aufgearbeitet und es gab auch von Krankenhaus-/Ärzteseite nie das Angebot für Unterstützung. Heute wäre das vielleicht anders. Zumindest in einigen Krankenhäusern, aber wer weiß.
Jetzt mit Mitte 40 habe ich seit mehreren Jahren eine Angststörung. Eine bewusste Angststörung. Im Prinzip habe ich sie schon in der Kindheit gehabt. Dann vielleicht eine Zeit lang nicht. Ich habe viel verdrängt. Jetzt habe ich eine Psychotherapie begonnen. Mal sehen, was dies bringen wird.

14.08.2017 14:46 • x 2 #20



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