Hallo,

laut Ärzten leide ich unter einer Depression und einer sozialen Phobie. Ich weiß einfach nicht was ich machen kann damit es mir besser geht und ich weiß auch nicht was ich falsch mache und warum es mir so beschissen geht. Ich will eigentlich schon dass es mir besser geht aber gleichzeitig ist es mir auch gleichgültig und tu nicht alles mögliche damit es mir besser gehen könnte.

Ich habe niemanden mit dem ich mich richtig gut verstehe und mit dem ich über alles reden kann. Ich hasse mich selber und alle anderen Menschen auch und die mich wahrscheinlich auch. Ich bin so verzweifelt und weiß nicht weiter. Meine Gedanken sind so, dass sie bei mir immer ein schlechtes Gefühl auslösen wie z.B. Selbstunsicherheit, Minderwertigkeit, Angst, usw. Diese Gefühle schränken meine Lebenslust total ein und ich komm aus diesem Loch so gut wie nie heraus. Wenn ich mit irgendjemandem zusammen bin, dann sind die immer gut drauf und ich denke dann daran wie schlecht ich drauf bin und dann will ich lieber allein sein. Deswegen würde ich gerne jemanden finden, dem es auch so geht (was man einem eigentlich gar nicht wünscht, ich aber schon, wie komisch, was ist man denn für ein Mensch dem man schlechtes wünscht, wahrscheinlich weil ich mich dann nicht am dööfsten finde) und mit diesem Menschen dann das machen kann was andere normal machen.

Ich habe auch schon drei verschieden Medikamente genommen (Citalopram, Ciplarex und Zoloft) alles in höchster Dosis aber keine haben mir geholfen. Vielleicht schlagen die bei mir nicht an, weil ich auch nie irgendwelche Nebenwirkungen gehabt habe.

Ich habe keinen Drang irgendwas zu wollen wie z.B. eine Freundin, Erfolg im Beruf, Freunde, Anerkennung. Ich lebe nur dafür um schlecht drauf zu sein und das Leben anderer zu versauen und sonst für nix. Und dann ist da noch was, was ich schei. an mir finde, was ich aber jetzt nicht schreiben will weil mir das peinlich ist und ihr dann von mir wieder was schlechtes denken würdet. Aber wahrscheinlich denkt ihr das eh' schon von mir.

Ich habe früher Dro. genommen (Canna. und Alk.) und deswegen geht es mir vielleicht auch so schei. und bin darauf hängen geblieben. Ich bin einfach hilflos und kann mir net helfen. Sogar andere können mir nicht helfen. Ich war 10 Wochen in einem BKH und danach nochmal 11 Wochen in einer psychosomatischen Klinik aber die konnten mir auch nicht helfen. Vor kurzem habe ich auch meine Ausbildung abgebrochen und ich will jetzt gar nichts mehr machen. Wenn ich wenigsten Suizidgedanken hätte dann würde es mir sogar besser gehen aber nicht einmal die habe ich. Ich lebe einfach nur vor mich hin bis zu meinem Tod. Ich wünschte gar nicht geboren zu sein.

Es würde mich interessieren was ihr von mir denkt. Also schreibt mir bitte.

*Michi*

16.02.2006 19:05 • 23.03.2006 #1


5 Antworten ↓


Hey Michi,
hab mir deinen beitrag gerade durchgelesen und mich darin irgendwie wiedererkannt. zwar isses bei mir nit so, daß ich nie bock hatte etwas zu machen, doch ich war/bin auch oft unmotiviert das haus zu verlassen, andere zu treffen etc.... mich stressts dann eher, wenn ich irgendwo bin wo viele leute sind (die ich nicht kenne) und dann bleib ich auch oft einfach daheim, weils einfach feiner und unstressiger ist. als es mir dann irgendwann echt mies ging, hab ich beschlossen gegen mich selbst anzukämpfen und diese gefühle nicht mehr (besser gesagt nicht mehr so oft) zuzulassen. hab mich dann einfach gezwungen rauszugehen, meine mädls zu treffen, sport zu machen etc........und mit der zeit hab ich dann gemerkt, daß ich mich am abend plötzlich gut fühle (wenn ich tagsüber etwas gemacht habe) hab dann auch im herbst ne neue ausbildung angefangen. das ist meiner meinung nach auch sehr wichtig - etwas zu machen das man kann und einem halbwegs spaß macht..........
und mit der zeit hörten bei mir dann auch diese selbstzweifel auf

in deinem beitrag schreibst du auch, daß du früher Dro. genommen hast - ich auch. darf ich fragen wie alt du bist?
ich bin 23, weiblich, und rauche seit ca. 6 jahren regelmäßig (täglich ca 1-2 gramm) gras. wielange hast du geraucht? würd mich echt interessieren? denn ich habe schon mit vielen kollegen drüber geredet (die ebenfalls alle schon lange *beep*) und die meisten haben dieses problem.
hast du das deinen ärzten mitgeteilt?? vielleicht besteht da irgendein zusammenhang.
naja, glaub zwar nit, daß dir dieser beitrag so mega hilft, aber du bist sicher nicht alleine mit deinen problemen! hast du eigentlich niemanden in der familie, mit dem du über deine probleme reden kannst??

also, ich wünsch dir alles gute und arbeite an dir, im grunde kannst du dir nur selbst helfen,indem du anfängst dich du akztepieren so wie du bist (rein vom mail her hab ich dich sehr nett gefunden und andre denken da bestimmt genauso ) und geh raus! das hilft!!! daheim denkt man nur nochmehr über alles nach!!

und lass dich net in irgendwelche anstalten stecken (dann fühlst dich ja erst recht "krank") - außer es gibt wirklich ein zaches problem, aber so hat sich das für mich gar nit angehört........

naja, sorry fall ich nen mist geschrieben hab, aber bin grad in der arbeit und werde alle 2 minuten unterbrochen.

alles gute
manu

18.02.2006 11:47 • #2


Hi,

danke dafür, dass du mir geschrieben hast. Danke. Ich hab mich auch darüber gefreut, dass du geschrieben hast, dass ich mich nicht in irgendwelche Anstalten stecken lassen soll, weil mir jemand empfohlen hat in eine Tagklinik zu gehen. Aber die hat ja keine Ahnung gehabt was mit mir überhaupt los ist.

Ich bin vor kurzem 20 geworden und hab jetzt seit eineinhalb Jahren keine Dro. genommen und seit Sylvester keinen Alk. mehr getrunken. Ich hab ungefähr mit 15 angefangen und anfangs erst immer am Wochenende und dann auch unter der Woche geraucht.

Du hast mich gefragt, ob ich nicht mit irgendjemandem in meiner Familie über meine Probleme sprechen kann. Bei uns in der Familie wird nicht viel miteinander gesprochen und früher war das auch nicht anders. Ich habe den Ärzten schon erzählt, dass ich Dro. genommen habe und es hat sicherlich auch damit zu tun wie es mir jetzt geht. Meine Eltern haben sich als ich ungefähr 14 Jahre alt war getrennt und ich habe nie mit irgendjemandem sprechen können, weil die selber ihre Probleme hatten. In dem BKH wo ich war haben die sogar zu mir gesagt, das ich wie ein 10jähriger wäre (sehr motivierend). Ich fühl mich zwar nicht als 10jähriger aber auch nicht als 20jähriger. Ich glaub dass ich wichtige Sachen, die man für das Leben zum leben braucht nicht gelernt habe und habe auch eine ganz falsche Wahrnehmung vom Leben wie es ist und wie es sein sollte. Ich war, glaube ich, immer auf mich allein gestellt und die Dro. haben mir dabei nicht geholfen damit besser umgehen zu können.

Was ich gerne wissen würde ist, welches Problem du meinst, dass die meisten (die ebenfalls alle schon lange *beep*) haben??
Wie geht es dir eigentlich damit, dass du Dro. nimmst?

Ich wünsche dir auch alles Gute.

*Michi*

20.02.2006 23:07 • #3


hallo michi,
hoffe dir gehts halbwegs gut
wer hat dir gesagt, du wärst wie ein zehjähriger (nicht nur nicht motivierend, sondern meiner meinung auch total daneben, so ne aussage!)?? doch nicht etwa die in der klinik?? mit kommt vor, du bist in den falschen händen (ärzte etc...)
ich dachte ehrlich gesagt, du wärst schon einiges älter (also klingst mal sicher nicht wie n zehnjähriger), aber du bist ja auch noch so jung wie ich was ich nit ganz verstanden habe, daß du dich nicht als 20 jähriger fühlst. ich bin ja 23 und fühle mich auch nit so (eher wie 16/17). das geht glaub ich aber den meisten leuten so, das is denk ich ganz normal und überhaupt nicht krank.
das mit deiner familie tut mir furchtbar leid. ohne familiäre stütze ist es echt nicht einfach. und so wies klingt (will dir oder deiner familie keinesfalls zu nahe treten) haben deine eltern dir ja damals, als sie sich trennten, nicht wirklich geholfen,oder?? eine trennung ist ja für ein kind mindestens genauso hart wie für die eltern. schade, daß du damals niemanden hattest. in meiner family schauts auch nit soooo rosig aus. zwar sind meine eltern nicht geschieden, doch ich erinnere mich, daß sie sich meine ganze kindheit über nur gestritten haben; meine mum hat dann immer voll geheult und sich von uns kindern trösten lassen (was auch nicht einfach ist) und mein dad meinte dann immer, daß er ausziehen würde etc.... das ging ewig so. und ich hatte immer angst, daß alles zerbricht und irgendwann dann niemanden mehr hab. und heute hab ich oft ganz schlimme gedanken, daß meine eltern einen unfall haben würden und sterben.... hab ich zwar nicht so oft, aber doch hin und wieder. und überhaupt hab ich panische angst davor, daß meine eltern irgendwann sterben..........naja, aber denk mir dann nie, daß ich irgendwie krank bin oder so; wenn man drüber nachdenkt, kommt man eh ziemlich schnell drauf, warum man solche ängste hat....
aber was bringts über die vergangenheit zu labern............ so wies aussieht, solltest du beginnen, diese sachen aufzuarbeiten.......
und die wichtigen sachen wie du sagst, die man zum leben braucht, kann man auch noch mit 20 oder 30 lernen, meine meinung wenns die eltern nicht hinbekommen haben, mußt es halt jetzt selbst in die hand nehmen.
was aber sicher schwieriger ist, als wenn man das alles in der pubertät durchmacht, wo ja normalerweise stützen da sind (eltern, geschwister, lehrer, freunde, etc.....)
hast du eigentlich geschwister?
mit dem problem, daß die meisten *beep* haben, habe ich gemeint, daß sie sich antriebslos etc.... fühlen.
was hast du denn eigentlich für vorstellungen vom leben?? würd mich echt interessieren!
ich denke, ich hab auch etwas falsche vorstellungen vom leben......komm oft mit der härte und strenge der welt nicht klar. und lasse mich dadurch extrem oft enttäuschen. bin also auch nicht gerade der stärkste mensch aber denke mir nicht unbedingt, daß das ne schwäche ist. so bin ich eben. und hab gemerkt, daß es viele leute gibt,die auch so sind.........
find das auch voll schlimm, daß die ärzte dich in solche schubladen reinstecken (du bist krank.......hast das und das....)schon allein deshalb würd ich abstand davon nehmen. das kann ja nicht helfen. du brauchst jemanden der dir wieder hoch hilft. der dir zeigt wie schön alles sein kann..........
wie siehts denn mit deinen freunden aus, hast du da niemanden..........
würd mich freuen, wennd zurück schreibst.
also dann,
ganz liebe grüße
manu

04.03.2006 11:45 • #4


Hallo Michi,
*Michi* schrieb am Do, 16 Februar 2006 19:05

Hallo,

laut Ärzten leide ich unter einer Depression und einer sozialen Phobie. Ich weiß einfach nicht was ich machen kann damit es mir besser geht und ich weiß auch nicht was ich falsch mache und warum es mir so beschissen geht. Ich will eigentlich schon dass es mir besser geht aber gleichzeitig ist es mir auch gleichgültig und tu nicht alles mögliche damit es mir besser gehen könnte.

Ich habe niemanden mit dem ich mich richtig gut verstehe und mit dem ich über alles reden kann. Ich hasse mich selber und alle anderen Menschen auch und die mich wahrscheinlich auch. Ich bin so verzweifelt und weiß nicht weiter. Meine Gedanken sind so, dass sie bei mir immer ein schlechtes Gefühl auslösen wie z.B. Selbstunsicherheit, Minderwertigkeit, Angst, usw. Diese Gefühle schränken meine Lebenslust total ein und ich komm aus diesem Loch so gut wie nie heraus.


Du hast aber fast alles angeführt, was einen typischen Soziophbiker ausmacht... Auch scheint eine generalisierte Angststörung vorzuliegen.

Hast Du schon mal ein "Grübel-Tagebuch" geführt?
*Michi* schrieb

Ich habe auch schon drei verschieden Medikamente genommen (Citalopram, Ciplarex und Zoloft) alles in höchster Dosis aber keine haben mir geholfen. Vielleicht schlagen die bei mir nicht an, weil ich auch nie irgendwelche Nebenwirkungen gehabt habe.
...
Ich habe früher Dro. genommen (Canna. und Alk.)
...



Viel Alk.?

Häufiger Alk. in erheblichen Mengen induziert das sogenante MEOS, man "verträgt" mehr Alk. als andere, dadurch werden auch viele Medikamente schneller abgebaut, hier wären möglicherweise erheblich höhere Dosen angezeigt.
*Michi* schrieb

Ich lebe nur dafür um schlecht drauf zu sein und das Leben anderer zu versauen und sonst für nix. Und dann ist da noch was, was ich schei. an mir finde, was ich aber jetzt nicht schreiben will weil mir das peinlich ist und ihr dann von mir wieder was schlechtes denken würdet. Aber wahrscheinlich denkt ihr das eh' schon von mir.


Warum möchtest Du es hier nicht niederschreiben, Du bist hier vollkommen anonym.

Ereignisse aus Deiner Jugend? Etwas, was kaum jemand(?) außer Dir zu machen scheint?

*Michi* schrieb

Wenn ich wenigsten Suizidgedanken hätte dann würde es mir sogar besser gehen aber nicht einmal die habe ich. Ich lebe einfach nur vor mich hin bis zu meinem Tod. Ich wünschte gar nicht geboren zu sein.



Etwas besseres als den Tod wirst Du allemal finden!

Und! Etwa drei Millionen Menschen in Deutschland geht es ähnlich wie Dir, kein Trost, aber Du bist nicht allein...

05.03.2006 04:22 • #5


Hallo,

ich hätte gern jemanden, der mir wieder hoch hilft und mir zeigt wie schön alles sein kann. Aber es gibt da glaub ich keinen. Also bei meinen "Freunden" keinen. Ich glaub, dass ich jemanden brauch der sich rund um die Uhr mit mir beschäftig. Ich schaff das niemals allein, keine Ahnung warum.

Ich habe glaub keine Vorstellungen vom Leben. Ich bin grad einfach schlecht drauf, sorry. Warum schreib ich eigentlich?

Ciao

*Michi*

23.03.2006 17:47 • #6




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