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Entwickler

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Hallo,

ich nehme seit 2 Monaten erst 10 mg und seit drei Wochen 20 mg Citalopram. Ich habe zwar keine Schlafstörungen mehr, aber das Gegenteil davon. Ich schlafe zu viel und zur falschen Zeit. Ich kann im Moment nicht arbeiten und liege nur im Bett. Das muss sich ändern, weil ich ab 03.08. eine neue Arbeitsstelle aufnehme. Ich kann mich nicht zwingen dazu, draußen rumzulaufen oder mich sportlich auszutoben, weil daran momentan nicht zu denken ist.

Soll ich das Citalopram beibehalten? Ich hatte es schon mal drei Jahre lang genommen, aber da gab es nicht solche Nebenwirkungen. Das liegt vielleicht auch daran, dass ich seit 1 1/2 Jahren keinen Urlaub nehmen durfte, und ich jetzt völlig erschöpft bin. Ich bin jetzt erst mal für eine Woche krankgeschrieben. Kann ich was einnehmen, dass die Antriebslosigkeit verschwindet? Ich befürchte, von allein passiert da nicht viel.

06.01.2020 #1


76 Antworten ↓
P

ParoxetinUser
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Zitat von Serthralinn:
Mm willkommen in Deutschland.

Dieses Problem wird auch escitalopram nicht lösen. Ich stelle nur fest , dass es eine positivere Einstellung macht und das löst manche Dinge , die vorher unlösbar schienen. ... Aber ich lass mich jetzt nicht mehr so ausbeuten und wehre mich mehr. ... Finde nur gut , dass mir dank escitalopram der Stress nix mehr ausmacht ...


So seh ich den Nutzen von solchen Medikamenten auch. Sie können einem helfen anders auf Dinge zu schauen und sich dem eigentlichen Problem zuzuwenden. Und dann versuchen das Problem für einen selbst zu lösen. Manchmal löst man das Problem (Arbeitsmarktsituation) vielleicht nicht, aber es finden sich dann vielleicht andere Wege oder es gelingt einem gelassener damit umzugehen und auf Dauer nicht mehr ein Medikament zu benötigen. Wenn einem eine Therapie dabei helfen kann, schön. Wenn man den Weg für sich auch ohne Therapie hinbekommt auch schön.
Muss jeder selber wissen was er oder sie tut. Und für eine Therapie sollte man m.E. nach auch bereit sein mitzumachen. Zumindest hab ich so den Ansatz von kognitiver Verhaltenstherapie verstanden.

Und ich find es auch völlig o.k., wenn man wie Serthralinn es schreibt für den o.g. Zweck vorübergehend ein Medikament nimmt.

Alles Gute.

24.07.2015 23:19 • #75


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A


Völlig antriebslos

x 3


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Reenchen
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Hallo,
etwas zu unternehmen bedeutet für jeden was anderes. Allerdings kommt es auch darauf an, wie man individuell in der Lage ist, solche niedergeschlagenen Phasen selbst wieder zu lösen. Ich empfehle, bereits eine Unternehmung daraus zu machen, einfach bei Sonnenschein spazieren zu gehen. Mach das Handy aus und realisiere deine Umgebung bewußt, mach dir auch klar, daß frische Luft etwas wunderbares ist. Vielleicht möchtest du, wenn die Gesundheit es zuläßt, mit Sport oder Joggen aktiv etwas für dich tun und weißt nur nicht, wie du anfangen sollst. Fahrradtouren sind auch was, wenn das Wetter mitmacht. Hier bei mir ist es derzeit sehr mild und somit ist jede Bewegung draußen eine super gute Unternehmung.

Trotz Arbeitslosigkeit gilt es an einer Tagesstruktur zu arbeiten und das fängt eben nicht unbedingt mit einer extra-Unternehmung an, sondern mit alltäglichen Handlungen, die einem "Abhängen" stark entgegen wirken. Das neue Jahr ist da, also Schluß mit "Online was verpassen" und tu was real für dich!

Grüße

06.01.2020 17:34 • x 1 #77


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S
Bei escitalopram sind diese nebenwirkungen geringer. Auch die qt Verlängerung etc .

Ansonsten hilft auch sertralin. Mit citalopram hab ich nur im Bett gelegen

#2


Entwickler
Das kann man doch nich so einfach umstellen bei der Einnahme, oder?

#3


Dragonlady_s
Da kann man mal sehen wie unterschiedlich es bei jedem wirkt.

Ich hatte nach ein paar Wochen mit Citalopram endlich wieder antrieb

x 1 #4


M
Zitat von Entwickler:
Das kann man doch nich so einfach umstellen bei der Einnahme, oder?


Nein, einfach nicht. Frag den Arzt besser!

x 1 #5


S
Nun sich selbst wird er wohl hoffentlich kein Rezept ausstellen können .

Das lässt sich leicht umstellen , sprich mit deinem Arzt .

#6


S
Zitat von Dragonlady_s:
Da kann man mal sehen wie unterschiedlich es bei jedem wirkt.

Ich hatte nach ein paar Wochen mit Citalopram endlich wieder antrieb



Vermutlich nur durch das Verschwinden der Depression. Wirklich Antrieb machen eher noradrenalin wiederaufnahmehemmer. Ich kenne eigentlich niemanden , der durch Citalopram großartig dauerhaft antrieb bekam. Vielleicht noch in den ersten Wochen.

Selbst escitalopram macht ja noch leicht müde . Die anticholinergen Effekte von Citalopram sind noch heftiger.

Richtigen antrieb machen eher die Psychostimulanzien. Aber bei Ängsten eher nicht so sinnvoll. Wink

#7


marlene-05
Das müsste sich bald endern. Ich hatte sie auch genommen und ich war nicht mehr antiebslos. Habe sie fast 5 Jahre genommen. Warte noch etwas es wird noch besser.

#8


S
Nein wird es nicht. Guck mal unter sanego oder sonst wo.

#9


marlene-05
Das kannst du doch gar nicht wissen. Ab gesehen davon muss er das mit dem Arzt klären. Hier gibt jeder ne andere Antwort. Ich habe es sehr lange genommen und ich hatte immer antrieb.

#10


S
Ich sehe auch eigentlich null Vorteile von Citalopram gegenüber escitalopram. Der einzige Vorteil War der bis 2014 EXTREM viel günstigere Preis ; ansonsten bietet esCitalopram eigentlich gegenüber Citalopram nur Vorteile. Allein schon wegen des deutlich geringeren kardiovaskulären Risikos.

Bei Einem Vergleich sertralin und escitalopram bieten beide Wirkstoffe vor und Nachteile.

#11


S
Zitat von marlene 05:
Das kannst du doch gar nicht wissen. Ab gesehen davon muss er das mit dem Arzt klären. Hier gibt jeder ne andere Antwort. Ich habe es sehr lange genommen und ich hatte immer antrieb.


Und wieso nicht? Ich habe die Rezeptor Affinitäten von Citalopram versus escitalopram betrachtet und das racemische Gemisch wirkt mehr anticholinerg. Das bedeutet mehr sedierung und kardiovaskuläre nebenwirkungen.

Ich kann lesen.

#12


S
Desweiteren kenne ich mich mit fachinformationen für medizinisches Fachpersonal aus und habe in einem pharmazeutischen Betrieb gelernt. Mein arzt sagt selber , dass er von racematen und Rezeptor Profilen von psychopharmaka keine Ahnung hat. Ärzte wissen auch nicht alles. Ich glaub nem Fachartikel von einer renommierten Uni deutlich mehr.

#13


Dragonlady_s
Zitat von Serthralinn:
Zitat von Dragonlady_s:
Da kann man mal sehen wie unterschiedlich es bei jedem wirkt.

Ich hatte nach ein paar Wochen mit Citalopram endlich wieder antrieb



Vermutlich nur durch das Verschwinden der Depression. Wirklich Antrieb machen eher noradrenalin wiederaufnahmehemmer. Ich kenne eigentlich niemanden , der durch Citalopram großartig dauerhaft antrieb bekam. Vielleicht noch in den ersten Wochen.

Selbst escitalopram macht ja noch leicht müde . Die anticholinergen Effekte von Citalopram sind noch heftiger.

Richtigen antrieb machen eher die Psychostimulanzien. Aber bei Ängsten eher nicht so sinnvoll. Wink


Das ist schon wieder totaler Schwachsinn.
Ich hatte nicht nur Wochen antrieb, sondern Jahre.

Mag sein dass Ärzte magst alles wissen, du aber definitiv auch nicht.

Du versucht jedem sein Medikament schlecht zu reden, es sei denn er nimmt Escitalopram

x 2 #14


S
1. Ist müdigkeit die für Citalopram überall am häufigsten genannte nebenwirkung

2. Warum Citalopram , wenn escitalopram der Nachfolger ist und überall besser abschneidet. ...

Ich weiß nix ich zitiere nur

#15


F
Zitat von Serthralinn:
1. Ist müdigkeit die für Citalopram überall am häufigsten genannte nebenwirkung

2. Warum Citalopram , wenn escitalopram der Nachfolger ist und überall besser abschneidet. ...

Ich weiß nix ich zitiere nur


1.Bei Escitalopram ist Übelkeit bei 1-10% der behandelten Patienten die häufigste Nebenwirkung (was ist jetzt schlimmer Wink?)
2.Escitalopram hat einen sehr geringfügigen,jedoch statistisch signifikaten Wirksamkeitsvorteil gegenüber Citalopram und anderen SSRIs und SNRIs bei einem und jetzt kommt es...MINIMAL GERINGEREN AUFTRETEN VON NEBENWIRKUNGEN!
Die Kosten-Nutzen-Relation wird gegenüber anderer etablierter Medikamente der gleichen Wirkstoffklasse sogar in Frage gestellt.

Ventrikuläre Arrythmien und sogar die besonders gefährlichen Torsade de pointes Tachykardien treten dosisabhängig bei Escitalopram genauso auf,wie bei anderen Antidepressiva.
Selbst wenn das jetzt ein paar Patienten weniger bertrifft als unter Citalopram ist das immer noch sehr bedenklich und für mich noch kein wirklicher Fortschritt.

Das kann man gut mit ACE Hemmer und AT1 Rezeptorenblocker (Sartane) vergleichen.
Der Reizhusten ist weg,aber die Gefahr ein Angioödem zu entwickeln und daran im schlimmsten Fall zu sterben besteht weiter Rolling Eyes

#16


P
medikamente-angst-panikattacken-f76/ssri-diskussion-t66515.html

Wofür gibt's eigentlich diesen Thread von Dir Serthralinn, wenn Du weiter überall anders über dieses Thema diskutierst?

#17

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P
Bitte zurück zum Thema.

@ Entwickler,
Wenn Dich das Medikament so dermaßen "alltags- und arbeitsuntauglich" macht, ist es wohl das Beste mit deinem behandelnden Arzt über Alternativen oder ggf ergänzende Medikamente zu reden.

#18


F
Zitat von ParoxetinUser:
Bitte zurück zum Thema.

@ Entwickler,
Wenn Dich das Medikament so dermaßen "alltags- und arbeitsuntauglich" macht, ist es wohl das Beste mit deinem behandelnden Arzt über Alternativen oder ggf ergänzende Medikamente zu reden.


Vielleicht ist es auch nicht das Medikament,sondern die Depression oder Grunderkrankung die ihn alltags und arbeitsuntauglich macht.
Es gibt ja eine Menschen denen Antidepressiva nicht helfen.
Wenn man viel schläft und nicht aus dem Bett kommt würde ich das zumindest mal in Betracht ziehen.
Andere Möglichkeit:das Medikament ist zu niedrig dosiert...

x 1 #19


P
Zitat von Faultier:
Vielleicht ist es auch nicht das Medikament,sondern die Depression oder Grunderkrankung die ihn alltags und arbeitsuntauglich macht.
Es gibt ja eine Menschen denen Antidepressiva nicht helfen.
Wenn man viel schläft und nicht aus dem Bett kommt würde ich das zumindest mal in Betracht ziehen.
Andere Möglichkeit:das Medikament ist zu niedrig dosiert...


Hallo Faultier,

sehr guter Hinweis. Deine differenzierte Betrachtungsweise gefällt mir. Man sollte wirklich auch die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass es eben auch an der Grunderkrankung liegen kann. Oder auch das die Dosierung möglicherweise zu niedrig ist.

In beiden Fällen folgt daraus ja eigentlich, dass Entwickler sich mit seinem behandelnden Arzt wieder austauschen sollte.

#20


A


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Dr. med. Andreas Schöpf
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