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201715.11




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Hallo Ihr Lieben,
Im Dez. 2016 war ich mit meiner 3 jährigem Psychotherapie fertig. Ich hatte große Angst es nicht zu schaffen, aber irgendwie hat es geklappt. Auch das Lorazepam habe ich ausgeschlichen.
Übrig war nur noch 50 mg Amytriptilin. Damit ging es mir wirklich gut, wie lange nicht.
Dan auf einmal vor 6 Wochen, Stimmungstief, grundlose Traurigkeit, Überforderung, bescheuerte Träume , Panikatacken. Ganz neu das Gefühl nichts anfassen zu können was andere angepacktvhaben, griff Einkaufswagen usw. das hatte ich nie. Ich finde das voll ekelhaft.
So zum eigentlichen vor 3 Wochen wurde ich mit einem Tinnitus wach , wieder Panik. HNO und Psychiater aufgesucht. Keine Ursache gefunden.
Habe jetzt 6 mg Bromezepam 6 mg bekommen. Jetzt laufe ich den ganzen Tag ausgebremst apatisch durch die Gegend. Aber das schlimme ist
Mir gehtces so betöubt soviel besser, dass ich die Disis noch höher setzten könnte. Dann schlaf ich eben nur nich, das ist goch die Lösung.
Hat jemand auch solche Erfahrungen gemacht und mag mir Tipps geben.

Auf das Thema antworten


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  16.11.2017 09:11  
Erdferkel hat geschrieben:
Hallo Ihr Lieben,
Im Dez. 2016 war ich mit meiner 3 jährigem Psychotherapie fertig. Ich hatte große Angst es nicht zu schaffen, aber irgendwie hat es geklappt.

Hast du nichts aus der Therapie mitnehmen können, was dir langfristig hilft? Warum nimmst du Benzos? Ich meine wegen Angst und Panikattacken muß man keine Benzos nehmen. Es gibt ja auch anderes.
Einkaufswagen finde ich auch widerlich. Ist ja jetzt natürlicherweise Handschuhzeit und natürlich lasse ich an einer Hand (die den Wagen anfäßt) im Markt an, denn im Winterhalbjahr sind ja noch mehr Keime unterwegs.
Solchen Depressionsschub, wie du ihn beschreibst, habe ich unters Jahr ein paar mal und in wechselnden Intensitäten. Es ist nicht schön. Aber solange ich Veränderungen feststelle, ist es noch nicht chronisch und das ist nun wieder das Gute daran.

Danke1xDanke


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  16.11.2017 11:06  
ich finde es auch ziemlich fragwürdig ob Benzos helfen.. Ich kenne es aus meinen Therapien u.A auch Entzug von Alk. so, dass benzos diazepam und CO. das Problem nicht nur nicht lösen sonsern neue Suchtfaktoren im Gehirn auslösen von denen man abhängig wird und dass sie eine zu negative auswirkung auf meinen den Kopf haben..

Ich verstehe dass es manchmal schwer ist und denk durchzudrehen wenn man die einmal nimmt und aufhört...das Problem ist ja noch da... aber wenn man das einmal schafft und ein ersatzmittel findet kann man diesen Teufelskreis unterbinden.

Ich stehe seit dem Morgens gelassener auf habe nicht mehr so krasse angstzustände in Situationen wo ich mich vorher komplett verzogen habe und fühle mich aufgeschlossener und wohler.
kann das nur wirklich empfehlen. manche natürlichen sachen helfen so heftig gut dass man sich wundert...und man tut seinem körper an sich was gutes.. liebe grüße und einen tollen Tag

Danke1xDanke


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Nordwestmecklenburg
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  16.11.2017 13:29  
4 Beiträge und alle mit diesem vehementen Hinweis auf deine Kapseln... in einem Beitrag ist es deine Freundin die sie nimmt und der sie helfen im nächsten bist du es selbst?

Weiß nicht ob ich gerade zu misstrauisch bin , aber mir kommt's doch eher wie Werbung vor....

Entschuldigt fürs Off Topic....

Danke2xDanke




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  16.11.2017 23:28  
Ja dann Danke ich erst einmal für die Antworten.
Ich kann damit leider nicht so wirklich was anfangen.
Natürlich habe ich von der Psychotherapie etwas mitgenommen.
Aber Situationen ändern sich meinen Vater um den es damals ging ist gestorben.
Seitdem geht es mir dahingehend besser. Meinen Job habe ich auch nicht mehr und bekomme eine schöne Pension. Trotzdem geht es mir nicht gut. Ich wurde 50 Jahre
Kommandiert, missbraucht unterdrückt und man hat mir das Gefühl gegeben nichts richtig zu machen. Mir ist es nicht gelungen aus dieser seelischen Gefangenschaft auszubrechen. Und dann kommt ein Therapeut und will in einem Zeitraum von 3 Jahren mit einer Therapiestunde monatlich alles hinbiegen? Wie soll das gehen? Ich bin so, wie ich bin und ich gehe langsam daran zu Grunde.
Da habe ich nicht mehr die Hoffnung auf Hilfe. Mit den Benzos kann ich alles dämpfen und es erträglich machen. Eine andere Wahl außer dem Schlussstrich habe ich ja scheinbar nicht..
Und da soll ich jetzt Tee trinken und pflanzliche Produkte nehmen, was soll das bringen?



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  17.11.2017 00:22  
Hallo @Erdferkel
natürlich ist das deine Sache, ob du Benzos nimmst oder nicht. Ich finde Benzos allerdings schrecklich, wenn man sonst auf sich allein gestellt ist, also nicht stationär. Langfristig betrachtet machen sie alles schlimmer und wenn nichts wieder wirklich gut wird, dann gibt das Zeug irgendwann einem noch den Rest. Das ist meine Meinung und die darf ich haben.

Zitat:
Eine andere Wahl außer dem Schlussstrich habe ich ja scheinbar nicht..
Dachte ich auch mal und immer noch komme ich bisweilen an einen Punkt, an dem scheinbar nichts weiter geht. Aber auch ich bin jetzt aus dem Job und in Frührente und ich mache jetzt Dinge, für die ich nie Zeit und Energie hatte - kleine Dinge -, die ich jetzt nach und nach wieder schätze. Mein Leben vorher ist weg und ich bin nicht stolz darauf und es hat lange gedauert, den Lebenstakt zu finden, mit dem ich weiter machen kann. Manchmal bin ich sehr wütend auf Menschen aus der Zeit davor, vor meinem Nervenzusammenbruch, aber auch sie machen weiter - ich bin raus. Für mich gibt es keinen Weg zurück und das will ich auch gar nicht. Ich will aber auch weiter machen und das tue ich.

Ob mit oder ohne Benzos geht es auch für dich weiter. Es kommandiert dich keiner mehr (hoffe ich), also sei dein eigener Herr. :wink:



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  17.11.2017 15:36  
Erdferkel hat geschrieben:
Hallo Ihr Lieben,
Im Dez. 2016 war ich mit meiner 3 jährigem Psychotherapie fertig. Ich hatte große Angst es nicht zu schaffen, aber irgendwie hat es geklappt. Auch das Lorazepam habe ich ausgeschlichen.
Übrig war nur noch 50 mg Amytriptilin. Damit ging es mir wirklich gut, wie lange nicht.
Dan auf einmal vor 6 Wochen, Stimmungstief, grundlose Traurigkeit, Überforderung, bescheuerte Träume , Panikatacken. Ganz neu das Gefühl nichts anfassen zu können was andere angepacktvhaben, griff Einkaufswagen usw. das hatte ich nie. Ich finde das voll ekelhaft.
So zum eigentlichen vor 3 Wochen wurde ich mit einem Tinnitus wach , wieder Panik. HNO und Psychiater aufgesucht. Keine Ursache gefunden.
Habe jetzt 6 mg Bromezepam 6 mg bekommen. Jetzt laufe ich den ganzen Tag ausgebremst apatisch durch die Gegend. Aber das schlimme ist
Mir gehtces so betöubt soviel besser, dass ich die Disis noch höher setzten könnte. Dann schlaf ich eben nur nich, das ist goch die Lösung.
Hat jemand auch solche Erfahrungen gemacht und mag mir Tipps geben.


Benzos verstärken sehr häufig bei längerem Gebrauch Depressionen. Das ergibt dann letztlich einen Teufelskreis.


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