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Hallo Leute,
ich habe mich hier angemeldet um mich mit Euch gerne auszutauschen.
Meine Frau (56) leidet an einer, vermutlich Wechseljahre bedingten, Depression.
Es sind keinerlei sonstige Problemfaktoren ersichtlich, privat, beruflich alles tip top.
Sie ist seit über einem Jahr in psychiatrischer Behandlung und bekommt Psychopharmaka.
Die Symtome der Depri gehen in Richtung Angst und Antriebslosigkeit (für mich eher Noradrenalinmangel) und NICHT Traurigkeit und Hofnungslosigkeit (Serotoninmangel).Ich denke, bei Depression wird oft nicht genau nach den Symptomen gefragt und therapiert, die durchaus einen Hinweis auf den spezifischen Neurotransmittermangel geben können.
Nachdem wir jetzt bereits zum zweiten Mal nach erfolgreichem Wirken von Venlafaxin einen Rückschlag erleben, die Wirkdauer endete nach ca. 4-4,5 Monaten spontan (innerhalb 2-3 Tagen), bin ich dabei mich intensiver mir der Materie auseinander zusetzen.
Die Medikamente die Sie bisher bekam waren:
Venlafaxin - langsam begonnen, hochdosiert bis auf 225mg. Nachdem die Dosis nach 2 Monaten von 150 auf 225mg erhöht wurde setzte innerhalb von 5 Tagen die volle Wirkung ein. Verschwinden sämtlicher depresssiver Symptome! Wirkung lässst nach 4 Monaten spontan nach. Eine 6 wöchige Dosiserhöhung Venlafaxin auf 300mg brachte keinen Erfolg.
Danach bekam Sie Escitalopram 10mg dann 20mg in Kombination mit Valdoxan 25mg dann 50mg. Wirkung über 3 Monate 0,0%!
Nach den 3 Monaten wieder zurück auf Venlafaxin 225mg - Wirkung innerhalb einer Woche erneut mit verschwinden sämtlicher Symptome. Leider, und ich hatte es befürchtet, nach 4,5 Monaten erneut spontaner Wirkverlust. Valdoxan wurde während diesen 4,5 Monaten abgesetzt.
Das war vor 4 Wochen. Jetzt soll sie weiterhin Venlafaxin nehmen mit erneut Valdoxan. Ich denke, dass wir damit nicht weiter kommen, weil wir die Erfahrung bereits gemacht haben.
Auf Basis der bisherigen Medikation denke ich, dass sie eher ein Noradrenalin als ein Serotonin Defizit hat, da 3 Monate Escitalopram+Valdoxan nicht gewirkt haben. Venlafaxin wirkt ja in hoher Dosis auch als NRI allerdings recht schwach(1:30 Serotonin:Noradrenalin). zu anderen SNRI.
Ich denke daher, dass auf Basis der Erfahrungen eher Duloxetin (1:10) oder Milnacipran besser sein könnten als Venlafaxin mit Valdoxan. Also stärker Richtung Noradrenalin gehen.
Meine Fragen:
Habt Ihr vergleichbare Erfahrungen mit spontanem Wirkverlust bei Venlafaxin in hoher Dosierung?
Könnt Ihr anhand der Symptome und der bisherigen Medikation meine Einschätzung hinisschtlich Serotonin- oder Noradrenalinmangel teilen?
Wir möchten nicht noch mehr Zeit durch falsche Medikamente vergeuden!
Danke und LG
Sun