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Felix18242362
Hallo meine lieben

Ich hätte eine Frage an Euch , vielleicht kann mir jemand weiterhelfen.

Ich habe einige Zeit ca 8 Wochen 2 mg Tavor am Tag genommen.
Nach Rücksprache meiner Ärztin haben Wir beschlossen, dass ich das Tavor umstelle auf Diazepam Tropfen , da ich die zum Ausschleichen besser dosieren kann .

Nun meine Frage

Habe bis jetzt in einem Zeitraum von 2 Wochen schon 1.5 mg Tavor in Diazepam umgewandelt und nehme jetzt nur noch 0.5 mg Tavor und den Rest Diazepam Tropfen also 30 Tropfen .

Merke jetzt trotzdem eine Unruhe , leichte Symptome usw.

Kann das der Tavor Entzug sein obwohl ich dafür das Diazepam nehme ?

Gehe genauso vor wie meine Psychiaterin es mir notiert hat .

Vielleicht kann mir jemand helfen bzw was dazu sagen ob es Tavor Entzug Symptome sind trotz einschleichen des Diazepams

Leider hat meine Ärztin noch nächste Woche Urlaub

Vielen Dank

07.03.2021 22:05 • 25.09.2022 #1


20 Antworten ↓


Ich kann Dir dazu nur meine eigenen Erfahrungen erzählen.
Ich hatte Tavor über mehrere Monate genommen,allerdings eher 3 - max. 4 mg pro Woche.

Ich hatte es nicht täglich genommen,nur,wenn´s unerträglich wurde.

Ausgeschlichen wurde es in meinem Fall in der Psychiatrie also vollstationär.
Auch mit Diazepam.

Aber auch das Diazepam musste natürlich auf Null gebracht werden.

Solange ich das Diazepam bekam,ging es mir gut,aber als das schliesslich auch runterdosiert wurde,wurde es schlechter.

Das ist aber auch ganz normal.

Bei langsamer Abdosierung passiert meist erst nicht viel.
Aber je geringer die Dosis wird (egal ob Tavor oder Diazepam) desto mehr ploppen die ursprünglichen Angstzustände und alles,was da dran hängt wieder auf.

In einer solchen Phase ist es schwierig,zu unterscheiden,ob es Entzugserscheinungen sind oder einfach nur die alte Problematik wieder zum Vorschein kommt,die ja durch das Medikament in Schach gehalten war.

Viele denken,es seien Entzugserscheinungen.
Das wünscht man sich dann auch so ein bisschen (so ging es mir jedenfalls) denn Entzugserscheinungen hören irgendwann auf.
Mit einer Angststörung hat man allerdings länger zu tun...

Nachdem ich auf Null war mit Diazepam und Tavor wurde ich entlassen aber dann wurde es wieder schlimmer,so dass ich erneut Tavor genommen habe.

Ich kam wieder in die Psychiatrie (freiwillig) und dort wurde schliesslich ein Langzeitmedikament eingeschlichen,das mir bis heute sehr gut hilft.
Das birgt leider auch ein Suchtpotenzial (ich bekomme es seit 3,5 Jahren) aber viele andere Medikamente vertrug ich nicht oder sie schlugen nicht an.

Und seitdem nehme ich das halt und bin froh ,dass ich wieder weitestgehend normal leben kann.

Natürlich ist es wichtig,dass Tavor und Diazepam erstmal ausgeschllichen werden.
Danach ist aber auch sehr wichtig,dass eine geeignete Langzeitmedikation gefunden wird.

Im Moment ist es normal,dass Du von Zeit zu Zeit eine gewisse Unruhe spürst.

Sprich mit Deiner Psychiaterin über eine Langszeitmedikation.

07.03.2021 22:40 • x 2 #2



Umstellung vom Tavor auf Diazepam

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Felix18242362
Zitat von Flame:
Ich kann Dir dazu nur meine eigenen Erfahrungen erzählen. Ich hatte Tavor über mehrere Monate genommen,allerdings eher 3 - max. 4 mg pro Woche. Ich hatte es nicht täglich genommen,nur,wenn´s unerträglich wurde. Ausgeschlichen wurde es in meinem Fall in der Psychiatrie also vollstationä...


Vielen Dank für Deine Antwort
Ich denke auch das das jetzt Entzugssymptome vom Tavor sind da ich ja 1.5 mg in 2 Wochen reduziert habe, obwohl ich im Gegenzug Diazepam einschleiche. Denke das Tavor etwas anders wirkt und ich deswegen. Wohl die Symptome habe trotz Diazepam. .

Vielleicht ändert sich das wenn ich Tavor auf Null hab und nur Diazepam nehne .
Das soll ich dann alle 2 Wochen nehme es ja in Tropfenform jewals um 2 Tropfen alle 14 Tage reduzieren.

Welches Medikament nimmst du den jetzt weil Du sagtest macht auch abhängig.

Liebe Grüsse

07.03.2021 22:59 • #3


Ich nehme seit 3,5 Jahren Pregabalin.

Und die ganze Geschichte mit Abhängigkeit kann man verschieden betrachten.

Ich für mich habe akzeptiert,dass ich dieses Medikament brauche (und auch davon abhängig bin) und es mir hilft.
Hat Jahre gedauert in diese Akzeptanz zu kommen und auch heute noch wünschte ich,es würde ohne gehen.

Aber manchmal bekommt man vom Leben Dinge serviert,die einem nicht passen.

Ich bin inzwischen soweit,dass ich nicht mehr so oft meckere weil ich das nehmen muss sondern es überwiegt die Dankbarkeit dafür,dass es ein Medikament gibt,dass mir ein zufriedenes Leben möglich macht.

07.03.2021 23:10 • x 3 #4


Felix18242362
So sehe ich das eigentlich auch .
Wenn es Dir gut tut warum nicht.
Ich habe aufgrund Nervenschmerzen auch mal pregabalin / Lyrica genommen meine waren 2 mal 75 mg.
Hat mir etwas geholfen und habe es dann meine ich nach einem Jahr Einnahme mit den 25 mg Tabletten ausgeschliechen was gut geklappt hatte ausser etwas Unruhe.

Wieviel mg nimmst Du am Tag und weswegen. ? Wegen Ängste. ?

07.03.2021 23:20 • #5


Ich habe eine Panikstörung aber mit generalisierten Angstzuständen.
Daneben an Diagnosen noch Borderline,was rezidivierende Depressionen,eine Esstörung und selbstverletzende Verhaltensweisen impliziert.

Entlassen wurde ich aus der Psychiatrie mit 400 mg Pregabalin,was ich dann im Laufe einiger Wochen auf 300 mg runterdosieren konnte.
Aber unter 300 mg geht es mir schlecht,selbst wenn ich nur 25 mg weniger nehme.
Oft erporbt,oft gescheitert und deswegen akzeptiert...

07.03.2021 23:27 • x 3 #6


Felix18242362
Zitat von Flame:
Ich habe eine Panikstörung aber mit generalisierten Angstzuständen. Daneben an Diagnosen noch Borderline,was rezidivierende Depressionen,eine Esstörung und selbstverletzende Verhaltensweisen impliziert. Entlassen wurde ich aus der Psychiatrie mit 400 mg Pregabalin,was ich dann im Laufe einiger Wochen auf 300 mg runterdosieren konnte. Aber unter 300 mg ...



Wir kämpfen immer weiter

07.03.2021 23:31 • #7


Auf jeden Fall!

Momentan muss ich zum Glück nicht mehr kämpfen.
Und ich hoffe,dass das auch noch lange so bleibt....

Aber sollte ich erneut kämpfen müssen,weiss ich ,dass ich es schaffen kann.

07.03.2021 23:34 • x 1 #8


Felix18242362
Zitat von Flame:
Auf jeden Fall! Momentan muss ich zum Glück nicht mehr kämpfen. Und ich hoffe,dass das auch noch lange so bleibt.... Aber sollte ich erneut kämpfen müssen,weiss ich ,dass ich es schaffen kann.


Drücke Dir auch ganz fest die Daumen .
Und wünsche Dir vom Herzen das Du und alle anderen hier wieder gesund werden.

07.03.2021 23:38 • x 1 #9


Danke schön.

Gesund werden ist nicht die Aufgabe.
Die Aufgabe ist es,zu lernen mit der Krankheit zurecht zu kommen.
Was NICHT bedeutet,zu lernen,die Symptome zu ertragen (!).

Sondern einen Weg zu finden,diese zu lindern.
Ob mit Medikamenten oder ohne.

Du bist auf dem besten Wege dazu.

Wenn was ist,kannst mir jederzeit schreiben,entweder hier oder per PN.

07.03.2021 23:46 • x 2 #10


Felix18242362
Zitat von Flame:
Danke schön. Gesund werden ist nicht die Aufgabe. Die Aufgabe ist es,zu lernen mit der Krankheit zurecht zu kommen. Was NICHT bedeutet,zu lernen,die Symptome zu ertragen (!). Sondern einen Weg zu finden,diese zu lindern. Ob mit Medikamenten oder ohne. Du bist auf dem ...


Bist echt lieb Dankeschön

Was ich noch fragen wollte, denke nächste Woche werde ich komplett auf Diazepam sein und die letzen 0.5 mg Tavor umgestellt haben.
Dann nehne ich ja 40 Tropfen Diazepam am Tag morgens 20 und abends 20 Tropfen.
Wenn ich dann alle 14 Tage 2 Tropfen reduziere ist das zu langsam oder zu schnell. .
Oder mehr oder weniger Tropfen reduzieren.
Hättest Du ein Tipp. ?

08.03.2021 00:01 • #11


Nach meinem Ermessen ist das wirklich sehr langsam,so dass Du damit auf jeden Fall zurecht kommen wirst.

08.03.2021 00:04 • x 1 #12


Felix18242362
Zitat von Flame:
Nach meinem Ermessen ist das wirklich sehr langsam,so dass Du damit auf jeden Fall zurecht kommen wirst.


Okidoko probiere das dann so ..
Vielleicht auch 3 Tropfen und wenn es nicht klappt mache ich es mit 2 Tropfen.
Wünsche Dir einen angenehme Nachtruhe, wir lesen uns aufjedenfall wieder, würde mich sehr freuen.

08.03.2021 00:08 • x 1 #13


Ja,das hört sich doch gut an!

Wir bleiben auf jeden Fall in Kontakt!

08.03.2021 00:10 • x 1 #14


Canary
Hallo ihr Lieben,
passend zu dem Thread habe ich mal eine Frage: Ich bin grade am Tavor ausschleichen nach mehr als 4 einhalb Monaten Einnahme (der Grund war ein extrem heftiger Lyrikaentzug, der anders nicht auszuhalten war....) Bin bald wieder im Therapeutischen Dosisbereich-sprich nicht über 2.5mg und es steht im Gespräch eventuell, falls es anders mit Tavor am Ende nicht möglich ist die letzten paar mg (zwischen 2.5 bis 1mg) ambulant nach Ashton auszuschleichen, was ich 2014 schon einmal gemacht habe, erfolgreich! Nach 5 Jahren z-Drug!

Aber im Gegensatz dazu habe ich Tavor ja nur knapp 5 Monate genommen... Kann man da mit dem Diazepam, dem runtertropfen nicht etwas schneller vorgehen, als Heather Ashton es in ihrem Manual empfiehlt?! Es handelt sich in meinem Fall ja diesmal nicht um eine langjährige Einnahme.... sondern eben knapp 5 Monate, da müsste man doch etwas schneller vor gehen können, denn da klingt ein Ausschleichen von vielen Monaten, je nach Dosis bald 1 Jahr etwas übertrieben....

Hat jemand schon Erfahrung mit einem etwas schnelleren Diazepamsubstitutionsentzug mit einer Einnahmezeit ähnlich wie meine?

22.09.2022 18:54 • #15


Canary
Na, hat denn keiner eine Antwort auf meine obrige Frage? Beitrag #15

LG CANARY

23.09.2022 20:27 • #16


Bist du noch stationär, dann frag doch deinen behandelnden Arzt? Das kann dir doch hier niemand genau beantworten selbst wenn der/diejenige die gleiche Einnahmedauer hatte. Dein mögliches Suchtgedächtnis spielt hier insgesamt auch noch rein. Versuche es doch später etwas schneller ambulant, wenn du merkst dir geht`s schlechter dann dosiere wieder langsamer ab.
Wenn dein Arzt die Absetzmethode nach Ashton grundsätzlich unterstützt ist doch schon mal viel gewonnen. Das macht nicht jeder Arzt, denn nicht wenigen ist die Methode zu langsam, obwohl sich mittlerweile rumgesprochen haben müsste, dass Kliniken oft zu schnell ab dosieren und es zu Rückfällen kommen kann. Die müssen ja auch nicht damit klar kommen, bei Null angekommen giltst du als entgiftet. Hast du denn irgendwelche Ziele nach der Entwöhnung? Wie willst du mit Angst, Unruhe etc. auf Dauer umgehen und wie hilft dir aktuell die Klinik dabei?

23.09.2022 22:42 • x 1 #17

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Canary
Bin mittlerweile aus Klinik raus, in ambulanter psytherapeutischer und ärztlich/fachärztlicher Behandlung! Mein Facharzt, der beste Arzt den ich je hatte, ist mittlerweile in Rente, aber immer noch beratend tätig, ich spreche wöchentlich mit ihm und er informiert immer meinen Hausarzt, was zu tun ist, der wiederum stellt die Rezepte aus und hat sich bereit erklärt, die Diazepamverschreibungen auszustellen, ich werde meinen alten Facharzt natürlich fragen, muss aber halt immer auf seinen Rückruf warten, aber der kommt meist recht schnell..
Ich werde ab heute ganz vorsichtig und langsam Escitalopram in Tropfenform beginnen, da ich durch meine Angst und Depressivität sonst zu viel Schwierigkeiten haben werde im Entzug .. Ashton hält eine Antidepressive Medikation ja auch für seht wichtig, laut ihrem Manual...

Ziele habe ich genug, aber hinkommen muss ich erst mal, ich glaube die Entwöhnung dauert noch lange bei mir.. Das ist noch ne Zeit hin! Mein grösstes Ziel is wieder glücklich und frei von Entzug und Sucht zu sein!

Gestern 08:28 • #18


Canary
Ps auf anraten meiner Therapeutin habe ich mir ein Laufband zugelegt (bin autist mit Agoraphobie) das hilft mir bei der Unruhe und Angstabbau...

Gestern 10:07 • #19


Warum ist da niemand anderes und du selbst vorher darauf gekommen das Bewegung/Sport deine Beschwerden lindert?

Vor 6 Stunden • #20



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Dr. med. Andreas Schöpf