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A
Hallo lieber Dirk, wie geht’s dir? Was macht dein Tinnitus? Lg

#181


Dirk0509
@Anni1283

Hallo liebe Anni,

Mir geht's den Umständen entsprechend ganz gut.

Wie geht es dir?

Der Januar und Februar war eigentlich recht recht gute Monate. Ich hatte so gute Momente, dass ich gedacht habe,ich habe das jetzt alles dann hinter mir.

Der Tinnitus ist gleich aber ich konnte besser mit ihm umgehen. Seit Anfang März habe ich wieder ganz starke Wellen von Benzo Entzug.

Mein Entzug wurde einfach zu raschen zu schnell durchgezogen, habe jetzt ein Entzugssyndrom an der Backe.

Wie ist es mit deinem Tinnitus?

Grüße Dirk

#182


A


Tavor Entzug, lauter Tinnitus, Angst und Panik

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L
@Dirk0509
Das wird besser, glaub mir.
Entzug verläuft in Wellen. Gute Phasen wechseln mit weniger guten ab. Mal glaubt man man steht noch komplett am Anfang vom Entzug, dann wieder glaubt man, man hätte es schon geschafft.
Ist bei mir dasselbe.
Ein Auf und Ab.
Aber die guten Phasen werden länger, und die schlechten kürzer.
Und irgendwann wird es nur mehr eine schlechte Erinnerung sein.
Halte durch, schlimmer wird es jetzt Gsd nicht mehr.

#183


A
@Dirk0509 oh man das tut mir so leid… aber es ist wirklich so es kommt in wellen mit dem Entzug… es dauert einfach so lange und man sieht das ende nicht.
Ich finde es so toll das du mit dem Tinnitus besser zurecht kommst. Bei mir ist das leider noch nicht so gut… täglich neue wechselnde töne. Ich weiß nicht wie man sich daran gewöhnen kann wenn es täglich wechselt und mehr dazu kommt? Wie machst du das? Wechseln die Töne bei dir auch noch?

#184


Dirk0509
@luciana

Danke dir für deine aufmunternden Worte, das tut wirklich gut zu lesen. Du hattest übrigens auch recht mit dem schnellen Abdosieren in der Klinik. Mir kam das damals schon irgendwie turbo-mäßig vor. Ich hatte zwar so ein Gefühl, dass das vielleicht zu schnell geht, aber gleichzeitig habe ich gehofft, dass der Kelch vielleicht an mir vorbeigeht. Leider war das wohl nicht so.
Heute war tatsächlich ein ganz guter Tag mit kaum Symptomen, was nach den letzten 10–14 Tagen wirklich eine Erleichterung ist, denn die waren ziemlich heftig. Mein Hauptsymptom ist im Moment der Tinnitus, der oft sehr laut ist. Aber ich versuche mir auch zu sagen, dass wenn sich das Nervensystem mit der Zeit wieder beruhigt, sich vielleicht auch der Tinnitus wieder etwas einpendeln kann.
Deine Beschreibung mit den Wellen und den guten und schlechten Phasen passt jedenfalls sehr gut zu dem, was ich erlebe. Es ist wirklich ein Auf und Ab. Deshalb hoffe ich einfach, dass du recht behältst und die guten Phasen nach und nach länger werden und die schlechten kürzer. Danke dir nochmal fürs Mutmachen.

x 1 #185


Dirk0509
@Anni1283

Danke dir für deine lieben Worte. Ja, bei mir ist das mit dem Tinnitus tatsächlich auch so – die Frequenzen wechseln ständig. Manche Töne kommen plötzlich dazu, bleiben eine Zeit lang und verschwinden dann wieder, dafür taucht wieder ein anderer auf. Es ist wirklich ein ständiges Wechselspiel.
Mit dem Zurechtkommen ist es ehrlich gesagt auch so eine Sache. Mal gelingt es mir besser, mal weniger. Es gibt Tage, da kann ich es ganz gut ausblenden oder zumindest akzeptieren, und dann gibt es wieder Tage, an denen es mich deutlich mehr belastet, vor allem wenn neue Töne dazukommen oder alles gleichzeitig sehr laut ist.
Ich glaube, in unserem Stadium hilft eigentlich nur radikale Akzeptanz. Nicht weil wir aufgeben, sondern weil der ständige Kampf dagegen das Nervensystem nur noch mehr unter Druck setzt. Deshalb versuche ich zumindest immer wieder, die Symptome so gut es geht anzunehmen, auch wenn das natürlich nicht immer leicht ist.
Trotzdem versuche ich mir immer wieder zu sagen, dass mein Nervensystem im Moment noch gar nicht wirklich zur Ruhe gekommen ist. Deshalb baue ich darauf, dass sich mit der Zeit, wenn sich das System mehr beruhigt, vielleicht auch der Tinnitus wieder etwas einpendeln oder zumindest besser werden kann.

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A
@Dirk0509 bei mir ist weiterhin der schlaf so schlecht… ich hab echt Angst vor der Nacht. Da sind die Töne am lautesten. Ich weiß nicht was ich tun soll um ruhiger nachts zu sein. Medikamente sind keine Alternative für mich… du schläfst in Stille oder?
Ich hab auch echt Angst jeden Tag nicht zu wissen was für Töne kommen…

#187


Dirk0509
@Anni1283

Das mit der Angst vor der Nacht kann ich gut nachvollziehen. Bei mir ist der Tinnitus nachts im Bett auch sehr laut, weil einfach alles still ist. Ich schlafe deshalb meistens mit dem Fernseher ein, ganz normal auf Zimmerlautstärke. Das hilft mir ein bisschen, weil das Gehirn dann etwas anderes hat, worauf es sich konzentrieren kann.
Mit der Angst und dem Schlaf ist es halt auch so eine Sache. Wenn Angst da ist, spielt das Nervensystem verrückt – Cortisol und Adrenalin gehen hoch – und genau dann will der Körper natürlich nicht schlafen. Ich denke aber, da kennst du dich mittlerweile wahrscheinlich auch schon ganz gut aus. Wenn der Körper in Alarmbereitschaft ist, ist Schlaf einfach schwer.
Ich hatte auch monatelang wirklich sehr, sehr schlechten Schlaf. Bei mir kam das aber eher vom Entzug selbst und weniger direkt vom Tinnitus. Mittlerweile geht es einigermaßen: mal habe ich sehr gute Nächte, dann wieder schlechtere. Es ist auch da ein Auf und Ab. Der Tinnitus ist zwar nachts laut, aber ich versuche ihn einfach hinzunehmen und mich nicht zu sehr dagegen zu wehren.
Und was die wechselnden Töne angeht: diese Unsicherheit kenne ich auch. Man weiß morgens nie genau, was einen erwartet. Aber ich versuche mir immer wieder zu sagen, dass unser Nervensystem im Moment noch sehr sensibel ist und sich das mit der Zeit hoffentlich wieder mehr beruhigt.

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A
Ich habe mich sehr mit dem Thema beschäftigt dass ich mich in dem fight and flight Modus befinde. Ich stecke richtig fest darin. Ich weiß nur nicht wie ich da rauskommen soll… Ich versuche ja irgendwie aber die angst ist so groß

#189


Dirk0509
@Anni1283

Das kann ich sehr gut nachvollziehen. Dieses Gefühl im Fight-or-Flight-Modus festzustecken kenne ich auch. Wenn das Nervensystem einmal so hochgefahren ist, fühlt es sich an, als würde der Körper ständig Alarm schlagen und man kommt einfach nicht mehr richtig runter.
Ich glaube aber, dass das genau ein Zeichen dafür ist, wie überreizt unser Nervensystem noch ist. Die Angst fühlt sich dann riesig an, obwohl eigentlich keine reale Gefahr da ist. Mir hilft der Gedanke, dass es eher ein körperlicher Zustand ist und kein „Versagen“ von uns.
Ich versuche dann einfach kleine Dinge zu machen, die dem Körper Sicherheit geben – ruhig bleiben, mich bewegen, den Tag normal weiterlaufen lassen. Das Nervensystem braucht wohl einfach viel Zeit, um wieder aus diesem Dauer-Alarm herauszufinden.

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L
@Dirk0509
Damit hast du vollkommen recht!
Das zentrale Nervensystem wird durch einen Entzug extremst gereizt.
Bis da wieder ein Gleichgewicht reinkommt kann es auch Jahre dauern.
Nicht umsonst heißt es Langzeitentzugssyndrom.
Nicht bei jedem so, aber bei den meisten.

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A
@Dirk0509 sind bei dir die Töne in beiden Ohren oder in einem?

#192


A
@luciana wie geht’s dir? Wolltest du nicht auch reduzieren?

#193


Dirk0509
@Anni1283

Guten Morgen,

Ja in beiden Ohren, Links mehr als rechts. Das kommt von meinem Knalltrauma aus dem Jahr 2000, dass in diesem Ohr immer mehr Lärm ist. Habe aber auch im Kopf Geräusche. Mal so mal so, immer abwechselnd

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Dr. med. Andreas Schöpf
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