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Hallo, ichbrauch eure Hilfe.
Nach schwerer Krankheit und den daraus entstandenen psychischen Problemen nehme ich seit ca 1 Jahr täglich 2 mg tavor. Meine hausärztin verschrieb sie mir immer neu ohne irgendwelche Kommentare. Nun sagt sie von heut auf morgen sie könne sie mir nicht mehr verschreiben.
O.k.jetzt will ich sie ausschleichen nachdem sie mir noch eine Packung mit 50 Stück verschrieben hat, dann ist Schluss.Kann mir jemand, der Erfahrung damit hat, einen Ratschlag geben wie und in welcher dosisreduzierung ich vorgehen kann. Dass ich abhängig bin weiss ich bereits und ich hab natürlich Angst vor den entzugserscheinungen. Bestimmt hat manch einer schon das selbe Problem gehabt und kann mir einen Rat geben.

19.03.2014 19:26 • 15.09.2017 #1


42 Antworten ↓


Würde das nur unter Begleitung eines Arztes machen und nicht eigenständig.
Hast du einen Therapeuten der sollte dich begleiten und wenn es dir zu schwer fällt auch ruhig
ne Klinik fürden Entzug in Anspruch nehmen.

19.03.2014 19:42 • x 1 #2



Tavor ausschleichen und den Entzug vermeiden

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Hallo,
Um Tavor auszuschleichen bedarf disziplin und feingefühl!
Auch ich rate dir mit hilfe eines Facharztes dieses Medikament auszuschleichen! Üblicherweise wird zuerst auf Diazepam umgestellt, da Diazepam eine lange halbwertszeit hat und auch in tropfenform verfügbar ist, sodass dadurch die Reduktionsschritte minimiert werden können! Ich würde als ersten Reduktionsschritt 1,75 mg, dann 1,5 mg, 1,25 .... usw verwenden! Als intervall würde ich mindestens 2 Wochen oder vielleicht länger zwischen den reduktionen einplanen, um dem körper genügend zeit zur erholung zu geben.... Viel erfolg Liebe Grüße Salvat

19.03.2014 20:01 • x 1 #3


Hallo Saturn!

Guck mal unter adfd.org und dann im Unterforum "Benzodiazepine ausschleichen". Da wirst Du Hilfe bekommen und Ratschläge. Da kannst Du Dich auch mit anderen Betroffenen austauschen. Ist eben speziell ein Forum zur Hilfe von Ausschleichen der verschiedenen Psychopharmaka.
Da habe ich auch gute Hilfe bekommen wie ich das Teufelszeug Venlafaxin ausschleichen kann ohne unter heftigem Entzug zu leiden.

Alles Gute und gute Besserung wünscht Dir Jess

19.03.2014 21:40 • x 1 #4


Hallo Saturn.

Ich finde es unverantwortlich von deiner Hausärztin, dass sie dir sagt, du sollst einfach schnell mal ausschleichen.

Mein alter Psychiater hat das mit mir auch gemacht. Hatte 1 mg Tavor genommen.
Habe auf Anweisung des Psychiaters einfach abgesetzt. Als Entzugshilfe hatte ich Lyrica bekommen, das dämpft etwas.

Leider war das Absetzen einfach zu schnell, so dass die Angst massiv wiederkam. Das passierte ca. 3 Monate nach dem Absetzen. Mein neuer Psychiater meinte, das wäre normal, dass die richtigen Probleme erst nach einigen Wochen/Monaten auftreten.

Ich bekam wegen massiver Angst wieder Tavor 1 mg verschrieben.
Mitterlweile bin ich auf nur noch 0,5 mg Tavor und komme ohne Probleme damit aus.
Ich bin erst auf 0,75 mg runtergegangen, dann nach einigen Wochen auf 0,5 mg.

Mein neuer Psychiater wollte mir auch Diazepam als Ausschleichhilfe geben.
Er meinte, das was mein alter Psychiater mit mir machte, sei unverantwortlich.

Die 0,5 mg Tavor behalte ich aber noch bei.

Suche dir am besten einen Arzt, der dich mit Diazepam unterstützt.
Also die Benzo.org-Seite die dir hier empfohlen wurde ist wirklich super.

Ich habe die Tavor expidient, das sind die Schmelztabletten. Die kann man gut teilen + vierteln.

Wie ich von den 0,5 mg irgendwann runterkomme, weiß ich noch nicht, denn ich benötige ja noch die kleine Dosis Tavor.

Alles Gute wünscht dir
Marie

20.03.2014 13:58 • #5


Hoffe Links sind hier erlaubt.

Schau mal hier rein => http://www.adfd.org/austausch/

Ein Benzo Entzug ist mit das schlimmste, was man erleben kann - wenn man es falsch macht! Die Leute da haben echt Ahnung und können dir sicher besser weiterhelfen! Es wird kein Zuckerschlecken, aber es ist machbar!

PS: Und mach das nicht stationär! Da bekommst du in der Regel nur andere Pillen, die dich ruhig halten und von denen du dann hinterher auch noch runterkommen musst! Schreib mal einen Beitrag in dem Forum! Dort wird dir sicher geholfen!

21.03.2014 04:55 • #6


Hallo Saturn.

Lasse dir hier nicht noch mehr Angst machen, als du eh schon hast.
Als ich die 1 mg von einem Tag auf den anderen abgesetzt habe, ist die Welt nicht untergegangen.
Ich nahm ja parallel dazu Lyrica ein. Mein Arzt sagte mir, dass das Lyrica beim Absetzen hilft.

Das Lyrica hat mich beruhigt, doch nach einer kurzen Zeit wollte ich die Nebenwirkungen wie wankelnder Gang, Müdigkeit, aufgequollenes Gesicht und Beine usw. nicht mehr hinnehmen.

Es hat die Entzugssymptome von dem 1 mg Tavor aber übertüncht.

Das unangenehme war eben, dass meine Ängste in vollster Pracht nach knapp 3 Monaten wieder zurückkehrten. Aber da befand ich mich noch in einer sehr beängstigenden Lebenslage, was auch seinen Beitrag zu meinem schlechten Befinden beitrug.

Wie sieht es bei dir aus? Konntest du die Ursache deiner Ängste herausfinden und sogar abmildern?
Dann sieht es mit dem Herabsetzen von Tavor schon besser aus.

Ich habe schon vielfach gelesen, dass ein Entzug mit Hilfe von Diazepam auch erträglich sein soll.
Das steht auf der hier schon angegebenen Seite adfd.org.

Am besten ist es, wenn du einen Arzt findest, der dich unterstützt und nicht hängen lässt, wie deine jetzige Ärztin.

Alles Gute. Du schaffst das. Nur nichts überstürzen.

Lieben Gruß
Marie

21.03.2014 20:44 • x 1 #7


Danke für eure antworten,
Der grund der langen Einnahme mal kurz erklärt.
Januar 2013 Entzündung der bauchspeicheldrüse, 4 wochen künstliches koma, multiorganversagen, sepsis, dickdarmentfernung und milzentfernung, dann links blind geworden und rechts gesichtsfeldausfall oben, anlage eines stomas und gezwungenermaßen Antrag auf erwerbsminderungsrente, darf auch nicht mehr auto fahren wegen der Augen und wohne auf dem Land.
Und nun soll noch einer sagen die Einnahme von einem benzo sei bei mir nicht notwendig und das ganze Zeugs mit Entzug, dass es die hölle ist u
So weiter.ich brauche momentan das zeug weil ich ständig Angst hab das ich vollends erblinde, versteht ihr. Ich möchte es los werden aber ich weiss nicht wie ich dann mit meinen Sorgen fertig werden soll?

22.03.2014 11:36 • #8


Hallo Saturn.

Ich finde, dass man erst ein Benzo absetzen sollte, wenn man innerlich bereit dazu ist.
Die Ängste sind ja in deinem Fall noch hochpotent.

Versuche, einen verständnisvollen Arzt zu finden, der dir das Tavor weiterverschreibt.
In deiner Lage finde ich es sehr verständlich, dass du große Angst hast.
Einfach Tavor absetzen ist hier die schlechteste Lösung.

Ich nehme Tavor auch schon seit 2012. Ohne Tavor hätte ich es nicht geschafft.
Es ist das einzige Mittel, was mir geholfen hat.

Saturn, du hast schon so viel durchgemacht, da ist die Einnahme von Tavor das kleinere Problem.
Du kannst immer noch ausschleichen, wenn du dich überhaupt einmal stabilisiert hast.

Ich wünsche dir alles Gute für deine Gesundheit.

Lieben Gruß
Marie

22.03.2014 13:46 • x 2 #9


Hallo, Saturn...
Es ist überhaupt unverantwortlich einen Suchterzeuger wie diesen dauerhaft zu verschreiben. Meine Ärtzin hat mir mal in einem üblen Moment 3! Tabletten aus dem Schrank gegeben und mir eingeschärft " Nur im allergrößten Notfall!" Die Dame ist Psychoarzt! Dass Allgemeinmediziner das verschreiben dürfen.....
Kurz gesagt, ich schließe mich den ersten Schreibern an! UNBEDINGT unter strenger nervenärztlicher! Aufsicht, am Besten stationär ausschleichen. Das Teufelszeug da muss von Fachleuten kontrolliert werden.

07.04.2014 16:15 • #10


Hallo ihr lieben ..nehme seit geraumer Zeit Tavor und möchte dieses gerne jetzt ausschleichen. Würde mich über tipps sehr freuen .

Lg

26.07.2017 19:32 • #11


laribum
wie lange? wieviel? Und wenn dann nur unter ärztlicher Rücksprache.

26.07.2017 19:34 • x 1 #12


igel
Wie lange nimmst Du sie schon, in welcher Stärke, wieviel täglich ?

26.07.2017 19:34 • x 1 #13


Nehme die jetzt ca. Seit März dieses Jahres.
Habe wegen meine Ängsten anfangs 3.5
mg genommen ..bin jetzt in Guten Tagen bei 0.5 morgens und 0.5 abends .bei schlechten Tagen jewals morgens und abends 1mg.

26.07.2017 20:01 • #14


igel
Nach Rücksprache mit Deinem Arzt würde ich Dir empfehlen langsam, aber konsequent in 0,5 mg Schritten runterdosieren.

3,5 mg Lorazepam am Tag sind viel, 1,0 mg sind ok. Ein paar Wochen bei dieser Dosis bleiben, dann auf o,5 mg runter.

26.07.2017 20:09 • x 1 #15


3.5 mg nehme ich ja seit ca 2 Monaten zum Glück nicht mehr . Ab und an 2 mg bei schlechten Tagen .wenn ich unruhig werde und meine schmerzen kommen fühlt sich in der Art immer wie Muskelkater im Bauch an dann werde ich so unruhig und ängstlich das ich dann 2 mg am tag nehme

26.07.2017 20:13 • #16


igel
Ist ja auch noch eine therapeutische Dosis, kein Grund zur Panik.

26.07.2017 20:15 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Okay danke @igel

26.07.2017 20:17 • #18


la2la2
Konsum nach Bedarf ist schwieriger auszuschleichen.
Versuch erstmal eine Weile konstant bei 2x 0,5mg pro Tag zu bleiben für 14 Tage, wie igel schon schrieb. Beobachte, ob du damit auch die schlechten Tage durchhalten kannst.
0,5mg Schritte sind zu groß bei einem Konsum über einen so langen Zeitraum. Gehe lieber in 0,25mg Schritten runter (Tablette einfach teilen) und dann immer mind. 1 Woche warten, bis du um weitere 0,25mg runter gehst. Von 0,25mg nochmal auf 0,125mg runtergehen (Tabletten lassen sich auch vierteln) und nochmal für mind. 7 Tage so weiter nehmen.

Bei Entzugserscheinungen langsamer vorgehen und ggf. einen Arzt fragen.

26.07.2017 20:19 • #19


Danke dir ..was aber wenn die Ängste und schmerzen wieder so sind das ich 2 mg nehmen muss ..

26.07.2017 20:21 • #20



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Dr. med. Andreas Schöpf