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onkelbaerbel

onkelbaerbel
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Guten Morgen,

ich stehe vor einem neuen Problem, ich habe für ungefähr 5 Jahre Sertralin 100mg für meine Angststörung genommen, letztes Jahr im November bin ich dann runter auf 75 mg gegangen, es ging mir damit recht gut, nur seit Januar fängt es verstärkt an, dass ich panikgefühle und grübelgedanken bekomme.
Kann das immer noch mit der Reduzierung zusammenhängen?

Ich würde jetzt gehe wieder hoch auf 100mg gehen, traue mich aber nicht so recht, weil ich weiß, dass es am Anfang wieder Erstverschlimmerungen geben kann.

Oder kennt mein Körper die 100mg noch ?

Ich würde mich wirklich sehr über eine Antwort freuen.

LG
Alina

29.11.2024 x 1 #1


88 Antworten ↓
K

Käfer79
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Ich würde am liebsten auch keine Medikamente nehmen. Deshalb habe ich es ja auch in den letzten Jahren immer wieder ohne versucht. Aber jedesmal kam die Angst zurück, und das einschleichen dauerte immer länger. Ich versuche auch offen damit umzugehen, und es ist wirklich erschreckend wie vielen Menschen es ähnlich geht. Ich suche auch immer nach den Auslösern. Am Freitag war ich nochmal bei meinem Arzt (Psychater), er meinte, dass es einfach Menschen gäbe, bei denen verschiedene Stoffe im Gehirn nicht im Gleichgewicht wären, die Gründe dafür kann man nicht eindeutig erkennen.
Bei mir ist eigentlich auch alles in Ordnung, ich habe einen wirklich verständnisvollen Mann, zwei tolle Kinder, einen Beruf der mir Spaß macht und finanziell geht es uns auch gut. Und trotzdem falle ich immer wieder in dieses Loch. Ok, ich neige dazu mich oft selbst zu überfordern, gerade seit ich Kinder habe ist der Spagat zwischen Arbeit und Erholung sehr schwer, aber das allein kann doch nicht der Auslöser sein? Andere haben 3 und mehr Kinder und kriegen das auch alles hin. Ich fühle mich gerade so schwach....
Wenn ich dann lese, dass du seit 6 Jahren auch das Sertralin nimmst und trotzdem noch Schwankungen hast...das macht mir Angst.
Was meinst du damit, dass du diejenige bist, die nicht mit dir zufrieden ist? Meinst du damit die Depression und Angst oder auch andere Dinge?
Eigentlich bin ich schon mit mir zufrieden, außer eben in dieser Phase jetzt. Im Moment macht mir alles, was in der Zukunft liegt Angst, das Älterwerden, das Leben an sich. Aber das hängt mit meiner momentanen Krise zusammen. Ich möchte diese negativen Gedanken eigentlich nicht zulassen. Aber sie kommen doch immer wieder durch. Dann denke ich, was ist, wenn das Medikament nicht wirkt, ich nehme es ja jetzt schon seit 10Wochen! Und schon steigere ich mich wieder rein: es könnte immer schlimmer werden, irgendwann muss ich in eine Klinik, ich kann mich nicht mehr versorgen, ich möchte nicht mehr leben, usw.

Ist es bei dir auch so?

20.01.2019 12:34 • #24


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Sertralin wieder erhöhen

x 3


K

Käfer79
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Hallo ihr Lieben,
bei mir wurde es zu Beginn auch schlimmer mit der Angst. Ich hatte dann regelrechte Panikattacken, die aber nach ein paar Wochen weg waren. Ansonsten finde ich es schwer zu unterscheiden, was Nebenwirkungen und was Symptome der Krankheit sind. Ich hatte und habe teilweise starken Durchfall, außerdem zittere ich. Hunger habe ich auch kaum. Ich habe von meinem Arzt auch Opipramol (50mg) verschrieben bekommen, nach Bedarf könne ich eine morgens und eine mittags nehmen, das würde auch etwas beruhigen. Und dann nehme ich abends noch 15mg Mirtazepin zum schlafen. Ich komme mir vor wie ein Junkie....

@onkelbaerbel
Gehst du noch normal arbeiten oder bist du krank geschrieben?
Ich war 6 Wochen krank geschrieben, hatte dann noch n wenig Rest Urlaub im alten Jahr und seit Januar arbeite ich wieder. Allerdings nur 40%, ich habe ja zwei Kinder und mehr geht da nicht.

Bei mir hat es auch jedesmal im Herbst angefangen. Und wie damals auch, hatte ich im Oktober wieder einen Vitamin D Mangel, und das obwohl ich im Sommer wirklich viel draußen war.
Ich denke, dass das alles irgendwie zusammen hängt. Auch der Darm spielt sicher eine Rolle. Ich habe mir jetztbals Kur diesen sau teuren la Vita Saft gekauft, außerdem noch von dm so Milchsäure-Bakterien als Tabletten. Ich hab meinen Arzt gefragt, und er meinte das würde in jedem Fall nicht schaden.

Was man alles so tut.... Meine Therapeutin meinte, ein Tageslichtgerät wäre vielleicht auch was, aber das lasse ich erstmal.

Habt ihr noch irgendwelche Tipps?

24.01.2019 17:18 • #42


Zum Beitrag im Thema ↓


Z
Hallo nehme seit 4 Wochen auch Sertralin gegen starke Angst und Unruhe.
Erst 25 mg jetzt 50mg und nix wird besser.
Weiß nicht ob es besser wird wenn man erhöht.
Weißt du ob bei einer Erhöhung die Unruhe noch mehr wird?

#2


FredM
Hallo Alina,

dass deine jetzigen erneuten Beschwerden mit der Dosisreduzierung an sich etwas zu tun haben, glaube ich nicht. Ich denke eher, es hat damit zu tun, dass du nun 75 mg statt 100 mg nimmst.

Normalerweise kommt es bei Erhöhungen der Dosis oft zu Nebenwirkungen und auch leichten Verschlimmerungen, aber du kannst ja versuchen, die Dosis nicht sofort auf 100 mg zu erhöhen, sondern das in kleineren Schritten zu machen. Zum Beispiel kannst du ja eine Woche lang 12,5 mg erhöhen und schauen, wie du darauf reagierst. Danach kannst du es die nächste Woche dann mit 25 mg ausprobieren und schauen, wie es geht.

Das sollte natürlich mit deinem behandelnden Arzt abgesprochen sein, Smile


lg

Jörg

#3


onkelbaerbel
DAs würde ich ja auch so machen, aber ich kann die 50 mg nur einmal teilen

#4


FredM
Und wenn du die halbe 50er nochmal möglichst genau halbierst? Dann hast du ja 12,5 mg, und wenn du an 2 Tagen die beiden Viertel nimmst, hast du in den 2 Tagen genau um 25 mg erhöht.

Es gibt aber auch Sertralin in 25er Tabletten, die kann man sicher auch teilen. Smile

#5


onkelbaerbel
Zitat von FredM:
Und wenn du die halbe 50er nochmal möglichst genau halbierst? Dann hast du ja 12,5 mg, und wenn du an 2 Tagen die beiden Viertel nimmst, hast du in den 2 Tagen genau um 25 mg erhöht.

Es gibt aber auch Sertralin in 25er Tabletten, die kann man sicher auch teilen. Smile


Ja, die gibt es auch, die müsste ich mir dann verschreiben lassen, ich kaufe mir gleich mal einen tablettenteiler Smile

#6


onkelbaerbel
Zitat von Zari66:
Hallo nehme seit 4 Wochen auch Sertralin gegen starke Angst und Unruhe.
Erst 25 mg jetzt 50mg und nix wird besser.
Weiß nicht ob es besser wird wenn man erhöht.
Weißt du ob bei einer Erhöhung die Unruhe noch mehr wird?


Ich kann dir sagen, dass es bei mir fast 6 Wochen gedauert hat, bis ich endlich was gemerkt habe. 25 mg sind recht wenig, ich habe erst bei 100 mg etwas gemerkt

#7


onkelbaerbel
Ich nehme jetzt die 12,5mg mehr, hoffe ich spüre auch bald mal was.

Kennt das Problem denn auch noch jemand ?
Nach der Reduzierung für fast 2 Monate alles super, dann kam der Stress und alles ist wieder schlimmer ?

#8


FredM
Ja, sowas passiert recht häufig. Nachdem es mit einer bestimmten Dosis eine längere Zeit gut gegangen ist, wird die Dosis reduziert in der Hoffnung, es geht auch mit weniger. Dann aber, nach ein paar Wochen oder Monaten, gehts dann wieder schlechter.

Was auch häufig passiert ist, dass eine bestimmte Dosis über eine längere Zeit gut wirkt und dann plötzlich nicht mehr, und man muss hochdosieren.


LG

Jörg

#9


onkelbaerbel
Ich versuche jetzt erstmal mit kleinen Schritten meine eigentliche Dosis wieder zu erreichen, in der Hoffnung, dass ich dann weniger grübeln muss.
Ich nehme das Medikament ja wie gesagt schon sehr lange und ich war mit den 100g recht zufrieden, deswegen habe ich ja auch versucht das Medikament zu reduzieren.

Ging dann wohl nach hinten los Smile

Wenn die 100mg nicht ausreichen, dann werde ich vielleicht auch noch einen Schritt höher gehen, leiden möchte ich nämlich nicht.
Ich bin froh, dass sowas überhaupt medikamentös behandelt werden kann.

#10


B
Also Reduktion von Antidepressiva kann Grübeln auslösen, neben ganz ganz vielen anderen Symptomen. Oft wird dann angenommen die Grunderkrankung kommt zurück, was aber oft nicht so ist.

Sertralin weiter erhöhen als 100 mg bringt meiner Erfahrung nach nicht viel, da die Rezeptorenbelegung im Hirn nicht wirklich erhöht wird.

#11


A
Aber wie kann man untescheiden ob es Nebenwirkungen einer Absetzung/Reduktion ist oder wieder die Grunderkrankung, die zurück kommt?

#12


FredM
Die Nebenwirkungen der Reduktion lassen in kurzer Zeit nach. Die Symptome der Grunderkrankung nicht, die kommen dann halt wieder durch und nehmen evt auch wieder stärker zu.

#13


onkelbaerbel
Hallo,

das Thema ist schon etwas älter, aber ich melde mich trotzdem mal wieder.

Ich nehme seit fast 6 Jahren 100mg Sertralin und merke, dass es einfach nicht mehr so wirkt.
Ich habe jetzt 12,5mg mehr genommen, traue mich nie sofort auf 25mg zu erhöhen.
Kann man unter der niedrigen Dosierung trotzdem schon eine positive Wirkung spüren ?
LG
Alina

#14


FredM
Hallo Alina,

eine Erhöhung braucht auch eine gewisse Zeit, bis sie anschlägt. Genau wie beim Einschleichen muss der Wirkstoff einen Pegel im Gehirn aufbauen, das dauert halt die eine oder andere Woche.

Ob man bei einer Erhöhung von 100 auf 112,5 schon großartig etwas merken kann, weiss ich nicht. Ich würde aber diesen kleinen Schritt mal eine Woche oder so beibehalten, bis du auf 125 gehst. Was sagt denn der Arzt dazu?


Smile

#15


onkelbaerbel
Zitat von FredM:
Hallo Alina,

eine Erhöhung braucht auch eine gewisse Zeit, bis sie anschlägt. Genau wie beim Einschleichen muss der Wirkstoff einen Pegel im Gehirn aufbauen, das dauert halt die eine oder andere Woche.

Ob man bei einer Erhöhung von 100 auf 112,5 schon großartig etwas merken kann, weiss ich nicht. Ich würde aber diesen kleinen Schritt mal eine Woche oder so beibehalten, bis du auf 125 gehst. Was sagt denn der Arzt dazu?


Smile


Meine Ärztin meinte, dass ich ausprobieren kann, sie überlässt es mir.
Bin halt ziemlich panisch was eine Erhöhung angeht, weil ich mal von einem falschen Arzt citalopram bekommen habe (ohne einschleichen, sofort 40mg).
Da hatte ich ein leichtes Serotonin Syndrom- war schrecklich.

Jetzt horche ich bei jeder mini Erhöhung verstärkt in mich hinein.

#16


FredM
Die Erhöhung selber von 100 auf 112 ist nicht so dramatisch, da wirst du auch fast nix von spüren an Nebenwirkungen.

Bei den 100 mg an sich bist du aber schon auf einer relativ hohen Dosis. Ich habe auch schon oft gehört, dass ein Medi nach einer Zeit einfach nicht mehr richtig wirkt. Eventuell musst du ja was anderes ausprobieren?


Smile

#17

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onkelbaerbel
Zitat von FredM:
Die Erhöhung selber von 100 auf 112 ist nicht so dramatisch, da wirst du auch fast nix von spüren an Nebenwirkungen.

Bei den 100 mg an sich bist du aber schon auf einer relativ hohen Dosis. Ich habe auch schon oft gehört, dass ein Medi nach einer Zeit einfach nicht mehr richtig wirkt. Eventuell musst du ja was anderes ausprobieren?


Smile


Ja, habe ich mir auch schon gedacht, aber ich vertraue keinem anderen Medikament, gerade wegen den ganzen Nebenwirkungen.
Ich hatte am Anfang beim Sertralin relativ starke Nebenwirkungen!
Habe auch erst nach 8 Wochen eine positive Wirkung wahrgenommen.
Diese Krankheit ist echt kein zuckerschlecken

#18


K
Hallo,
Ich bin seit 13.12. bei 150mg Sertralin. Auch wenn mein Zustand insgesamt auszuhalten ist, habe ich doch immer wieder diese Schwankungen. Ich weiß zwar von meiner letzten Depression und Angststörung, dass es ewig dauerte bis es mir wieder richtig gut ging. Aber trotzdem habe ich jetzt die Befürchtung, dass es überhaupt nicht mehr wird. Hat jemand damit Erfahrung? Ich nehme das Sertralin jetzt seit Anfang November.
Ich war gestern auch nochmal beim Arzt, er meinte, dass das eben dauern würde und dass ich, sobald ich stabil wäre, dauerhaft bei 50mg bleiben solle. Anscheinend würde ich das Medikament brauchen (ich hatte nach der Geburt meines Sohnes zum ersten Mal diese Probleme, habe damals Citalopram bekommen. Jedesmal wenn ich es absetzte, kam die Angst wieder).

@onkelbaerbel
Wie geht es dir mittlerweile?

#19


Gerd1965
Zitat von onkelbaerbel:
DAs würde ich ja auch so machen, aber ich kann die 50 mg nur einmal teilen

Sie haben nur eine Bruchrille, kann man aber dann mit dem Messer noch einmal teilen, überhaupt kein Problem!
Der Körper ist ja auf 75 mg Sertralin, du wirst nicht viel spüren und wenn, dann nur 2-3 Tage etwas Schwindel oder Benommenheit.

#20


A


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Dr. med. Andreas Schöpf
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