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onkelbaerbel

10.03.2018 09:32 • 27.10.2019 x 1 #1


70 Antworten ↓


Hallo nehme seit 4 Wochen auch Sertralin gegen starke Angst und Unruhe.
Erst 25 mg jetzt 50mg und nix wird besser.
Weiß nicht ob es besser wird wenn man erhöht.
Weißt du ob bei einer Erhöhung die Unruhe noch mehr wird?

10.03.2018 09:39 • #2


FredM
Hallo Alina,

dass deine jetzigen erneuten Beschwerden mit der Dosisreduzierung an sich etwas zu tun haben, glaube ich nicht. Ich denke eher, es hat damit zu tun, dass du nun 75 mg statt 100 mg nimmst.

Normalerweise kommt es bei Erhöhungen der Dosis oft zu Nebenwirkungen und auch leichten Verschlimmerungen, aber du kannst ja versuchen, die Dosis nicht sofort auf 100 mg zu erhöhen, sondern das in kleineren Schritten zu machen. Zum Beispiel kannst du ja eine Woche lang 12,5 mg erhöhen und schauen, wie du darauf reagierst. Danach kannst du es die nächste Woche dann mit 25 mg ausprobieren und schauen, wie es geht.

Das sollte natürlich mit deinem behandelnden Arzt abgesprochen sein,


lg

Jörg

10.03.2018 09:50 • #3


onkelbaerbel
DAs würde ich ja auch so machen, aber ich kann die 50 mg nur einmal teilen

10.03.2018 10:40 • #4


FredM
Und wenn du die halbe 50er nochmal möglichst genau halbierst? Dann hast du ja 12,5 mg, und wenn du an 2 Tagen die beiden Viertel nimmst, hast du in den 2 Tagen genau um 25 mg erhöht.

Es gibt aber auch Sertralin in 25er Tabletten, die kann man sicher auch teilen.

10.03.2018 10:51 • #5


onkelbaerbel
Zitat von FredM:
Und wenn du die halbe 50er nochmal möglichst genau halbierst? Dann hast du ja 12,5 mg, und wenn du an 2 Tagen die beiden Viertel nimmst, hast du in den 2 Tagen genau um 25 mg erhöht.

Es gibt aber auch Sertralin in 25er Tabletten, die kann man sicher auch teilen.


Ja, die gibt es auch, die müsste ich mir dann verschreiben lassen, ich kaufe mir gleich mal einen tablettenteiler

10.03.2018 11:12 • #6


onkelbaerbel
Zitat von Zari66:
Hallo nehme seit 4 Wochen auch Sertralin gegen starke Angst und Unruhe.
Erst 25 mg jetzt 50mg und nix wird besser.
Weiß nicht ob es besser wird wenn man erhöht.
Weißt du ob bei einer Erhöhung die Unruhe noch mehr wird?


Ich kann dir sagen, dass es bei mir fast 6 Wochen gedauert hat, bis ich endlich was gemerkt habe. 25 mg sind recht wenig, ich habe erst bei 100 mg etwas gemerkt

10.03.2018 12:11 • #7


onkelbaerbel
Ich nehme jetzt die 12,5mg mehr, hoffe ich spüre auch bald mal was.

Kennt das Problem denn auch noch jemand ?
Nach der Reduzierung für fast 2 Monate alles super, dann kam der Stress und alles ist wieder schlimmer ?

14.03.2018 15:39 • #8


FredM
Ja, sowas passiert recht häufig. Nachdem es mit einer bestimmten Dosis eine längere Zeit gut gegangen ist, wird die Dosis reduziert in der Hoffnung, es geht auch mit weniger. Dann aber, nach ein paar Wochen oder Monaten, gehts dann wieder schlechter.

Was auch häufig passiert ist, dass eine bestimmte Dosis über eine längere Zeit gut wirkt und dann plötzlich nicht mehr, und man muss hochdosieren.


LG

Jörg

14.03.2018 16:11 • #9


onkelbaerbel
Ich versuche jetzt erstmal mit kleinen Schritten meine eigentliche Dosis wieder zu erreichen, in der Hoffnung, dass ich dann weniger grübeln muss.
Ich nehme das Medikament ja wie gesagt schon sehr lange und ich war mit den 100g recht zufrieden, deswegen habe ich ja auch versucht das Medikament zu reduzieren.

Ging dann wohl nach hinten los

Wenn die 100mg nicht ausreichen, dann werde ich vielleicht auch noch einen Schritt höher gehen, leiden möchte ich nämlich nicht.
Ich bin froh, dass sowas überhaupt medikamentös behandelt werden kann.

14.03.2018 16:18 • #10


Bilbo
Also Reduktion von Antidepressiva kann Grübeln auslösen, neben ganz ganz vielen anderen Symptomen. Oft wird dann angenommen die Grunderkrankung kommt zurück, was aber oft nicht so ist.

Sertralin weiter erhöhen als 100 mg bringt meiner Erfahrung nach nicht viel, da die Rezeptorenbelegung im Hirn nicht wirklich erhöht wird.

15.03.2018 10:30 • #11


Aber wie kann man untescheiden ob es Nebenwirkungen einer Absetzung/Reduktion ist oder wieder die Grunderkrankung, die zurück kommt?

16.03.2018 11:59 • #12


FredM
Die Nebenwirkungen der Reduktion lassen in kurzer Zeit nach. Die Symptome der Grunderkrankung nicht, die kommen dann halt wieder durch und nehmen evt auch wieder stärker zu.

16.03.2018 12:16 • #13


onkelbaerbel
Hallo,

das Thema ist schon etwas älter, aber ich melde mich trotzdem mal wieder.

Ich nehme seit fast 6 Jahren 100mg Sertralin und merke, dass es einfach nicht mehr so wirkt.
Ich habe jetzt 12,5mg mehr genommen, traue mich nie sofort auf 25mg zu erhöhen.
Kann man unter der niedrigen Dosierung trotzdem schon eine positive Wirkung spüren ?
LG
Alina

15.01.2019 09:47 • #14


FredM
Hallo Alina,

eine Erhöhung braucht auch eine gewisse Zeit, bis sie anschlägt. Genau wie beim Einschleichen muss der Wirkstoff einen Pegel im Gehirn aufbauen, das dauert halt die eine oder andere Woche.

Ob man bei einer Erhöhung von 100 auf 112,5 schon großartig etwas merken kann, weiss ich nicht. Ich würde aber diesen kleinen Schritt mal eine Woche oder so beibehalten, bis du auf 125 gehst. Was sagt denn der Arzt dazu?


15.01.2019 10:26 • #15


onkelbaerbel
Zitat von FredM:
Hallo Alina,

eine Erhöhung braucht auch eine gewisse Zeit, bis sie anschlägt. Genau wie beim Einschleichen muss der Wirkstoff einen Pegel im Gehirn aufbauen, das dauert halt die eine oder andere Woche.

Ob man bei einer Erhöhung von 100 auf 112,5 schon großartig etwas merken kann, weiss ich nicht. Ich würde aber diesen kleinen Schritt mal eine Woche oder so beibehalten, bis du auf 125 gehst. Was sagt denn der Arzt dazu?




Meine Ärztin meinte, dass ich ausprobieren kann, sie überlässt es mir.
Bin halt ziemlich panisch was eine Erhöhung angeht, weil ich mal von einem falschen Arzt citalopram bekommen habe (ohne einschleichen, sofort 40mg).
Da hatte ich ein leichtes Serotonin Syndrom- war schrecklich.

Jetzt horche ich bei jeder mini Erhöhung verstärkt in mich hinein.

15.01.2019 10:50 • #16


FredM
Die Erhöhung selber von 100 auf 112 ist nicht so dramatisch, da wirst du auch fast nix von spüren an Nebenwirkungen.

Bei den 100 mg an sich bist du aber schon auf einer relativ hohen Dosis. Ich habe auch schon oft gehört, dass ein Medi nach einer Zeit einfach nicht mehr richtig wirkt. Eventuell musst du ja was anderes ausprobieren?


15.01.2019 11:11 • #17


onkelbaerbel
Zitat von FredM:
Die Erhöhung selber von 100 auf 112 ist nicht so dramatisch, da wirst du auch fast nix von spüren an Nebenwirkungen.

Bei den 100 mg an sich bist du aber schon auf einer relativ hohen Dosis. Ich habe auch schon oft gehört, dass ein Medi nach einer Zeit einfach nicht mehr richtig wirkt. Eventuell musst du ja was anderes ausprobieren?




Ja, habe ich mir auch schon gedacht, aber ich vertraue keinem anderen Medikament, gerade wegen den ganzen Nebenwirkungen.
Ich hatte am Anfang beim Sertralin relativ starke Nebenwirkungen!
Habe auch erst nach 8 Wochen eine positive Wirkung wahrgenommen.
Diese Krankheit ist echt kein zuckerschlecken

15.01.2019 12:32 • #18


Hallo,
Ich bin seit 13.12. bei 150mg Sertralin. Auch wenn mein Zustand insgesamt auszuhalten ist, habe ich doch immer wieder diese Schwankungen. Ich weiß zwar von meiner letzten Depression und Angststörung, dass es ewig dauerte bis es mir wieder richtig gut ging. Aber trotzdem habe ich jetzt die Befürchtung, dass es überhaupt nicht mehr wird. Hat jemand damit Erfahrung? Ich nehme das Sertralin jetzt seit Anfang November.
Ich war gestern auch nochmal beim Arzt, er meinte, dass das eben dauern würde und dass ich, sobald ich stabil wäre, dauerhaft bei 50mg bleiben solle. Anscheinend würde ich das Medikament brauchen (ich hatte nach der Geburt meines Sohnes zum ersten Mal diese Probleme, habe damals Citalopram bekommen. Jedesmal wenn ich es absetzte, kam die Angst wieder).

@onkelbaerbel
Wie geht es dir mittlerweile?

19.01.2019 16:28 • #19


Gerd1965
Zitat von onkelbaerbel:
DAs würde ich ja auch so machen, aber ich kann die 50 mg nur einmal teilen

Sie haben nur eine Bruchrille, kann man aber dann mit dem Messer noch einmal teilen, überhaupt kein Problem!
Der Körper ist ja auf 75 mg Sertralin, du wirst nicht viel spüren und wenn, dann nur 2-3 Tage etwas Schwindel oder Benommenheit.

19.01.2019 17:36 • #20




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Dr. med. Andreas Schöpf