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Dia2020
Hallo. Ich habe eine Frage. Ich habe vor 5 Monaten von einem Tag auf den anderen Sertralin und Chlorprothixen nach jahrelanger Einnahme abgesetzt. Ich wusste es nicht besser. Kurz danach begann ich mein Diazepam zu schnell runter zu fahren, von 150 mg auf 10 mg.
Nun habe ich natürlich viele schlimme symptome, das schlimmste ist aber Dauerschwindel. Den habe ich seit zwei Monaten.
Kann es sein, dass es nicht am Diazepam liegt sondern vielleicht am Sertralin ?
Auch wenn der Schwindel erst Wochen später auftrat?
Könnte es, auch nach vier Monaten ohne, noch Sinn machen es nochmal einzunehmen um zu schauen ob es daran liegt ?
(Besser als das Diazepam wieder hoch zu schrauben, wenn es nicht daran liegt.)

Danke für eure Hilfe !

08.02.2024 16:43 • 11.02.2024 #1


24 Antworten ↓


Unverzagt
Was sagt denn dein Doc? Ich kann mir alles vorstellen. In einem anderen Thread hatten wir gerade nochmal die komplexen Abläufe im Körper gesprochen. Wie lang braucht so ein Mittel bis es raus ist? Wie steuert der Körper gegen? Lass dich auf jeden Fall dabei begleiten.

09.02.2024 14:13 • x 1 #2


A


Sertralin, Chlorprothixen und Diazepamentzug

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Unverzagt
PS wenn du jetzt wieder etwas einnimmst, könnte es sein, dass du dadurch auch Nebenwirkungen bekommst. Also, wie oben gesagt, mach das nicht allein.

09.02.2024 14:16 • #3


H
@Dia2020 Moment, du hast von 150mg Diazepam von heute auf morgen auf 10mg runterdosiert?

09.02.2024 14:57 • #4


Dia2020
Ja genau. Ich leide jetzt seit Wochen. Nehme ab heute wieder 30 mg ein. Ist aber nur ein Fünftel der Dosis. Schauen ob es trotzdem hilft

09.02.2024 16:19 • #5


H
@Dia2020 wie lange hast du Diazepam in der hohen Dosierung genommen? Benzos musst du unbedingt langsam runterdosieren. Schau dir mal das Schema nach Ashton an. Und es ist auch nicht so gut, wenn du alle deine Medikamente gleichzeitig absetzt. Damit tust du dir keinen Gefallen. Fange doch erstmal mit dem Diazepam an. Machst du das alles in Eigenregie? Was sagt dein Arzt dazu?

09.02.2024 21:29 • #6


Dia2020
Zitat von _Hope_:
@Dia2020 wie lange hast du Diazepam in der hohen Dosierung genommen? Benzos musst du unbedingt langsam runterdosieren. Schau dir mal das Schema nach ...

Habe Diazepam 5 Jahre genommen.
Antidepressiva und Neuroleptika sind jetzt eh schon weg
Mein Arzt sagt das war zu schnell, soll wieder 30 nehmen, hoffen dass es reicht und dann ganz langsam.

09.02.2024 21:52 • #7


H
@Dia2020 ich finde auch den Schritt von 150 auf 30mg schon sehr groß. Wann hast du das Diazepam so stark reduziert? Vor vier Monaten?
Wie geht es denn jetzt mit 30mg? Was macht der Schwindel? Siehst du deinen Arzt regelmäßig? Das sollte engmaschig überwacht werden. Dein Arzt kann dir ansonsten auch Medikamente verschreiben, die die Entzugserscheinungen mildern, aber selbst keinen Gewöhnungseffekt haben.
Alles Gute!

10.02.2024 09:00 • #8


Dia2020
Zitat von _Hope_:
@Dia2020 ich finde auch den Schritt von 150 auf 30mg schon sehr groß. Wann hast du das Diazepam so stark reduziert? Vor vier Monaten? Wie geht es ...

Danke für deine Antwort.
Ja, 30 mg sind nur 1/5.
Wegen meiner Toleranz weiss ich auch nicht wie lange es hilft und dann muss ich eben wieder runder dosieren, diesmal aber langsam
Er sagte es kann zwei Wochen dauern bis ich einen Effekt spüre.
Mir geht es heute aber schon etwas besser, jedenfalls was Schwindel und Panik angeht.
Er sagte es gäbe keine Medikamente dagegen. Sehe ihn Ende März
Ich danke dir ️

10.02.2024 10:50 • #9


Dia2020
Und ja, vor vier Monaten habe ich reduziert

10.02.2024 10:51 • #10


H
@Dia2020 oha, Ärzte gibt`s... der lässt dich einen kalten Entzug zuhause machen und meint es reicht, dich alle paar Monate zu sehen? Ich bin fassungslos. Und natürlich gibt es Medikamente gegen einzelne Entzugssymptome. Welche Symptome hast du noch? Gegen was hast du das Diazapem ursprünglich genommen?

10.02.2024 11:24 • x 2 #11


Dia2020
Ja ich bin auch ziemlich erschlagen. Hätte aber auch nie gedacht wie schlimm es sein würde.
Ich habe es gegen Angst genommen die jetzt natürlich 100000 Fach zurück kommt.
Weißt du was für Medikamente helfen würden ?
Meine schlimmsten Symptome sind Dauerschwindel, Panikattacken, innere unuhre, restless legs und Krämpfe in Nacken Kiefer und Zunge

10.02.2024 11:28 • x 1 #12


H
@Dia2020 ich bin kein Arzt. Und du solltest natürlich unbedingt zu einem guten Arzt, der dich beim Entzug begleitet und behandelt. Mir wurde Mirtazapin gerade gegen die Schlafstörungen vorgeschlagen als ich Benzos abdosiert habe. Je nachdem, welche Symptome im Vordergrund stehen, gibt es verschiedene Medikamente, die keinen Gewöhnungseffekt haben. Neben AD`s oder Neuroleptika können auch Alpha-, oder Betablocker zum Einsatz kommen. Aber es ist ganz individuell, welche Medikamente bei dir für deine Symptome zum Einsatz kommen sollten. Ich würde einen weiteren Arzt aufsuchen, und zwar möglichst schnell. Ich kann es gar nicht glauben, dass dich dein Arzt damit so alleine lässt.
Üblicherweise raten viele Ärzte auch zum stationären Entzug, gerade bei solchen hohen Dosierungen, wie du sie schilderst. Aber das ist natürlich deine Entscheidung.
Es tut mir sehr leid, lesen zu müssen, dass du seit nun vier Monaten mit diesen Symptomen lebst. Du musst da aber nicht alleine durch! Es gibt erfahrene gute Ärzte, die dir helfen können. Aus welcher Gegend kommst du denn?

10.02.2024 12:59 • x 2 #13


Dia2020
Danke dir für deine Hilfe und deine lieben Worte.
Ich komme aus Duisburg.
Stationär kommt nicht in Frage, das habe ich for fünf Jahren schon mal gemacht. Die machen das auch viel zu schnell.
Ich werde es mit der Ashton Methode versuchen.
Und wenn ich bei 5 mg bin werde ich in der Apotheke noch kleinere Dosierungen herstellen lassen, hab mich da jetzt informiert.

Wie hast du deinen Entzug gemacht und wie ging es dir danach ?

10.02.2024 13:24 • x 1 #14


H
@Dia2020 ich finde auch, dass in der Klinik viel zu schnell abdosiert wird. Du hast es allerdings noch viel radikaler gemacht. Und das gleich von drei Medikamenten gleichzeitig. Und das ohne ärztliche Begleitung.
Wenn es dir jetzt mit den 30mg schon schlecht geht, würde ich keineswegs jetzt weiter runter gehen. Eher wieder etwas rauf. Und dann z.B. ab 50mg nach Ashton (oder noch langsamer) in kleinen Schritten. Aber ich bin kein Arzt, den du dringend aufsuchen solltest (ich wiederhole mich).
Ich komme aus einer ganz anderen Ecke und kann dir leider keinen Arzt empfehlen. Aber in Duisburg sollte die Ärztedichte ja auch hoch genug sein, um einen vernünftigen Arzt zu finden.
Bei mir war die Ausgangsdosis 20mg und ich habe alle zwei bis drei Wochen 1mg weniger genommen. Ich war wöchentlich bei meinem Arzt und habe mit ihm besprochen, wann ich weiter runtergehen kann.
Ich drücke dir die Daumen, dass du bald einen guten Arzt findest! Du kannst mich auch privat anschreiben, wenn du möchtest.

10.02.2024 13:46 • x 2 #15


Dia2020
Ja, das hab ich tatsächlich. Mir war nicht klar, dass Diazepam einen wegen der langen Halbwertszeit und der kommulation erst Wochen später einholt, absolut dämlich.
Muss Ende März mit meinem Arzt besprechen, ob wir höher als 30 gehen können, wenn es sich nicht vermeiden lässt. Aber umso länger ist der Weg nach unten..
Danke dir für die Mühe und deine vielen Antworten, es ist schön damit nicht ganz alleine zu sein.
Ich weiss nicht genau wie das Forum hier funktioniert, vielleicht magst du mir privat schreiben was du für Symptome hattest und wann es dir nach null wieder gut ging ?
Liebe Grüße:)

10.02.2024 15:03 • x 1 #16


Volli
Zitat von Dia2020:
Ja genau. Ich leide jetzt seit Wochen. Nehme ab heute wieder 30 mg ein. Ist aber nur ein Fünftel der Dosis. Schauen ob es trotzdem hilft

Stationär li3gt fie maximal dosis on diazepam bei 60 mg, wie kannst du da 150 mg von genommen haben

10.02.2024 15:28 • #17

Sponsor-Mitgliedschaft

Dia2020
@Volli Mit dem Mund. Mund auf, Tabletten rein, schlucken.

10.02.2024 15:42 • #18


Volli
Zitat von Dia2020:
@Volli Mit dem Mund. Mund auf, Tabletten rein, schlucken.

Never 150 mg

10.02.2024 16:13 • #19


Dia2020
@Volli ich bin nicht hier um zu streiten, sondern um Hilfe zu bekommen.

Belassen sie es einfach dabei.

10.02.2024 16:24 • x 1 #20


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