Hallo zusammen,

wegen Angststörungen habe ich Citalopram verschieben bekommen und für die Schlafprobleme zusätzlich Mirtazapin.
Nun habe ich beschlossen Citalopram nach wenigen Tagen wieder abzusetzen, weil die Nebenwirkungen einfach zu gravierend sind und das bei 5mg.
Meine Hoffnung ist nun erstmal die Schlafstörungen in den Griff zu bekommen und dadurch die Ängste einzudämmen und parallel bemühe ich mich nach einem Therapieplatz.

Nun meine Frage: Welche Medikamente haben euch gut geholfen zu schlafen und mit welchen Medikamenten konntet ihr vor allem noch gut Arbeiten gehen / Auto fahren?
Über Mirtazapin hört man ja leider nicht sehr viel gutes.

Liebe Grüße und danke schon mal für eure Antworten

24.01.2018 14:43 • 30.01.2018 #1


22 Antworten ↓


Hilft dir denn das Mirtazapin aktuell beim schlafen?

24.01.2018 14:55 • #2


Ich hab es aktuell nur einmal genommen und das zusammen mit Citalopram. Das Citalopram allein haut mich abend schon um, daher weiß ich das erst wenn das Citalopram wieder raus ist :/

24.01.2018 15:22 • #3


Du schreibst du hast Schlafstörungen, gibst aber an das dich Citalopram Abends wohl müde macht. Wie passt das zusammen?

24.01.2018 15:34 • #4


Bad Heilbrunner Schlaf- und Nerven Tee hilft mir immer gut. 2Beutel rein, 15min ziehen lassen und ich kann meistens gut einschlafen danach ist jetzt kein Medikament aber vllt hilfts dir ja trotzdem

24.01.2018 15:38 • #5


Zitat von Acanthurus:
Du schreibst du hast Schlafstörungen, gibst aber an das dich Citalopram Abends wohl müde macht. Wie passt das zusammen?



Natürlich hab ich die Schlafstörungen ohne das Citalopram Mit Citalopram kann ich abends zwar schlafen aber sonst tagsüber nicht mehr viel machen. Daher setze ich das Medikament wieder ab und muss die Schlafstörungen anders loswerden.

24.01.2018 15:43 • #6


Zitat von spukloss:
Bad Heilbrunner Schlaf- und Nerven Tee hilft mir immer gut. 2Beutel rein, 15min ziehen lassen und ich kann meistens gut einschlafen danach ist jetzt kein Medikament aber vllt hilfts dir ja trotzdem


Danke Das alleine wird vermutlich nicht helfen, aber probieren werde ich es auf jeden Fall!

24.01.2018 15:44 • #7


Also Mirtazapin macht müde aufgrund der starken Wirkung am Histaminrezeptor. Es ist der Dickmacher unter den AD`s schlechthin und wirkt unselektiv auf dermaßen viele Rezeptoren das ein späteres Absetzen oft problematisch sein kann. Tryziklische AD`s wie Trimipramin, Doxepin, Amitriptylin helfen auch beim Einschlafen aufgrund der sedierenden Nebenwirkung, diese läßt mit der Zeit aber meißt nach.

Man sollte die Wirkung von pflanzlichen Mittel nicht unterschätzen. Bei Tees besteht leider der Nachteil das die Wirkstoffe beim zubereiten immer unterschiedlich stark vorhanden sind. Geeigneter sind Tinkturen oder Extrakte.

24.01.2018 15:46 • #8


Danke für die Antwort! Denkst du z. B. Doxepin ist besser? Dann würde ich das vll nochmal bei meinem Arzt erwähnen, der mir Mirtazapin gegeben hat. Ich will nicht schon wieder so viele Nebenwirkungen haben

24.01.2018 15:50 • #9


Doxepin hat auch nicht unerhebliche Nebenwirkungen, die bei jeden unterschiedlich in Erscheinung treten können. Evtl. wirkt bei dir ja das Citalopram paradox, da es eigentlich ein antriebsteigerndes Medikament ist und nicht selten Schlafstörungen auslöst.

24.01.2018 16:03 • #10


Citalopram wirkt bei mir auf jeden Fall auch antriebssteigernd. Ich denke abends bin ich so fix und fertig, weil die Nebenwirkungen so unheimlich anstrengend sind. Morgens bzw. Nachts wache ich dann schon wieder aufgeregt auf und bin total aufgekratzt.

24.01.2018 16:14 • #11


la2la2
Zitat von desi_besi:
Über Mirtazapin hört man ja leider nicht sehr viel gutes.

Mirtazpain der letzte Dreck. Hatte das auch für Schlafprobleme angedreht bekommen. Damit schlief ich auch irgendwie, aber dafür fühlte ich mich am nächsten morgen wie gerädert und kam nicht aus dem Bett.
Durch Dr. Google bin ich auf Melatonin gestoßen - das natürliche Schlafhormon, dass auch vom menschlichen Körper gebildet wird (Melatonin gibts innerhalb der EU im Versandhandel problemlos zu bestellen). Ich bin begeistert davon und kann damit relativ gut einschlafen und wache am nächsten morgen f.it und munter auf.

24.01.2018 16:19 • #12


Schlaflose
Zitat von desi_besi:
Danke für die Antwort! Denkst du z. B. Doxepin ist besser? Dann würde ich das vll nochmal bei meinem Arzt erwähnen, der mir Mirtazapin gegeben hat. Ich will nicht schon wieder so viele Nebenwirkungen haben


Ich nehme seit 2008 Doxepin, inzwischen nur noch 25mg. Ich bin damit sehr zufrieden. Nur wenn etwas Außergewöhnliches ist wie Termine oder Besuch etc., brauche ich meist noch zusätzlich eine Schlaftablette.
Nebenwirkungen hat es genauso wie andere ADs auch. Man muss damit rechnen, die ersten paar Tage auch tagsüber benommen, schwindelig, müde und allgemein neben der Spur zu sein. Das gibt sich aber nach 1-2 Wochen (bei mir jedenfalls).

24.01.2018 16:30 • #13


Melatonin kann man mal ausprobieren. Mir haben leider Dosen bis zu 5mg nichts gebracht. Es läuft eine kleine wissenschaftliche Studie(Schlafstörungen) zu Baldrian und Grünkohlextrakt. Letzteres soll die Wirkung von Baldrian erheblich verstärken. Baldrian wirkt leicht an GABA worauf auch sämtliche Benzodiazepine ansetzen. Lavendel kann entsprechend dosiert, durchaus mit 0,5 mg Lorazepam aufnehmen. Allerdings setzt der Effekt erst nach 2-3 Wochen ein. Aber was hat man von einer schnell einsetzenden Wirkung von Benzos wenn ich diese aufgrund des Abhängigkeitsrisiko nach kurzer Zeit wieder absetzten muss und die Unruhe und Ängste aber bleiben.

24.01.2018 19:25 • #14


Skeletor
Zitat von Acanthurus:
Also Mirtazapin macht müde aufgrund der starken Wirkung am Histaminrezeptor. Es ist der Dickmacher unter den AD`s schlechthin und wirkt unselektiv auf dermaßen viele Rezeptoren das ein späteres Absetzen oft problematisch sein kann.

daher kommt seine antidepressive Wirkung...
Und der 5HT Antagonismus ist durchaus erwünscht

30.01.2018 02:16 • #15


Na ja, habe von einigen gehört das die antidepressive Wirkung von Mirtazapin nicht gerade überragend ist. Ich fühlte mich immer erschlagen und psychisch sehr labil, auch nach längerer Einnahme(15,30,45mg).

Der Hauptverschreibungsgrund sind überwiegend Schlafstörungen mir oder ohne Depression. An 5-HT Rezeptoren wirken viele Psychopharmaka.

30.01.2018 12:10 • #16


Skeletor
Zitat von Acanthurus:
Na ja, habe von einigen gehört das die antidepressive Wirkung von Mirtazapin nicht gerade überragend ist.

Naja, das scheint sehr individuell zu sein... kenne Leute, denen das als einziges geholfen hat.

Zitat von Acanthurus:
An 5-HT Rezeptoren wirken viele Psychopharmaka.

Hauptsächlich Trizyklika und die haben den Nachteil der anticholinergen Nebenwirkungen

30.01.2018 14:41 • #17


Trazodon wirkt auch auf 5HT und weist keine anticholinergen Nebenwirkungen auf. Und dann noch die vielen Neuroleptikas, die haben dafür wieder noch ganz andere Nebenwirkungen.

30.01.2018 16:05 • #18


Schokopudding
Also, ich habe gute Erfahrungen mit Dominal gemacht.
Quetiapin war mir zu heftig, da habe ich gleich bis 14 h am nächsten Tag durchgeschlafen.

30.01.2018 16:14 • #19


Skeletor
Zitat von Acanthurus:
Trazodon wirkt auch auf 5HT und weist keine anticholinergen Nebenwirkungen auf. Und dann noch die vielen Neuroleptikas, die haben dafür wieder noch ganz andere Nebenwirkungen.

Trazodon wirkt vor allem als Antagonist von 5-HT2A.
5HT2C und 5HT3 jedoch nicht bzw. 5HT2C nur in sehr hohen Dosen.

https://en.wikipedia.org/wiki/Trazodone#Pharmacology

30.01.2018 16:45 • #20




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Dr. med. Andreas Schöpf