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carcass,
ging mir ähnlich... vor einigen monaten wollte ich ein schnell wirkendes medikament für notfälle gegen meine panikattacken.
neurologin meinte dazu nur "naja, ich könnte ihnen tavor verschreiben, aber das möchte ich ihnen nicht verschreiben. das macht abhängig..." blablabla...
vom 15.01.- 10.02. in der psychiatrie gewesen (offene akutstation): dort habe ich 2 wochen lang am stück 4 mal 0,5g tavor bekommen, bevor es dann nach und nach ausgeschlichen wurde.
am 11.02. bei meiner hausärztin gewesen, um mir mein medikament verschreiben zu lassen (trevilor). die ärztin meinte "tavor kann ich ihnen auch nochmal verschreiben!". ich war etwas verwundert und sagte, dass ich das eigentlich nicht brauche... ich muss die panikattacken ja irgendwie aushalten.
die hausärztin meinte dann "bevor sie mal ganz durchdrehen, nehmen sie dann lieber eine tavor. als bedarfsmedikament ist das vollkommen okay!"
und ich sehe das mittlerweile auch so. es gibt einfach ein paar momente, bei denen man eine panikattacke unmöglich "aushalten" kann... bei mir ist das z.b. die situation, dass mein mann und ich mit seinen kindern irgendwo hin mit dem auto unterwegs sind (lange autofahrt) und ich bekomme eine schlimme attacke...
habe das mittlerweile einige male erlebt und es war jedes mal die hölle! das möchte ich mir und vor allem meinem mann und seinen kindern nicht nochmal antun...
achja und ohneangst: du kannst auch mal googlen, einfach mal zur info, welche medis gegen eine angst- und panikstörung helfen sollen.
klar, bei jedem ist es anders, wie was wirkt.
aber das weißt du ja selbst.
ich selbst habe zur zeit leider auch keinen neurologen oder psychiater und muss mir meine medis demnach auch von meiner hausärztin verschreiben lassen. ist zwar nicht ideal, aber geht im moment nicht anders.
ihr wisst sicher alle selbst, wie schnell man bei einem neurologen oder psychiater einen termin bekommt... ;(
übrigens hatte ich auch schon sertralin (vor 2 jahren). damit kam ich soweit ganz gut zurecht. wenige nebenwirkungen, aber auch irgendwann leider keine wirkung mehr.
ich wurde vor 4 wochen stationär auf die trevilor (venlafaxin) "eingestellt", weil escitalopram (was mir meine neurologin verschrieben hatte) null bei mir gegen die angst gewirkt hat, im gegenteil: nach der einnahme war ich immer extrem unruig und innerlich total am durchdrehen!
naja, in der psychiatrie haben die mir dann eben eines ihrer "lieblingsmedis" verschrieben... venlafaxin.
die nebenwirkungen waren anfangs nicht zu merken... das war aber nur so, weil ich ja täglich vier mal tavor bekommen habe... als das tavor nach und nach abgesetzt wurde, kamen die nebenwirkungen vom trevilor durch und die hatten es in sich...
(trockener mund- war noch das harmloseste..., ständiges schwitzen, übelkeit, schwindel, appetitlosigkeit, von einer panikattacke in die nächste geschlittert... es war wirklich krass...) ...
nun, nach mehr als 4 wochen sind die nebenwirkungen bei mir nun aber weg und das trevolir scheint zu wirken. meine panikattacken werden ziemlich gut "gedeckelt", was ich sehr erfreulich finde.
klar, jeder muss das selbst entscheiden, ob er/ sie/ es medis nehmen will oder nicht.
ich war auch jahre lang "gegen" medikament, denke aber mittlerweile: manchmal fehlt mir die kraft, immer und immer wieder nach einer panikattacke frohen mutes positiv nach vorne zu schauen. da ich phasenweise 24 stunden nur noch panik und angst hatte, war ich einfach nur am ende.
und ich kann und will mich nicht immer nur quälen müssen. ich bin froh, dass es medikamente gibt, die auch bei psychischen leiden helfen.
und... naja, ich will ja nicht für tavor werden, um gottes willen... aber: bei mir hat es einfach am besten geholfen von allen medikamenten, die ich je genommen habe.
es hat sehr schnell gewirkt und ich hatte null nebenwirkungen- außer beim absetzen natürlich...
schade, dass man die benzos nicht als langzeitmedi nehmen kann... ;/
liebe grüße, anna